Wie packt ihr eure Quilts?

In einem der letzten großen Datenlecks waren wohl auch Accounts von Foren, in denen einige von euch Mitglied sind, enthalten. Das Hängemattenforum selbst ist nicht betroffen, jedoch solltet ihr gegebenenfalls eure Passwörter ändern und 2-Faktor-Authentfikation einschalten.

Fragen könnt ihr gerne in diesem Thread stellen. Dort findet ihr auch weiterführende Links.

  • Verwendest du den Packsack, der zusammen mit dem Top Quilt / Underquilt / Schlafsack geliefert wurde? 30

    1. Ja, der Packsack ist perfekt. (10) 33%
    2. Nein, der Packsack ist mir zu klein. (8) 27%
    3. Nein, der Packsack ist mir zu schwer. (5) 17%
    4. Nein, der Packsack ist zu unpraktisch. (8) 27%
    5. Nein, ich habe eine viel bessere Packlösung. (6) 20%

    Ich stelle immer wieder fest, dass ich meine Quilts nie im mitgelieferten Packsack transportiere. Alle Packsäcke die mit meinen Quilts (oder Schlafsäcken) kamen, waren bzw. sind mir zu klein. Wenn der Quilt eingepackt ist, habe ich immer eine pralle Wurst, die sich nicht platzsparend im Rucksack unterbringen lässt. Deshalb habe ich einen XXXL Packsack, der ins Schlafsackfach meines Rucksacks kommt, und in den ich meine komplette Daunenausrüstung stopfe.


    Benutzt ihr die mitgelieferten Packsäcke? Wenn nicht, warum und was verwendet ihr stattdessen?

  • In der Regel stopfe ich jeden Quilt in einen grossen wasserdichten Packsack, drücke einen Grossteil der Luft raus und stecke das unförmige Gebilde dann unten in den Rucksack, wo es den Platz ideal ausfüllt. Wenn ich sicher bin, dass ich keinen Regen zu erwarten habe, stopfe ich die Quilts manchmal sogar einfach lose unten in den Rucksack. Das kommt bisweilen bei einer einzelnen Übernachtung vor.


    PS: Wenn ich mit dem Zelt unterwegs bin, verwende ich als Packsack den Beutel, mit dem ich die Isomatte aufblasen kann.

  • Juristenantwort: Es kommt auf den Einzelfall an. :P


    Wenn ich den großen 50-Liter-Rucksack verwende und außer der Hängematte noch Kleidung mit reinkommt, trifft Antwort 1 zu (Packsack ist perfekt). Hohlräume im Rucksack werden durch die Kleidung ausgefüllt.


    Bei meinem Daunentopquilt von Cumulus ist mir der Packsack zu klein (Antwort 2). Der Quilt läßt sich zwar noch gerade so reinzwängen, aber ob sich die Daunen in der harten Kugel wohlfühlen? Bei den anderen Quilts passen die Packsäcke eigentlich.


    Antwort 3 kann ich verneinen. Ausrüstung mit schwerem Packsack besitze ich nicht. Mehr als 20-30 g wiegen die Dinger doch nicht. Oder bin ich nur ein schlechter ULer? Na ja, gewichtsoptimiert habe ich Packsäcke schon. Durch den Austausch des Kordelstoppers durch einen kleineren und die Verwendung dünnerer Schnur habe ich immerhin 2 g (in Worten: zwei tausend Milligramm!!!) eingespart.


    Ja, manchmal ist der Packsack zu unpraktisch (Antwort 4). Bin ich mit einem kleinen Rucksack unterwegs, packe ich den Quilt ohne Packsack in den Rucksack. Damit vermeide ich ungenutzte Ecken, wie sie bei Bestückung mit mehreren unnachgiebigen Gegenständen entstehen.


    Teilweise verwende ich auch eine viel bessere Packlösung (Antwort 5), zum Beispiel Snakeskins für Hängematte und Quilts und eventuell Tarp oder Hängematte, Kopfkissen, Trinkflasche und Quilts ins Tarp eingewickelt und mit der Aufhängung verschnürt. Die Baumgurte ergeben prima „Rucksack“schultergurte.


    Wie schon gesagt: Es kommt darauf an.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Also ich nehme seit Jahren für das ganze Schlafsetup keinerlei Packsäcke mehr, sondern nur einen großen, stabilen Müllsack als Rucksack-Liner. Da stopf ich alles rein, drück die Luft raus und roll das obere Ende ein. Das klappt sehr gut, füllt den Rucksack optimal aus, spart Gewicht und alles ist gut vor Feuchtigkeit geschützt.

