Posts by Waldläufer70

    Das DD Tarp ist aus Polyester? Da braucht man weniger Kettenlinien wie bei dehnbareren Nylonstoffen...

    Woher hast du diese Information? In der Bauanleitung von »Ripstop by the Roll« steht das auch so (Seite 8). Ich habe aber auch schon das Gegenteil gelesen: Weniger dehnbare Materialien wie Polyester oder DCF brauchen eine tiefere Kettenlinie als das dehnbarere Nylon. Hex-Tarps aus DCF haben oft sehr tiefe Kurvenschnitte. Ich weiss bis heute nicht was stimmt. Allerdings habe ich bei meinem Silpoly-Hextarp nur eine geringe Kettenlinie gemacht und da flattert eigentlich nicht viel. :/

    Gibt es irgendwo ev. Abmessungen die zur Warbonnet Traveller XL passen?

    Nicht direkt. Aber wenn du die Länge der Firstleine und die Länge der Hängematte misst, kannst du dich an diesen Post halten:


    RE: Moskitonetz à la Fronkey


    Beim Abschnitt über die Maße findest du alle notwendigen Hinweise. Du kannst auch darauf verzichten, eine «Kurve» zu schneiden, auch wenn das etwas weniger elegant ist. Wenn du auf jeder Seite (links und rechts von dir) einen Kordelstopper platzierst (würde ich sehr empfehlen), so muss die Kordel beim Kopf- und Fussende gar nicht gross durch den Kanal laufen können. Allenfalls könntest du die Öffnung noch etwas in Richtung Kopfende verschieben, damit die Öffnung genau unter deinen Körper zu liegen kommt; das ist aber eine Idee, die ich bisher noch nicht ausprobiert habe.


    Dutch hat hier auch eine Anleitung publiziert.

    Ist die Ridgeline nicht immer austauschbar? So war ich jedenfalls der Annahme oder kommt es hier immer auf das Modell drauf an?

    Grundsätzlich schon. Aber gerade bei der »Half-Zipped Hammock« von DutchWare wäre ich da eher vorsichtig. Bei einem integrierten Mückennetz passt die Firstleine in der Regel zur Länge der Hängematte und zwar so, dass das Netz ideal gespannt wird. Verlängert man die Firstleine, so wird das Netz längs stärker als geplant belastet, verkürzt man sie, so wird es vertikal zu stark belastet. Das Netz könnte bei einer längeren oder kürzeren Firstleine also Schaden nehmen.

    Das mit dem Faktor 1,9 ist eine These von Waldläufer70, die von anderen Hängern durchaus kritisch gesehen wird. Ich halte nichts davon, sie in dieser Absolutheit zu propagieren. Vielmehr spielen auch andere Faktoren wie Hängewinkel und Stoffdehnung eine wichtige Rolle.

    Ich habe diesen Faktor dem Faden zu den Grössenangaben von Hängematten zugrunde gelegt und habe ihn dort verwendet, um mich spielerisch an sinnvolle Grössenangaben von Hängematten heranzutasten. Seltsamerweise wird dieser Faden immer wieder als "Regel" für den Hängemattenkauf verwendet und die relativierenden Aussagen des Fadens werden oft konsequent überlesen. ;) – Als These für die korrekte Hängemattenlänge habe ich den Faden nie verstanden.

    Ich finde es gut, wenn man deutsche Bezeichnungen nimmt.

    Ich auch! Ich kannte die deutsche Bezeichnung nur leider nicht, weil ich den Knoten auf YouTube bei den Amis (kennen) gelernt habe.


    PS: Ich bin vermutlich der einzige hier im Forum, der relativ konsequent Unterquilt (statt Underquilt), Firstleine, Firstleinen-Täschchen und Unterquilt-Schutz verwendet.

    In der Hängematte ist es in der Regel so, dass die Isolation gegen unten wichtiger ist. Wenn du also weisst, wie warm dein Schlafsack bei Nutzung auf einer (ausreichend isolierenden) Isomatte sein muss, dann brauchst du in der Hängematte diese Isolation gegen unten. Immerhin werden durch den Unterquilt grob drei Seiten deines Körpers abgedeckt, also isoliert. Den Schlafsack oder Topquilt könntest du, um Gewicht zu sparen, um rund eine Temepraturstufe schwächer wählen.


