Posts by Waldläufer70

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    Das ist ein echt gutes Thema. Und ich merke, dass ich mich bisher eher (zu) wenig darum gekümmert habe. (Aktuell habe ich sogar meine Notfallapotheke irgendwo verlegt und finde sie nicht mehr... ;()


    Bei mir kommt es sehr darauf an, wo ich unterwegs bin und wie viele Leute dort in der Regel unterwegs sind. Nicht immer weiss ich das natürlich vorher:

    • Im Jura verwende ich meistens Wanderwege, die sich zwischen breitem Waldweg und manchmal einem einspurigen Trail bewegen. Da ist die Chance, dass ich sehr schlimm stürze eher gering. Ausschliessen kann man es natürlich trotzdem nicht. Und es könnte ja auch mal etwas passieren, das gar nichts mit einem Sturz zu tun hat (körperliche Notsituation). Das habe ich bisher (zu) wenig berücksichtigt. Dazu kommt noch, dass das Jura-Gebirge oft recht einsam ist und man nur wenige andere Wanderer trifft. (Im Grunde ist das gerade ein Aspekt, der mir da so gut gefällt: gute Zugänglichkeit und viel Einsamkeit.)
    • In den Alpen bin ich eigentlich lieber zu zweit unterwegs, aber nicht immer haben andere Zeit. Da nehme ich dann gerne die besseren Karten (1:25'000) mit (gezielt ausgedruckt, was ich brauche). Da weiss ich immer, wo ich bin. Ich bin da manuell mit der Ortung oft schneller als das GPS-Signal, insbesondere wenn ich das Telefon ausgeschaltet habe und bei Bedarf erst einschalten muss. In diesem Gelände ist die Chance für einen Unfall (ausrutschen, stolpern, im schlimmsten Fall ein Stück vom Weg aus abstürzen) deutlich grösser. Dazu kommt noch, dass es oft keinen Handyempfang gibt. Dafür bin ich auf manchen Routen erstaunt, wie viele Leute da unterwegs sind. Zusätzlich zur guten Karte nehme ich da immer eine Trillerpfeife und einen Kompass mit. Die Pfeife musste ich zum Glück noch nie nutzen. Und auch den Kompass bräuchte ich wohl nur dann, wenn so viel Nebel ist, dass ich kaum zehn Meter weit sehe.

    Zusammengefasst:

    • Jura-Szenario: eher ungefährliches Gelände, dafür nur wenige Leute.
    • Alpen-Szenario: zum Teil etwas exponiertes Gelände, dafür oft relativ viele Leute.

    Im Grunde kann auch etwas passieren, wenn ich zehn Minuten von zuhause im Wald einen Spaziergang mache. Da kommt auch nicht immer jemand vorbei und die Beschreibung, wo ich genau bin, wäre da – ohne Karte – unter Umständen schwieriger.


    Ich sage meistens einem Familienmitglied oder Freunden grob, wo ich unterwegs bin und wann ich mich spätestens wieder melde. Wenn Netzempfang ist, schicke ich gelegentlich ein Foto als Lebenszeichen.


    Danke für die bereits genannten Tipps. Vielleicht werde ich mich da mal schlau machen. Eigentlich mag ich all den technischen Schnickschnack nicht. Ich fühle mich da immer so von der Steckdose abhängig. Und eigentlich gehe ich in die Natur, um von all diesen Abhängigkeiten ein Stück Distanz zu bekommen. Aber man wird ja auch nicht jünger und da ist vielleicht der eine oder andere Kompromiss ganz sinnvoll. :/

    Ich hab mal einen aus 5 cm Kanthölzern nachgebaut.

    Vielleicht muss ich mir doch mal so einen bauen. Scheint ja nicht so eine Hexerei zu sein.


    Was bräuchte man denn alles dafür?

    • 4 Kanthölzer à ca. 250 cm Länge (reichen auch 240cm?)
    • ein paar Softschäkel aus Dyneema
    • eine verstellbare Leine aus Dyneema als Distanzhalter am Boden
    • eine verstellbare Leine aus Dyneema zur Abspannung am Fussende
    • Aufhängung für die Hängematte (verstellbar)

    Oder fehlt da noch etwas?

    Ich habe mir heute die Knopf-Knopfloch-Methode nochmals genau angeschaut...


    Brücken-Hängematte, bereit zum Einsteigen:




    Da kann nichts rausrutschen, zumal der Knoten nur mit der halben Last gezogen wird. Das «Knopfloch» legt sich eng an die beiden Schenkel des Evo-Loops.


    Dann noch aus der Hängematte (leider etwas unscharf bei einsetzender Dämmerung:


    War das so, je tiefer der Durchhang (je größer der Aufhängewinkel) desto stabiler (weniger kippelig)?

