Beiträge von Jimknopf

    Servus Richie,

    die Antwort von echinotrix möchte ich noch um ein mir wichtiges Detail ergänzen: LÄNGS-Differenzial!

    Zur Erklärung: mein Wooki-Klon ist aus einer daunendichten Kopie meiner HM entstanden. Auf der habe ich einen Umriss von mir in der HM liegend zeichnen lassen (von unten, fühlt sich doof an). Davon ausgehend habe ich ein Schnittmuster der isolierten Fläche konstruiert. Die die Stege (aus dem gleichen Stoff; ich hatte kein Moskitonetz) habe ich an die obere Lage genäht. Dann habe ich dann einen Steg nach dem anderen an meine untere Stofflage (in der ich gemäß dem catsplat calculator genügend Quer-Differenzial gelassen habe) genäht. Zum Schluss habe ich die untere Stofflage rundherum an die obere Lage genäht (natürlich eine kurze Kante nach dem Füllen der Kammern...)

    Kurzum, Wenn ich in der HM liege, komprimiert aber meine unter Lage die Daune etwas, da sich die obere Lage insbesondere im Bereich der Hüfte LÄNGS dehnt und die untere nicht. Bei kaltem Wetter habe ich eine Kalte Stelle an der Hüfte. Deshalb werde ich bei meinem nächsten Versuch die Stege an der oberen Kante durch regelmäßige Abnäher verkürzen und die untere Lage auch mit entsprechend LÄNGS-Differenzial konstruieren.

    Der beschriebene Effekt ist aber wahrscheinlich umso geringer, je dicker der UQ ist.

    Grüße und viel Erfolg!

    Die Headbox stützt den Kopf seitlich ab. Das ist sehr bequem. Gummizug würde sicher auch gehen, müsste aber ganz schön kräftig sein. Dyneema ist da natürlich viel leichter und belastbar. Aber glatt... im ersten Bild des zweiten Beitrags kann man die tankas erkennen. Der für die Footbox ist zufällig gut erreichbar platziert. Der für die Headbox liegt leider zu weit in Richtung Fußende und ist schlecht erreichbar. Das würde ich beim nächsten mal ändern.

    Je mehr ich über das Loft Problem nachdenke, umso mehr bin ich der Überzeugung, dass auch längs der Kammern kräftig Differenz zwischen innerer Länge und äußerer Länge eingeplant werden muss. Nur kommt meine dreidimensionale Vorstellung dabei an ihre Grenzen, wo dann der gemeinsame Bezugspunkt für innere und äußere Lage sein sollte. Also von wo aus die Differenz zugegeben werden soll. Wahrscheinlich genau mittig. Dann müsste man auch das Abstecken bei der Hochzeit mittig anfangen, was ich nicht gemacht habe. Auch hätte ich beide Lagen gleichzeitig anzeichnen sollen. Bei mir ist aber der Umriss des isolierten Bereichs auf der HM entstanden und dann sind die Maße in die Planungsskizze übertragen worden, ohne den Bezug zur Position zu berücksichtigen. Die Maße auf Trägerstoff und Außenhaut habe ich dann wieder aus der Skizze entnommen. Erst als die Außenhaut fertig war habe ich die endgültige Position auf dem Trägerstoff bestimmt. Dabei sind wohl Fehler passiert...

    soweit...

    Der 55g/m2 Taft verarbeitet sich gut und ist stabil. Daraus ist die Außenhaut meines Daunen UQ. Der gute Preis und die große Rollenbreite haben mich überzeugt. 70er microtex Nadel und 120er Polyestergarn haben schöne Nähte ergeben. Der einzige Nachteil ggü. einem vergleichbaren ripstop ist, dass er ohne Heißschneiden stark ausfranst. Meinem Lötkolben habe ich eine Schneide an die Spitze gefeilt, damit die geschmolzene Linie möglichst sauber wird.

