Posts by Riippumatto-Joerg

    Also mit gutem Klebeband wie Tear Aid scheint es ja gut zu halten...


    Habe heute erst mal mit Malerkrepp experimentiert, v.a., um das Stöffle etwas zu befühlen und eine machbare Technik zu entwickeln. Auch, um herauszufinden, in welcher Richtung Stoffverkürzung am meisten "Hinternbausch" bringt. Das Malerkrepp kostet fast nichts, hält ziemlich gut (notfalls auch mal eine Nacht) und ist leicht wieder entfernbar.


    Und zwar scheint mir zunächst Innenverkürzung in Längsrichtung am sinnvollsten.


    Ich habe dazu den UQ ungefähr in der Mitte gefaltet, Innenseite nach aussen, und dann die Daune nach unten zu den Enden hin geschüttelt.

    Das ging recht gut, konnte danach mehrere cm leeren Innenstoff fassen und falten.


    (Genau genommen würde ich diesen leeren Falz auch ohne weiteres unter den Nähfuss bekommen. Dann nähte ich aber u.U. auch die Stege mit an.:/:/ Was meint ihr?)


    Dann habe ich erst mal das Malerkrepp mittig (also im angenommen Bereich des Hintern) angeklebt zum lockeren Probehängen an meiner Testwand. Beim zweiten Anlauf ging das Kleben und festdrücken schon recht gut.

    Beim Hängen sieht und spürt man deutlich, wie trotz lokaler Last von oben ein ordentlicher Bausch unterhalb verbleibt.

    Die Form ist auch von aussen jetzt klar arschlastig.


    Natürlich muss man die Klebenaht sehr gleichmäßig anbringen und auslaufen lassen, um lokale Überlastungen zu vermeiden. Das habe ich hier noch nicht getan.

    Aber letztlich entlasten ja auch die kurzen Gummis an den Enden, ähnlich wie vorher ja auch. Nur ist die größte Zuglast jetzt klar auf der Innen- bzw. Oberseite, also dort wo ich sie eigentlich hin haben will.

    Bei ungleichmäßiger Verklebung (oder Vernähung) im Zweifelsfalle aber genau dort...


    Naja, erst mal noch darüber schlafen und morgen weiter experimentieren ...

    Gedenke, meinen Selva 600 Winter-UQ etwas differenzieller zu modifizieren. Aufgrund seines etwas konservativen Schnitts und relativ hohen Gewichts hängt er entweder zu locker oder der Hintern drückt durch. Schade um die viele schöne Daune.


    Dass es besser gehen kann, zeigen meine DIY Isolier-Chilischote und offenbar auch einschlägige Produkte aus Colorado.


    Hier ein paar Bilder, die das Verbesserungspotential zeigen sollen.


    Locker hängend...

    ...ist aussen alles schön bauchig...

    ...aber innen auch...

    ...sobald punktuelle Last (zB Allerwertester)...

    ...wird der Fluff dort lokal zusammengedrückt.

    Kurzum: Der Innenstoff ist zu reichlich bemessen bzw. der Aussenstoff nicht ausreichend überdimensioniert. Was ich gern ändern will.


    Aber wie immer zum Anfang möchte ich meine Unentschlossenheit und Fragen auf allen euren Schultern gleichmäßig verteilen. Denn wozu hat man Hängemattenfreunde denn sonst?!


    Wie würdet ihr vorgehen? Aussenhaut auftrennen und erweitern? (Also ich weiss nicht...)

    Innenhaut falten und verengt umnähen? (Ich zögere, zu prall gefüllt, schwierig zu bewerkstelligen.)

    Mit dünnem, etwas elastischen Klebeband die Innenhaut enger falzen und kleben? Diese Variante halte ich momentan für vielversprechend. Aber welches Klebeband, das Dyneema-Reparier-Zeugs?

    Entleeren, Umnähen und neu füllen?

    Oder alles so lassen und die exakte Kompromisslänge finden und fixieren? (Merke an, dass mein Cumulus bereits auf diagonalisierte Stoffaufhängung abgeändert ist, also keine langen Gummikordeln primär zur Aufhängung mehr. Das war m.M. schon ein guter Schritt vorwärts.)


    Einzig, verkaufen und stattdessen Wooki kaufen gilt nicht. Schon eher abändern, dabei versagen und dann "vom Kratz auf" neu nähen, aber damit fiele der Herbst im Wald ins Wasser.


    Bin gespannt!

    Hat schon mal jemand einen dünnen Daunenquilt mit Klebeband erfolgreich repariert?

    Inzwischen haben wir einen kleinen Nähclub hier in Kiel gegründet. Nur leider glaubt uns keiner.

    Fein gemacht!


    Auch das Tarp!


    So einen "Hände ran"- Nähklub hätte ich hier auch gebrauchen können. Hab jetzt, nachdem ich quasi meine ganze HM-Ausrüstung "fertig" bekommen habe, bemerkt, wie ich meine Nähmaschine hätte langsamer nähend bekommen können. ||




    (... nämlich den kleinen Poti am Fusspedal auf + Anschlag statt auf - Anschlag zu drehen... ||||||)

    Entsprechend war der Start in den Montag. =O

    Kann ich gut nachvollziehen, ich war auch am See, nachts neblig, am Montag morgen nahe Frost, und hatte das Aufschütteln des UQs vernachlässigt. Die halbe Nacht gefröstelt also kaum geschlafen. Bei Tageslicht dann bemerkt, dass die Füsse und Teil der Beine kaum noch isoliert waren.