    Noch eine Ergänzung: Für die Kippeligkeit ist auch das Aufhänge-Dreieck entscheidend. Kürzer als gleichseitig würde ich es schon aus Gründen stark zunehmender Belastung des Spreizstabs nicht machen. Ein kurzes Dreieck wird aber auch kippeliger. Je länger das Dreieck wird, desto weniger kippelig ist die Hängematte.


    Allerdings spielt da wieder der Hängewinkel rein: Je steiler/grösser der Hängewinkel, desto mehr hast du von einem längeren Aufhänge-Dreieck. Zudem spielt es dann auch weniger eine Rolle, wenn du das Dreieck länger machst.


    Fürs Dreieck würde ich mindestens ein gleichseitiges Dreieck planen. Die Dogbones dehnen sich dann noch ein wenig und schon ist es ein wenig länger als geplant.

    So unterschiedlich sind die Anforderungen. Ich habe mal eine schlampig zugeschnittene Hängematte (Wellenhöhe etwa Daumenbreite) rein aus optischen Gründen überarbeitet. Mit kästchengenauem Zuschnitt sah sie zwar schöner aus, aber einen verbesserten Liegekomfort konnte ich nicht erkennen. Gibt es Exakt- und Schlampigschläfer?

    Meine Hängematte 3.0 habe ich ähnlich schlampig gemacht, aber mit einer leichten Kurve. Die ist bis heute eine meiner bequemsten Hängematten geblieben. ;)


    Vermutlich bin ich ein exakter Schlampigschläfer... oder doch umgekehrt?

    Waldläufer70 nein, es ist der HEX 70, mit Sechsecken.

    War mir klar, dass es sich bei dir um einen anderen Stoff handelt. Beide scheinen aber ein rautenförmiges Muster aufzuweisen, oder nicht?


    Auch beim Hexon W 1.6 ist der Stoff gelegentlich etwas verzogen. Trotzdem gehe ich davon aus, dass der «Verzug» sich durch den gesamten Stoff fortsetzt und man deshalb die Kästchen nutzen kann. Bei den Rauten ist das aber tatsächlich eine Zumutung für die Augen. Bei allen anderen Stoffen sind meine Augen noch gut genug, so dass ich den Linien bei gutem Licht mit einer Schere innert nützlicher Frist entlangschneiden kann.


    Meine Hängematte 2.0 habe ich eher etwas salopp zugeschnitten: einfach grob im rechten Winkel den Stoff dem Lineal entlang abgeschnitten und dabei sicher nicht besonders genau gearbeitet. Die wurde dann extrem unbequem (und ist inzwischen überarbeitet). Wenn man da einen Weg findet, sauber zu arbeiten, kann das aber bestimmt auch zu guten Resultaten führen (siehe echinotrix).

    Schön von Spitze zu Spitze einer jeden Raute, würde das nicht gehen? Ist zwar sehr mühsam für die Augen, aber wenn man sich ausreichend Zeit lässt und vielleicht mit einem Stift Punkte aufträgt, die man verbinden kann, sollte es eigentlich gehen. Zumindest bei diesem Stoff hat das bei mir geklappt. – Aber vielleicht habe ich dich auch missverstanden.

    Sagt mal, wie markiert ihr eigentlich die Kettenlinie vor dem Zuschnitt, rechnet ihr das in gewissen Abständen mit cosh aus oder druckt ihr euch auch (angereihte A4-?) Schablonen aus (geeigneter Web-Calculator?) Oder einfach die Tiefe der Kurve (zB. 20..25cm) angetragen und den Rest von kunstvoll geschwungener Hand (wohl kaum...)?

    A4-Blätter an den kurzen Seiten zusammenkleben und mit einem Faden die Kurve produzieren, dann alle rund 10 Zentimeter einen Punkt und diese dann mit dem Lineal verbinden. Auf den Stoff heften und der Kurve entlang schneiden. So habe ich das bisher gemacht. Wenn man den tiefsten Punkt der Kurve nicht in der Mitte haben möchte, kann man den Papierstreifen an der Wand zum Ermitteln der Punkte entsprechend schief befestigen. – Dieses Vorgehen ist aus meiner Sicht einfach und ergibt tatsächlich eine Kettenlinie.


    Hat man mal eine passende Kurve gefunden, die man reproduzieren möchte, so muss man entweder die Schablone aufbewahren oder alle rund 10 Zentimeter den Abstand vom Rand messen und protokollieren.

    Gibt es auch +/- Richtlinien für angepasste Kurventiefe je nach Stoffdehnung und Nutzergewicht, oder ist die Kettenkurven-Tiefe rein eine Frage des Längenverhältnisses und Aufhängewinkels?

