Auf dem Oder-Neiße-Radweg zur Ostsee

In einem der letzten großen Datenlecks waren wohl auch Accounts von Foren, in denen einige von euch Mitglied sind, enthalten. Das Hängemattenforum selbst ist nicht betroffen, jedoch solltet ihr gegebenenfalls eure Passwörter ändern und 2-Faktor-Authentfikation einschalten.

Fragen könnt ihr gerne in diesem Thread stellen. Dort findet ihr auch weiterführende Links.

  • Dream Hammock hat mal Baumgurt-Gürtel verkauft - aber wenn man beide Gurte hängen lässt, hat man immer noch einen zuwenig. Für Baumgurt-Vergesser würde ich deshalb eine fest mit der Hängematte verbundene Aufhängung empfehlen. Oder man packt 2 kurze, leichte UHMWPE Gurte als Ersatz ein. Die sollte man dann nur nicht in der nächsten Nacht hängen lassen... =O

  • Das mit den vergessenen Baumgurten ist mir bisher zum Glück noch nie passiert. Aber kürzlich habe ich den Rucksack aufgesetzt und wollte mich schon auf den Weg machen, als mein Blick auf die Baumgurte am Baum fiel. So konnte ich sie zum Glück noch einpacken. Ich denke, es ist schneller passiert, als man denkt.


    Danke für den unterhaltsamen Bericht!


    PS: Ich glaube, ich hätte die «Regenbogen-Baumgurte» genommen (falls Polyester). Eine farbenfrohe Geschichte. :)

  • Macht Euch nur lustig! :cursing:

    Habt Ihr denn gar kein Mitgefühl? Schlägt kein menschliches Herz in Eurer Brust? Wisst Ihr nicht, wie weh das tut? Man hat eine Hängematte mit und kann sie nicht aufhängen. ;(;(;(


    Normalerweise sind meine Baumgurte fest mit der Hängematte verbunden. Auf der Tour wollte ich ein paar Gramm sparen und habe mir relativ kurze Baumgurte mit angebundener Dyneemaschnur hergestellt. Feineinstellung dann mit Turtle Ties. Na ja, im Ergebnis habe ich dann ein paar Gramm mehr als beabsichtigt eingespart.

    Aber ich habe meine Lektion gelernt. Erziehung durch Schmerz.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • vergessene Baumgurte

    ... ist mir natürlich auch schon passiert, glücklicherweise immer rechtzeitig gemerkt. Für meine Crosshammock habe ich jetzt dafür folgende Lösung: ich befestige eine Daisychain fest an der Matte und fixiere die dann am Baum mit einem Karabiner. Abgehängt wird auch nur dort, so dass man die Gurte nicht mehr vergessen kann.


    Oh, das war jetzt

    gleichzeitig mit Mittagsfrost:*

  • Schöner Bericht! Auch deshalb, weil du wie immer verrätst, was dir nicht so gut gelungen ist.


    Für mich ist die Baumgurt-Hängengelassen-Story eine Erinnerung daran, wie es mir ging, als mir dasselbe passiert ist. Und was sich seitdem geändert hat.

    Gleich vorweg: Es könnte je nach persönlicher Veranlagung auch eine Haustürschlüssel-Steckengelassen- oder Frist-Verpasst-Story sein. Aber wir sind hier ja im Hängemattenforum.


    In meinem Fall konnte ich am darauf folgenden Tag nochmal mit dem Rad hin und her fahren, um die Gurte zu holen. Und glücklicherweise hingen sie noch da. Meine Etappen sind meist so kurz, dass das funktioniert, weil ich meist den Weg selbst als Ziel empfinde und mir dazu passende Gebiete suche.

    Aber es stellte sich heraus, dass das Fehlen der Gurte gar nicht das größte Problem war.


    Das wirklich Schlimme war das Gefühl, einen Fehler gemacht zu haben, den man nicht macht, der nicht passieren darf, der vermeidbar gewesen wäre, kurz: dessen ich mich geschämt habe, der mich verunsicherte. Das Gefühl nagte und brannte innerlich sogar noch weiter, auch als die Gurte schon wieder da waren.


    Also hab ich mich gefragt, woher das kommt, dass das Fehlen der Gurte zwar unbequem ist, aber gar nicht das eigentliche Problem. Woher kommt dieses scheinbar nebensächliche, aber quälende Unwohlsein? Brauch ich das noch oder kann das weg? Warum werd ich es aber mit wirklich guten Argumenten nicht los? Und wie könnte ich es sonst noch vermeiden?


    Die Antworten waren viel länger als die Fragen. Aber es hat sich gelohnt, mir darüber klarer zu werden. Und mit jedem Fehler gibts eine neue Chance dazu =O;(:).

