Posts by Riippumatto-Joerg

    wirkt sich das nicht aus auf die Reissfestigkeit der HM?

    Ja und nein.


    An den Stellen am Rand (oder an sich überall) gibt bei Überbelastung der Stoff zuerst nach, der für weniger Kraft ausgelegt (und dünner) ist, das ist meist der Underquilt. Bei Pattsituation. i d.R. beide. Naja und auch die Naht selbst kann robuster sein als der Stoff selber, und ihn dadurch schwächen.


    Aber selbst wenn auch an der GE-HM ein paar Nahtlöcher am Seitenrand aufgezogen werden, ist das m.M. noch nicht kritisch.

    (Bei GE-Hängematten wohl gemerkt, bei Brückenhängematten sind auch und vor allem die Ränder belastet!)


    Anders wird das, wenn man in der Nähe der gewhippten oder genähten Enden was falsch vernäht, oder bei (Quer-) Nähten, an denen die volle Last anliegt. ZB wenn man KuFa-UQs annäht und durchsteppt, muss die UQ-Lage in jeder Lastsituation "länger" oder dehnfähiger sein. Sonst entstehen Dehnungslöcher. (Selbst dann reisst eine HM nicht gleich, es sei denn, die Nähnadel hat Fasern verletzt.)


    Aber im Zweifelsfall: Probier es nicht daheim aus, es sei denn, du weisst was du tust. :)

    Naphtet : Danke für den Hinweis. Sind jetzt in Nurmes.

    Meine Frau hat den Jungs (und mir) ein Luxusmökki mit Aussenbadetrog und ordentlicher Sauna in Ruka versprochen. Aber vermutlich hänge ich dann zwischen den Terassenbalken, und ist ja nun auch wieder etwas Wärme versprochen...

    Es ist Urlaubszeit in Finnland! Also meine fast vollständige Familie und drei HM geschnappt, zur Sicherheit auch noch ein Zweimannzelt aus meinen besseren Tagen, und unser Eulen-Mobil. Sind gerade in Lappeenranta und morgen gehts Richtung Norden.

    Im folgenden Bild teste ich gerade mein Ultra-Heavy-Tarp. Wenns regnet, muss ich die HM wohl höher hängen...8o

    Das schöne: Ich habe die erste Nacht in meinem Leben in der HM auf nem echten Campingplatz verbracht! Und? Geht!

    Die Familienmitglieder krieg ich auch noch dazu, es zu probieren - tagsüber ist die Thermo-HM praktisch schon immer belegt...

    Ich hatte wie gesagt ca. 8cm lange Gummibänder an mehreren Stellen verwendet und Kordelhaken dazwischen. Die Kordelhaken kann man ggf. durch Druckknöpfe ersetzen, durch die Gummibänder hat man mehrere cm Toleranz in Längsrichtung.

    Oder eben durch Klettband an selben.


    Ich hatte auch anfangs Bedenken mit Klettband, habs dann aber mit guten Erfahrungen an den Minitüren des dünnen UL-Tarpstoffs verwendet. Man muss die Bänder halt kraftgerecht konfigurieren, scharfe Kanten abrunden usw.

    Und nicht dass das jetzt das wichtigste wäre aber auch Shug liebt Klettband! :P


    Verschmutzung sehe ich bei mir nicht als Problem, da ich HM wie UQ nicht wie robuste Dinge wie Jacken oder Schuhe einsetze. Aber ich verstehe @Treegirls beschriebene Erfahrungen. Im Hardcorebetrieb ist das ne ganz andere Sache.


    Ich habe aber noch Bedenken, dass der sehr dünne UL-UQ-Stoff in ungünstiger Verpackung mal durch die harte Häkchenseite aufgetrennt wird. Sicher unbegründet aber...

    Das scheint mir auch die perfekte Lösung zu sein, mach ich später bei meinen UQs und der Haupt-HM auch noch.


    (Selber hab ich momentan ja 8 Kordelhaken an angenähten Gummibändern an diversen Stellen, aber die Haken rutschen manchmal auch raus.)

    Hatte überlegt mit Abnähern 90° zum Tunnel zu arbeiten befürchte aber dass das zu wenig Zug nach oben generiert.

