„Hängematte? Geht gar nicht!“
So habe ich reichlich unreflektiert das Thema Hängematte für eine ernsthafte gedankliche Auseinandersetzung lange Zeit einfach nicht stattfinden lassen.
Dann war ich mit einem Kumpel für einen Overnighter im Schwarzwald und die eingeplante Hütte war wider Erwarten (mäßiges Wetter, kalt) besetzt. Möglicherweise hätten wir uns dazugesellt, doch die romantische Zweisamkeit des jungverliebten Paares wollten wir nicht auf dem Gewissen haben. Also bei einbrechender Dunkelheit Stirnlampen auf und lange rumgeirrt auf der Suche nach einem geeigneten Ausweichquartier. Alles uneben und vermeintlich unbequem. Nach über zwei Stunden haben wir eine andere Hütte gefunden, eher zweckmäßig als nett.
Am nächsten Abend erzählt mir meine Frau von einer Freundin, die bei einem zufälligen Treffen von ihrer neuen Hängematte berichtet hatte und obwohl meine Frau der Meinung ist, ich hätte sowieso schon viel zu viel Outdoor-Equipment (stimmt ja, aber kann man je zu viel haben?), provozierte sie mich mit der Frage: Na, wäre das nicht auch was für Dich?“. Das Samenkorn war gesetzt und begann zu gedeihen. „Wäre das gestern nicht im Schwarzwald eine gute Option gewesen? Bäume soweit man schaut und der Untergrund ist ja auch nicht entscheidend, ….“
Es folgte viel Recherche, auch hier bei Euch im Forum, und mir erschloss sich die unbekannte Welt der Hängematten. Wahnsinnig spannend!
Mittlerweile habe ich meine erste MYOG-Hängematte fertiggestellt (werde sie bald in einem weiteren Artikel vorstellen) und freue mich sehr, nach Beendigung der Ausgangssperre, auf den ersten Overnighter mit Hängematte.
Seid alle lieb gegrüßt
Lepmeh
(50+, Gernewanderer/Gernedraussenschläfer mit Hang zum Ultralight)
(Stubenhocker, Frechheit)