- Offizieller Beitrag
mogli Wenn der Ripstop tatsächlich PU-beschichtet ist, wäre es einen Versuch wert. 50g/qm ist schon relativ schwer aber okay, denke ich. Wichtig ist, dass du sicher bist, dass dein Stoff wasserdicht und nicht nur wasserabweisend ist. Die PU-Beschichtung ist, soweit ich weiß, meist nur einseitig, also achte beim Nähen darauf, dass du immer die richtigen Seiten zusammennähst.
Wie lang ist denn die Stoffbahn? Wenn du für eine 335cm lange Hängematte 360cm Tarplänge veranschlagst (damit auch die Hängemmattenenden bei Regen trocken bleiben), dann brauchst du mindestens 720cm Stoffbahnlänge (plus jeweils ca. 2 cm Nahtzugabe).
Ich habe gelernt, dass eine Tarpseite mindestens 115 cm breit sein sollte. Beim Catcut gehen dir noch je nach Kurve 3 bis 5 cm in der Mitte verloren. Du bist mit deiner 120cm breiten Stoffbahn also so ziemlich am Minimum. D. h. du kannst den seitlichen Regenschutz ggf. nur durch Runtersetzen der Tarp-Ridgeline noch verbessern. Klingt für mich nach Sommertarp.
Ansetzen von Stoff kann man mit einer doppelten Kappnaht beim Tarp gut machen, die Naht hält die Zugbelastung bestimmt aus. Allerdings könnte es sein, dass du undichte Stellen mit Silikon nacharbeiten muss, wenn dein Garn nicht gut aufquillt bei Feuchtigkeit und somit die Nahtlöcher abdichtet. Da weiß ich nicht, wie gut das mit PU-Material funktioniert?!
Ein Problem, dass ich beim Nähen meines restelosen Asymtarps bemerkt hatte, war dass das Gewebe – je nachdem wie es zur Webrichtung gedreht angenäht oder ob ein ganz anderer anderer Stoff drangestückelt wurde – einen anderen Stretch aufweist als das "Kerntarp". Ich persönlich finde das nicht so gut, da es das Abspannen erschwert und du u. U. einen krassen Faltenwurf auf dem Tarp bekommst. Sprich: Die Stoffergänzung sollte besser aus dem gleichen Material sein, wie das was du schon hast.
Wenn du jetzt nicht Resteverwertung machen willst, dann würde ich dir empfehlen bei einem knappen Sommertarp mit deinen 120cm zu bleiben, oder dir nochmal eine 150cm breite PU-Stoffbahn oder Silpoly bzw. Silnylon zu besorgen, um frisch ein 150cm breites Tarp daraus zu nähen. Wenn die Erfahrung des Nähens im Zentrum steht und nicht unbedingt die langfristige Nutzung des Ergebnisses, mach dein Tarp aus dem Stoff, den du schon hast – und bedenke: Der Trend geht zum Zweit-Tarp ![]()
Ansonsten ließ dir nochmal die Erfahrungen der Tarpnäher im Bereich DIY-Bereich durch.