Posts by Waldläufer70

    Könnte auch im Himalaya sein....

    Da war ich noch nie. Aber die Alpen im Kanton Graubünden sind oft recht steinig mit viel Geröll. Vielleicht ist es das; man wähnt sich dann weiter oben, als man eigentlich ist.

    Schon okay: du kannst ja nichts dafür, dass es dort keine Bäume gibt ;)

    Naja, immerhin bin ich freiwillig dorthin gereist. ;)


    Tatsächlich hatte es ganz in der Nähe, wo ich das Tarp aufgebaut hatte, ein paar Lärchen, die zwischen 10cm und 120cm gross waren. Also Bäume gäbe es schon...

    Ich habe eine Hängematte verwendet, bei der mir der Kopf auch gegen aussen rutscht. Die folgenden Möglichkeiten haben geholfen:

    • Arme hinter dem Kopf verschränken. Super bequem. Aber vielleicht nicht jedermanns Sache.
    • Einen dünnen Fleece-Pullover (oder ein dünnes Handtuch) etwas zusammengerollt und unter dem Nacken positioniert. Mit etwas Justieren ging es recht gut.
    • Nehmen wir an ich liege Kopf links/Füsse rechts, der Kopf droht nach links wegzurollen: Ich lege den linken Arm nahe am Rand entspannt auf die Hängematte. Dadurch hebt sich der Stoff beim Kopf und der Kopf bleibt im Gleichgewicht.

    Sonst bliebe noch, mit der Länge der Firstleine (Ridgeline) zu spielen. Ich vermute allerdings, die ist fix auf 83% der Hängemattenlänge eingestellt.


    Ansonsten bliebe noch, sich weiter nach einer Hängematte umzuschauen. Wie gesagt, jede ist anders (respektive jeder Mensch ist anders). Eine Hängematte von Dutch kann man bestimmt auch zu einem vernünftigen Preis wieder verkaufen. Manchmal passt es einfach nicht.

    Danke, jetzt habe ich dich richtig verstanden. Es nützt also nichts, das Fussende noch höher zu hängen, damit du näher beim Kopfende liegst.


    Ich gehe mal rasch raus und spiele etwas mit einer meiner netzlosen Hängematten herum. Vielleicht habe ich noch eine Idee... (Melde mich nur, wenn ich eine habe)

    Ja, deshalb bin ich auch irritiert, dass ich so tief liegen müsste.

    Was bedeutet "tief liegen"? Das verstehe ich nicht...


    Ja, und tatsächlich ist jede Hängematte anders. Ich habe solche, da liegt der Kopf perfekt, und andere, da kippt er auch eher zur Seite. Mit einem kleinen Kissen funktionieren alle, auch wenn ich nicht alle gleich bequem finde.

    so dass bei über dem hinter dem Kopf ausgestreckten Arm etwa 20-25cm Platz zum Hängemattenende ist

    Wie gesagt, viele können mit dem ausgestreckten Arm das Kopfende der Hängematte berühren.


    Was spricht gegen ein leichtes Kissen?

    Ich habe dieses Jahr versucht, die Tour vom letzten Jahr fortzusetzen. Leider war das Wetter nicht stabil genug (Gewitterneigung, starke Niederschläge, wechselhaftes Wetter). Zudem hatte ich leider auch immer wieder Schmerzen im Bein. Dennoch war die Überschreitung der Fuorcla Crap Alv ein tolles Abenteuer und der Mittwochabend bei den beiden Bergseen geschah bei wundervollem Wetter. So möchte ich euch hier nochmals ein paar hängemattenuntypische Fotos zeigen:


    Blick zurück zum Albulapass


    Tarp ist aufgebaut


    Blick über meinen kleinen Bergsee (Abend- und Morgenbad garantiert)


    Kleiner Erkundungs-Rundgang bei Sonnenuntergang


    Traumstimmung bei meinem Übernachtungsplatz


    Am Freitag bin ich dann ganz gemütlich per Bergbahnen auf die Diavolezza gereist. Auch hier noch ein paar Bilder:


    Persgletscher mit Piz Palü (3'900m ü.M., links im Bild) und Piz Bernina mit Biancograt (4'049m ü.M., östlichster 4'000er der Alpen, rechts im Bild)


    Kaffeepause auf dem Sass Queder (3'065m ü.M.)


    Blick den Persgletscher hinunter zum Zusammenfluss mit dem Morteratschgletscher. Erschreckend, wie stark die beiden Gletscher (wie viele andere auch) in den vergangenen 170 Jahren (v.a. in den letzten 20 Jahren) zurückgegangen sind!