    Das mit den angegeben Lasten ergibt sich aus meiner Sicht wie folgt:

    • Da ist ein Gurtband für die Aufhängung am Baum mit einer bestimmten Bruchlast.
    • Da sind allenfalls Übergangsteile (Karabiner, Softschäkel (weiche "Karabiner"), Schlaufen, etc., die ebenfalls eine bestimmte Bruchlast aufweisen.
    • Dann ist der Hängemattenstoff, dessen Fasern eine bestimmte Bruchlast aufweisen. Daraus aber auf eine bestimmte Bruchlast des Stoffes zu schliessen, ist nicht möglich. Menschen sind verschieden breit gebaut und sind bei gleicher Grösse nicht immer gleich schwer. Somit ergibt sich für jede Person eine andere Situation, wann der Stoff reissen würde. Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, auf alle unförmigen Gegenstände in und an der Kleidung möglichst zu verzichten, denn dadurch ergeben sich punktuell schnell relative hohe Belastungen des Stoffes durch Ausbeulen.

    Nun habe ich immer von der Bruchlast der Materialien gesprochen. Das ist die Belastung, bei der das Material tatsächlich versagt. Diese Angabe ist natürlich für die Praxis nicht ausschlaggebend. Man teilt diese Angaben durch einen Sicherheitsfaktor (SF), um die für die Praxis sinnvolle Maximalbelastung zu ermitteln. Diese nennt sich dann Arbeitslast oder Kapazität. Dafür sollte man das schwächste Glied in der Kette zugrunde legen. Doch gerade beim Stoff, allenfalls doppelt gelegt, ist – wie oben erörtert – die Bruchlast gar nicht so leicht zu bestimmen. Wenn man eine Hängematte mit Sand füllt, kann man in der Regel mehrere hundert Kilogramm einfüllen, bevor etwas reisst. Ein Mensch verteilt die Last nicht gleich gut, die maximale Belastbarkeit sinkt.


    Da nicht alle Hersteller den gleichen Sicherheitsfaktor verwenden und vielleicht auch nicht das gleiche Element als das schwächste Glied in der Kette betrachten (Stoff oder ein anderes Element, das sich leichter experimentell bewerten lässt), ergeben sich bei jedem Hersteller – auch bei vergleichsweise ähnlichen Materialien – andere Arbeitslasten (Kapazitäten).


    Kurz, du musst die angegebenen Gewichtsangaben als Arbeitslasten (Kapazitäten) betrachten und hast da, je nach Hersteller, einen Sicherheitsfaktor von bis zu fünf, bevor das Material versagen würde. Dennoch ist es natürlich sinnvoll (für die Lebensdauer, den Komfort wie auch für das persönliche Sicherheitsempfinden), wenn man auch die angegebene Kapazität nicht bis ans Limit ausreizt.


    Soweit ich weiss, kann man in der «Cross Hammock» grundsätzlich auch ohne Isomatte liegen, aber nicht alle können darin ohne Isomatte eine Nacht lang schlafen.


    Und noch etwas Letztes: Ja, aufblasbare (und wohl auch selbstaufblasende) Isomatten stellen ein gewisses Risiko dar. Sie halten nicht unbeschränkt, nicht einmal bei Nutzung am Boden.

    Ich finde, dass man bei den ganzen Gewichtsdiskussionen auch mal die Relationen sehen müßte

    Die Relationen sind doch automatisch gegeben: Meine Kleidung, meine Hängematte, mein Proviantbeutel und auch der Rucksack selbst, alles wiegt bei meinen 184cm Körpergrösse mehr als bei deinen 160cm. – Der Rest wurde ja von Werwolf und DL1JPH schon gesagt.


    Kurz, ich verstehe deinen Einwand auch nicht...

    also ich (193cm) liege seit kurzem in der Traveller XXL mit dem selva300 L und kann super diagonal liegen 8o .

    Das steht nicht im Widerspruch zu dem, was ich geschrieben habe. Du brauchst für deine Grösse einen längeren Unterquilt, hast aber auch eine relativ lange Hängematte. Du meinst vermutlich die Taveler XXL von Warbonnet, die 365cm lang ist, oder? Somit lässt sich der Unterquilt sehr gut in Diagonallage bringen. Wäre er aber 83% der Hängemattenlänge lang, wie von Fagorian vorgeschlagen, so liesse er sich weniger gut in Diagonallage bringen; er wäre dann 303cm lang.

    Peterchen wenn ich das richtig verstanden habe, hat ein UQ normalerweise 83% der Länge der HM, das heißt ungefähr so lang wie die Firstschnur der HM.

    Ich glaube nicht, dass man die Länge des Unterquilts zur Länge der Hängematte in Relation setzen sollte. Ich brauche ja keine längere Isolation, bloss weil ich in einer längeren Hängematte liege. Zudem lässt sich ein längerer Unterquilt auch eher schlechter in Diagonallage bringen. Ich würde den Unterquilt in Relation zur Person setzen, denn diese soll er isolieren. – Bei einem Unterquilt-Schutz (Underquilt Protector) mag das anders aussehen.

