Posts by Siebenschläfer

    Die Beiträge sind mit Gründen gelöscht worden.

    Sonst könnten wir uns die Löscherei auch sparen,

    wenn wir sie nach Jahren wieder raus kramen.

    Gut, danke für deine prompte Antwort.


    Dann möchte ich an dieser Stelle das Feedback loswerden, dass ich die Sucherei mit der Suchfunktion als unbefriedigend empfinde, wenn als Suchergebnis passende Threads sogar inklusive Textausschnitten erscheinen, diese aber offiziell "gelöscht" sind.

    Das wirkt auf mich kafkaesk und motiviert keineswegs, die nicht immer ganz einfache Textsuche überhaupt zu starten.


    Mein Vorschlag: Was auch immer der große Modellator als gelöscht bezeichnet und in seinem Giftschrank aufbewahrt, sollte für die verwirrten Untertanen gar nicht mehr auftauchen.

    Die Liefersituation von Wookis von Warbonnet scheint mir zunehmend angespannt zu sein. Wenn ich heute bestelle, kann ich frühestens im Novemberwetter meine neue Isolation ausprobieren (Lieferdauer + Zoll). Das ist mir zu spät, dann ist der Herbst vorbei. Und die bei TreeGirl aktuell verfügbaren Exemplare entsprechen leider auch nicht meinen Wünschen.


    Dazu kommt, dass ich gewissenhaft einen Großteil der Beiträge hier zum Wooki gelesen habe und deshalb beim Original mit ein paar Nachteilen rechne, die mich nicht eben begeistern: Ich werde mit meiner Größe und meinen Schlafgewohnheiten mit Kopf oder Füßen oder Knien öfter außerhalb der Isolation liegen (kälter als ein cold-spot ist nur: gar keine Isolation). Zudem halte ich großzügigen Overfill für sinnvoll.


    Ich suche also Erfahrungen zum Selbstbau einer Daunenisolierung, die ähnlich wie ein Wooki funktioniert, aber nicht einfach seine Standardmaße, Eigenschaften und Schwächen kopiert.

    Gefunden habe ich leider nur den Faden von Jimknopf , der mir schon eine große Hilfe war und mich über Catsplats Differential Calculator zum englischen Forum geführt hat. Zwei andere Fäden von echinotrix wurden scheinbar so kontrovers diskutiert, dass sie zwar aktuell über die Suche existieren, aber nicht lesbar sind.

    Gibt es weitere Erfahrungen, die ihr teilen mögt?

    Habt ihr vielleicht auch schon mit dem Gedanken gespielt, seid auf dem Laufenden im englischen Forum und könnt mir ein paar lohnende Namen oder Beiträge nennen?

    Habe ich gar die kafkaeske Suchfunktion nicht richtig bedient und bin nicht in den richtigen Wartezimmern gelandet?


    Für sachdienliche Hinweise wäre ich dankbar! :)

    Ah.

    Dann habe ich meine Frage an das Orakel falsch formuliert.

    Richtig lautet sie wie folgt, mit der Bitte um Beantwortung:


    Ich möchte mich über den Eigenbau von Daunenisolierungen informieren.

    Es gibt dazu laut Suche, Threadtiteln und Textausschnitten tatsächlich einige wenige Threads (genau 3), die zu meinem Anliegen passen.

    Wird es mir jemals möglich sein, die oben genannten Threads einzusehen, oder ist das nur dem großen "Modellator" möglich? Was muss ich tun, um sie zu sehen?

    Da man ätherische Öle auch in den Spülgang bzw. das Fach für den nutzlosen Weichspüler einfüllen kann, wäre es vielleicht mal einen Versuch wert, damit vor der Reise die Klamotten, Hängematte und Schlafsack zu waschen und zu schauen, wie lange das hilft.

