Posts by RoyalHang

    Eben nicht. Ich schlafe in einer (bestimmten) 10-Fuß-Hängematte bequem. Die 11-Fuß-Hängematte ist vielleicht etwas bequemer. Bei einer 12-Fuß-Hängematte kann ich schon keinen Komfortzugewinn mehr entdecken. Müsste ich aber, wenn die Faktor-1,9-These stimmen würde.


    Wie schon weiter oben geschrieben nützt der Faktor 1,9 dem Einsteiger gar nichts, wenn er den falschen Hängewinkel, die falsche Breite oder den falschen Stoff wählt. Einem Eisteiger zum Faktor 1,9 zu raten und die anderen Kriterien zu verschweigen halte ich sogar für schädlich.

    Was für eine bestimmte ist das denn? Und was genau ist deine Körpergröße?

    Falsch aufgehängt kann man lernen. Die Breite habe ich angesprochen und den Stoff kann man nur Probeliegen - aber selbst da lässt sich mit einer richtig eingestellten Ridgeline welche die Dehnung des Stoffes einkalkuliert viel reißen wenn es sein muss.


    Schädlich? - Jetzt lassen wir mal die Kirche im Dorf :D. Wem oder was wird hier Schaden zugefügt?

    Ich schlafe wunderbar bequem in meiner Hängematte mit dem Faktor 1,64. Ist schon ziemlich weit von 1,9 entfernt, oder?

    Das schließt dieser Faktor nicht aus.


    Es wird für dich bis Körpergröße x Faktor 1,9 einen Zugewinn an Platz geben welcher danach nicht mehr unbedingt bemerkbar/ nötig ist. Ob du den Komfort & Platz brauchst, wertschätzt oder als überflüssig erachtest kann der Faktor nicht miteinbeziehen.


    Eine längere Hängematte bringt eine höher hängende, vom Kopf weiter entfernte Ridgeline mit sich welche z.B. unter einem Moskitonetz mehr Headspace liefert und gerade für Einsteiger (für die der Faktor als Anhaltspunkt ja irgendwo dient) weniger irritierend ist.


    Mit dem Faktor 1,9 ist der Sweetspot, um komfortabel in der Diagonale liegen zu können, viel einfacher für Beginner aufzuhängen weil der "Rahmen" oder in diesem Fall die Hängematte einfach größer ist.

    Betrachtet man die Hängematte von oben mit einem diagonal liegenden Nutzer so handelt es sich um eine Ellipse. Versucht man nun diese Ellipse in ihrer Breite zu weiten = diagonal zu liegen so hat man weniger Zug/ Spannung an den Außenrändern je länger die Hängematte ist. Deshalb sind "extrabreite"/ "double" [3m (10ft) x 2m] Hängematten in ihrer Breite nicht nutzbar. Der Berechnung der Breite durch Teilung der Hängemattenlänge durch den Faktor 2 würde ich so auch nicht stehen lassen.


    Körpergröße x Faktor 1,9 = Hängemattenlänge => Hängemattenlänge / 2 = Hängemattenbreite


    Ich möchte anmerken, dass alles über 1.50m zum schlafen nicht verkehrt ist und alles über 1.60m Breite bei meiner Körpergröße von 1.80m nicht benötigter Luxus war. Laut Berechnung würde aber 1.71cm benötigte Breite herauskommen. Diesen Faktor würde ich auf 2.1 abändern. (= 162,85cm Breite)

    Ich schlafe in meiner 331x150 cm Hängematte wunderbar wenn ich Sie korrekt Aufhänge...

    In der 4cm kürzeren Hängematte (327x150cm) wird es mir schon immer etwas ungemütlicher.

    Selbes gilt für die 329x160cm Hängematte welche einfach weniger Platz bietet als

    meine 341x160 Hängematte. Keinen Zugewinn an Komfort erhalte ich dann in

    meiner 349x160, 355x160cm, 361x160cm, 366cmx160 oder 388x160cm Hängematte.


    Schlafen kann ich dennoch in allen. Und das auch noch gut. Und dennoch ist meine 341x160cm Hängematte mein Liebling.


    Ich habe eine 160cmx220cm Matratze (H4). Das wäre für mich adäquat den Faktor 1,9 in der Hängematte repräsentierend.

    180cm war mir zu groß, 140cm zu klein. Das heißt aber nicht, dass man nicht bequem und super auch auf einer 90cm breiten Matratze schlafen kann. Überlänge müsste auch nicht sein.


    Für mich dient der Faktor 1,9 zur Berechnung der maximal benötigten, sinnvollen Länge.

    Das mit dem Faktor 1,9 ist eine These von Waldläufer70, die von anderen Hängern durchaus kritisch gesehen wird. Ich halte nichts davon, sie in dieser Absolutheit zu propagieren. Vielmehr spielen auch andere Faktoren wie Hängewinkel und Stoffdehnung eine wichtige Rolle.