    Eine der einfachsten Antworten am Schluss war, dass ich wohl immer noch nicht genügend Übung mit solchen Fehlern habe.

    Am übernächsten Abend stellte ich dann beim Rausnehmen meiner Linsen fest, dass meine Brille fehlte...

  • Eine der einfachsten Antworten am Schluss war, dass ich wohl immer noch nicht genügend Übung mit solchen Fehlern habe.

    Am übernächsten Abend stellte ich dann beim Rausnehmen meiner Linsen fest, dass meine Brille fehlte...

    Ich habe mal gesehen, dass sich einige Wohnmobilfahrer Checklisten auf das Lenkrad legen, damit sie die Liste durchgehen bevor sie den Campingplatz verlassen. Auf einem neuseeländischen Campingplatz gab es ein großes Schild mit einer Checkliste, das gut sichtbar neben der Ausfahrt stand. Vergessliche Radfahrer können sich sicherlich einen Checkliste an den Lenker hängen.


    Bei mir hat es sich bewährt, dass ich direkt vor Verlassen des Hängeplatzes noch einmal ganz bewusst alle Oberflächen (Hängebäume, Boden) absuche. Am besten zwei mal. Nur zur Sicherheit.

  • Bei mir hat es sich bewährt, dass ich direkt vor Verlassen des Hängeplatzes noch einmal ganz bewusst alle Oberflächen (Hängebäume, Boden) absuche. Am besten zwei mal. Nur zur Sicherheit.

    Normalerweise mache ich das auch und ich habe noch nie was am Übernachtungsort vergessen.

    Bis auf dieses Mal. Da haben die blutrünstigen Mücken einen hastigen Aufbruch verursacht und Bumm! blieben die schwarzen Baumgurte mit schwarzer Dyneemaschnur an den dunkelgrüngraubraunen Baumstämmen hängen.


    Ob das nun eine ungünstige Farbwahl war, will ich noch nicht abschließend beurteilen. Die Chancen stehen gut, daß die Baumgurte in einem Jahr immer noch dort hängen. :)

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Da ich ja zur absoluten Schusselfraktion gehöre habe ich mein Setup mittlerweile auf "keine losen Teile" optimiert... Die Baumgurte sind fest mit der Hängematte verbunden, ebenso alle Tarpleinen mit dem Tarp. Die Isolation bleibt in der Hängematte, bzw. der Hängemattensocke. Reißverschluss zu, Baumgurte von Baum abmachen, einpacken, Tarp einsammeln, fertig.

  • Toller Bericht und so gut geschrieben!!
    Wenn Du offenbar keine chemische Keule gegen die Blutsauger einsetzt, hätte ich schon noch einen Tipp:
    Ein Mini-Fläschchen Citronella-Öl und optional ein weiteres mit Lavendelöl im Gepäck schafft Abstand der Mücken zu Dir, indem Du davon tröpfchenweise in Deine Duschcreme, Hautcreme oder was auch immer dabei ist, einrührst und Dich damit einreibst bzw. morgens damit duschst. Das Öl bleibt auch nach dem Abduschen eine Weile aktiv und sie bleiben Dir vom Leibe.

    Eine Überlegung hatte ich gerade noch: Da man ätherische Öle auch in den Spülgang bzw. das Fach für den nutzlosen Weichspüler einfüllen kann, wäre es vielleicht mal einen Versuch wert, damit vor der Reise die Klamotten, Hängematte und Schlafsack zu waschen und zu schauen, wie lange das hilft. Hat gerade jemand Lust auf eine Studie?! Da wäre ich schon neugierig, bzw. mache das bestimmt mal selbst, wenn hier die Saison vorbei ist. Gerade dann kommen die Mücken ja in Scharen.
    ... und ich bin ebenfalls eine staatlich anerkannte Mückenfalle... :P
    Ich kann Dir die Qual nachempfinden und habe deshalb auch so etliche experimentelle Gegenmaßnahmen-Erfahrungen. Aus der Abteilung "biologische Abwehr" helfen Citronella mit Lavendel am besten, nach dem Stich Zahnpasta oder Rescue-Salbe. Mir zumindest.
    Und ich höre gerne, wem das noch geholfen hat oder wem auch überhaupt nicht.

    Ein homöopathisches Mittelchen gibt es auch, welches man 4-5 Tage vor der Abreise regelmäßig einnehmen soll, es soll den menschlichen Körpergeruch für die Kleinvampire verändern. Ich habe leider diese 4-5 Tage nie durchgehalten, es 3x täglich zu nehmen, so dass ich schon deshalb mindere Erfolge damit hatte.