    Ätherische Öle helfen mir zwar leider gar nicht gegen Mücken, aber die Beduftung im letzten Spülgang habe ich schon mal getestet. Vom ÄÖ bleibt für meine Nase fast nichts in der getrockneten Wäsche übrig. Meines Wissens sind für die Haftung auf nasser Wäsche synthetische Lösungsvermittler nötig, die es früher auch bei Spinnrad gab, die ich aber nicht in der Wäsche haben möchte, wenn ich schon auf ÄÖ setze. Zudem sind (wie beim Weichspüler) enorme Mengen Duftstoff nötig, weil der Großteil ja mit dem Spülwasser verloren geht - also eher das ganze Fläschchen, als ein paar Tropfen.

    Allerdings bezog sich mein Test auf meine eigene Nase und nicht die der Mücken ;)

    Schöner Bericht! Auch deshalb, weil du wie immer verrätst, was dir nicht so gut gelungen ist.


    Für mich ist die Baumgurt-Hängengelassen-Story eine Erinnerung daran, wie es mir ging, als mir dasselbe passiert ist. Und was sich seitdem geändert hat.

    Gleich vorweg: Es könnte je nach persönlicher Veranlagung auch eine Haustürschlüssel-Steckengelassen- oder Frist-Verpasst-Story sein. Aber wir sind hier ja im Hängemattenforum.


    In meinem Fall konnte ich am darauf folgenden Tag nochmal mit dem Rad hin und her fahren, um die Gurte zu holen. Und glücklicherweise hingen sie noch da. Meine Etappen sind meist so kurz, dass das funktioniert, weil ich meist den Weg selbst als Ziel empfinde und mir dazu passende Gebiete suche.

    Aber es stellte sich heraus, dass das Fehlen der Gurte gar nicht das größte Problem war.


    Das wirklich Schlimme war das Gefühl, einen Fehler gemacht zu haben, den man nicht macht, der nicht passieren darf, der vermeidbar gewesen wäre, kurz: dessen ich mich geschämt habe, der mich verunsicherte. Das Gefühl nagte und brannte innerlich sogar noch weiter, auch als die Gurte schon wieder da waren.


    Also hab ich mich gefragt, woher das kommt, dass das Fehlen der Gurte zwar unbequem ist, aber gar nicht das eigentliche Problem. Woher kommt dieses scheinbar nebensächliche, aber quälende Unwohlsein? Brauch ich das noch oder kann das weg? Warum werd ich es aber mit wirklich guten Argumenten nicht los? Und wie könnte ich es sonst noch vermeiden?


    Die Antworten waren viel länger als die Fragen. Aber es hat sich gelohnt, mir darüber klarer zu werden. Und mit jedem Fehler gibts eine neue Chance dazu =O;(:).

    Eine der einfachsten Antworten am Schluss war, dass ich wohl immer noch nicht genügend Übung mit solchen Fehlern habe.

    Am übernächsten Abend stellte ich dann beim Rausnehmen meiner Linsen fest, dass meine Brille fehlte...

    Fasching! :evil:

    Heh, das ist (nach der Hängematte) mein zweitwichtigster Ausrüstungsgegenstand!


    Kunstfaser taugt nichts, nur Baumwolle macht glücklich. Es gibt zwei Ausführungen, dünne für den Sommer, die tagsüber Schatten spenden und in Sommernächten ausreichend wärmen und dickere für die kältere Jahreszeit, die Kopf, Hals, Brust und Rücken wärmen.

    Oh, Verzeihung! :saint:

    Das war mir am Silbersee und auf der Insel nicht aufgefallen, vielleicht mal bei nächster Gelegenheit?! Für Brust und Rücken ist dann vermutlich eine bestimmt Wickeltechnik förderlich, ich wäre gespannt!

    Wer weiß, vielleicht kann ich mich ja mal als Michelinmännchen mit Föhnhaube revanchieren, oder vielleicht mit "Underkilt" (nicht -quilt) ...

    Danke für euer Feedback!