    Hallo zusammen,

    ... sowas stelle ich doch gerne vor!
    Zu den Maßen: die HM und der Trägerstoff sind in der Mitte je 338 cm lang. An den Kanten sind beide 350 cm lang. Die Footbox und Headbox sind jeweils Streifen in der vollen Stoffbreite. Die Footbox ist 25 cm breit und 60 cm vom Fußende entfernt angesetzt. Sie weist beidseitig eine S-Kurve auf, die sich je über 50 cm Länge erstreckt. Dazwischen liegt ein 50 cm langer gerader Bereich. Die Headbox ist 15 cm breit und 45 cm vom Kopfende entfernt angesetzt. Sie weist ebenso beidseitig ein S-Kurve auf, die jedoch nur 40 cm lang ist, wodurch sich ein 70 cm langer gerader Mittenbereich ergibt.
    Besser kann ich die Liegeposition gerade nicht beschreiben. (Ich habe vergessen das zu messen)
    In den seitlichen Tunnelzügen verläuft jeweils ein ca. 350 cm langer Dogbone aus 1,5mm Dyneema, der jeweils in die Endbefestigung aufgefädelt wird. Die Länge habe ich leider nur geschätzt. Um die Footbox bzw. Headbox hochzuziehen sitzt auf beiden Tunnelzügen ein Tanka und ein Streifen Stoff zum Greifen der Schnur. Leider ist der Tanka für die Headbox etwas zu schwach oder das Dyneema zu glatt. Er rutscht zu schnell durch. Die Footbox funktioniert aber gut. Erst wenn ich mich aus Versehen draufsetze, rutscht die Schnur durch und verstärkt dann die Kante.

    Der isolierte Bereich ist an der Schulter 120 cm breit und verjüngt sich an der Hüfte auf 100 cm. Eine virtuelle Linie durch die Mitten dieser Abmessungen habe ich als Bezugslinie definiert. Der Differenzialrechner ergibt für diese Abmessungen 151,5 cm bzw. 132,6 cm an der Außenhaut incl. Höhe der Kammern und Nahtzugabe von je 1 cm. Die Länge von Spitze zu Spitze beträgt 237 cm (laut der Planungsskizze) Die Spitzen sind bezogen auf die Bezugslinie um 47 cm seitlich zueinander versetzt. Die Breite der parallelen Kanten (parallel zu den Seitenkanten der HM) ist durch die Stoffbreite des Tafts von 165 cm begrenzt. Rechtwinklig zu den Seitenkanten ergibt sich eine Länge von 193 cm. Hier habe ich wahrscheinlich beim Berechnen der Außenhaut die Höhe der Kammern von 4,5 cm vergessen. Der isolierte Bereich reicht damit jeweils bis auf ca. 20cm an das Ende der Footbox und Headbox heran.

    Ach so, als Daune habe ich 250g der 860er von Extremtextil verwendet. Die Menge pro Kammer hat auch der Differenzialrechner ausgespuckt, nachdem ich für jede Kammer einzeln die Länge der Kammer als Absolutlänge des UQs eingegeben habe. Dabei habe ich als Gesamtbreite immer einen Mittelwert zwischen Schulter und Hüfte (110cm) verwendet.

    Soweit,

    dem Jim sein Mentor

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","data-attachmentid":51837}[/ATTACH]

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","data-attachmentid":51836}[/ATTACH]

    Dann hat Frau Holle vorbei geschaut. Nein, war nicht so schlimm, wie befürchtet. Das Hauptproblem war, dass die Mülltüten statisch aufgeladen sind und die Daunen daran kleben bleiben. Das habe ich leider erst bemerkt, nachdem ich versucht habe, die ersten Daunen in die Kammern hinein beziehungsweise wieder aus den Tüten heraus zu bringen.

    Letztendlich habe ich die Daunen direkt in ein PP-Rohr gestopft und in der Kammer mit einem passenden Stempel wieder aus dem Rohr herausgedrückt.

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","data-attachmentid":51838}[/ATTACH]

    Dass die Daunen so wunderbar im Rohr verbleiben würden, habe ich mir nicht vorstellen können. In dem einen Video eines Herstellers sieht es nach viel mehr Sauerei aus, weshalb ich überhaupt auf die Idee mit den Tüten gekommen bin. Beim nächsten Projekt werde ich die Daunen wie in dem Video in dem Rohr abwiegen und direkt in die Kammern füllen. Dann vielleicht auch mit einer Feinwaage...

