Inspiriert durch den Wooki

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  • Hallo zusammen,

    mein Daunen UQ ist endlich (fast) fertig.

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    Nachdem ich den originalen Wooki bei [USER="46"]TreeGirl[/USER] einmal testen durfte, habe ich beschlossen, selbst einen zu entwerfen und zu nähen. Mein Wooki-Klon sollte wie das Original genau zu der HM passen.

    Das erste Problem dabei ist, dass mir die Liegeposition bei einer einfach rechteckig abgebundenen HM nicht gefallen hat. Aber durch eine Verkürzung des Stoffs unter der Hüfte kann eine wesentlich bequemere (geradere) Liegeposition erreicht werden. Also musste eine passende Kurve für Tunnelzüge gefunden werden. Als Testobjekt habe ich den über [USER="46"]TreeGirl[/USER] bezogenen Hexon 1,6 W verwendet.

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    Die abgesteppten Kanäle dienen als Führung für eine Schnur zum Abbinden des Stoffs in Form der jeweiligen Kurve. Da das Nähen der vielen Kanäle viel Arbeit ist, habe ich nur ein Ende der HM so gestaltet. Das gegenüberliegende Ende hat nur einen rechtwinklig genähten Tunnelzug für einen Dogbone o.Ä. bekommen. Der Nebeneffekt ist, dass ich so effektiv eine halb so große Schrittweite zwischen den Kurven erreicht habe. So konnte ich schnell und relativ einfach eine für mich angenehme Kurve herausfinden.

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    Für mich haben sich 12 cm am bequemsten angefühlt. Also auf beide Enden der neuen HM je 6 cm.

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    Da der Hängemattenstoff von extremtextil nur 154 cm breit ist, habe ich um jeden Millimeter gekämpft und die HM durch einen angesetzten Tunnelzug verbreitert. Zusätzlich habe ich eine Footbox sowie eine Headbox in Anlehnung an Hangnout angefügt. Beim nächsten Mal würde ich aber die Löcher der Transportwalze im Saum verschwinden lassen...

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    Die so entstandene GE ist sehr bequem und ich kann über die volle Stoffbreite liegen.

  • Als Trägerstoff des Wooki-Klons habe ich den 40 g/m2 Ripstop von Extremtextil verwendet. Der Trägerstoff hat genau den gleichen Schnitt, wie die Hängematte bekommen.
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    EDIT: Da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen: das Bild zeigt die HM und nicht den Trägerstoff...

    Anhand meiner markierten Liegeposition habe ich in Anlehnung an die von Warbonnetguy im amerikanischen Forum genannten Breiten der isolierten Fläche meine eigene Fläche für die Isolation festgelegt. Im Unterschied zum originalen Wooki habe ich allerdings die Fläche verlängert und auch etwas verbreitert.
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    Meine Daunen sind auf 12 Kammern mit einer geplanten Maximalhöhe von 6 cm und einer Steghöhe von 4,5 cm verteilt. Das würde nach dem Catsplat Differential Calculator bis zu -6°C reichen. Die Stege zwischen den Kammern habe ich mit dem Schmalkantenfuß (Rollsäumer) gesäumt. Dazu habe ich die Stoffstreifen durch eine Bügelhilfe gezogen und die Kanten gebügelt, um das Rollen des Rollsaums zu vereinfachen. (Diese zeitraubende Arbeit würde ich mir im Nachhinein nicht mehr machen)
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    Eigentlich wollte ich die Stege im Zickzack aufnähen, bin aber schon beim Versuch die Nahtlinien auf dem sich verjüngenden Stoff sinnvoll anzuzeichnen gescheitert. Dann halt gerade...
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    Das Zusammennähen der beiden Seiten war nicht so schön... Hauptsächlich eine große logistische Herausforderung. Und immer schön aufpassen, nix doppelt unter die Nadel zu bekommen.

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    Dann hat Frau Holle vorbei geschaut. Nein, war nicht so schlimm, wie befürchtet. Das Hauptproblem war, dass die Mülltüten statisch aufgeladen sind und die Daunen daran kleben bleiben. Das habe ich leider erst bemerkt, nachdem ich versucht habe, die ersten Daunen in die Kammern hinein beziehungsweise wieder aus den Tüten heraus zu bringen.