    Beim Überlegen war ich bisher aufgrund meiner eigenen Wahrnehmung gar nicht auf die einfachsten Lösungen gekommen:

    • "Kapuze? Brauch ich nicht!" :saint:
    • "Ich behalte einfach das an, was tagsüber warm genug ist."

    Ich hab's ja selbst gern möglichst simpel und beneide euch, die ihr damit auskommt!


    Auf Schlafsäcke bezogen heißt das auch: Da ist zwar meist eine Kapuze dran, die mindestens so dick wie der restliche Schlafsack ist - aber viele brauchen oder benutzen die gar nicht.

    Eigentlich verständlich, denn während ich bei +5° tagsüber mit Mütze und bei Wind auch Kapuze rumlaufe, brauchen andere gar nichts am Kopf.

    Immerhin hab ich Fleecekapuze, Mütze, Balaclava/Sturmhaube und Halswärmer schon im Fundus.


    Mütze oder Kufiya habe ich, wenn es draußen kalt ist, sowieso mit.

    Ah, dein Avatarbild stammt also gar nicht vom Fasching! :)

    Aus Wolle oder Kunstfaser könnt ich mir so eine Kufiya auch schön wärmend vorstellen, gute Idee!


    Was spricht denn dagegen einfach einen normalen, warmen Schlafsack mit Kapuze und Wärmekragen zu verwenden?

    Da hast du recht, das ist tatsächlich eine Frage, die ich mal im Auge behalte.

    Auslöser meiner Überlegungen ist, dass meine Schlafsackfüllungen anfangen zu schwächeln. Und ich mich deshalb mal um Nachfolger oder Alternativen kümmern wollte. Genau genommen sind es eher die oft benutzten, dünneren Säcke so bis 0°. Und die lassen sich ja vielleicht auch einfacher durch einen Topquilt ersetzen.


    Ich verwende schon seit Jahren eine Daunen Balaclava.

    ...

    Ich mag getrennte Kapuzen viel lieber, weil man beweglicher ist. Und ich hatte sie auch schon ein oder zwei mal tagsüber an, wenn es mir zu kalt war.

    Ich hatte schon darauf gehofft, dass du einen gut Rat zum Wohlfühlen hast!


    Beides gute Argumente! Tatsächlich sitzt eine zugezogene Schlafsackkapuze selten genau da, wo ich sie brauche.

    Danke auch für die Links zu den diversen Hauben! Mich erinnern die ja noch etwas an Dauerwellen-Föhnhauben, aber die sind vielleicht auch sehr angenehm warm :)

    nachdem ich meine Goose Hood bestimmt weit über 1000 Nächte im Einsatz hatte, und sie auch mehrfach gewaschen habe, ist die Füllung doch recht dünn geworden. Das Gewicht ist unschlagbar, aber ich würde nächstes mal die KuFa Kapuze von Enlightened Equipment ausprobieren, weil ich meine Mützen doch stärker verschmutze als meine Quilts, und die bessere Waschbarkeit doch von Vorteil wäre.

    Ja, so eine Daunenkapuze wird bei mir auch viel schneller speckig und schlaff, als der restliche Schlafsack. Das vermeidet eine zusätzliche Kopfbedeckung wie meine Fleecekapuze ganz gut.

    Eine Lebensdauer von 1000 Nächten sind für leichte Ausrüstung schon eine gute Leistung, hab ich den Eindruck.


    Aus Kunstfaser wäre die Haube ja sogar ganz gut selbst herstellbar und an die eigenen Bedürfnisse anpassbar. Das finde ich gerade eine ganz interessante Wendung.

    Wie haltet ihr euren Kopf warm, wenn ihr einen Topquilt benutzt und es draußen ungemütlich kalt ist?