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","data-attachmentid":51839}[/ATTACH]

    Bei um die 0°C konnte ich schon eine Weile auf meinem Balkon abhängen. Tja, ultra warm war mir jetzt nicht, aber es ging. Wahrscheinlich drückt es mir irgendwie die Daunen etwas zusammen, obwohl ich die Außenlage in Längsrichtung und in Querrichtung länger gemacht habe. Leider kann ich nicht mehr richtig nachvollziehen, ob ich in Längsrichtung auch die Höhe der Seitenwände berücksichtigt habe. Wenn nicht, dann könnte ich in Längsrichtung nur 3 cm Differential haben, was wohl zu wenig ist.

    Aber die größte Überraschung war, dass mein UQ zu kurz ist! Trotz identischem Schnitt fehlen sicher mehr als 7 cm. Das kann ich mir nur dadurch erklären, dass der HM-Stoff sich so stark dehnt. Damit ich aber den UQ rechts und links zurechtzupfen kann, muss er sich anschmiegen, jedoch nicht so stark angepresst sein, dass sich der Trägerstoff auch entsprechend dehnt.

    Zum Abschluss des Projekts werde ich den UQ noch über Plastikdruckknöpfe mit der HM verbinden, wodurch ein fälschliches Hineinsetzen in den UQ verhindert werden soll.


    Soweit,

    dem Jim sein Mentor

    Als Trägerstoff des Wooki-Klons habe ich den 40 g/m2 Ripstop von Extremtextil verwendet. Der Trägerstoff hat genau den gleichen Schnitt, wie die Hängematte bekommen.
    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: E7190BD3-31B4-49F5-B525-902501D2DEC9.jpeg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 174,6 KB ID: 51831","data-align":"none","data-attachmentid":"51831","data-size":"full"}[/ATTACH]
    EDIT: Da hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen: das Bild zeigt die HM und nicht den Trägerstoff...

    Anhand meiner markierten Liegeposition habe ich in Anlehnung an die von Warbonnetguy im amerikanischen Forum genannten Breiten der isolierten Fläche meine eigene Fläche für die Isolation festgelegt. Im Unterschied zum originalen Wooki habe ich allerdings die Fläche verlängert und auch etwas verbreitert.
    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: 567A918B-21E3-4B83-AE92-99064766A9A9.jpeg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 152,7 KB ID: 51833","data-align":"none","data-attachmentid":"51833","data-size":"full"}[/ATTACH]

    Meine Daunen sind auf 12 Kammern mit einer geplanten Maximalhöhe von 6 cm und einer Steghöhe von 4,5 cm verteilt. Das würde nach dem Catsplat Differential Calculator bis zu -6°C reichen. Die Stege zwischen den Kammern habe ich mit dem Schmalkantenfuß (Rollsäumer) gesäumt. Dazu habe ich die Stoffstreifen durch eine Bügelhilfe gezogen und die Kanten gebügelt, um das Rollen des Rollsaums zu vereinfachen. (Diese zeitraubende Arbeit würde ich mir im Nachhinein nicht mehr machen)
    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: 1909C8E6-B956-4E99-BC7A-3EF9DA3D8AFE.jpeg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 205,6 KB ID: 51832","data-align":"none","data-attachmentid":"51832","data-size":"full"}[/ATTACH]
    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: E6C10A29-A024-4C6C-9222-B6C30040F5C0.jpeg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 157,8 KB ID: 51830","data-align":"none","data-attachmentid":"51830","data-size":"full"}[/ATTACH]

    Eigentlich wollte ich die Stege im Zickzack aufnähen, bin aber schon beim Versuch die Nahtlinien auf dem sich verjüngenden Stoff sinnvoll anzuzeichnen gescheitert. Dann halt gerade...
    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: 914ADD9C-B058-4094-922B-37EF351EB774.jpeg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 138,4 KB ID: 51829","data-align":"none","data-attachmentid":"51829","data-size":"full"}[/ATTACH]

    Das Zusammennähen der beiden Seiten war nicht so schön... Hauptsächlich eine große logistische Herausforderung. Und immer schön aufpassen, nix doppelt unter die Nadel zu bekommen.

