Servus zusammen,
jetzt bin ich endlich dazu gekommen, meinen Hexon 1.6 von Dutch via
[USER="46"]TreeGirl[/USER]
zu bearbeiten...
Die Projektbeschreibung poste ich besser erst, wenn ich mich überzeugt habe, dass ich nicht nur teuren Müll produziert habe... Bin vielleicht etwas zu kreativ an die Sache heran gegangen. Fotos habe ich gemacht, bis ich angefangen habe zu fluchen...
Derzeit verzweifle ich nämlich an meiner Nähmaschine. Sie näht für ca. 50 cm wirklich tadellos. Nur zwei Lagen Stoff Geradstich. Dann höre ich einen Knacks oder auch mal ein Krachen und der Doppelumlaufgreifer hat den Oberfaden teilweise zerrissen. Was folgt ist klar: Stop, Fuß hoch, Fäden abschneiden, Oberfaden soweit durch die Nadel ziehen, bis sicher unbeschädigtes Garn an der Nadel ist und neu ansetzen. Toll bei knapp vier Metern Länge.
Das Garn ist ein Alterfil 50 von einem 5000m Konus und läuft über einen DIY Fadengalgen in die Maschine ein, meine Maschine ist eine Pfaff expression 2.0, als Nadel habe ich zuerst eine 80er microtex verwendet, bin aber aufgrund der Minimalempfehlung des Garnherstellers jetzt auf eine 110er Jeans (die fetteste, die ich auf die Schnelle bekommen habe) ausgewichen. Ändert nix.
Geänderte Oberfadenspannung ändert auch nix. Unterfadenspannung hab ich bis jetzt nicht geändert, kann mir aber auch nicht vorstellen, was das ändern soll... Am Stoff ziehen tu ich auch nicht. Nadelposition habe ich nicht probiert, Stichlänge auch nicht. Scharfe Kanten habe ich keine gefunden.
Was mir auffällt ist, dass der Faden sich nach dem Abschneiden verzwirbelt wie eine Kordel, obwohl er direkt nach dem Konus völlig entspannt ist. Er springt regelrecht von der Schere weg. Da muss also irgendwo ein massiver Drall eingebracht werden. Nur wo? Meine Vermutung ist, dass der Faden nachdem genug Drall aufgebaut worden ist bereits unter dem Stoff „kordelt“, die Greiferspitze durch den Faden sticht und zum Teil zerreißt.
Als Quellen des Dralls sehe ich einmal den Doppelumlaufgreifer, der bei der Pfaff ja horizontal dreht, und andererseits die Unterseite der Spulenkapsel, über die der Faden bei jedem Stich gezogen wird. Vielleicht ist der Faden zu dick für den Spalt zwischen Doppelumlaufgreifer und Spulenkapsel? Besonders viele Flusen sind mir aber nicht aufgefallen. Der Faden ist auch nicht in die falsche Richtung gezwirnt, wie ich zuerst vermutet hatte...
Mein Ansatz wird jetzt sein, den Faden auf einen 80er Alterfil zu wechseln, dickere mictrotex Nadeln zu bestellen und hoffen, dass eine Wunderheilung eintritt...
Vielleicht hat jemand von Euch noch einen Tip?
Soweit,
dem Jim sein Mentor