    Ich bin da mit meinen weitreichenden Schlafsackerfahrungen etwas ratlos, denn da scheint mir ein wichtiger Teil der Isolation zu fehlen. :/


    Die Idee eines Schlafsacks ist ja, rundrum und von allen Seiten (außer der Liegefläche) isoliert zu sein - egal, wie man sich dreht und wendet. Das funktioniert, soweit der Schlafsack passt und genug isoliert, sogar bei großer Kälte. Spätestens bei Temperaturen unter -5° ist dann ein Wärmekragen und eine gut sitzende Kapuze eine große Erleichterung und man zieht die Gesichtsöffnung mehr oder weniger zu einem Atemloch zusammen, fertig.


    Ein Topquilt ist nach meiner (vielleicht lückenhaften) Beobachtung eher eine Decke, oft mit abgeschlossenem Fußteil (so wie die von Cumulus). Da er sich nicht mitdrehen kann und soll, hat er auch keine Kapuze und keinen Wärmekragen, die das könnten. Wenn er lang genug ist, kann man ihn vielleicht über den Kopf ziehen und so die Schlafsackkapuze imitieren. Wenn ich das mit Bettdecken mache, müssen die 220cm lang sein. Auch wenn es so einen langen Quilt gäbe, er wäre wohl schwerer als ein Schlafsack. Nach meiner Vorstellung muss ich die Isolation für Hals und Kopf also wohl zum Teil selbst improvisieren.


    Bei Temperaturen über +15° reicht mir persönlich die gut sitzende Kapuze meines Lieblings-Kapuzenpullis aus Fleece, auch ohne Schlafsack-Kapuze. Bei kälteren Temperaturen wird es damit irgendwann zu kalt und eine weitere Isolation ist nötig.

    Brauche ich dann ein separates Kopfteil, wie etwa den Sleeping down hood von Cumulus oder kennt ihr andere Konzepte?

    Ist diese Kombination dann wegen ihrer vielen Öffnungen windanfälliger als ein geschlossener Schlafsack?


    Bin gespannt auf eure Warmhalteerfahrungen! :)

    Ja, so ein Krachen kenne ich ganz gut. "Holla die Waldfee", ich kann dich verstehen. Und mir fällt an einem ruhigen Feriensamstagmittag so einiges dazu ein, womit ich meine Angst davor im Zaum halte...


    Ich verbringe gerade viel Zeit in Wäldern, nicht nur in der Hängematte, aber immer mit viel Aufmerksamkeit. Zudem habe ich eine etwas ungewöhnliche Leidenschaft für das Brennmaterial für meinen Hobo :whistling: - und das ist eben Totholz, Zweige und Äste, sowie gesplittertes Stammholz.

    Mein Eindruck ist, dass es deutliche Unterschiede gibt, was, wann und wieviel von Bäumen herunterfällt. Für mich ergibt sich das auch aus dem Holz selbst, seinen Eigenschaften im lebenden Zustand (wie Elastizität/Spröde, Belastbarkeit) und seinen Verwitterungseigenschaften, aber auch dem verschiedenen Wuchs der Baumarten.


    Buchenholz wird beispielsweise schnell von Pilzen zersetzt und damit geschwächt, wenn es abgestorben ist und länger feucht bleibt - und das tut es unter dem Blätterdach meist. Da es zudem recht schwer ist, nimmt die Stabilität von abgestorbenen Ästen schnell ab und sie kommen runter. In Buchenwäldern hab ich schon öfter bei absoluter Stille ein völlig unvermitteltes, kräftiges Krachen vernommen, wenn etwas herunter kam. Immer war dabei viel Feuchtigkeit im Spiel, bei Trockenheit ist mir das noch nie aufgefallen. Buchen treiben schnell in jede Lichtlücke aus und geben Äste wieder auf, die zu wenig Licht bekommen. Buchenwälder halte ich insofern für ziemlich unberechenbar, was ihrer Schönheit für mich aber keinen Abbruch tut.