    Ich kann diese These aus eigenen Versuchen bestätigen... Ab dem Faktor 1,9 wurden die Hängematten zwar länger aber nicht mehr unbedingt bequemer. Die Breite war stets 150-165cm. Was siehst du daran kritisch, als Grundlage den Faktor 1,9 zu verwenden?

    Moin Olaf,


    direkt vorneweg - deine Körpergröße, Budget sowie Ausruhzeiten (Länge und Tageszeit) sind für die Beantwortung deiner Fragen von Relevanz.


    Wenn du tagsüber in der Sonne powernapen oder ein Verdauungsschläfen einlegen möchtest brauchst du keine Isolation/ Top-Quilt (Schlafsack ohne Unterseite = Decke) oder Underquilt (Schlafsack ohne Oberseite welcher unter deiner Hängematte hängt).

    Alsbald es aber unter 25/20°C (ohne Sonne und je nach persönlichem Empfinden) sind kann es in der Hängematte liegend schon mal kalt werden von unten.

    Zu meinen Fragen. ich verfolge die Themen schon eine Weile, las viel über Hängematten und 5-fache Sicherheit bei den Befestigungen. Beim Tentsile sind die Gurte auch nur sehr dünn, halten aber sicherlich. Gerade beim Una Gen3 müssen 120kg gehalten werden, obwohl je weniger die Gurte durchhängen ja umso mehr Kraft ausgeübt wird, die sind ja regelrecht mit Ratsche gespannt. Dafür aber eben an drei Punkten. Das Stingray hält sogar 400kg aus, das Flite+ 250.

    Ich verweise gerne auf die Rope Rigging Academy, welche die auftretende Kräfte gut erklärt.

    Zen Ultralight von Bushman hat 15D

    "Die Hängematte ULTRALIGHT ZEN ist der leichteste 3m x 1.45m Hängematte auf dem Markt. Sie Wiegt nur 150g – so viel wie ein Päckchen Chips!!!" 69,99€


    -> Wenn du die Hängemattenlänge 3m durch den Faktor 1,9 dividierst erhälst du 1,58m als ideale Körpergröße für die Hängematte. Umgekehrt deine Körpergröße mit dem Faktor 1,9 multiplizert ergibt die Hängemattenlänge welche du für einen komfortablen Schlaf begrüßen wirst. Oder UL heißt oftmals einfach nur wenig.


    Kann man sich in einer Hängematte ebenfalls seitlich legen wie im Baumzelt

    Anders, aber man kann auf der Seite schlafen, ja.

    Gibt es eine Alternative, eine Hängematte mit Moskitonetz?

    Mosquitonetz à la Fronkey-Style würde dir denke ich am besten aufs Bike passen. Kannst du immer optional mitnehmen oder Zuhause lassen. Spart Gewicht und Volumen.

    Ein Tarp würde ich mir auch anschaffen, auch wenn ich bei der Reise sicher ohne unterwegs sein werde, ich wollte mich nur paar Stunden in die Hängematte zum Ausruhen legen oder den Strand dafür nutzen. Benötige ich bei einer Hängematte noch andere Seile/Gurte? Ich wiege 72kg, bei der Bushman sind 2 3m Seile dabei.

    In diesem Thread kannst du nachlesen was du an Seilen & Gurten benötigst und tatsächlich auch verwendet wird.

    Und hängt man da sehr durch oder kann man das Ganze straff spannen? Hat hier jemand den Vergleich vom Tentsile zur Hängematte?

    Eine Hängematte wird signifikant anders gespannt als dein Tentsile. Bezüglich der Kräfte schau dir das Video der Rope Rigging Academy an.

    Der Stoff meiner Hängematte hat nach Datenblatt 18% Dehnung. Beim ersten Mal einlegen wird ein ordentliches Stück gedehnt (habe ich noch nicht exakt nachgemessen) und bei der weiteren Verwendung hat sie einen sehr leichten, angenehmen Stretch. Aber wirklich erstaunlich, verhältnismäßig, wenig. In Matratzen-Härte würde ich es bei H2-H3 einordnen - Ich schlafe auf H4.

    Wenn du ein Wunschgewicht sowie eine Preisvorstellung nennen würdest wäre das sehr hilfreich.


    Prinzipiell sind günstige Hersteller nicht leicht, sondern wenig. D.h. da wird einfach an Stoff oder Gurtlänge gespart.


    Amazonas Adventure-Ropes: Länge jeweils ca. 35 - 150cm [90g]

    Mein privates UL Setup: 365cm Baumgurte, 45-50cm einstellbare Whoopieslings =jeweils ca. 4m+ (+ 1x 2m Dogbone) [75g]

    Hast du dein Kopfende tiefer gehängt?


    Handy mit Wasserwaagen App (gibt's genug in sämtlichen Stores) auf die Ridgeline legen und mal bei 8-14% den Kopf tiefer hängen.

    Dann solltest du nicht mehr zur Mitte hinrutschen.