    Bzw. bin ich parallel noch ein wenig am überlegen, ob ich mir "einfach" das sicherlich bekannte Kit zulege...

    Damit erledigt sich aber nicht der Faltenwurf...

    Abgesehen vom Zuschnitt wird es mit dem Kit nicht unbedingt einfacher. Wie gesagt, nähtechnisch sparst du dadurch nur gerade den Zuschnitt ein. Aber natürlich ist das eine beachtliche Zeitersparnis!


    Wenn du das Kit nähst, werden dir die Fragen des Designs weitgehend abgenommen. Ohne Kit müsstest du dir halt überlegen, was du möchtest / was dir wichtig ist...


    In meinem Fall ist es so: Ich habe sicher etwa zehn klassische Hängematten genäht. Davon nutze ich längst nicht alle. Zu sehr liegen sich unterschiedliche Stoffe ganz verschieden. Insofern war das Experiment klassische Wander-Hängematte kein 100%iger Erfolg.


    Die Unterschiede (Dehnbarkeit von Stoffen) merke ich natürlich auch bei meinen beiden selbst genähten Brücken-Hängematten. Im Unterschied zu den klassischen habe ich allerdings beide Brücken-Hängematten bisher immer wieder in Gebrauch gehabt, kann also von einem 100%igen Erfolg sprechen. Dafür, dass ich es einfach mal gewagt habe, sind sie beide für mein Verständnis ganz brauchbar geworden und fallen im Vergleich zu meinen klassischen keinesfalls ab, auch wenn meine aktuelle Lieblingshängematte wohl eine klassische ist (das überarbeitete Opus 2).


    Etwas muss ich aber zur richtigen Einordnung schon noch sagen: Ich habe noch in keiner kommerziellen Brücken-Hängematte gelegen! Es kann also gut sein, dass es noch viel besser geht... wer weiss. Man müsste es fast annehmen... Aber die Erfolgschancen sind aus meiner Sicht bei einer MYOG-Brücken-Hängematte nicht kleiner als bei einer MYOG-klassischen.


    Wenn du weitere Fragen hast, dann stelle sie einfach. Ich denke, hier soll es ja erst mal um die Vorstellung gehen.

    Das ist genau das, was in den Kommentaren zum Artikel auch einige beanstandet haben. Die Problematik stellt sich aber seit einiger Zeit bereits durch die sozialen Medien, allen voran Instagram. Da gab es schon vor ein paar Jahren einen richtiggehenden Run auf die Ponti dei Salti in Lavertezzo (Verzascatal). Tatsächlich werden die Felsen unterhalb der Brücke seit Jahren im Sommer vollständig von Tagesgästen belagert.


    Die pure Natur sucht der durchschnittliche Schweizer wohl eher nicht. Das ist nämlich zu anstrengend, weil man da auch ein paar Stunden zu Fuss gehen muss. Aber du hast schon recht: Irgendwann hat man die Tourismusorte gesehen. Zudem möchte man dort ja auch nicht seinen Weg zwischen Japanern und Chinesen suchen und besucht diese Orte deshalb eher ausserhalb der Saison, wenn es etwas ruhiger ist.


    Aktuell stellt sich anscheinend zum Teil das Problem, dass Leute in Naturschutzgebieten oder Jagdbanngebieten wild campieren. Da muss man dann wohl schon einschreiten.


    Die Frage der Finanzierung stellt sich aktuell allenfalls in stark frequentierten touristischen Hotspots (wie z. B. dem genannten Verzascatal). Im Raum der SAC-Hütten in den Alpen scheint der Ansturm noch im Rahmen zu sein, auch wenn die Hütten dieses Jahr etwas schneller ausgebucht waren als sonst.

    Auch von mir noch ein Willkomm im Forum!


    Wenn du einen Stoff einer Vorlage entlang (Kurve) zuschneiden kannst und darüber hinaus in der Lage bist, ein schmales Gurtband der Kurve entlang ohne Faltenwurf aufzunähen, einmal umzufalten und wieder ohne Faltenwurf festzunähen und schliesslich noch ein letztes Mal umzufalten und schön ohne Faltenwurf den beiden Rändern des Gurtbandes entlang festzunähen, dann schaffst du es, eine Brücken-Hängematte zu nähen! Alles andere ist nämlich auch nicht schwieriger als das Nähen einer ganz gewöhnlichen Hängematte.

    geringe Tragkraft pro Gurt

    Ich denke, bei dem Produkt ist die Nutzlast gemeint. Da ist bereits durch den Sicherheitsfaktor dividiert worden. Das Band hat bestimmt eine Bruchlast von mindestens 500kg (ca. 500 daN / 5 kN).


