Beiträge von Mittagsfrost

    Der Vollständigkeit halber die Nachteile der 3 Methoden:

    1. Schwierigkeit, passende Schnüre zu finden, ziemliche Fummelei beim Herstellen und etwas schwieriger zu bedienen

    2. relativ hohe Rutschgefahr und man muss immer daran denken, die äußere Schnur zu spannen

    3. erhöhter Verschleiß der äußeren Schnur an der Austrittsstelle der inneren Schnur (Man kann dem entgegenwirken, indem man versucht, beide Schnüre noch einige cm unterhalb des Tunnelendes parallel zu halten, z. B. durch ein Stückchen Schlauch. Funktionierte bei mir aber nur mäßig.) Auch hier muss man daran denken, immer die Last ans Schnurende zu hängen.

    UCRs funktionieren nur, wenn die äußere, umhüllende Schnur straff gespannt ist. Sobald sie locker hängt, wird sie weiter und erzeugt weniger Reibung, so dass die innere Schnur durchrutschen kann.
    Mir sind bisher 3 Lösungen bekannt, wobei ich persönlich Nr. 3 für am sichersten halte und deshalb bevorzuge.
    1. äußere Schnur mit geringfügig kleinerem Durchmesser als innere Schnur, z.B. 1,75 mm / 2 mm
    2. Prusikknoten oder Klemmheist um die innere Schnur, welcher die äußere auf Spannung hält
    3. (volle!) Wasserflasche oder Rucksack an die äußere Schnur hängen (Zu diesem Zweck haben die UCRs bei mir 4 Schlaufen. Äußere: für das Gewicht und für den Baumgurt, innere: für die Hängematte und als Stopper gegen das Durchrutschen)

    Da Du keine Daune möchtest, ist Dir das Gewicht (Stichwort: Wandern) wohl nicht so wichtig. Hier sind beide Underquilts vergleichbar. Beide sollen bis -5°C warmhalten, was aber eine sehr optimistische Sichtweise ist. (Ein Mittagsschläfchen habe ich in voller Kleidung mit meinem DD Underquilt bei diesen Temperaturen schon gehalten, bei einer ganzen Nacht würde ich zusätzliche Isolierung mitnehmen.) Realistisch sind es eher 3-Jahreszeiten-Underquilts

    Hier punktet eventuell der Underquilt von DD, da bei gleichem Gewicht die isolierte Fläche deutlich kleiner und somit wohl dicker ist.

    Unbequem zu befestigen sind sie wohl beide. Man muss schon etwas Erfahrung haben, um Luftkanäle zwischen Hängematte und Underquilt zu vermeiden. Hier beschränkt sich meine Erfahrung auf DD. Die Amazonas-Sachen kenne ich nicht, nur ihren etwas zweifelhaften Ruf.

    Mittlerweile habe ich meinen DD-Underquilt an eine Hängematte direkt angenäht. Damit ist das Gefummel Geschichte und ich kann mich reinlegen und wohlfühlen. Eine Waschmaschinenwäsche des Gesamtsystems ist dank Kunstfaser ja kein Problem. Ich nutze es in der Wohnung und dieses Jahr auch im Sommerurlaub zum Schlafen und bin sehr zufrieden damit.

    Mittagsfrost
    28. Juni 2017 um 15:46
    Jimknopf
    22. August 2018 um 18:34
    jmkoeln
    25. Oktober 2017 um 18:04
    Motte148
    17. Mai 2025 um 17:28
    mattelacchiato
    22. Juli 2026 um 11:21

    Vielleicht ist in den oben aufgeführten Fäden etwas für Dich dabei.

    Wie stabil willst Du die Ridgeline machen? Die Last würde fast im rechten Winkel zur Spannrichtung angreifen und würde dadurch extreme Spannungen hervorrufen. Du kannst ja mal spaßeshalber Dein Körpergewicht ruckartig dranhängen und sehen, was passiert. Ruckartig deswegen, weil auch der Ast plötzlich auf die Ridgeline trifft.

    Selbst wenn die Schnur halten würde, wäre sie nur ein Schutz gegen Äste, welche waagerecht und nicht parallel zur Ridgeline fallen.

    Hamburger
    19. Januar 2021 um 13:09

    Schau mal nach unten auf die Bäume die dort rumliegen .........die standen auch mal weiter oben 😉

    Ach, dem dickeren der beiden an der Kante stehenden Bäume kann nichts passieren. Der ist doch durch die Hängemattenabspannung gesichert, der kann nicht runterfallen. Um den ungesicherten dünnen Baum mache ich mir da schon eher Sorgen. ;)

    Ich hab mich nach langen Überlegungen dafür entschieden, weil mir nach fünf Jahrzehnten Bio-Biking für etliche regelmäßige Wege etwas Unterstützung gut tut 😀.

    Man wird nicht jünger. 😅

    Zum Glück hast Du beim Schlafen den Schritt vom harten Boden (hat uns in der Jugend überhaupt nichts ausgemacht) zur bequemen und seniorengerechten Hängematte ja schon hinter Dir. :)

    Ich hoffe, Du hast Aufklärungsarbeit geleistet!
    Wenn ich vorführe, wie man richtig in der Hängematte liegt, sind die Leute immer tief beeindruckt. „Das muss ja so diagonal wirklich ein ganz anderes Liegegefühl sein, Herbert. Guck mal, der Mann ist gleich eingeschlafen!“ ;)