    Letztendlich habe ich die Daunen direkt in ein PP-Rohr gestopft und in der Kammer mit einem passenden Stempel wieder aus dem Rohr herausgedrückt.

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    Dass die Daunen so wunderbar im Rohr verbleiben würden, habe ich mir nicht vorstellen können. In dem einen Video eines Herstellers sieht es nach viel mehr Sauerei aus, weshalb ich überhaupt auf die Idee mit den Tüten gekommen bin. Beim nächsten Projekt werde ich die Daunen wie in dem Video in dem Rohr abwiegen und direkt in die Kammern füllen. Dann vielleicht auch mit einer Feinwaage...

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    Bei um die 0°C konnte ich schon eine Weile auf meinem Balkon abhängen. Tja, ultra warm war mir jetzt nicht, aber es ging. Wahrscheinlich drückt es mir irgendwie die Daunen etwas zusammen, obwohl ich die Außenlage in Längsrichtung und in Querrichtung länger gemacht habe. Leider kann ich nicht mehr richtig nachvollziehen, ob ich in Längsrichtung auch die Höhe der Seitenwände berücksichtigt habe. Wenn nicht, dann könnte ich in Längsrichtung nur 3 cm Differential haben, was wohl zu wenig ist.

    Aber die größte Überraschung war, dass mein UQ zu kurz ist! Trotz identischem Schnitt fehlen sicher mehr als 7 cm. Das kann ich mir nur dadurch erklären, dass der HM-Stoff sich so stark dehnt. Damit ich aber den UQ rechts und links zurechtzupfen kann, muss er sich anschmiegen, jedoch nicht so stark angepresst sein, dass sich der Trägerstoff auch entsprechend dehnt.

    Zum Abschluss des Projekts werde ich den UQ noch über Plastikdruckknöpfe mit der HM verbinden, wodurch ein fälschliches Hineinsetzen in den UQ verhindert werden soll.


    Soweit,

    dem Jim sein Mentor

  • Hallo zusammen,

    ... sowas stelle ich doch gerne vor!
    Zu den Maßen: die HM und der Trägerstoff sind in der Mitte je 338 cm lang. An den Kanten sind beide 350 cm lang. Die Footbox und Headbox sind jeweils Streifen in der vollen Stoffbreite. Die Footbox ist 25 cm breit und 60 cm vom Fußende entfernt angesetzt. Sie weist beidseitig eine S-Kurve auf, die sich je über 50 cm Länge erstreckt. Dazwischen liegt ein 50 cm langer gerader Bereich. Die Headbox ist 15 cm breit und 45 cm vom Kopfende entfernt angesetzt. Sie weist ebenso beidseitig ein S-Kurve auf, die jedoch nur 40 cm lang ist, wodurch sich ein 70 cm langer gerader Mittenbereich ergibt.
    Besser kann ich die Liegeposition gerade nicht beschreiben. (Ich habe vergessen das zu messen)
    In den seitlichen Tunnelzügen verläuft jeweils ein ca. 350 cm langer Dogbone aus 1,5mm Dyneema, der jeweils in die Endbefestigung aufgefädelt wird. Die Länge habe ich leider nur geschätzt. Um die Footbox bzw. Headbox hochzuziehen sitzt auf beiden Tunnelzügen ein Tanka und ein Streifen Stoff zum Greifen der Schnur. Leider ist der Tanka für die Headbox etwas zu schwach oder das Dyneema zu glatt. Er rutscht zu schnell durch. Die Footbox funktioniert aber gut. Erst wenn ich mich aus Versehen draufsetze, rutscht die Schnur durch und verstärkt dann die Kante.

    Der isolierte Bereich ist an der Schulter 120 cm breit und verjüngt sich an der Hüfte auf 100 cm. Eine virtuelle Linie durch die Mitten dieser Abmessungen habe ich als Bezugslinie definiert. Der Differenzialrechner ergibt für diese Abmessungen 151,5 cm bzw. 132,6 cm an der Außenhaut incl. Höhe der Kammern und Nahtzugabe von je 1 cm. Die Länge von Spitze zu Spitze beträgt 237 cm (laut der Planungsskizze) Die Spitzen sind bezogen auf die Bezugslinie um 47 cm seitlich zueinander versetzt. Die Breite der parallelen Kanten (parallel zu den Seitenkanten der HM) ist durch die Stoffbreite des Tafts von 165 cm begrenzt. Rechtwinklig zu den Seitenkanten ergibt sich eine Länge von 193 cm. Hier habe ich wahrscheinlich beim Berechnen der Außenhaut die Höhe der Kammern von 4,5 cm vergessen. Der isolierte Bereich reicht damit jeweils bis auf ca. 20cm an das Ende der Footbox und Headbox heran.