    Entsprechend dann der Start in den Montag...


    Aber war sehr zufrieden stellend trotzdem dieser wunderschöne, neblige Montagmorgen im herbstlich bunten Wald...


    Mokka vs. Espresso: Ich meine mal gelesen zu haben, dass der Wasserdampfdruck den Unterschied ausmacht, aber der hängt ja auch vom Bums deines Kochers ab, also dann passt das sicher.:thumbup:

    Jetzt ist auch noch ein Beutelchen dazu gekommen. Linksherum den Beutelboden nahe eines Gathered Endes angenäht, packt es sich leicht und der Beutel auch beim Hängen immer schön unaufdringlich und unverlierbar aufgeräumt...

    Der Beutel ist übrigens aus daunendichtem und in Grenzen sicher wasserabweisendem Tafetta (noch von meinem Topquilt-Projekt).


    368g jetzt alles zusammen.

    Der UQP ist jetzt in seiner ersten Version fertig geworden.


    So hab ich die Tunnelzüge genäht:

    Die Schlaufen aus Ribsband dienen dazu, die Raffung offen zu fixieren/verknoten, damit ich die (roten) Kordelenden nach dem Aufhängen um die Ridgeline herum hoch binden kann, sie mir aber beim Abbauen nicht durch den Tunnelzug durchrutschen:

    Das Bild zeigt dann auch gleich die Aufhängung mit durchgeführten Tieouts des Mückengitters. Das ist im Winterhalbjahr sicher nicht immer erforderlich aber praktischer Weise gut weiter nutzbar. Und die reichliche Länge von ca. 415cm (nach Umnähen) ermöglicht die Nutzung des UQPs sowohl ausserhalb als auch innerhalb des Mückengitters. Wie auch die Klettverschlüsse oberhalb:


    Und so siehts von der Seite aus, mit Tieouts:

    ...und ohne:


    Wie man schön sieht, sind die Enden und auch der Kopf- und Fussbereich komplett umschlossen. Das fand ich bei den sonst recht kurzen UQPs immer suboptimal.


    So siehts von innen aus, Kopfbereich:

    ...Fussbereich:

    Hier sieht man auch gut, wie die Seiten fein hoch ziehen (ohne dabei den UQ unten einzuengen). Genau wie Hammock Fairy das auch schon beschrieb, habe ich die Breite von 150cm (- Umnähen) nicht verändern müssen. Meine HM ist genau so breit. Der etwas überraschende Breiten-"Gewinn" kommt durch die unterschiedliche Lastverteilung und -Richtung zustande.


    Hier noch ein Detailfoto, wie ich die Seiten-Gummikordeln in Tunneln mit Schnellspannern verlegt habe.


    Das WIE wird in diesem Video von Jellyfishgut beschrieben.


    Das Gewicht prüfe ich später noch, und natürlich muss ich alles noch ausgiebig testen. Herbstlich genug ist es hier jedenfalls.


    Ansonsten, bei Fragen: fragen!

    Mit Lineal und Augenmass: Stiftdurchmesser ist eher 3..3.5mm, die Aufnahmelöcher könnten knapp 4mm sein. Im Zweifelsfalle müsste man das 4mm-Schneidemesser an den Stiften etwas abfeilen. (Eine Feile gehört doch in den Werkzeugkasten für DIYer, oder?)

    Stiftabstand ca 13mm, der lässt sich aber ohne weiteres um mehrere mm zurecht biegen.


    Der Schneidetest steht aber noch aus, und darauf kommts am Ende ja an.


    Wie haltet ihr den Stoff straff genug beim Schneiden/Brennen? Zwischen den Fingern einer Hand gespannt, dann cm für cm weiter? Oder am Arbeitstisch mit Klebeband fixiert und die ganze Länge durch?


    Reicht als Unterlage dünne IKEA-Silikon-Backunterlage? Oder ein grösseres Schneidebrett? Das Glas eines Bilderrahmens wäre noch da... Dünnes Edelstahl in erforderlicher Länge hab ich grad keins, würde ich mir zulegen, sobald ich weiss, dass dies die Schneidetechnik für mich wird...

    Sah ähnlich aus wie oben benannt, wenn ich den Caliper finde, mess ich später noch mm-genau nach. Da aber eine zweite, etwas schmalere Spange (wie im Bild) dabei war, muss ich vorr. auch nicht das teure Messer kaufen. Aber das sieht man dann.

    Ein dünneres (geschliffenes) Messer könnte u.U. heisser werden als ein dickes, das muss man dann eben mit dem Ein/Ausschalter regulieren.

    Danke Hammock Fairy .

    Der von mir gewählte Stoff ist übrigens RS Nylon Innenzelt 40den, 45g/m2. Ist wohl imprägniert (rauswaschen?) aber ich hoffe dann auch, dass das idR. keine Feuchtigkeit von innen sammelt, aber das gröbste an Seitenschnee usw. abhält. Und eben vor allem Wind davon, irgendwo dazwischen zu fahren.

    Mit diesen deinen Erfahrungen kann ich evtl. auch erst mal versuchen, mit den 5x1.5m des gleichen Materials auszukommen, mit etwas Stückelei für die erweiterte Breite, die ich mir (zum verbesserten Windschutz) vorstelle.

    Spätere Nachbesserungen sind bei mir ja sowieso immer erwünscht... :)