    Insgesamt braucht eine längere Liegefläche auch eine tiefere Kurve. Ansonsten gehe ich davon aus, dass elastischere Stoffe auch eine tiefere Kurve benötigen, weil diese – gerade in Schussrichtung – doch deutlich dehnbarer sind, was den Effekt der Kurve etwas abschwächt.


    Höheres Nutzergewicht führt entweder zu weniger dehnbaren Stoffen oder zu tieferer Kurve (oder beides kombiniert).


    Wer einen steileren (grösseren) Aufhängewinkel wünscht, wird die Kurve auch eher tiefer machen, als beim Fokus auf einen flacheren Aufbau. Eine tiefere Kurve hilft also auch, die Belastungen insgesamt zu reduzieren.


    Ich würde bei einem mittelmässig dehnbaren Stoff für die Tiefe der Kurve rund 10 Prozent der Stofflänge empfehlen.

    Unter Last hat sich meine Aufhängung noch nie gesenkt. Das ist eigenartig... :/


    Ich gehe aber – wenn der Baum dünn genug ist – auch gerne zwei- oder selten sogar dreimal um den Baum. Bei den Empfehlungen von Sacki (die er übrigens von meinem Informationsblatt hier im Forum abgekupfert hat :)) nutze ich oft die mittlere Position oder gehe bei Verwendung von »Dutch Clips« ein Stück weit in Richtung positive (grüne) Seite. Ich schiebe dann jeweils einen Prusikknoten an die Schlaufe heran, damit da nichts mehr verrutscht. Zum Beispiel so wie hier gezeigt:



    In der Regel befestige ich dann mein Tarp direkt in dieser Prusikschlaufe; dann ist es schön zentriert über der Hängematte und die Borke ist auch gleich geschützt.

    Diese Anwendung kenne ich. Habe ich auch mal "erfunden", um festzustellen, dass das andere auch so machen. ;)


    Ich dachte einen Schritt zu wenig weit. Da es hier um Continuous Loops geht, war mir unklar, inwiefern sich aus einem Dogbone ein Loop ergeben könnte. Aber klar, von der Anwendung am Ende der Hängematte her ist mir der Zusammenhang nun klar.

    An meinen Hängematten habe ich alle Schlaufen mit Mini Dog Bones ersetzt.

    Ich habe in deinem Shop solche Mini-Dogbones gesehen und brauchte einige Zeit, um festzustellen, dass einfach die Schlaufe kleiner ist.

    Oder du spleißt Mini Dog Bones (Dog Bones mit kleinen Augen), halbierst sie, und schiebst die Mitte durch beide Augen. Das sieht sauberer aus, ist sicherer und stärker als eine Schlaufe - auch ohne Näherei.

    Ich verstehe nicht, wie sich daraus eine Schlaufe ergibt.


    PS: Ich bezeichne meine aus Lash-It überlappend gespleissten Dogbones als Mini-Dogbones. Aus 37 cm Lash-It entstehen Dogbones, die nur 15cm lang sind. Die Schlaufen sind auf jeder Seite 2,5 cm lang (also 5 cm Material).

    Sie sehen zwar etwas weniger schön aus, aber ich würde da einen Brummel-Lock einbauen. Dann kannst du dir das Sichern sparen. Siehe hier. In dem Fall reicht es, wenn der Spleiss 2 Fid-Längen lang ist: Seildurchmesser * 21 * 2.


    Wenn du auf den Brummel-Lock verzichtest, wird das Resultat zwar schöner, aber du solltest den Spleiss sicherheitshalber etwa 3 Fid-Längen lang machen: Seildurchmesser * 21 * 3. Selbst dann kann sich aber mit der Zeit der Continuous Loop lösen (siehe hier). Da wir die Continuous-Loops zwar in der Regel nicht mit 30% bis 90% der Bruchlast belasten (die Bruchlast eines Continuous-Loops ist grob doppelt so hoch wie die Bruchlast des verwendeten Seils), ist diese Gefahr zwar nur klein, aber sie besteht auf Dauer eben doch.


    Wenn vernähen, dann auf jeden Fall mit einem Garn, das elastischer oder zumindest nicht weniger elastisch ist als das Seil. Bei Dyneema ist die Gefahr, dass das Garn weniger elastisch ist als das Seil, natürlich verschwindend klein.

    echinotrix, nutzt du den Button-Knot oder den Überhand-Knoten des »Improved Soft Shackle«? Ich meine mich zu erinnern, dass du den ISS-Knoten verwendest, kann mich aber täuschen.


    Ich vertraue zwar auch dem Knopf-Knoten à la Jeff Myers, kann aber gut nachvollziehen, wenn jemand den ISS-Knoten bei der Knopf-Knopfloch-Methode für sicherer hält.