Posts by Hammock Fairy

    Die angegebene Belastbarkeit würde ich bei normalen GE Hängematten auch ignorieren, denn da geht es vor allem um den Liegekomfort. Es ist eigentlich unsinnig für einen Hängemattenstoff eine allgemeine Bruchkraft oder Kapazität anzugeben, denn die Stärke vom Stoff hängt immer davon ab, auf wie viele Fäden sich die Last verteilt. Eine Hängematte die nicht aufgefaltet ist kannst du beispielsweise nicht zum reißen bringen. Da könntest du vermutlich 1.000 kg oder mehr dran hängen. Wenn du die gleiche Hängematte auffaltest, und ein wesentlich kleineres Gewicht auf einen Punkt konzentrierst, ist es aber kein Problem den Stoff zu zerreißen.


    Jede GE Hängematte die aus 40D oder 70D Nylon gemacht ist, hält problemlos jedes normale Gewicht aus, das du nicht auf eine kleine Fläche konzentrierst.

    Nähte im Stoff sind immer ein Schwachpunkt - deshalb ist die Kapazität von Hängematten mit Nähten immer niedriger als sie es ohne Nähte wäre. Und deshalb verwenden die Hersteller solcher Hängematten im Allgemeinen auch sehr starke, dicht gewebte (= schwere) Stoffe. Außerdem können Nähte im Stoff das Liegeverhalten stark verändern. Und eine Menge Aufwand ist es auch, wenn man es gut machen will. Ich habe immer noch eine angefangene Hängematte mit 3 Streifen (allerdings gerade) herumliegen, die nach zig Arbeitsstunden noch auf Fertigstellung wartet.


    Wenn das einzige Ziel, das du erreichen willst, mehr Breite ist, ist es einfacher und auch günstiger, einen ausreichend breiten Stoff zu verwenden. Ich würde so einen Aufwand nur treiben, wenn ich die Liegeeigenschaften drastisch verändern will (siehe z.B. das bereits erwähnte Hammock Bliss Sky Bed), oder wenn du dich auf einen ganz bestimmten Stoff eingeschossen hast, den es nun mal nicht in extra breit gibt. Auf meiner To-Do-Liste steht beispielsweise noch eine doppellagige Hängematte aus insgesamt 3 Bahnen 1.0 oz HyperD (also 3 Bahnen aneinander genäht und erst längs in der Mitte gefaltet um mehr Breite zu erreichen, und dann quer gefaltet um 2 Lagen zu bekommen) weil mir die Liegeeigenschaften so gut gefallen haben.

    Meinst du eine "Continuous Ridgeline"?


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    Wie lagert ihr euren Daunen Underquilt wen ihr ihn nicht benutzt? Eingepfercht im Packsack oder lose in einer Kiste?

    Unter meiner Hängematte hängend ^^


    Wenn du ihn nicht benutzt, stecke ihn einfach in einen ausreichend großen Stoffsack und lagere ihn trocken und dunkel. Du kannst ihn auch in einen Kissenbezug stecken. Das sieht vielleicht hübscher aus.

    Kann mir schon vorstellen das die Daunen Schaden nehmen wenn sie längere Zeit komprimiert sind.

    Ja, komprimiert ist nicht gut.

    Ich habe mit einer Ridgeline unter dem Tarp angefangen und hatte mehrfach Regen auf der Hängematte. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich darauf gekommen bin, dass die Ridgeline Wasser unter das Tarp geleitet hat. Seit ich andere Abspannungen verwende (zuerst über dem Tarp, dann eine geteilte Ridgeline), hatte ich kein Wasser mehr unter dem Tarp. Vermutlich kann man auch mit Abtropfschnüren arbeiten, aber das war mir zu umständlich. Und mein Tarp hat ohnehin eine kettenlinienförmig geschnittene Ridgeline, die nicht gut mit Ridgeline-Aufhängung harmoniert hat (das Tarp hat Falten geworfen).

    Beim Beispiel Warbonnet, das ich schon interessant finde, habe ich aber ja nicht direkt vergleichbare Sachen. HM und Tarp sind beide nur 11' statt 12', und die HM ist auch nicht so breit, wie die von Onewind.

    Alle Tarps von Warbonnet gibt es auch in 12'. Das Superfly und das Thunderfly habe ich derzeit sogar in 12' auf Lager.

    Den Underquilt Cumulus 250 find ich im Shop gar nicht, oder ist der von einem anderen Hersteller?