    Hauptsache, der Loft bleibt.


    Der Bogen rechts wäre sicher besser als die Ecke links (gleichmäßige Straffung)?


    Und wenn du zunächst justierbar straffende Kordeln oder Gummis an den Rändern anbringst? Und sobald du dir sicher bist, dann erst einnähen bzw. kürzen?

    und du dir mit den Nähten wieder einen Schwachpunkt in die Konstruktion holst.


    Hmm, stimmt. Sicher ein zu beachtender Punkt. Danke!


    Auch habe ich mir nachher überlegt, dass am Ende sicher die Summenelastizität entscheidet, wie komfortabel man liegt bzw. wo lokale Gewichtsbelastungen durch Dehnung ausgeglichen werden.


    Muss mich mal bilden, bei welchen (vernünftig haltbaren und bezahlbaren) Stoffen die Querdehnbarkeit zumindest die gleiche wie längs ist.


    Wenn ich mich selbst einmal für ein QHM-Projekt entschliesse(?), würde ich aber (zunächst) auch Isomatteneinschub vorsehen. Schritt für Schritt halt.


    (Bin noch auf die Kommentare von Cross Hammock gespannt...)

    Also das interessiert mich jetzt auch. So eine Querhängematte wäre schon auch noch ein schönes Projekt, allgemein zum Begreifen der Materie, anfangs.


    Zum Punkto Seile oder Stoffe: Ich habe auch was gegen verschlungene Seile beim Auspacken.


    Cross Hammock wie genau packst du deine QHM?


    Ich gehe gefühlsmäßig auch mit TreeGirl mit, dass man mit Stoff eine angenehme Liegeposition und gleichmäßige Kraftverteilung zumindest ebensogut wie mit Seilen erreichen kann, insbesondere, wenn man den Stoff nahe der Enden dehnbarer ausführt (auch deine "Zöpfe" stretchen ja etwas und verteilen die Lastspitzen).


    Aber du sprichst von Gewichtsersparnis bei Seilen? Das hast du vmtl. nachgemessen/gerechnet?


    Ein weiterer Vorteil von Seilen liegt m.E. in der einfacheren Findung der besten "Form" im Prototypen-Testliege-und-Anpass-Stadium, würdest du da mitgehen?


    Gewissermassen kann ich mir eine Konstruktion vorstellen, wo eine Querhängematte nicht wie bei dieser Idee aus zwei Hängematten mit Naht unter den Oberschenkeln ausgeführt ist, sondern aus drei (oder einer plus zwei elastischen Stoffen), wo die Nähte links und rechts vom Körper verlaufen, und der Aufhängungsstoff wie gesagt etwas elastischer ist.

    Der Stoff in dem man liegt, kann ja dann weniger dehnbar sein...


    Einen Versuch wäre es wert. TreeGirl du arbeitest sicher in Gedanken schon daran?


    Mein Bekannter hat übrigens eine Draumer (ich glaube erster Generation) und ist sehr zufrieden. Er würde sich allerdings gern die neueste Gen holen, weil da das Fussteil den Topquilt (bzw. Schlafsack) wohl etwas weniger einengen soll.

    Von den Salmiakki habe ich eins davon bekommen, von der Maitosuklaa immerhin die Hälfte und nur die Hardware durfte ich vollständig behalten. Ja, so ist das, wenn man Kinder hat.

    WAS, du hast die deinen Kindern gegeben?!!!

    Weisst du denn nicht, dass die aus Ammoniumchlorid hergestellt sind???


    (Normalerweise schickt man Salmiakki nur seinen Feinden, aber bei Mittagsfrost, dachte ich, kann ich ja mal eine Ausnahme machen...)

    Heute hab ich das Tarp noch mal ordentlich an 6 gespannten Linien aufgehängt. Alles strafft schon sehr schön.


    Aber das Gefummle mit der (dünnen) Continuous Ridgeline an den Bäumen und mit den hakeligen und trotzdem immer verrutschten Nama claws nervt mich gehörig, schon alleine das Entfitzen bevor es los gehen kann!