    Allenfalls wäre auch eine »Big Guy Bridge« von Town's End eine Überlegung wert. Die dürfte mit einer geschlossenporigen Isomatte auch einigermassen gut funktionieren, zumal sie doppellagig ist.


    TreeGirl hat sich vor ein paar Monaten eine »Luxury Bridge« vom gleichen Hersteller bestellt und kann dir sicher ihre Einschätzung dazu geben und etwas zu den zu erwartenden Kosten sagen.


    Ein Moskitonetz ist dazu erhältlich (auch hier eines, das von unten her zugänglich ist: Bottom Entry Bugnet). Je nach deinem Gewicht könntest du allenfalls etwas leichtere Spreizstäbe in Erwägung ziehen.


    Hier gibt es eine ganze Reihe Videos dazu. Auf mich machen die Hängematten zumindest einen sehr gut durchdachten Eindruck. Ich habe mir bisher zwei Brücken-Hängematten (allerdings eine etwas andere Bauweise) genäht und finde das Konzept interessant.

    Wie wäre es mit einer Crosshammock? Sie ist dafür gemacht, mit einer Isomatte „betrieben“ zu werden.

    Zudem kann man sie auf Wunsch aus besonders robusten Stoffen anfertigen lassen. Und bald (oder jetzt schon) ist sie auch in einer XXL-Grösse erhältlich: Neuigkeiten von Cross Hammock (7): Neue Modelle - und der Fernsehtermin ist da!


    Ich hoffe einfach, diese XXL-Isomatte ist für die Belastung in einer Querhängematte optimiert.


    Cross Hammock

    Zudem soll die Hängematte selbst für meine Körpergröße reichlich ausfallen.

    Für deine Grösse reichlich wäre meiner Meinung nach eine Hängemattenlänge von Körpergrösse mal Faktor 1.9. Damit fallen alle von dir genannten Hängematten raus und du bist vermutlich auf DIY angewiesen. Natürlich kannst du auch mit dem Faktor 1.8 glücklich werden, aber "reichlich" ist das dann nicht mehr, aber bestimmt recht komfortabel machbar, v.a. im Vergleich zu den von dir genannten Hängematten.

    Evtl. verrutscht sie da permanent?

    Mit einer langen habe ich es noch nie versucht, sondern nur mit einer Torso-Hängematte im Sommer (120cm). Ja, die verrutscht ständig. Dazu kommt, dass Isomatten nicht dafür konstruiert sind, im aufgeblasenen Zustand gefaltet, gebogen und gleichzeitig belastet zu werden. Es kann dann zu Schäden kommen (Delaminierungen, etc.). Die Druckverteilung wird bei gebogener Isomatte ungünstig, so dass die Stege leichter abreissen können als bei der Nutzung am Boden.


    Ein Freund von mir nutzt die Isomatte von Savotta: https://finn-savotta.fi/en/products/sleeping-mat/ – unkaputtbar und unten gummiert. Das scheint bei ihm in der Warbonnet Blackbird XLC gut zu funktionieren. Zudem hast du da noch etwas Windschutz von der Seite. Aber für den Winter ist die definitiv zu wenig dick.

    Dann sehe ich noch die AMAZONAS Adventure Hero XXL (555 g / 150 Kg / 305 x 160).

    Lass dich vom XXL nicht täuschen. Das ist für deine Grösse eine meiner Meinung nach viel zu kurze Hängematte.

    DD - XL - Frontline Hammock (1.250 g+ / 125 Kg / 300 x 1,80) dazu das DD Tarp in 3 x 3 Meter (800 g)

    Für deine Grösse auch viel zu kurz.

    Die Hängematte wird dann aus den USA geliefert, nehme ich mal an.

    Es gibt auch einen EU-Shop: https://eu.hennessyhammock.com/ – Aber für dich sind auch hier die (meisten) Hängematten eher zu kurz.


    Kurz, die meisten Hängematten sind für deine Körpergrösse am unteren Ende, jedenfalls weit von der von dir gewünschten reichlichen Grösse entfernt. Es kann natürlich sein, dass du dennoch mit einem der von dir genannten Produkte glücklich würdest. Mir wären sie wohl mit meinen 184cm Körpergrösse zu knapp bemessen, weshalb ich mir inzwischen die meisten Hängematten selber genäht habe.


    Schau mal bei HammockFairy vorbei (leider im Moment geschlossen). Da erhältst du gute Beratung und gute Produkte aus den USA und Polen.