Posts by dong

    Ich hab die Schuhe jeden Tag an und komme auf etwa 6 km Fußweg täglich (Feldweg mit groben Schotter und Asphalt).

    Letztes Wochenende war ich zwei Tage querfeldein im Wald, bei Frost und etwas Schnee wandern. Alles im Mittelgebirge. Selbst kleine Steinfelder sind kein Problem.



    Ich mach so ziemlich alles, was anfällt mit meinen Schuhen (ich hab meistens nur ein paar, jetzt gerade zwei). Noch nie hab ich dabei was anderes kaputtgemacht wie die Sohle, irgendwas an der Schnürung oder Risse an den Knickstellen. Allerdings war ich auch noch nicht hochalpin unterwegs, da könnte es anders sein. Etwa zweimal im Jahr werden die Schuhe geputzt und gefettet. Nach letztem Wochenende hab ich den gröbsten Matsch mit einem Tuch weggewischt.

    Das glatte Leder wird aber im Laufe der Zeit Beschädigungen erhalten, das liegt in der Natur der Dinge.

    Kubi Warst Du im Harz? Ich wollte eigentlich auch eine Winterwanderung machen, doch der Wetterbericht hat maximal einstellige Minustemperaturen für den Harz prognostiziert.

    Ich bin dann eher Heimatnah geblieben, bei etwa minus 4 Grad.


    Nachdem der letzte Winter doch recht nass und kalt in den FiveFingers war, hab ich mir ein paar Senmotic-Schuhe bestellt.

    Die haben eine breite Zehenbox, eine angenehme Passform und sind wasserabweisend. Die Sohle würde ich als nicht rutschig bezeichnen, griffig ist sie aber nicht.

    Bis jetzt hab ich im Schmuddelwetter gute Erfahrungen gemacht. Die Füße sind immer warm und trocken geblieben.

    Es ist aber schon ein großer Unterschied zum Barfußlaufen bzw. zu den FiveFingers. Es sind halt richtige Schuhe.

    Motivation

    Aufgrund einer geplanten Tour im nächsten Sommer, die in Nordskandinavien stattfinden soll, muss ich Teile meiner Ausrüstung anpassen.

    Da ich dort auch über der Baumgrenze unterwegs sein möchte, brauche ich eine Lösung, die Bodensetup und Hängematte beinhaltet.


    Anforderungen

    Ich dachte dabei an eine 10' lange Hängematte, damit ich ein 10' langes Tarp verwenden kann und so mehr als ausreichend Platz am Boden und genug Platz zum Hängen habe. Dazu wäre ich noch relativ leicht unterwegs. Zusätzlich möchte ich ungern nur eine Hängematte mitnehmen, sodas ich mir überlegt habe, diese im Bodensetup als Biwaksack zu nutzen. Dazu wäre ein kalandrierter Stoff nützlich. Ob sich ein kalandrierter Stoff, der einfach um den Schlafsack gelegt wird, allerdings als Wind- und ggf. Wärmeschutz eignet, muss ich vorab noch ausprobieren. Dazu aber später mehr.


    Ausführung

    Zuhause habe ich eine 11' lange Hängematte. in einer kürzeren Matte habe ich schon länger nicht mehr gelegen, sodas ich erstmal ausprobieren wollte, wie es sich in einer 10' liegt.


    Da ich wusste, dass ein Stoff von Dutchwaregear namens “Dobby“ einseitig kalandriert ist und keine DWR hat, suchte ich hier im Forum nach Restbeständen. Hammock Fairy antwortete und nach meiner Bezahlung hat Sie das Paket dermaßen schnell in den Versand gegeben, dass ich froh bin, dass der Stoff kein Feuer gefangen hat.


    Nach Eingang des Stoffes habe ich die Seiten des Stoffs mit Einschlag-Umschlag gesäumt, anschließend die Enden gefaltet und mit einem Whoopie verknotet. Die kalandrierte Seite ist dabei die Außenseite der Matte. Die verwendeten Methoden wurden hier von Mittagsfrost zusammengestellt. Die geplante Länge der nutzbaren Liegefläche habe ich auf 3,05 m abgemessen. Mir war aber beim Falten schon bewusst das ich dieses Maß nicht eingehalten habe. Nach der Proberunde habe ich die Whoopies wieder entfernt, die Matte flach ausgelegt und anhand der Knicke im Stoff die nutzbare Liegefläche erneut vermessen. Dabei habe ich eine Länge von 2,88 m festgestellt.


    Ergebnisse

    Die Matte lag sich im Test erstaunlich bequem. Natürlich stand an den Füßen nicht so viel Stoff zur Verfügung, ich konnte aber ähnlich gut und gerade wie in der Eldorado liegen. Zudem war der Wind nicht so deutlich zu spüren wie in meiner Eldorado. Ich werde die Tage aber noch mal eine ganze Nacht darin verbringen, um zu schauen, ob sich der gute Eindruck hält.





