Posts by Waldläufer70

    Mein Rechner sagt als erste Annäherung für eine Gathered-End-Hängematte:



    Je nach Länge der Hängematte (und allenfalls Ridgeline vom Kopf- zum Fussende) kann sich das etwas verändern. Und natürlich spielt auch der Hängewinkel eine Rolle. Je steiler, desto höher kommt die Höhe der Befestigung zu liegen. Mit einer Ridgeline kann man ein wenig schummeln und die Aufhängepunkte etwas tiefer anbringen; das wäre aber eher suboptimal.


    PS: Wenn du lieber etwas tiefer als 45 cm über Boden sitzt, dann gehen die Aufhänge-Punkte natürlich auch noch etwas nach unten.

    Das Internet war heute am Arbeitsplatz während der Pause plötzlich weg. Deshalb wird sich einiges inzwischen erübrigt haben. Hier dennoch mein Post:


    Hallo Sonya


    Aus deinen Fragen meine ich zu lesen, dass du noch nicht gross Erfahrung mit Hängematten hast. Mag das tatsächlich so sein? - Falls ich mit meiner Einschätzung richtig liegen sollte: Bist du sicher, dass du in einer Hängematte dauerhaft gut wirst schlafen können?


    Ich würde jedenfalls keinesfalls das Bett aus Haus/Wohnung verdammen, bevor ich sicher wüsste, dass die Hängematte für mich ein veritabler Ersatz sein kann.


    In einer klassischen Hängematte (Gathered-End) wird das Schlafen auf dem Bauch schwierig bis unmöglich. Einige gewöhnen sich aber recht schnell daran, in der Hängematte auf dem Rücken oder (einige mit angewinkelten Knien) auf der Seite zu schlafen.


    Du wirst bestimmt noch Modellvorschläge bekommen. Grundsätzlich spielt zu Hause das Gewicht keine Rolle und so würde ich bei einer klassischen Hängematte deine Körpergrösse mit dem Faktor 1,9 oder sogar 2 multiplizieren. Darunter würde ich für eine Dauerlösung auf keinen Fall gehen.


    Der Vollständigkeit halber: Es gibt auch noch Brücken- und 90-Grad-/Quer-Hängematten. Darin kann man unter Umständen (Brücken-Hängematte) oder ganz sicher (90-Grad-Hängematte) auch auf dem Bauch schlafen. Falls du dazu Fragen hast, stelle sie gerne. Auch da gibt es spezialisierte Leute hier im Forum.

    Das ist einfach ein ganz tolles Format: Man kann gemütlich zuhören und braucht nicht auf einen Bildschirm zu starren. Gefällt mir richtig gut! :)


    Toll finde ich auch (das wurde schon ein paarmal gesagt), dass man Mitglieder mal ein wenig kennen lernen kann: Zum Charakter der Beiträge hier im Forum kommt eine Stimme dazu. Auch das finde ich richtig toll!


    Eine spannende Folge. Vieles - so denke ich - kann man auch auf die Schweiz übertragen und wird man hier bei uns ähnlich sehen.


    Vielen Dank für diese schöne Folge! :)

    Noch ein Nachtrag zur klassischen Nutzung der Evo-Loops am Baum. Es gibt eine Nutzung, die sich etwas unsicher anfühlen kann (siehe ganz unten), und eine, mit der aus meiner Sicht schlicht nichts passieren kann:


    Man führt den Evo-Loop von oben nach unten um den Baumgurt...



    ... und führt ihn dann vom Baum weg durch die Öse.



    Der Knoten kann unmöglich herausrutschen, weil Baumgurt und Evo-Loop an den Baum gedrückt werden.


    Wenn man es umgekehrt macht (von unten nach oben um den Baumgurt und dann zum Baum hin durch die Öse), dann könnte es den Knoten allenfalls durch die Öse drücken. Ich glaube aber selbst in diesem Fall nicht daran, dass der Evo-Loop sich ungewollt öffnen könnte. Die hier gezeigte Vorgehensweise (siehe Fotos) halte ich aber bei der Nutzung am Baum für besser.

    Höher als mir lieb ist musste ich die Matte auch noch nie hängen, das hat immer gut gepasst. Das liegt aber sicher daran, dass ich ne DD verwende und die ja straff gespannt werden.

    Das ist genau der Punkt: Bei steilerem Aufhängewinkel sind mir die Schnüre der Gepäck-Hängematte im Weg: Sie drücken den Unterquilt platt oder ich spüre sie sogar als Druckstelle am Körper.

    Nasses Wetter lässt sich oft nicht vermeiden und einer meiner Lieblingsspots ist ohne Wasser von oben so feucht, dass er eher einem Nebelwald im Kongo gleicht als einem Mitteleuropäischen Wald. Da sind die Bäume schon morsch bevor sie tot sind weil sie rundum mit Moos umhüllt sind 😀 Da gibts dafür auch einige interessante Pilzarten zu entdecken.

    Cool, Haareis sieht man nicht allzu oft. Da müssen einige Faktoren exakt zusammentreffen, damit es entstehen kann. Ich habe bei mir im Wald mal welches gesehen, als anscheinend alles zusammengepasst hat.

    Willkommen im Forum!


    Ich muss gestehen, dass ich bei nassem Wetter nicht so gerne draussen unterwegs bin. Bei mir liegt der Fokus aber auch mehr auf dem Wandern als auf dem Bushcraften. Aber da ich mich bei Wanderungen gerne mal übernehme und dann ans Limit komme, möchte ich mir deine Gemütlichkeit gerne zu Herzen nehmen und in Zukunft beim Wandern auch mal etwas früher den Fünfer gerade sein lassen!

    Ich habe bei meiner Formulierung eher an die Grenze nach unten gedacht...


    Tatsächlich bin ich aber mit meinem 20°F-Unterquilt auch im Sommer unterwegs und mir war es höchst selten zu warm. Zu warm wäre es mir wohl, wenn die Temperaturen nachts mal nicht unter 20°C fallen sollten und es zudem noch komplett windstill sein sollte. Aber dann könnte man - wie bereits erwähnt - versuchen, den Quilt etwas loser aufzuhängen.


    Die untere Grenze liegt bei mir so bei etwa 0°C (im Zweifelsfall eher etwas darüber, je nach Witterung).

    Die von dir genannten Produkte kenne ich nicht. (Habe meine Daunensachen in den USA bestellt.) Wichtig ist v.a. zu bedenken, dass der Unterquilt rund zwei Drittel der Isolation ausmacht. Wenn der (mit der nötigen Reserve) passt, dann braucht es beim Topquilt nicht unbedingt noch eine grosse Reserve. Oder umgekehrt ausgedrückt: Reserve beim Topquilt / Schlafsack kann nicht ausgleichen, was beim Unterquilt allenfalls fehlt. Im Zweifesfall also beim Unterquilt - dem eigenen Wärmeempfinden entsprechend - immer genug Reserve einplanen.


    Ich denke, dass einige hier die von dir genannten Produkte kennen. Mal schauen, was die meinen...

    Ein See allein macht deine Sachen nicht unbedingt feucht. Meine bisher trockenste Nacht hatte ich in Schottland direkt an einem See (Loch Oich) im Zelt. Da hatte ich am Morgen überhaupt keine Kondensfeuchtigkeit im Zelt. War bisher auch meine beste Nacht draussen in der Natur überhaupt.