    Bei meinem Wintertarp hatte mir TreeGirl Stingerze und zwei vernünftig kurze Spannlinien angeraten, ich denke, dahin geht auch hier wieder die Reise. (Siehe Marktplatz)


    Die Bänder der "Blitzentfaltung" werde ich vorr. noch mit Klettverschlüssen oder Druckknöpfen versehen (und kürzen), dann gehts noch schneller (v.a. das Einrollen).

    Ok, dann mal los.


    12ft UL Hex Tarp (m. 3 BE. u. 9 TBEW) 306g

    Beutel 7g

    Ridgeline+Carabs 29g

    4 Guylines (m.Gummis) 28g

    4 H(a)eringe 56g

    --------------------------------------------------

    Komplett 424g

    Der Beutel ist wie gesagt 15x20cm, und auf dem Bild ist da alles (und etwas Luft) drin.



    Blitzentfaltung:

    Also wenn man es gaaaanz schnell löst, entfaltet sich ein Blitz!


    Aber im Ernst: die Verdröselung spart mir die Snakeskins (weniger zu trocknen und auch leichter) und ist tatsächlich im Liegen bzw. Sitzen zu öffnen.


    Noch nicht auf Fotos zu sehen: Guylines kann man über die HM-RL vorspannen, das Tarp rollt sich beim Lösen der Überkopf-Schlaufen aus (oder läuft wie ein Raffsegel an den guylines mittels der Ösen herunter). Unten hängen in meiner Vorstellung kleine Schlaufen (zB. Prusiks) zum Verhakeln falls nötig/windig. Naja, falls straffes Verspannen des Tarps aufgrund ernsten Windes/Regens nötig ist, muss man ggf. dann doch aufstehen, aber oft fängt ja alles mit leichtem Tröpfeln an... und so liegt man dann schon so ziemlich im Trocknen.


    Weitere Bilder:


    Weitere Erfahrungen:

    Als leichtes Not-Tarp bei geringer Regenwahrscheinlichkeit oder bei Gewichtspriorität gut.

    (Mein Wintertarp wiegt komplett mit Mods mehr als ein kilo!)


    Bei Wind bläht es sich aber leicht wie ein Luftballon auf, der Stoff ist halt sehr elastisch.


    Konnte heute noch nicht wirklich straff spannen (hole ich später nach).

    Alle Verstärkungen scheinen aber gut zu funktionieren, es gibt kaum Falten oder bedenkliche Verformungen.


    Wie gesagt, die Verklebungen in den vier Ecken sind sicher redundand, an den anderen Stellen würde ich sie aber genau so wieder vornehmen.


    Die Hummeln und Käfer lieben mein neues grünes Tarp!!!


    So, das wars erst mal wieder aus Finnland. Ich melde mich spätestens nach einem Realtest mit Regen wieder. Danach entscheide ich auch, ob ich die Firstnaht abdichte oder nicht...

    Ich teste noch aber ich vermute auch, dass das Kleben in den Ecken u.U. Overkill ist.


    Nahe der Verstärkungen der Ridgelines dehnt und "wölbt" sich aber auch mein "normales" Tarp recht stark und der Spannunsverlauf zur voll gespannten Ridgelinenaht scheint sehr abrupt. Da erhoffe ich mir vom Kleber hier (beim UL-Stoff) die entsprechende Extrakraftverteilung (und auch Nahtlochdichtung v. innen) dort, wo es darauf an kommt also wo die grössten Kraftspitzen auftreten. Gewicht spar ich auf den anderen m2. Wenn mir doet beizeiten Löcher aufziehen (oder schlimmeres) wärs schade.


    In den Ecken habe ich V-Grosgrains gesetzt (ist m.E. kein Gurtband), damit genug Anteil der Zugkraft auf die Säume geht. Dadurch hoffe ich funktioniert die Cat-Cut-beabsichtigte Gesamtstraffung am besten.


    Das selbe will ich auch an den Ridgelineflecken erreichen, deshalb auch "V", dort MUSS aber Kraft v.a. auch direkt auf die Ridgeline drauf (Also "\|/").


    Wie alles am Ende passt, teste ich wie gesagt später.


    Mittagsfrost : Übe dich in Geduld. Alles kommt zu dem der warten kann. 8)