    Hallo zusammen,

    mein Daunen UQ ist endlich (fast) fertig.

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","data-attachmentid":51824}[/ATTACH]

    Nachdem ich den originalen Wooki bei [USER="46"]TreeGirl[/USER] einmal testen durfte, habe ich beschlossen, selbst einen zu entwerfen und zu nähen. Mein Wooki-Klon sollte wie das Original genau zu der HM passen.

    Das erste Problem dabei ist, dass mir die Liegeposition bei einer einfach rechteckig abgebundenen HM nicht gefallen hat. Aber durch eine Verkürzung des Stoffs unter der Hüfte kann eine wesentlich bequemere (geradere) Liegeposition erreicht werden. Also musste eine passende Kurve für Tunnelzüge gefunden werden. Als Testobjekt habe ich den über [USER="46"]TreeGirl[/USER] bezogenen Hexon 1,6 W verwendet.

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","data-attachmentid":51825}[/ATTACH]

    Die abgesteppten Kanäle dienen als Führung für eine Schnur zum Abbinden des Stoffs in Form der jeweiligen Kurve. Da das Nähen der vielen Kanäle viel Arbeit ist, habe ich nur ein Ende der HM so gestaltet. Das gegenüberliegende Ende hat nur einen rechtwinklig genähten Tunnelzug für einen Dogbone o.Ä. bekommen. Der Nebeneffekt ist, dass ich so effektiv eine halb so große Schrittweite zwischen den Kurven erreicht habe. So konnte ich schnell und relativ einfach eine für mich angenehme Kurve herausfinden.

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","data-attachmentid":51823}[/ATTACH]

    Für mich haben sich 12 cm am bequemsten angefühlt. Also auf beide Enden der neuen HM je 6 cm.

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","data-attachmentid":51826}[/ATTACH]

    Da der Hängemattenstoff von extremtextil nur 154 cm breit ist, habe ich um jeden Millimeter gekämpft und die HM durch einen angesetzten Tunnelzug verbreitert. Zusätzlich habe ich eine Footbox sowie eine Headbox in Anlehnung an Hangnout angefügt. Beim nächsten Mal würde ich aber die Löcher der Transportwalze im Saum verschwinden lassen...

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","data-attachmentid":51827}[/ATTACH]

    Die so entstandene GE ist sehr bequem und ich kann über die volle Stoffbreite liegen.

    Hallo zusammen,

    jetzt möchte ich auch noch beichten, wie ich meinen ersten Schnitt in das große Hexon 1,6 W gezittert habe:
    Mittels eines Zimmererwinkels habe ich am Boden kniend eine Linie entlang des Ripstopmusters angezeichnet und dann auf einem Holzbrett mit einem 60W Lötkolben freihand an der Linie entlang gebrutzelt. Nur leider hat die Maserung des Holzes die Spitze des Lötkolbens immer wieder seitlich abgedrängt. (Leimholz Kiefer) Entsprechend wild schaut die entstandene Kante aus.
    Ok, es wird außer mir nie jemand sehen, da ich mich beim Bügeln wieder am Ripstopmuster orientiert habe und die Kante im Umschlag verschwunden ist.
    Aber das hat definitiv nicht meinem Anspruch entsprochen.
    Deshalb bin ich auf die Suche gegangen, wie ihr das macht und habe dieses Thema gefunden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön fürs Teilen eurer Erfahrungen!
    Inspiriert durch die hier vorgestellten Lösungen habe ich also im Baumarkt geschaut, was ich zweckentfremden könnte und bin doch tatsächlich beim Maurer- und Fliesenlegerbedarf auf die hier mehrfach von [USER="46"]TreeGirl[/USER] erwähnte Trapez Kartätschen gestoßen. 2m für ca. 16€ ist wesentlich billiger, als ich erwartet hatte. Da mir die Unterlage aus Holz definitiv Missfallen hat, habe ich noch eine vierkantige Richtlatte in gleicher Länge für ca. 10€ mitgenommen. Jetzt plane ich, die Richtlatte unter dem Stoff anzuordnen, die Kartätsche mit einem geringen Versatz dazu auf die Oberseite zu legen, um den Stoff zwischen beiden Teilen „einzuklemmen“ und entlang der spitzen Kante der Kartätsche zu schmelzen.
    Meine Bestellung von extex ist heute bearbeitet worden. Wenn sie ankommt werde ich Gelegenheit haben, alles zu testen.

