Posts by Cross Hammock

    Ja, eine Feststoffweste wäre zu voluminös. Ich bin auch sehr positiv überrascht, was alles an ein Rad ohne Gepäckträger ranpasst. Die Rahmentasche nimmt enorm viel Material auf, neben den Paddeln auch noch Werkzeug, Wechselsachen, Tarp und den kleinen Picogrill, den ich gar nicht benutzt habe. Die Ortliebtasche am Lenker hat eine geniale Befestigung mit Schnüren und braucht kein Gegenstück am Lenker. Nur die Tasche selbst werde ich noch umbauen, damit sie noch besser passt. Die Gabeltaschen halten nur mit Magneten an der Gabel.

    Während bei euch im gesegneten Norden die Hängematten vor Trockenheit reißen und die Heringe der Hängemattenständer aus dem knuspertrockenen Boden flutschen, sitze ich hier seit einer Woche im Dauerregen. Was man unter diesen Umständen macht? Man schnallt Hängematte und Boot ans Fahrrad

    radelt den "blauen Lech" hinauf (der unter den aktuellen Gegebenheiten allerdings eher dem schlammigen Mississippi ähnelt),

    verbringt eine Regennacht in der Hängematte,

    und stürzt sich dann am nächsten Morgen in die Fluten, um den Rückweg anzutreten.

    Das war allerdings nur für ein paar Kilometerchen auszuhalten, dann hat einen der Adrenalinpegel wieder zurück ans Ufer getrieben und man ist reumütig aufs Rad zurückgekehrt.

    Ein 3,3 x 4 m Tarp wäre viel zu groß und auch nicht besonders wirtschaftlich, denn dafür bräuchte man 10 m DCF (ich brauche 6 m). Wenn es aufs Geld nicht ankommt, kann man das machen, aber du hast dann eine riesige Fläche aus dünnem Material, dessen Abspannung dir bei windigen Bedingungen ziemlich zu schaffen machen wird. Immerhin sollte es möglich sein, darunter trocken zu bleiben.

    Das soll ein Field Test sein? Das Hängezelt wird von allen möglichen Seiten gezeigt, aber ohne Benutzer. Wie die Konstruktion unter Belastung aussieht und wie man raus- und reinkommt, sind doch die eigentlich spannenden Fragen.

    Mit einem für GE-Hängematten geschnittenen Tarp wirst du über einer Querhängematte wie der Draumr nicht glücklich werden. Wenn du das Tarp rechtwinklig drehen willst, hast du an Kopf- und Fußende jeweils eine Spitze, die dich nicht trocken hält, ganz zu schweigen davon, dass du die Mittelaufhängung nicht nutzen kannst, denn man hängt in jeder Querhängematte asymmetrisch. Das heißt, die Füße sind weiter von der Mittellinie entfernt als das Kopfteil. Das DCF-Tarp, das ich für die Cross Hammock anbiete, wird höchstwahrscheinlich auch nicht passen, weil zwar die Geometrie stimmt, aber meine Ridgeline der Hängematte nur 1,80 m breit ist und die des Tarps 1,90. Ansonsten gibt es, soweit ich weiß, niemand, der so ein Tarp anbietet.

    Vielleicht hilft dir dieser Clip weiter dein Problem zu lösen ;-)

    Ja, den kenne ich, muss aber sagen, dass mich die Isolationsleistung von Quilts im Winter nicht überzeugt. Wer sich wie ich häufig im Schlaf von einer auf die andere Seite dreht, holt sich dabei im Quilt unter Garantie Zugluft rein. Aber dass das auch im Sommer bei windigen Verhältnissen passiert, war mir doch neu.

    Wir haben seit paar Tagen unser jährliches Feriendomizil im Allgäu bezogen und ich habe letzte Nacht im Carbon Tree in der Hängematte geschlafen - und dabei eine sehr neue Erfahrung gemacht.

    Wie im Sommer üblich, habe ich im Quilt geschlafen, hatte aber einige Probleme damit, weil die gesamte Nacht ein zwar nicht kalter, aber extrem heftiger Wind wehte. Das Bild von heute Morgen wirkt zwar wie Traumsommer, aber bei genauem Hinsehen erkennt man einzelne Schaumkronen auf dem ganz und gar nicht ruhigen Weißensee. Und der Wind drückt mir auch erkennbar an der linken Seite rein. Etliche Male in der Nacht ist mir der Wind sogar unter den Quilt gefahren und hat mich dadurch unsanft geweckt. Allerdings muss ich zugeben, dass ich hier auch ziemlich exponiert hänge. Hat jemand schon mal ähnliche Erfahrungen gemacht? Fazit: mit Schlafsack wäre das nicht passiert.

    Tagsüber bin ich dann auf meinem neuen Gravelbike mit selbstgebauten Taschen unterwegs gewesen - mit kleinem Packraft, Paddel und Hängematte. Das war aber lediglich ein Test, was ich alles ans Rad bekomme. Deshalb habe ich die meiste Zeit eher relaxt als pedaliert.