    Cumulus Quilts sind von Cumulus - nicht von Warbonnet. Ich habe nur die Quilts von Warbonnet, d.h. den Wooki Underquilt und den Diamondback Top Quilt.

    Obwohl ich ja dann vermutlich eher bei Hammock Fairy bestellen würde und nicht in den USA. Hammock Fairy bekommst du das Bugnet nochmal rein?

    Du meinst den separaten Netzsocken für die netzlose Traveler? Den habe ich nicht mehr im Sortiment weil die Nachfrage zu gering war. Wer ein Netz haben will, entscheidet sich meistens für die Eldorado oder XLC.

    Der Beschreibung nach besteht die Hängematte aus Polyester Ripstop. Die Denier werden nicht angegeben - aber bei gleichen Denier ist Polyester im Vergleich zu Nylon bretthart. Ich mag wenig Dehnung, aber ich hatte schon einige Polyester-Hängematten, die selbst mir zu hart waren.

    Ich frage mich nur, was sind die Nachteile? Ich habe das bisher noch bei keinem Hersteller gesehen und an dem besonders hohen Vertigungsaufwand kann es doch auch nicht liegen :/

    Die Nachteile sind:

    • eine Clew zieht den Underquilt nur punktuell an die Hängematte - nicht flächig wie der Stoff beim Wooki. Dadurch bleiben immer noch Luftkanäle. Nicht so große wie bei der Eckaufhängung, aber größere als beim Wooki. Andererseits lassen sich die Kordellängen individuell anpassen; man kann den Rand also z.B. straffer spannen.
    • die Kordel dürften schwerer sein als ein Trägerstoff. Wobei das sicherlich von der Kordeldicke und Gesamtlänge abhängt.
    • wie bei einer traditionellen Hängematte können sich die Kordel verheddern oder verdrehen. Man muss beim Einpacken und Aufhängen mehr aufpassen als bei einem Wooki.

    Warum es keine Hersteller gibt, die Underquilts mit Clew anbieten? Vermutlich weil es einfacher ist, gleich einen Wooki-artigen Underquilt zu nähen. Aber gerade bei den großen Herstellern hat nicht Perfektion oberste Priorität, sondern Profit. Bisher sind die chinesischen Hersteller im Hängemattenbereich auch nicht durch Innovationen aufgefallen, sondern bestenfalls durch günstige Kopien. Onewind ist der erste chinesische Hersteller, der brauchbare Hängemattenausrüstung anbietet. Vielleicht - oder vielmehr vermutlich werden in Zukunft auch innovative Designs aus China kommen. Aber dann wird der Preis auch nach oben gehen, denn es ist immer teurer selbst gute Designs zu entwickeln und zu vermarkten als andere Designs zu kopieren.

    Irgendwie verabschiede sich mein Gehirn beim Thema "Clew", sry. Ist die Clew nur die Befestigungsart mittel elastischer Schnüre oder gehört eine spezieller Quilt mit dazu? Oder anders gefragt, kann ich den OneWind UQ nehmen und dann dafür ein Clew basteln?

    Die Clew ist nur die Bezeichnung für die alternative Quiltaufhängung. Anstatt den Underquilt nur an den Ecken aufzuhängen, bringst du an den schmalen Seiten viele Kordel an und verwandelst ihn so in eine Art Hängematte. Sofern der Onewind Underquilt breit genug ist (140 cm oder breiter wären perfekt, aber zur Not geht es auch mit 130 cm), kannst du eine Clew anbringen.

    Die Wookis von Warbonnet sind echt sehr gut aus, und dass du die direkt in DE anbietest ist natürlich auch sehr interessant, allerdings sollte ich als Anfänger nicht über 400€ dafür ausgeben, solange ich nicht sicher bin, dass die GE HM für mich das richtige ist. Leider hast du ja die Variante Scandinavien nicht, wird die zu wenig nachgefragt?

    Willst du mit dem Wooki bei -20°C raus gehen? Der Scandinavian Wooki ist wirklich nur für sehr kalte Nächte geeignet. In unseren Breiten ist ein 0° Wooki normalerweise absolut ausreichend. Deshalb ist die Nachfrage auch zu gering. Die letzten Scandinavian Wookis musste ich alle weit unter Preis verkaufen, deshalb habe ich sie aus dem Sortiment genommen.