    Aber Polyamid (Nylon) ist tatsächlich keine gute Wahl.


    Bei 190cm könnten 325cm etwas knapp sein. Da gehen die Meinungen etwas auseinander. Ich bin mit meinen 184cm froh um wenigstens 330cm. Aber 340cm sind auch nicht zu verachten. Wichtiger als die reine Länge ist, dass dir die Dehnung des Stoffs entspricht.


    Die von dir ins Auge gefasste Hängematte (335cm lang) ist sicher eine gute Wahl, sofern der Stoff zu dir passt. Allerdings dauern Bestellungen aus den USA nach Deutschland aktuell meist astronomisch lange: Die Sachen bleiben anscheinend oft wochenlang beim Zoll liegen.

    Grundsätzlich sind ja in den meisten Gebieten die folgenden Leute willkommen:

    • Menschen, die die vorhandene Infrastruktur nutzen und damit Geld bringen: Nutzung von Läden, Restaurants, Gästehäusern, Besuch von Ausstellungen, etc.
    • Menschen, die keinen Schaden verursachen: keinen Abfall hinterlassen, kein (unkontrolliertes) Feuer, kein Lärm, geschlossene Tore wieder schliessen, etc.

    Viele, die hier im Forum lesen und schreiben, haben (hoffentlich) ihre Stärken im zweiten Punkt, bringen aber beim ersten Punkt vielleicht nicht ganz so viel, so es im anvisierten Gebiet überhaupt Infrastruktur im grossen Stil geben sollte. Leute, die mit dem eigenen Fahrzeug anreisen, bringen zumindest potenziell mehr Abfall mit; das bedeutet natürlich nicht, dass sie den auch herumliegen lassen.


    Wer soll für einen Besuch in stark frequentierter »Natur« am ehesten bezahlen?

    • alle, die das Gebiet besuchen? (Eintrittsgebühr)
    • solche, die finanziell weniger bringen? (Wer irgendwo eincheckt erhält eine Zutrittskarte, die anderen bezahlen)
    • solche, die mit dem eigenen Fahrzeug anreisen? (z.B. kostenpflichtige Zufahrtsstrasse oder kostenpflichtige Parkplätze)
    • solche, die im Gebiet eine Infrastruktur anbieten? (betont deren Mitverantwortung)
    • solche, die Schäden verursachen? (Bussgelder für Landschaftsfrevel)

    Der Gedanke, für einen Besuch in der Natur Eintritt zu bezahlen, widerspricht mir ehrlich gesagt stark, weil damit noch ein weiterer Schritt weg vom letzten Rest eines »Jedermannsrechts« gemacht würde. Wäre aber transparent, inwiefern das Gebiet speziell für Wanderer / Trekker / Naturliebhaber / etc. gepflegt wird (Wege und deren Unterhalt, Feuerstellen, evtl. Trekkingplätze, evtl. Abfallentsorgung, Ranger, etc.), so wäre es hingegen ein Schritt in Richtung »Jedermannsrecht gegen Entgelt«. Das klingt zwar erst mal seltsam und ungewohnt, könnte aber – zumindest in stark besuchten Gebieten – ein gewisses Verständnis gewinnen. :/


    Jedenfalls ist ein »Jedermannsrecht« in stark frequentierten Gebieten bestimmt nicht kostenlos zu haben. Von irgendwoher muss da Geld kommen.

    Hast du das Fussende höher gehängt als das Kopfende? Manchmal hilft das bei dem von dir geschilderten Problem. Wenn du mit dem ausgestreckten Arm das Kopfende der Hängematte erreichen kannst, ist das oft ein guter Wert. Wenn du mit dem Arm nicht hoch kommst, hängst du das Kopfende eben noch ein Stück tiefer respektive das Fussende höher.


    Alles andere wurde gesagt...


    Ich verschränke in Rückenlage oft die Arme hinter dem Kopf; da habe ich das Problem nicht. Sonst kenne ich es je nach Hängematte, Aufhängewinkel und Liegeposition zum Teil auch.


    Ein weiches Kissen kann auch helfen, habe ich unterwegs eigentlich immer dabei, ist bei meinen bequemsten Hängematten aber nicht notwendig. Ich mag einfach das weiche Gefühl am Kopf.