    Die bei uns üblichen Nadelbäume scheinen mir da deutlich "ereignisärmer". Durch ihr Harz bieten sie Pilzen kaum Entfaltungsspielraum, gerade die Äste sind sehr harzreich und abgestorben bleiben sie meist trocken und stabil. Sogar auf dem Boden, nachdem die Äste einer (Rot-)Fichtenkrone von einem "Erntemaschinenmonster" abrasiert wurden, bleiben sie noch jahrelang elastisch. Bei anderen Fichtenarten scheint mir das ähnlich zu sein. Kiefernäste wachsen oft sehr unregelmäßig, da kann die Statik wohl schon mal leiden, was sie jedenfalls für Windbruch anfälliger macht. Unterhaltsam sind momentan die harmlosen einzeln fallenden Kiefernzapfen, die manchmal das einzige Geräusch in einem Kiefern/Fichtenwald ausmachen.


    Etwas vielfältiger ist die Beurteilung der sehr verschiedenen Laubbäume, da habe ich auch einige Erfahrungslücken.

    Eichen halte ich eigentlich für eher beständig, da nur wenige Äste aufgegeben werden und dann auch eine Weil brauchen, bis sie irgendwann herunterkommen. Allerdings wiegen sie dann auch gleich das Doppelte von Weichhölzern. Ob die außergewöhnliche Witterungsbeständigkeit des Kernholzes bei toten Ästen eine Rolle spielt, kann ich nicht einschätzen.

    Eschen sind wahrscheinlich einen besonders kritischen Blick wert, weil man aktuell durch das Eschentriebsterben grundsätzlich mit sterbenden Bäumen rechnen muss. Nach meinem Eindruck kommen deren tote Äste aber nicht erst einzeln runter, sondern sie kippen mit schütterer Krone und geschädigter Wurzel gleich als Ganzes um. Außerdem findet sich in der Nachbarschaft meist schon ein unübersehbares "Eschenmikado" aus ganzen Bäumen.

    Pappeln und Weiden sind vermutlich mindestens so unberechenbar wie Buchen. Beide wachsen schnell, sind wenig stabil und gleichen Verluste schnell wieder aus. Allerdings ist ihr Holz nur halb so schwer wie das der Buchen.

    Unter Erlen und Birken sind mir noch nie bewusst dickere Äste aufgefallen. Allerdings werden beide bei uns selten alt und haben dadurch auch eher filigranes Astwerk.


    Eine Betrachtung in vielleicht ungewohntem Licht:

    Gerade las ich Hartmut Rosas Thesen zur "Unverfügbarkeit". Und mir fällt auf, dass wir uns die Sicherheit im Wald nach wie vor ungewohnt wenig "verfügbar machen" können, sondern dort auf lebendige "Resonanz" angewiesen sind.

    Insofern ist der "Schockmoment" wohl auch ein Rest von Lebendigkeit und wäre weniger schockierend, wenn heute nicht absolute Sicherheit allgemeines Lebensziel wäre.

    In einfachen Worten: Wäre der Wald noch interessant, wenn in ihm alles vorhersehbar wäre? Wieviel Vorhersehbarkeit brauche ich wirklich für ein erfülltes Leben?

    Echt erstaunlich, wie stark die Dauer streut. :/

    Im Mai habe ich zwei Sendungen über FedEx innerhalb von 4 und 5 Tagen Tür-zu-Tür bekommen, die Wartezeit in Frankfurt war laut Tracking maximal eine Nacht. Die längste Zeit waren die Sendungen quer durch die USA unterwegs. Mag sein, dass die Geschwindigkeit auch daran lag, dass FedEx ohne Interventionsmöglichkeit selbst verzollt und die (teilweise unberechtigte) Rechnung zwei Wochen nach Warenerhalt separat zustellt - das ist vielleicht ein schnelleres Verfahren?

    und mir die Erkenntnis beschert, dass so ein Hängematten-Kauf gut vorbereitet sein will und vielleicht doch mehr als 150 Franken kosten könnte.

    Ich rätsele beim Lesen, wie es dir bei dem Gedanken geht.