    Oben drauf komm en dann Tarp, Kochset und Essen in Netzbeuteln, die dürfen ja nass werden. Elektronik und anderen Kleingrusch, die trocken bleiben sollen, hab ich in Plastiktüten (Gefrierbeutel).

  • In der Regel stopfe ich jeden Quilt in einen grossen wasserdichten Packsack, drücke einen Grossteil der Luft raus und stecke das unförmige Gebilde dann unten in den Rucksack, wo es den Platz ideal ausfüllt. Wenn ich sicher bin, dass ich keinen Regen zu erwarten habe, stopfe ich die Quilts manchmal sogar einfach lose unten in den Rucksack. Das kommt bisweilen bei einer einzelnen Übernachtung vor.

    Exakt meine vorgehensweise. Habe nen wasserfesten Kompressionssack von granite gear, zumindest das Winterequipment füllt darin unten den Rucksack ziemlich perfekt aus.

  • Bei meinem Daunentopquilt von Cumulus ist mir der Packsack zu klein (Antwort 2). Der Quilt läßt sich zwar noch gerade so reinzwängen, aber ob sich die Daunen in der harten Kugel wohlfühlen? Bei den anderen Quilts passen die Packsäcke eigentlich.

    Die Packsäcke von Cumulus sind ne Frechheit. Das einzige was ich je bei Cumulus zu bemängeln hatte...

  • Ich verwende ebenfalls einen xxl Drybag, der kommt zu allererst ganz unten in meinen Rucksack rein (hat kein extra Fach) und dann stopfe ich TQ, UQ und zuletzt die Hängematte da rein. Das füllt schön alle Ecken aus und ich muss die Daune nicht extrem komprimieren.

  • Ich hab jetzt auch angefangen die Packsäcke für die Quilts wegzulassen und einfach so in den Rucksack zu stopfen.

    Das gefällt mir richtig gut. Mit einem riesigen Müllbeutel als Liner für Regenwetter werde ich auch mal probieren.


    Ihr habt alle wirklich tolle Ideen und Ich konnte hier schon super viel lernen und direkt umsetzen,

  • Ich hab einen Luftpostsack, da kommt die Isolierung und das Nackenkissen locker rein. Und das dann unten in den Rucksack. Ins Schlafsackfach kommen bei mir eher nicht so fluffige Dinge wie Tarp, Schnurbeutel, Hängematte.... also was etwas wiegt und etwas dämpft. Der Luftpostsack ist stabil, luftdurchlässig und stylisch stylisch :)

    Wenn ich mehr Gepäck mitzunehmen habe nutze ich die Kompressionssäcke, aber nur wenn das sein muss.


    Wenn ich mit dem Kajak unterwegs bin kommen alle Teile einzeln in wasserdichte Rollsäcke. Bei den kleinen Luken beim Nordkapp muss ich Quilt und co. sogar im Schapp in den Beutel fummeln ?( Aber es sieht ganz so aus als wenn noch ein Etain dazu kommt, dann ist das auch egal. (hehe, nein, gibt keinen Stress mit der Frau, die fährt selber unter anderem ein Etain)


    Gruß Thomas

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

  • Schlafsacksackfach 0_o

    Gängige UL-Praxis: Als letztes in den Rucksack stopfen, in dem ggf. ein Rucksackliner steckt. Mit irgendwas muss man den riesigen 30l Sack ja ausfüllen...

    Naja, ich stopfe den lieber als erstes rein. Ich finde, der Rucksack trägt sich deutlich besser, wenn die schweren Sachen möglichst weit oben und nahe am Rücken eingepackt werden. Zudem benötige ich die Quilts tagsüber ja nicht. Zuunterst eingepackt tragen sie dazu bei, dass die grossen Lasten möglichst weit oben zu liegen kommen.


    Allfällige Trinkblasen lege ich am liebsten mit der Öffnung nach unten zuoberst rückennah quer in den Rucksack: Die Last ist weit oben und ich muss am Schlauch kaum saugen, damit Wasser kommt. – Meistens verwende ich aber Flaschen: Die vollen stecke ich rückennah zuoberst in den Rucksack, die leeren rückenfern, damit sie den Rest rückennah zu halten helfen.

  • Ich nutze seit mehreren Jahren erfolgreich die Exped Telecompression Bags. Die Bags kommen mit Kompressionsriemen und einem Ventil um die Luft herauszulassen. Das ist nötig, da die Säcke wasserdicht sind und Luft nur über das Ventil entweichen kann.


