Winter Topcover
Nachdem meine Brückenhängematte schon seit langem ein Topcover hat und dieses für meine Bedürfnisse sehr gut funktioniert, war es an der Zeit auch eine GE als Winterhängematte mit Topcover auszustatten.
Ziel des Topcovers war wie schon bei meiner Brückenhängematte.
- Windschutz
- Temperaturbereich zu steigern bei möglichst wenig Gewicht
- Den zu erwärmenden Luftraum möglichst gering zu halten und dennoch genug Bewegungsfreiraum um Kompression des Topquilts zu vermeiden
-Kondensfeuchtigkeit durch Atemluft zu vermeiden
-Lagerplatz für Kleidung zu schaffen damit sie ein wenig vorgewärmt am morgen ist
(Peakshelf)
Hammock Socks, oder Wintercover sind im Prinzip nichts neues allerdings bin ich wieder mit einem bisschen anderen Konzept an die Sache herangegangen.
Bei den meisten liegt man komplett im Inneren und hat somit auch deutlich mehr Kondensat durch Atemfeuchtigkeit im Inneren.
Ich hab mich wieder bewusst dazu entschieden mit dem Kopf frei zu liegen.
Zum einen weil ich in die Natur gehe um in die Natur zu blicken, sie zu riechen und zu fühlen.
Wenn es am Kopf kalt wird ne Mütze aufgesetzt und Gut ist. Die kalte Luft im Gesicht zu spüren hat mich noch nie gestört.
Im Gegenteil so fühl ich mich viel freier und mehr mit der Natur verbunden.
Somit ist dieses Konzept zumindest für meine persönlichen Bedürfnisse optimal, kein Kondensat und ein freier Blick in die Natur.
Verwendete Materialien:
Stoffe:
-10D DWR Nylon von Adventure Expert
-70D Hammock Nylon von Extex (am Halsbereich)
Reißverschluss:
- 1x YKK 3C teilbar 220cm
- 1x YKK 3C teilbar 250cm
Garn:
-Gütermann TERA 80
Sideproject war noch ein Underquilt Protector der auch aus dem sehr leichten 10D DWR Nylon (22g/m2) genäht wurde.
Leider ist die Optik sowohl beim UQP als auch beim Topcover durch den Glanz nicht sonderlich schön, erinnert ein wenig an einen Müllsack.
Nach kurzem überlegen stand aber fest die Funktion steht über der Optik also ging es an die Nähmaschine.
Beim Topcover habe ich mich im Halsbereich aber für einen etwas festeren strapazierfähigeren und angenehmeren Stoff entschieden. (70D Hammock Nylon).
Die Temperaturen sinken langsam und die erste Testübernachtung bei -2°C in der Nacht war wunderbar warm.
Innen / Aussentemperatur Vergleichsmessungen habe ich bis jetzt noch nicht gemacht. Wenn Interesse besteht kann ich aber gerne diese noch hier ergänzen.
Bei meiner Brückenhängematte hatte ich im Innenraum meist ca. 10°C mehr als zur Aussentemperatur.
Vom Gefühl her ist es auch bei diesem Topcover eine deutliche Steigerung und ich vermutte ähnliche Ergebnisse wie schon bei meiner Brückenhängematte.
Indoor lässt sich unter dem Topcover auch ohne Decke, Schlafsack etc. wunderbar schlafen ohne zu frösteln, man merkt deutlich wie die abgegebenen Wärme sich staut.
Jetzt fehlt nur noch der Schnee, die Vorfreude für die ein oder andere Übernachtung im Winterwald steigt.
#prayforsnow
Halskrause damit das Topcover gut am Hals abschließt.
Abspannung an die Ridgeline damit man etwas Bewegungsfreiheit unter dem Topcover hat.
UQP, der hoffentlich im Winter ein wenig den Wind abhält.
Bin aber ehrlich gesagt bisweilen immer auch ohne ausgekommen. Nur vereinzelt stand der Wind Mal so schlecht dass ich mir einen UQP gewünscht hätte. Bin gespannt was er bei sehr windigen Bedingungen bringt. Man liest auch oft ein UQP soll gegen Regen (Spritzer) helfen auch dieses Problem hatte ich noch nie.
Selbst mit Hex Tarp bei sehr schlechten Bedingungen ist mein Underquilt noch nie nass geworden. Bei Schneetreiben könnte ich mir aber schon einen kleinen Vorteil vorstellen wobei da ein Wintertarp ala (Superfly) wohl wahrscheinlich noch die bessere Wahl wäre.
Bin aber trotz allem auf die ersten eigenen UQP Erfahrungen gespannt.
Der Winter kann kommen!