    Soweit,
    dem jim sein Mentor

    Hallo zusammen,

    jetzt schreibe ich in dem Faden nochmal, weil mir nach -zig Metern aufgefallen ist, dass die Nadelposition wohl doch einen Einfluss auf die Nähte hat.
    Dazu muss ich etwas ausholen: Den Einschlag-Umschlag entlang der Längskanten beider Lagen meiner DL HM habe ich warum auch immer doppelt abgesteppt. Dabei habe ich also jeweils knapp 16m (4x4m Kantenlänge) mit der Nadel in der seitlichsten Position und 16m mit der Nadel in der mittigen Position genäht. In der seitlichen Position ist mir auch der 80 Faden noch ein paar mal gerissen. In der mittigen Position nie! Und auch bei den weiteren 26m mit mittiger Nadelposition ist der Faden nie gerissen.
    Meiner Meinung nach wird diese These dadurch gestützt, dass Pfaff für meine Maschine eine Geradstichplatte verkauft, die anstatt des Zickzack Schlitzes nur ein exakt zentrales Loch aufweist. Wird wohl einen guten Grund haben.
    Das wollte ich nur noch ergänzen. Vielleicht hilft es jemandem bei einem ähnlichen Problem.

    Soweit
    dem jim sein Mentor

    So: es funktioniert! 80er Faden mit 80er Microtex Nadel näht die Maschine einwandfrei. Auch der Drall ist weg. Bin ich froh! Habe sicher knapp 15m Naht ohne Probleme genäht.
    Morgen geht es weiter.
    [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER] Angeregt durch ein Bild von Dir in einem anderen Thread, auf dem Du die Fadenführung deiner Industiemaschine gezeigt hast, habe ich meinen Fadengalgen gepimpt: [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","data-attachmentid":51333}[/ATTACH]
    Der Faden läuft jetzt in Schlangenlinien durch die Haken und wird hoffentlich entspannt. Auf jeden Fall hat er jetzt schon vor der eigentlichen Fadenbremse etwas Vorspannung.
    Die Haken sind Vorhanghaken von einem Stahlseilsystem, das wir hier gerade nicht brauchen. Dazwischen sind Karosseriescheiben, da die Haken viel zu große Ösen für die dünne Gewindestange haben. Unten ist die Gewindestange mit Tesa umwickelt. Eine Lage Tesa sind 0,1mm. So konnte ich den Durchmesser genau an das Loch anpassen, in dem der Fadengalgen steckt. Zuerst habe ich mehr aufgewickelt und dann Lage für Lage abgezogen, bis es genau gepasst hat.

    Einen schönen Abend noch!

    Dem Jim sein Mentor

    Durchziehen geht schnell. Habe mal 3m durch die Nadel und unter dem Fuß durch gezogen, um die Nadel nicht auf Biegung zu beanspruchen... total drallfrei, wie ich bereits vermutet hatte. Aber sicher ist sicher. Bevor ich wieder längere Strecken nähen kann, muss ich erst messen, anzeichnen, mit dem Lötkolben ausschneiden und bügeln... das kann noch etwas dauern.
    Bis bald!

    dem Jim sein Mentor

    Vielen Dank für die schnellen Antworten!