    Und was ist das für eine Chilischote, die da im Vordergrund hängt? ;)

    Mein 300g, 341x160cm Setup (Aufhängung, Ridgeline Organizer (hier nicht auf dem Bild), Whoopieslings und 365cm 1" Baumgurte inkl.)


    ...das Graue sieht aus wie ein 3T?

    Das graue ist weiß und ein 3T, korrekt. Leider nicht meines - gab es bei kleinanzeigen und ulkigerweise wohnt der Käufer bei mir um die Ecke und wir gehen nun zusammen in die Pedale treten.

    ... oder – ganz Humor-befreit: RoyalHang hat bereits schon einmal mit der Firma Lesovik unabhängig von diesem Passaround Email-Kontakt gehabt und aus dieser bestehenden Konversation einen Teil für uns herauskopiert und hier eingefügt.


    Kläre er uns auf, bevor wir uns in die wildesten Hypothesen versteigen ;-)

    Ob ihr wirklich richtig steht seht ihr wenn das Licht angeht. Das war die Antwort von Lesovik auf die Frage welcher Stoff verwendet wird.

    Der Stoff ist sehr ähnlich. Es gab die Vermutung, dass er aus derselben Fabrik stammt.

    Quote from Lesovik auf Anfrage

    Wir verwenden 70D Ripstop-Nylon 6.6 (Polyamid), nicht kalandriert, nicht beschichtet, atmungsaktiv, 65 g/m2. Genau dieses Gewebe wird hauptsächlich von verschiedenen europäischen Streitkräften verwendet, da wir von einem militärischen Auftragnehmer kaufen. Das Gewebe erfüllt die höchsten Leistungsanforderungen für den unvorsichtigen professionellen Einsatz.

    In den letzten 7 Jahren gab es bei uns nie eine Reklamation wegen der Qualität, Integrität, Leistung oder sonstiger stoffbezogener Aspekte.

    Diesen Stoff würde ich keinesfalls empfehlen. Sehr lose gewoben und wirkt entsprechend billig. Vermutlich wäre dir der auch zu dehnbar. Aber vor allem ist der Stoff nur rund 120cm breit, also viel zu schmal.


    Ich würde diesen Stoff empfehlen (...)

    Vollkommen richtig! Ich hatte die Breite nicht beachtet - lediglich den Preis. Die 8-10€ mehr tun aber auch nicht weh.


    Was wir bisher auch völlig vergessen haben wäre die Aufhängung - hast du da schon Baumgurte oder mit was hast du deine billig-Hängematte befestigt? Hast du kein Problem damit den ein oder anderen Knoten zu lernen?

    Für 250€ kaufst du ein Setup was du nach sehr kurzer Zeit austauschen wirst und weitere 500€ investieren möchtest.


    Für 250€ bekommst du aber auch ne ganze Menge Stoff und Garn zum selber machen:

    Deine Hängematte sollte 190cm x (Faktor) 1,9 lang sein = 361cm (eine Standardgröße wären hier wohl 12ft = 366cm)


    Du könntest dir somit einfach Mal 4m hiervon bestellen. (4 x 3,40€ = 13,60€). Weils nicht weh tut könnten es auch 4,5-5m sein und du sparst dir das Nähen erst einmal komplett und machst ein sogenanntes Whipping.


    Mosquitonetz à la Fronkey-Style genäht. In der Hängemattenlänge wird das eh schwierig eines käuflich zu erwerben. Ich würde schätzen so 7m brauchst du davon schon. (7 x 3,80€ = 26,60€)


    Für das Tarp empfehle ich dir Tyvek welches etwa wie Jurtenstoff funktioniert. Ist von innen bei Druck nass aber hält den Regen von dir fern. Außerdem kannst du das einfach zusammenkleben und schon hast du ein Tarp. Um deine Hängematte wirklich zu überspannen brauchst du ein 12-12,5ft langes Tarp. Gehen wir von letzterem aus brauchst du ca. 3,80m x 2 = 7,6m (x 4,90€ = 37,24€)


    Jetzt noch eine gute Rolle garn dazu: 8-10€


    Das Klebeband was du dafür benötigst: 7-14€ je nachdem ob du mehrere Reihen ziehst oder dir ein dickes Band holst.


    Als Tarpabspannung holst du dir wohl am besten 2mm Mauerschnur sowie ITW Tactical Toggles von ITW-Nexus (unter 1€/ Stück)


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    Pi x Daumen hast du jetzt schon ca. 125€ (alles das teuerste gerechnet) sowie mindestens 20 Stunden deiner Zeit aufgebracht. Es fehlt aber noch der Underquilt... wenn der nicht schwer sein soll und irgendwo aufs Rad passen wird es jetzt wirklich schwierigk.


    Bei dem von dir gezeigten Underquilt siehst du direkt am Kopf und am Fußende dieses riesen Loch. Wärme steigt nach oben - der taugt nicht wirklich...