    Ist es die freudige Erwartung, dass es endlich mal richtig teuer werden darf?

    Oder die erschreckte Befürchtung, dass es teurer werden könnte als erhofft?

    Für beides gäbe es hier entsprechende Lösungen und Fäden, die dich freuen könnten :S


    Viel Spaß beim Lesen!

    Aus meiner Sicht zusätzlich bedenkenswert ist die unten offene Netzform mit Gummizug (nach Fronkey), quasi ein guter Kompromiss aus fest angenähtem und Rundum-Netz.

    Es ist einfach zu nähen, vergleichsweise leicht ohne RVs und funktioniert prima. Es sollte sich aber genügend weit unten zusammenziehen lassen, fast bis zum Hintern - sonst ist es nicht immer dicht.

    Ich hatte eigentlich seit einem Jahr vor, einen eigenen Faden zu genau diesem Konzept mit den dazugehörigen unvermuteten Problemen und Lösungen zu schreiben, die hier meines Wissens noch nicht beschrieben oder diskutiert wurden. :whistling:

    Vielleicht sind meine Erfahrungen ja trotzdem noch von Interesse.


    Meine Materialien für die isolierte HM: Das oft besprochene und für mich gewohnte 70den Nylon von extex als HM, Apex 133g/4oz als Isolierung und außen winddichtes Ripstop Nylon 20den. Die seitlichen Überstände des Apex sollten in der Mitte der Matte zusammengestückelt als Doppelung der Isolierung zum Einsatz kommen, sodass dort theoretisch statt 2,5cm nun 5cm Isolierung wärmt.

    Mein Hauptaugenmerk lag auf der Vermeidung von Kältebrücken, später dann der Vermeidung zu starker Kompression der Isolierung durch mangelhaften Differenzialschnitt - also den Fragen, die sich im Gegensatz zum einfachen Bodenschlafen echt schwierg gestalten, wenn die Isolierung der HM bestmöglich funktionieren soll.


    Meine Vorstellung vor Beginn war, dass das Apex teilweise nicht am HM-Stoff anliegen sondern herunterhängen wird, also Kältebrücken entstehen. Deshalb hatte ich es mit 5cm langen Längs-Nähten im gut verteilten Abstand von etwa 30cm an den HM-Stoff geheftet und danach den winddichten Außenstoff locker aufgelegt, umgeschlagen und am Rand vernäht.

    Ich hatte mir diesen Schnitt ausreichend differenziell vorgestellt, auch die verschiedenen Rundungen berechnet, aber dabei die Dehnung der Hängematte völlig unterschätzt.


    Beim ersten Probeliegen war daher die Enttäuschung groß, dass der Außenstoff unter dem Hintern die Isolierung nahezu platt drückte und der Stoff straff gespannt war.

    Natürlich isoliert Apex auch noch etwas, wenn es auf unter 1cm zusammengedrückt wird. Kunstfaserisolierung basiert aber wie Daune auf dem Einschluss von Luft und hängt daher von der Dicke der Isolierung ab. Wenn man eine mögliche Dicke von 5cm auf 1cm zusammendrückt, reduziert sich also definitiv die Isolierwirkung (in welchem Maß, kann ich nicht begründen, ist aber bei Schlafsäcken und Isomatten ebenso zu beobachten).


    Die Kompression der Isolierung kam zustande, weil die Dehnung in der Mitte der Matte, dort wo die größte Belastung auftritt, in Längsrichtung mehr als 20cm betrug. Das konnte ich anhand der exakt rechtwinklig angeordneten Heftnähte beobachten. Der Außenstoff dehnt sich aufgrund deutlich geringerer Belastung dagegen kaum und ist daher beim Liegen zu eng. Bei dünneren HM-Stoffen, die sich stärker dehnen, wird sich dieser Effekt also vermutlich verschärfen.