    Zum ausprobieren komme ich leider erst morgen. Beruhigend, dass ihr meine Nadelwahl nicht rundheraus als idiotisch gebrandmarkt habt...
    Ist denn der 80er Faden stark genug, um auch den Tunnelzug zu nähen? Bis jetzt habe ich mich nur an den relativ unbelasteten Längskanten geärgert, aber da machen die vielen Unterbrechungen des Fadens ja nix. Beim Tunnelzug wäre es echt ärgerlich.
    [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER] Die Nadelempfehlung kommt vom Hersteller des Garns (Alterfil beziehungsweise aus seinem online Shop).
    Ach so, der Drall kommt sehr wahrscheinlich nicht von der Kone, da der Faden vollkommen ohne Drall aus der Fadenbremse kommt, wenn ich ihn durchziehe. Zuerst hatte ich ja vermutet, dass der Faden falsch herum gezwirnt ist, was ich aber mittlerweile aber ausschießen kann.
    Der 50er Faden muss dann wohl auf die passende Maschine warten. Eine professionelle Zickzack mit Obertransport habe ich erst kürzlich gesehen... teuer, aber gar nicht soo... wenn nur der Platz dafür vorhanden wäre...

    soweit,
    dem Jim sein Mentor

    Servus zusammen,

    jetzt bin ich endlich dazu gekommen, meinen Hexon 1.6 von Dutch via
    [USER="46"]TreeGirl[/USER]
    zu bearbeiten...
    Die Projektbeschreibung poste ich besser erst, wenn ich mich überzeugt habe, dass ich nicht nur teuren Müll produziert habe... Bin vielleicht etwas zu kreativ an die Sache heran gegangen. Fotos habe ich gemacht, bis ich angefangen habe zu fluchen...
    Derzeit verzweifle ich nämlich an meiner Nähmaschine. Sie näht für ca. 50 cm wirklich tadellos. Nur zwei Lagen Stoff Geradstich. Dann höre ich einen Knacks oder auch mal ein Krachen und der Doppelumlaufgreifer hat den Oberfaden teilweise zerrissen. Was folgt ist klar: Stop, Fuß hoch, Fäden abschneiden, Oberfaden soweit durch die Nadel ziehen, bis sicher unbeschädigtes Garn an der Nadel ist und neu ansetzen. Toll bei knapp vier Metern Länge.
    Das Garn ist ein Alterfil 50 von einem 5000m Konus und läuft über einen DIY Fadengalgen in die Maschine ein, meine Maschine ist eine Pfaff expression 2.0, als Nadel habe ich zuerst eine 80er microtex verwendet, bin aber aufgrund der Minimalempfehlung des Garnherstellers jetzt auf eine 110er Jeans (die fetteste, die ich auf die Schnelle bekommen habe) ausgewichen. Ändert nix.
    Geänderte Oberfadenspannung ändert auch nix. Unterfadenspannung hab ich bis jetzt nicht geändert, kann mir aber auch nicht vorstellen, was das ändern soll... Am Stoff ziehen tu ich auch nicht. Nadelposition habe ich nicht probiert, Stichlänge auch nicht. Scharfe Kanten habe ich keine gefunden.
    Was mir auffällt ist, dass der Faden sich nach dem Abschneiden verzwirbelt wie eine Kordel, obwohl er direkt nach dem Konus völlig entspannt ist. Er springt regelrecht von der Schere weg. Da muss also irgendwo ein massiver Drall eingebracht werden. Nur wo? Meine Vermutung ist, dass der Faden nachdem genug Drall aufgebaut worden ist bereits unter dem Stoff „kordelt“, die Greiferspitze durch den Faden sticht und zum Teil zerreißt.
    Als Quellen des Dralls sehe ich einmal den Doppelumlaufgreifer, der bei der Pfaff ja horizontal dreht, und andererseits die Unterseite der Spulenkapsel, über die der Faden bei jedem Stich gezogen wird. Vielleicht ist der Faden zu dick für den Spalt zwischen Doppelumlaufgreifer und Spulenkapsel? Besonders viele Flusen sind mir aber nicht aufgefallen. Der Faden ist auch nicht in die falsche Richtung gezwirnt, wie ich zuerst vermutet hatte...
    Mein Ansatz wird jetzt sein, den Faden auf einen 80er Alterfil zu wechseln, dickere mictrotex Nadeln zu bestellen und hoffen, dass eine Wunderheilung eintritt...
    Vielleicht hat jemand von Euch noch einen Tip?