    Die Hippie-Singles auf Kreta haben sich früher mit zerstampftem Knoblauch eingerieben. Ich lasse dem Kopfkino der Folgesituationen hiermit freien Lauf :/:P

    Ute aus HWI: Expertin für teilstationäre mexikanische Mayahängematten und stationäre Tuch-Hängematten.

    Mehr dazu: Hängematten von Alasiesta.com

  • Die Plagegeister setzten sich auf Stellen, die ich eine Stunde zuvor mit Autan eingerieben hatte, holten aus und rammten ihren Stachel durch die Haut. :(

    Das einzige was half, war mechanische Bekämpfung. Ein Klaps mit der Handfläche reichte schon.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Da man ätherische Öle auch in den Spülgang bzw. das Fach für den nutzlosen Weichspüler einfüllen kann, wäre es vielleicht mal einen Versuch wert, damit vor der Reise die Klamotten, Hängematte und Schlafsack zu waschen und zu schauen, wie lange das hilft.

    Ätherische Öle helfen mir zwar leider gar nicht gegen Mücken, aber die Beduftung im letzten Spülgang habe ich schon mal getestet. Vom ÄÖ bleibt für meine Nase fast nichts in der getrockneten Wäsche übrig. Meines Wissens sind für die Haftung auf nasser Wäsche synthetische Lösungsvermittler nötig, die es früher auch bei Spinnrad gab, die ich aber nicht in der Wäsche haben möchte, wenn ich schon auf ÄÖ setze. Zudem sind (wie beim Weichspüler) enorme Mengen Duftstoff nötig, weil der Großteil ja mit dem Spülwasser verloren geht - also eher das ganze Fläschchen, als ein paar Tropfen.

    Allerdings bezog sich mein Test auf meine eigene Nase und nicht die der Mücken ;)

  • Moin,

    sehr schöner Bericht 👍

    Da ich hauptsächlich Polyester Gurte mit Cinch Buckles verwende, die ich immer montiert lasse, kann ich die schon mal nicht vergessen 😁

    Ansonsten schaue ich auch nochmals gründlich nach ob ich nichts vergessen habe bevor ich den Platz verlasse.

    Ich habe vor kurzem auch mal eine Angelrute am Strand stehen lassen🤭 hatte aber Glück, sie war Abends noch da👍😁

    Zum Thema Mücken/Zeckenschutz möchte ich noch anmerken, dass bei mir alle Mückenschutzmittel aus Bio-Stoffen (und ich habe viele getestet) nicht viel gebracht haben.

    Eigentlich benutze ich in Wald und Flur nur noch mit Permethrin behandelte Wanderkleidung und für die Haut DEET-Mittel mit 40% Wirkstoffanteil. Ist zwar alles Chemie hoch 10 aber bei mir ist es das einzigste was wirklich wirkt.

    Seit dem ich es so mache habe habe ich wenn überhaupt mal 1-2 Zeckenbisse pro Jahr. Davor waren es meist über 10 pro Jahr.

    Noch spüre ich keine Nebenwirkungen 😳🤓 hoffe das bleibt so😁💪

  • Die Plagegeister setzten sich auf Stellen, die ich eine Stunde zuvor mit Autan eingerieben hatte, holten aus und rammten ihren Stachel durch die Haut. :(

    Das einzige was half, war mechanische Bekämpfung. Ein Klaps mit der Handfläche reichte schon.

    ... das ist nach all meinen Experimenten das einzig wirksame, was auch mal eine ganze Nacht hält, zumindest im Ruhezustand. Ob Du das evtl. gleich wieder abgeschwitzt hast?

    Ob die ätherischen Öle tiefer in die Haut gehen und dadurch länger wirken könnten?

    Wir könnten eine Studien-Radtour im (dafür möglichst feuchten) September probieren. Länger als 48 Stunden werde ich Misserfolge allerdings auch nicht ertragen 🤕

    Ute aus HWI: Expertin für teilstationäre mexikanische Mayahängematten und stationäre Tuch-Hängematten.

    Mehr dazu: Hängematten von Alasiesta.com

  • Ein paar kleine "Live Updates" hatte ich ja schon von deiner Tour aber den vollen Umfang deiner Erlebnisse hast Du hier wirklich vorzüglich niedergeschrieben. Vielen Dank dafür!!!! Ganz ganz toller Reisebericht!

    Das mir den Baumgurten wird Dir sicherlich nie mehr passieren und auf den nächsten Treffen wirst du sicherlich von dem ein oder anderen Erinnert 😉😃

    Das Leid mit den Mücken kann ich teilen glaube es gibt momentan kaum eine Stelle an der ich nicht zerstochen bin.

    Never without my Hammock!

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