    Hmm da komme ich nicht mehr mit, müsste ich die "Clew" selber basteln oder gibts die als Zubehör zu kaufen? Und was sind denn Wookis und Sookis? Wenn ich das google, tauchen auch noch Dookis und Hookis auf ?( Spooky ^^ Würdet ihr mir von dem Onwind Quilt eher abraten, gibt's bessere Alternativen?

    Nein, die Clew müsstest du selbst basteln - wie im Post beschrieben. Ist ja nun nicht sooo schwierig. Und eine Nähmaschine braucht man auch nicht. Wenn du nicht basteln sondern fertig kaufen möchtest bestell dir entweder einen Simply Light Designs Trailwinder (gibt's nur direkt bei SLD) mit KuFa Isolierung oder einen Warbonnet Wooki (die kannst du auch bei mir in D bestellen) mit Daunenisolierung. Ein Sooki ist eine DIY Variante des Wooki (Synthetischer Wooki = Sooki). Im Forum haben sich schon viele einen Sooki genäht. Manche sogar einen Wooki-Klon (also mit Daunen).

    Würdet ihr mir von dem Onwind Quilt eher abraten, gibt's bessere Alternativen?

    Sicher gibt es bessere Alternativen - siehe Simply Light Designs und Warbonnet. Wenn man einmal einen Wooki (oder überhaupt einen hängemattenähnlichen Underquilt) verwendet hat, will man im Allgemeinen nicht mehr zurück zu den üblichen Underquilts mit Eckaufhängung. Siehe dazu auch hier. Aber diese Underquilts sind halt eine ganze Ecke teurer weil sie eben nicht in Fernost genäht werden.

    Exakt so wie sie von leiavoia auf Hammockforums beschrieben wird habe ich noch keine Clew gebaut. Ich hatte zuvor aber einen Problemquilt ähnlich modifiziert. Seitdem habe ich nur noch selbst genäht und dann gleich im Wooki-Stil. Das ist natürlich besser. Aber wenn man schon einen ausreichend breiten (ich schätze mindestens 140 cm) Underquilt hat, der nicht richtig passen will, ist die Clew die einfachste Art die Passform zu verbessern. Was ich anders machen würde ist, dass ich keine Gummikordel für die Clew selbst verwenden würde, sondern nur eine Gummikordelschlaufe am Fußende. Die vielen Meter Gummikordel machen das System meiner Meinung nach zu dehnbar und sind auch schwerer als nötig. Beim Wooki reicht auch eine Gummischlaufe am Fußende - ich sehe keinen Grund, warum das bei der Clew anders sein sollte.

    Es gibt ja zwei verschiedene, einmal das ultralight/rectangula und das hexagonale. Ist das einfach nur eine persönlicher Vorliebe, oder hat das eine Vorteile gegenüber dem anderen? Was mich übrigens an der Bezeichnung des ultraleichten wundert ist, dass es mit 845g deutlich schwerer als das hexagonale mit 650g ist.

    Beide Tarps sind aus dem gleichen Stoff gemacht - 1.1oz 20D Ripstop Nylon. Der Gewichtsunterschied ergibt sich also aus der Fläche. Mehr Stoff wiegt eben auch mehr.

    Außerdem bin ich etwas unsicher, ob die Länge von 3,66m überhaupt ausreicht, um eine 12' (3,65m) Hängematte bei starkem Regen wirklich trocken zu halten. Wieso lässt man die nicht etwas weiter überstehen? :/

    Wie Waldläufer70 schon schrieb: die Hängematte hängt durch! Wenn du die Ridgeline auf die gerne verwendeten 83% einstellst, ist die Hängematte von oben gesehen nur noch 3,04 m lang. Das Tarp steht also an beiden Ende ca. 31 cm über. Ob das reicht hängt vom Tarpdesign und vom Wetter ab. Wenn du nicht regelmäßig bei sehr schlechtem Wetter oder im Winter hängen willst, ist ein 12' Hex Tarp ausreichend. Mit einem 13' Hex Tarp hättest du noch etwas mehr Schutz an den Enden, kommst dir aber auch schneller mit der Hängemattenaufhängung ins Gehege. Außerdem brauchst du mehr Platz zwischen den Bäumen. Aus diesem Grund finde ich die Mini-Türen Tarps so genial: man hat den Regenschutz eines wesentlich längeren Hex Tarps ohne die Nachteile. Wenn du das Wintertarp mit vollen Türen nimmst, reichen 12' Länge auf jeden Fall aus. Du kannst ja jederzeit die Türen schließen und hast dann Rundumschutz.

