Ich hatte eigentlich seit einem Jahr vor, einen eigenen Faden zu genau diesem Konzept mit den dazugehörigen unvermuteten Problemen und Lösungen zu schreiben, die hier meines Wissens noch nicht beschrieben oder diskutiert wurden. 
Vielleicht sind meine Erfahrungen ja trotzdem noch von Interesse.
Meine Materialien für die isolierte HM: Das oft besprochene und für mich gewohnte 70den Nylon von extex als HM, Apex 133g/4oz als Isolierung und außen winddichtes Ripstop Nylon 20den. Die seitlichen Überstände des Apex sollten in der Mitte der Matte zusammengestückelt als Doppelung der Isolierung zum Einsatz kommen, sodass dort theoretisch statt 2,5cm nun 5cm Isolierung wärmt.
Mein Hauptaugenmerk lag auf der Vermeidung von Kältebrücken, später dann der Vermeidung zu starker Kompression der Isolierung durch mangelhaften Differenzialschnitt - also den Fragen, die sich im Gegensatz zum einfachen Bodenschlafen echt schwierg gestalten, wenn die Isolierung der HM bestmöglich funktionieren soll.
Meine Vorstellung vor Beginn war, dass das Apex teilweise nicht am HM-Stoff anliegen sondern herunterhängen wird, also Kältebrücken entstehen. Deshalb hatte ich es mit 5cm langen Längs-Nähten im gut verteilten Abstand von etwa 30cm an den HM-Stoff geheftet und danach den winddichten Außenstoff locker aufgelegt, umgeschlagen und am Rand vernäht.
Ich hatte mir diesen Schnitt ausreichend differenziell vorgestellt, auch die verschiedenen Rundungen berechnet, aber dabei die Dehnung der Hängematte völlig unterschätzt.
Beim ersten Probeliegen war daher die Enttäuschung groß, dass der Außenstoff unter dem Hintern die Isolierung nahezu platt drückte und der Stoff straff gespannt war.
Natürlich isoliert Apex auch noch etwas, wenn es auf unter 1cm zusammengedrückt wird. Kunstfaserisolierung basiert aber wie Daune auf dem Einschluss von Luft und hängt daher von der Dicke der Isolierung ab. Wenn man eine mögliche Dicke von 5cm auf 1cm zusammendrückt, reduziert sich also definitiv die Isolierwirkung (in welchem Maß, kann ich nicht begründen, ist aber bei Schlafsäcken und Isomatten ebenso zu beobachten).
Die Kompression der Isolierung kam zustande, weil die Dehnung in der Mitte der Matte, dort wo die größte Belastung auftritt, in Längsrichtung mehr als 20cm betrug. Das konnte ich anhand der exakt rechtwinklig angeordneten Heftnähte beobachten. Der Außenstoff dehnt sich aufgrund deutlich geringerer Belastung dagegen kaum und ist daher beim Liegen zu eng. Bei dünneren HM-Stoffen, die sich stärker dehnen, wird sich dieser Effekt also vermutlich verschärfen.
Meine Lösung war, an allen Kanten (nicht an den Ecken) den Außenstoff etwa 5cm weiter zu machen sowie bogenförmig aufzunähen (konkav wie ein Tarp mit Kettenlinienschnitt), sodass er in der Summe wahrscheinlich in der Mitte etwa 15cm weiter wurde. Das half ganz gut, wenn auch die äußeren Nähte durch die Bogenform sehr unregelmäßig wurden. Im Liegen konnte ich jetzt unter meinem Hintern den Außenstoff etwas von der Isolierung abziehen, ohne dass er im Wind flattern würde. Nach 5cm Bausch fühlte es sich allerdings unterm Hintern trotz der Doppelung nicht an, aber das gibt dieses Apex vermutlich auch nur theoretisch her.
Diese Konstruktion reicht für mich bis etwa +10° aus, so wie es Hammock Fairy mal an anderer Stelle nach offiziellen Angaben zusammengetragen hatte. Auch +7° waren mit Komforteinschränkungen noch möglich (ich friere nicht so schnell).
Nach einem Jahr gingen die Heftnähte teilweise auf, weil ich sie zum Experimentieren bewusst kaum vernäht hatte. Ich hielt sie trotz meiner ursprünglichen Überlegungen mittlerweile für überflüssig und entfernte sie größtenteils, weil ich annahm, dass der eher enge Außenstoff die Isolierung sowieso eher zu stark andrückt.
Das war eine kapitale Fehlannahme, wie ich nach einer ungläubig durchfrorenen Nacht bei +15° feststellen musste. Es stellte sich heraus, dass die ursprünglich vermuteten Kältebrücken ohne Heftung tatsächlich entstehen, die Isolierfasermatte also nicht überall gut anlag. Meine anfänglich ziemlich theoretischen Vermutungen bestätigen sich also.
Nachdem ich mit einigem Aufwand die Heftnähte erneuert hatte (ich wollte ja bewusst nicht den Sandwich zusammensteppen), isolierte die Matte wieder wie zuvor, also für mich etwa bis +8°.
Die Heftnähte selbst stellen theoretisch natürlich ebenfalls Kältebrücke dar. Praktisch bauscht die Isolierung aber etwas über der Naht zusammen und für mich ist diese Einschränkung nicht spürbar.
Fazit: Ich halte sowohl die Heftnähte, die die Isolierung am HM-Stoff halten, als auch einen ausgeprägten Differenzialschnitt des Außenstoffs vor allem in Längsrichtung für unverzichtbar, wenn die volle Isolierwirkung des Apex erhalten bleiben soll.