    Aber ich habe in dem Urlaub noch eine Tour vor, die sich gewaschen hat...

    Ich komme erst jetzt dazu, mir das Video genauer anzusehen und möchte hier kurz meinen Eindruck wiedergeben. Auf den ersten Blick wirkte die Konstruktion auch auf mich faszinierend, aber je länger ich mir das ansehe und drüber nachdenke, um so mehr Fragen stellen sich mir. Zunächst das Offensichtlichste: Es geht dem Youtuber laut Eingangsstatement nicht um einen "flat lay", sondern um eine "zero gravity position". Kann mir jemand das Verhältnis dieser beiden Aussagen erläutern - und inwiefern sie eine Opposition darstellen? Nach einer möglichst flachen Liegeposition suchen eigentlich alle Hängemattennutzer, und die zero gravity position stellt sich - physikalisch bedingt - auf jeden Fall ein, egal wie die Hängematte geformt ist. Ob die angepriesene Fötus-Lage allerdings diejenige ist, nach der viele suchen, würde ich doch erst mal in Frage stellen. Sie ist allerdings diejenige, die sich bei Querhängematten automatisch einstellt, wenn man auf der Seite zu liegen versucht und keine ausspreizende Isomatte verwendet.

    Letztlich handelt es sich um eine Querhängematte aus Tuch, bei der angestückelt wurde, weil der Stoff der Hauptmatte nicht breit genug ist. Durch die Form des Fußteils wird eine flache Liegeposition der Beine besser (und weniger materialintensiv) unterstützt als beispielsweise bei der Amok Draumr. Prinzipiell sind die beiden Matten aber vergleichbar.


    Beide Matten haben aber wenig gemein mit einer Querhängematte mit Schnüren wie z.B. der Cross Hammock. Ich kann nicht ganz verstehen, dass man die Schnüre nicht mag, denn sie bieten einen doppelten Vorteil. Der erste Vorteil besteht in einer Gewichtsersparnis, einfach weil man sich viel Stoff spart. Die Schnüre erlauben aber außerdem, das Handicap jeder aus einem (oder mehreren) Teilen Stoff zusammengenähten Hängematte auszugleichen, die den Körper an der schwersten Stelle genauso unterstützt wie an der leichtesten Stelle (etwa den Beinen). Indem ich die Schnüre unterschiedlich lang dimensioniere, kann ich selbst bei extrem dehnbarem Material gewährleisten, dass man gerade liegt.

    Wenn Ihr die Möglichkeit habt, euer Gerät im rechten Winkel zu drehen, werdet ihr sehen, der Mann hier - hangloose - steht und liegt kerzengerade - und das im dehnbarsten Stoff auf dem Markt.

    Aber auch auf der Seite hat man - in dem Fall bieber1 - eine gerade Hängeposition. Das ist - konstruktionsbedingt - so in keiner Hängematte aus einem oder mehreren glatt aneinander genähten Stoffteilen zu erreichen.


    Ein Wort noch zur Underquilttauglichkeit von Querhängematten. Selbstverständlich ist jede Querhängematte mit Underquilt zu gebrauchen. Er ließe sich ganz leicht an der Zackenkonstruktion befestigen - oder aber auch gleich ganz integrieren, wie ich das ja bereits vor einiger Zeit realisiert habe. Der Grund, warum ich das Projekt nicht weiter verfolgt habe, liegt in der fehlenden Längsausspreizung, die den Stoffdruck erhöht, sodass man (oder genauer: ich) darin keine Nacht durchschlafen kann. Ob das mit der hier in Rede stehenden Konstruktion möglich sein sollte, wie die fröhlich ins gestellte Foto lächelnde Frau zu belegen scheint, wage ich doch sehr zu bezweifeln.


    Insgesamt ist diese Variation auf den ersten Blick vielleicht verblüffend, beim zweiten Blick wirkt sie meiner Meinung nach aber doch etwas umständlich und gewollt anders - etwa so wie die Erfindung eines Hochrades, nachdem das normale Fahrrad bereits erfunden wurde.

    Ich habe schon etliche Hängematten erfolgreich repariert und bin der Meinung, dass eine (möglichst mit identischem Material) sorgfältig geflickte Hängematte einer vergleichbar abgenutzten in nichts nachsteht. Damit meine ich aber nicht, dass du so eine verschlissene Matte retten kannst.

    Hier kommt (endlich) meine Rezension der Cloud 71.

    Danke für diese ‚akustische Liegeprobe‘, der ich was Haltbarkeit und Haptik betrifft nur zustimmen kann. Die Transparenz ist neben dem Gewicht das schlagendste Argument für diesen Stoff. Komprimierbarer ist allerdings Hexon 1.0. Und den Knistereffekt hat man übrigens bei vielen anderen neuen Nylon-Stoffen auch. Er verliert sich im Gebrauch aber recht schnell.