    Ausblick

    Es hat sich allerdings ergeben, dass ich nicht mehr alleine verreise. Meiner Begleitung möchte ich eine beschwerliche Platzsuche und das Schlafen unter dem Tarp nicht zumuten, daher wird nur auf dem Boden in einem Zelt geschlafen. Ich denke, damit entfällt mangels Notwendigkeit auch die Testphase mit kalandrierter Matte als Biwaksack.

    Ich werde in den nächsten Wochen noch etwas mit der Länge variieren und dann abschließend vernähen und wiegen. Vielleicht sind ja 9' möglich.

    Mit 3/4 Quilts habe ich leider noch keine Erfahrung. Bei den Kleinanzeigen war mal ein Greylock 3 verzeichnet. Der war dann aber schnell weg und ich hab mir daraufhin einen Wooki geholt. Aus Gewichtsgründen und wegen des geringeren Packmaßes ist die Anschaffung eines 3/4 Underquilts aber noch nicht vom Tisch. Ich tendiere aber eher zum WB Yeti weil der etwas kleiner und leichter ist.


    Beim Onlineauktionshaus hab ich mir einen gebrauchten Multifunktionsquilt von JRB gekauft und finde den richtig gut. Ich hab den schon als Underquilt verwendet, als Topquilt in der Hängematte und als Topquilt am Boden.


    Jede Funktion (Underquilt, Topquilt Boden, Topquilt Hängematte, Umhang / Jacke) kann vom Multifunktionsquilt übernommen werden. Aber es ergeben sich für jede Funktion Nachteile gegenüber spezialisierten Produkten die sich hauptsächlich in überhöhten Gewicht und Packmaß äußern. Hier spürt man die Vielseitigkeit halt auf den Schultern.


    Die Nachteile als Underquilt sind aber nur im Vergleich zum Wooki bemerkbar. Mein selbstgenähter APEX-Quilt funktioniert ähnlich gut.


    Die Nachteile als Topquilt in der Hängematte sind hauptsächlich die großen Abmaße.


    Der große Vorteil des Multifunktionsquilts ist halt die Vielseitigkeit. Das ist mein Lieblingsquilt wenn ich meine andere Ausrüstung verleihe, in den Garten gehe oder nicht unbedingt aufs Gewicht achte.

    Mein Vorschlag zum Stapeln wäre ein Multifunktionsquilt von JRB.


    Die sind weder besonders leicht, noch können sie in ihrer Funktion mit reinen Top-, oder Underquilts mithalten.

    Aber sie sind in allen Funktion wirklich gut zu gebrauchen. Zusätzlich kannst du die Dinger als Decke z.B. beim Sitzen benutzen.


    Da es sich um einfache Steppdecken handelt wäre das auch ein machbares Nähprojekt.

    Du könntest dir auch einen wirklichen Sommer Wooki mit 40 F holen und den dann mit dem 20F Wooki, der ja auch bis

    -5 für manche geht, Stacken (zusammen nutzen).

    Hast Du das schon mal mit Wookis gemacht? Ich stelle mir das ziemlich fummelig vor.

    Wir haben am Wochenende einen kleinen Ausflug gemacht.


    Eisenach --> Wartburg --> Drachenschlucht --> Schlafplatz --> Wanderweg EH --> Eisenach


    Gestartet sind wir in Eisenach, eine Kleinstadt, die sehr zum Verweilen einlädt. Nach einem Stadtrundgang mit etwas Bummeln und mehreren ausgedehnten Pausen auf verschieden Plätzen sind wir hoch zur Wartburg. Anschließend haben wir die Drachenschlucht durchwandert, um dann an der Hohen Sonne vorbei dem Rennsteig in südöstlicher Richtung zu folgen. Nach etwa einem Kilometer kamen wir an einem Rastplatz mit Brunnen vorbei, an dem wir unser Nachtlager aufschlugen. Der Brunnen führt Trinkwasser aus dem nahe gelegenen Hochbehälter. Ich muss sagen, fließendes Wasser an der Schlafstätte ist schon was Feines. Am nächsten Tag ging es über einen mit EH gekennzeichneten Wanderweg zurück nach Eisenach. Alles in allem war es eine tolle Tour mit einer schönen Mischung aus Natur und Kultur.

    Hängemattentechnisch haben sich drei Bäume zum nebeneinander Hängen angeboten.


    Standardmäßig wird ein halbes Fuß empfohlen. Das sind etwa 15 cm pro Seite. Mit kürzerem Abstand verlierst du Regenschutz, bei längerem Überstand gewinnst du Regenschutz. Bei zu langem Überstand kann die Hängemattenaufhängung das Tarp stören. Das Tarp muss dann höher hängen, wodurch du seitlichen Regen- und Windschutz einbüßt.