    Bei der Hängematte schein ja alles dabei zu sein, was man zum befestigen braucht, aber ich habe im Shop solche "Einsteller für den Underquilt" gesehen, ist das sinnvoll, oder kann man die Teile gar nicht verwenden, wenn man ein Moskitonetz drüber hat?

    Kann man machen, ist aber umständlich. Die Spanner werden unter dem Netzsocken oder über dem integrierten Netz verwendet. Ich hab diese Basteleien schon durch und würde einfach eine Clew installieren, sofern der Quilt breit genug ist. Oder gleich einen Wooki bzw. Sooki verwenden.

    Ich (165 cm groß) durfte auch schon mal in einer Amazonas Adventure Moskito Hammock Thermo liegen und konnte keine bequeme Liegeposition finden. Da kommen so viele Faktoren zusammen (dehnbarer Stoff, kurze und schmale Hängematte, extrem ungünstiger Schnitt vom Netz, ...) dass ich nicht weiter herum probieren würde, sondern mir eine brauchbarere Hängematte holen würde. Da gibt es meiner Meinung nach nicht viel zu retten.


    Trotzdem würde ich nicht gleich zu einem anderen Hängemattentyp wechseln, denn jedes Hängemattendesign hat seine eigenen Vor- und Nachteile. Bei einer Querhängematte ist beispielsweise der Ein- und Ausstieg gewöhnungsbedürftig; man schaukelt kopfüber; die Isolierung erfolgt über eine Isomatte (das kann ein Vor- und Nachteil sein); durch die Konstruktion ist sie weniger robust. Dafür liegt man wirklich gerade - vermutlich ist die Querhängematte dem Bett am ähnlichsten.


    Bei einer Brückenhängematte brauchst du einen großen Abstand zwischen den Bäumen; durch die Spreizstäbe musst du beim Abspannen vom Tarp vorsichtig sein und hast trotzdem den schlechtesten Wetterschutz; Brückenhängematten können etwas kippelig sein; man hat vergleichsweise wenig Platz in der Breite (um z.B. mal ein Knie anzuziehen); die Spreizstäbe sind immer ein Schwachpunkt. Dafür kann man in der richtigen Brückenhängematte auf der Seite schlafen, und Ein- und Ausstieg sind von der Seite.


    Das soll nicht heißen, dass eine Querhängematte oder eine Brückenhängematte nicht die richtige Wahl sein können. Ich habe beide Designs und schlafe seit ca. einem Jahr fast jede Nacht in einer Brückenhängematte. Allerdings zu Hause. Wegen des schlechten Wetterschutzes und der Spreizstäbe kommt zum wandern immer meine GE Hängematte mit.


    Was ich sagen will ist: nur weil dein erstes Fahrrad ein zu kleines Mountainbike aus dem Baumarkt war, mit dem das Tourenradeln keinen Spaß gemacht hat, ist es nicht unbedingt sinnvoll, sich gleich ein Liegerad zu kaufen um die Probleme zu beheben. Besorg dir doch erstmal eine einfache, netzlose GE Hängematte die mindestens 11' lang und aus 40D oder 70D Ripstop ist (deine Amazonas ist laut Hersteller aus 20D), und lerne sie richtig aufzuhängen (das musst du auch bei einer Brücken- oder Querhängematte lernen). Die Chancen stehen gut, dass du damit glücklich wirst.

    Es wäre dir aufgefallen. Ich habe auch nicht darauf geachtet, aber als ich in der letzten Nacht nach dem Toilettengang gegen 4 Uhr Morgens den Underquilt zurecht gezuppelt habe, war alles nass. Die Temperaturen waren in den letzten 4 Nächten ähnlich (Tiefsttemperatur 10°C), und ich habe nicht geschwitzt. Jedenfalls kommt nächstes mal wieder der 2QZQ UQP mit, mit dem ich noch nie Kondensprobleme hatte. Der TaR Hammock Warmer ist anscheinend wasserdicht...

    Auch die Hennessy Aufhängung lässt sich austauschen. Allerdings haben die Hennessy Hängematten keinen Tunnelzug, deshalb lässt sich das DD Gurtsystem nicht auf die gleiche Art verwenden. Der Einfachheit halber verwende ich bei meinen Hennessy Matten UHMWPE Webschlaufengurte. Da kann man die Seile auch dran lassen.