    Die habe ich in verschiedenen Grössen für jeweils die Winter, Mitt-Perioden und Sommerausrüstung. In den Kleinsten packe ich in der Reihenfolge von unten nach oben zuerst den 3/4 Underquilt (40F Phoenix), den 40F Topquilt RevelationX und dann die Dreamhammock Thunderbird Hängematte. So habe ich alles parat für den Aufbau in der Reihenfolge. Passt auch für den Ridgerunner - ohne Stangen natürlich...


    Hier ein Grössenvergleich (links das Warbonnet Superfly Tarp zusammen mit den Baumgurten):


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    In den Exped mittlerer Grösse passt mein 20F Incubator und 20F RevelationX mit der Thunderbird Hängematte. Und wie zu erwarten im grossen Modell die 0F Ausrüstung.


    Exped muss ich im übrigen bei dieser Gelegenheit ein grosses Kompliment aussprechen : die haben eine 5-Jahres Garantie auf die Säcke und ich habe Ende 2019 einen Sack zur Reparatur gegeben : das geklebte Ventil hat sich von der Sackwand gelöst, die 5 Jahresgrenze war um ein paar Monate verpasst. Der Sack wurde problemlos ausgetauscht.

  • Naja, ich stopfe den lieber als erstes rein. Ich finde, der Rucksack trägt sich deutlich besser, wenn die schweren Sachen möglichst weit oben und nahe am Rücken eingepackt werden. Zudem benötige ich die Quilts tagsüber ja nicht. Zuunterst eingepackt tragen sie dazu bei, dass die grossen Lasten möglichst weit oben zu liegen kommen.


    Allfällige Trinkblasen lege ich am liebsten mit der Öffnung nach unten zuoberst rückennah quer in den Rucksack: Die Last ist weit oben und ich muss am Schlauch kaum saugen, damit Wasser kommt. – Meistens verwende ich aber Flaschen: Die vollen stecke ich rückennah zuoberst in den Rucksack, die leeren rückenfern, damit sie den Rest rückennah zu halten helfen.

    Kannst Du halt die Lücken der ganzen harten Gegenstände nicht mit füllen, die sonst leer blieben und den Rucksack prall machen, um die Steifigkeit herzustellen. Klappern tut's dann u.U. auch noch. (wir reden natürlich nicht von Rucksäcken mit Tragegestell, die leer mehr wiegen als so manches baseweight).


    Mein schwerster Gegenstand wäre sogar der Quilt, Aber natürlich kämen andere schwere Gegenstände auch nach oben, bzw. mittig und nah an Körper. Davon hält der Quilt nicht ab.


    Der Quilt wird in Pausen eh gelüftet zum durchtrocknen und dauerhaft Loft erhalten auf längeren Touren.


    Trinkblasen sind eh kein Thema, da zu schwer, Flaschen kommen nach außen, seitlich und vorne. Genauso wie Snacks und Klamotten für den Tag.


    Ob ich, wenn ich Wasser innen transportieren würde, das in einer dünnhäutigen Blase zuoberst auf die hatten Gegenstände und den Schlafsack nach unten packen würde...Ablauflöcher nicht vergessen ;)

  • Flaschen kommen nach außen, seitlich und vorne

    Ich habe immer zwei Flaschen aussen in den Seitentaschen (sofern vorhanden). Wenn ich aber auf grösseren Touren mit Flaschen arbeite, habe ich immer ein paar im Rucksack (wie oben beschrieben), v.a. gegen Abend, wenn ich nicht sicher bin, ob ich noch ausreichend Trinkwasser für die Übernachtung finde. – Aber das hat eigentlich nichts mehr mit der Frage, um die es hier geht, zu tun...


    Wenn ich den Quilt stark komprimieren würde, so würde er zu einem «schweren» Gegenstand (einem mit grosser Dichte) und den würde ich möglichst weit oben verstauen. Da ich ihn aber eher lose einpacke, ist die Dichte gering, und somit kommt er bei mir eben möglichst weit unten in den Rucksack. Entscheidend für die Frage, ob ich etwas unten oder weiter oben verstaue, ist für mich die Dichte des Gegenstands im verpackten Zustand, nicht das absolute Gewicht; denn dieses sagt nichts über die Gewichtsverteilung im fertig gepackten Rucksack aus. – Dies meine Gedanken zur Platzierung der Quilts im Rucksack ganz unten.


    PS: Die Möglichkeit, den Quilt tagsüber trocknen zu können, ohne alles auspacken zu müssen, sehe ich auch als Vorteil. Auf meinen bisherigen Touren (Schweiz, Frankreich, Schottland) hatte ich aber diese Möglichkeit bisher nicht vermisst: Der Quilt erschien mir nie unangenehm feucht zu sein. Sollte das mal nötig werden, dann würde ich wohl auch umdisponieren.

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