    Meine Lösung war, an allen Kanten (nicht an den Ecken) den Außenstoff etwa 5cm weiter zu machen sowie bogenförmig aufzunähen (konkav wie ein Tarp mit Kettenlinienschnitt), sodass er in der Summe wahrscheinlich in der Mitte etwa 15cm weiter wurde. Das half ganz gut, wenn auch die äußeren Nähte durch die Bogenform sehr unregelmäßig wurden. Im Liegen konnte ich jetzt unter meinem Hintern den Außenstoff etwas von der Isolierung abziehen, ohne dass er im Wind flattern würde. Nach 5cm Bausch fühlte es sich allerdings unterm Hintern trotz der Doppelung nicht an, aber das gibt dieses Apex vermutlich auch nur theoretisch her.


    Diese Konstruktion reicht für mich bis etwa +10° aus, so wie es TreeGirl mal an anderer Stelle nach offiziellen Angaben zusammengetragen hatte. Auch +7° waren mit Komforteinschränkungen noch möglich (ich friere nicht so schnell).


    Nach einem Jahr gingen die Heftnähte teilweise auf, weil ich sie zum Experimentieren bewusst kaum vernäht hatte. Ich hielt sie trotz meiner ursprünglichen Überlegungen mittlerweile für überflüssig und entfernte sie größtenteils, weil ich annahm, dass der eher enge Außenstoff die Isolierung sowieso eher zu stark andrückt.

    Das war eine kapitale Fehlannahme, wie ich nach einer ungläubig durchfrorenen Nacht bei +15° feststellen musste. Es stellte sich heraus, dass die ursprünglich vermuteten Kältebrücken ohne Heftung tatsächlich entstehen, die Isolierfasermatte also nicht überall gut anlag. Meine anfänglich ziemlich theoretischen Vermutungen bestätigen sich also.

    Nachdem ich mit einigem Aufwand die Heftnähte erneuert hatte (ich wollte ja bewusst nicht den Sandwich zusammensteppen), isolierte die Matte wieder wie zuvor, also für mich etwa bis +8°.


    Die Heftnähte selbst stellen theoretisch natürlich ebenfalls Kältebrücke dar. Praktisch bauscht die Isolierung aber etwas über der Naht zusammen und für mich ist diese Einschränkung nicht spürbar.


    Fazit: Ich halte sowohl die Heftnähte, die die Isolierung am HM-Stoff halten, als auch einen ausgeprägten Differenzialschnitt des Außenstoffs vor allem in Längsrichtung für unverzichtbar, wenn die volle Isolierwirkung des Apex erhalten bleiben soll.

    Das dachte ich auch :( ... Bis sich meine Therm-A-Rest Isomatte nach rund einem halben Jahr in der Hängematte delaminiert hat und mir vom Händler gesagt wurde, dass sie in aufgeblasenen und verschlossenen Zustand nicht geknickt werden sollte.

    Meinst du mit einem halben Jahr etwa 200 Nächte? Und kannst du intensive Sonnenbestrahlung tagsüber ausschließen?

    Mein Eindruck ist, dass Delamination öfter auftritt als man hofft, höhere Temperaturen und/oder höherer Druck erhöhen zudem die Wahrscheinlichkeit. Allerdings kommt beides ja in der Hängematte eher selten vor.


    Vielleicht hab ich dann bis jetzt auch nur Glück mit meiner alten weinroten Thermarest gehabt. Noch ein Grund mehr, sie im Winter endlich durch einen UQ zu ersetzen.

    Prima, danke DL1JPH ! Das hab ich gleich gemacht und beobachte mal die Wirkung. Mir war die Einstellung schon aufgefallen, mangels Beschreibung wusste ich aber nix damit anzufangen.


    Ich würde auch den Wert von Chats nicht grundsätzlich in Frage stellen wollen, solange es halbwegs praktikable Lösungen gibt, sie zu umgehen. Kann gut sein, dass ich die Funktion im Einzelfall nochmal wertschätzen kann ;)