    Ach so, als Daune habe ich 250g der 860er von Extremtextil verwendet. Die Menge pro Kammer hat auch der Differenzialrechner ausgespuckt, nachdem ich für jede Kammer einzeln die Länge der Kammer als Absolutlänge des UQs eingegeben habe. Dabei habe ich als Gesamtbreite immer einen Mittelwert zwischen Schulter und Hüfte (110cm) verwendet.

    Soweit,

    dem Jim sein Mentor

  • Dein Projekt sieht echt toll aus. Da hast du viele Gedanken und einen Haufen Entwicklungsarbeit hineingesteckt! Gratulation! Ich bin ganz baff, wie du das alles hingekriegt hast... und bin schon ganz gespannt, wie was du weiter zu berichten haben wirst! Danke fürs Vorstellen!

    Vielen Dank auch fürs Nachliefern der ganzen Maße! (Ich habe meinen oben dazwischengedrängten Kommentar gelöscht. Es hat mich gestört, dass ich deinen Bericht auseinander gerissen habe.) Da ich mir vielleicht auch mal einen Wooki nähen möchte, bin ich um solche Hinweise und Maßangaben sehr froh. Vielleicht kann ich einmal darauf zurückgreifen.

  • In den seitlichen Tunnelzügen verläuft jeweils ein ca. 350 cm langer Dogbone aus 1,5mm Dyneema, der jeweils in die Endbefestigung aufgefädelt wird. Die Länge habe ich leider nur geschätzt. Um die Footbox bzw. Headbox hochzuziehen sitzt auf beiden Tunnelzügen ein Tanka und ein Streifen Stoff zum Greifen der Schnur. Leider ist der Tanka für die Headbox etwas zu schwach oder das Dyneema zu glatt. Er rutscht zu schnell durch.

    Ich frage mich, ob es nicht sinnvoller wäre, für die seitlichen Tunnelzüge Gummischnur zu verwenden. Zum einen hält da der Kordelstopper besser, zum anderen glaube ich nicht, dass die Box deinen Kopf stützen muss. Oder wie verhält sich das in deinem Fall?

  • Die Headbox stützt den Kopf seitlich ab. Das ist sehr bequem. Gummizug würde sicher auch gehen, müsste aber ganz schön kräftig sein. Dyneema ist da natürlich viel leichter und belastbar. Aber glatt... im ersten Bild des zweiten Beitrags kann man die tankas erkennen. Der für die Footbox ist zufällig gut erreichbar platziert. Der für die Headbox liegt leider zu weit in Richtung Fußende und ist schlecht erreichbar. Das würde ich beim nächsten mal ändern.

    Je mehr ich über das Loft Problem nachdenke, umso mehr bin ich der Überzeugung, dass auch längs der Kammern kräftig Differenz zwischen innerer Länge und äußerer Länge eingeplant werden muss. Nur kommt meine dreidimensionale Vorstellung dabei an ihre Grenzen, wo dann der gemeinsame Bezugspunkt für innere und äußere Lage sein sollte. Also von wo aus die Differenz zugegeben werden soll. Wahrscheinlich genau mittig. Dann müsste man auch das Abstecken bei der Hochzeit mittig anfangen, was ich nicht gemacht habe. Auch hätte ich beide Lagen gleichzeitig anzeichnen sollen. Bei mir ist aber der Umriss des isolierten Bereichs auf der HM entstanden und dann sind die Maße in die Planungsskizze übertragen worden, ohne den Bezug zur Position zu berücksichtigen. Die Maße auf Trägerstoff und Außenhaut habe ich dann wieder aus der Skizze entnommen. Erst als die Außenhaut fertig war habe ich die endgültige Position auf dem Trägerstoff bestimmt. Dabei sind wohl Fehler passiert...

    soweit...

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