    Soweit,
    dem Jim sein Mentor

    Hallo zusammen,

    das ist ja verrückt! Genau darüber mache ich mir seit ein paar Tagen Gedanken. Allerdings ist mein Ansatz bisher, ein Tarp mit einem UQP zu kreuzen und noch zusätzlich das Mückennetz zu verwursten. Bisher habe ich es nicht gezeichnet, kann es also nur beschreiben:
    Ein UQP in voller Länge der HM, der aus mehreren Bahnen zusammensetzt ist, wie bei einer Landkarte vom Globus „abgeschält“. Entlang beider Kanten RVs zu einem Mückennetz, das über die RL (oder bis zum First des Tarps?) geht. Zusätzlich auf jeder Seite noch einen RV, mit dem der UQP quasi als schwebender Zeltboden in das Tarp eingezippt werden kann.
    Das Tarp wie auch das Moskitonetz können so an oder über der RL aufgerollt verstaut bleiben, bis ich sie brauche. Über die RVs können beliebig große Lüftungsmöglichkeiten geöffnet werden.
    Für das Tarp will ich Silnylon verwenden und die Nähte des RV mit Silnet oder dem Wacker Zeugs (P40?) abdichten. Der UQP soll aus atmungsaktivem Stoff sein.
    Bisher nur Gedankenspiele... Es sind noch viele Fragen offen: Wie groß soll das Tarp sein? Wie kommt die Aufhängung der HM durch das Tarp? Ist ein „Ärmel“ mit Tunnelzug dicht genug gegen Wasser, das an den Gurten herunter läuft? Könnten eingenähte/eingeklebte Dogbones in den „Ärmeln“ als Zwischenglied der Aufhängung funktionieren? Kann der UQP gleichzeitig als Ablage/Gearhammock verwendet werden?
    Ich sehe schon, das will gut geplant werden!

    Soweit...

    Dem Jim sein Mentor

    Da kann ich auch nur vermuten. Die Details der Bestimmung schaffe ich ohne Buch nicht. Die kleinen Enziane mit sehr ähnlichem Blütenaufbau sind für mich immer Schusternagerl... die großen Kelche einfach große Enziane. Ansonsten kann ich noch den meines Wissens immer vierblättrigen fransigen (bayerischen?) Enzian, den Herbstenzian und den Schwalbenwurzenzian gut unterscheiden. Hauptsache schön blau. Eine meiner Lieblingsfarben. Ganz entzückt bin ich immer bei dem unscheinbaren Kohlröschen... so ein Duft! Mal schauen, ob ich ein Bild finde. Ok, nicht selbstgeknipst:
    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"large","data-attachmentid":50834}[/ATTACH]

    [USER="153"]Waldläufer70[/USER] Servus! Du hast vollkommen recht. Das ist ein rundblättriger Enzian. [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"large","data-attachmentid":50822}[/ATTACH]
    Aber ein seltener mit sechs Blütenblättern. Auch einen Glocken-Enzian mit sechs Blütenblättern habe ich schon einmal gesehen:
    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"large","data-attachmentid":50823}[/ATTACH]

    Ok, ein Teilerfolg. Durch den gelben Ring im Auge des Schäkels kann ich das Auge leichter vom Knoten weg bekommen. Allerdings kann ich das Auge nicht über den Ring aufziehen. Dazu müsste ich wohl noch einen Ring unterhalb des Auges in die stehende Part integrieren, um sie festzuhalten. Vielleicht komme ich heute Abend dazu es auszuprobieren.

    Also natürlich direkt neben meiner HM. habe gerade zum ersten Mal die Beetle Buckles ausprobiert. [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","data-attachmentid":50810}[/ATTACH]
    Das gelbe sind CLs aus Maurerschnur. Einer sichert den soft shackle in der Gurtbandschlaufe, der andere soll beim Öffnen des Schäkels die Klemmschlaufe aufziehen helfen. (Betonung auf soll... hab ich noch nicht ausprobiert)