Posts by dawoidler

In einem der letzten großen Datenlecks waren wohl auch Accounts von Foren, in denen einige von euch Mitglied sind, enthalten. Das Hängemattenforum selbst ist nicht betroffen, jedoch solltet ihr gegebenenfalls eure Passwörter ändern und 2-Faktor-Authentfikation einschalten.

Fragen könnt ihr gerne in diesem Thread stellen. Dort findet ihr auch weiterführende Links.


    Ich habe mir heute nach der Idee von Mittagsfrost aus einem 20cm Amsteel Reststück einen Mini-Dogbone gespleisst.

    Ich hab sogar einen Karabiner gefunden der durch die winzigen Augen gepasst hat.

    Die Praktikabilität ist in Frage zu stellen. Jedenfalls fällt mir keine sinnvolle Verwendung dafür ein.

    Es ist aber trotzdem ein witziges Projekt wie ich finde.

    Wie genau nutzt du denn die Evo-Loops an der Hängematte. VIelleicht kannst du das mal mit ein, zwei Fotos illustrieren. Es gibt ja ganz viele Möglichkeiten, diese Schlaufen zu verwenden.

    Leider habe ich (noch) keine Hängematten-Armada und nutze deshalb zuhause die Gleiche wie unterwegs.

    Bis jetzt habe ich die HM-Enden immer mit einem Dogbone bzw. CL gerafft und mit einem Karabiner aufgehängt.

    Nun habe ich mir meine ersten Evo-Loops hergestellt (der erste war seeehr schwer, der zweite ging leicht).


    Gerne würde ich die CLs durch Evo-Loops ersetzen um unterwegs die Verbindung zur Whoopie-Sling ohne Karabiner zu ermöglichen.

    Allerdings würde ich es zuhause (genau wie Naphtet ) weiterhin mit Karabinern machen.

    Danke für eure Antworten.


    Die Frage war zwar eigentlich nicht:"Kann ich einen Wookie so wie er ist als isolierte UL-Hängematte verwenden" oder "ist eine Hängematte aus einem 20D Stoff im UL-Gebiet sinnvoll?" sondern genau die Kombination von beiden.

    Sozusagen als "isolierte Double-Layer-Matte" aus einem leichten 20D Stoff.

    Oft liest man ja auch hier von den Wookie-JüngernInnen dass der Wookie um gut zu funktionieren ganz eng anliegen muss bzw. straff gespannt sein sollte.

    Daher die Idee ob in diesem Fall ein sehr dünner Stoff doch möglich ist.


    Aber ich interpretiere es jetzt mal so, dass weder das eine, noch das andere, noch die Kombination sinnvoll ist. :thumbup:

    Ist die Last jedoch zu groß, geht irgendwas kaputt. Das willst Du sicher nicht.

    Der Wookie ist doch auch nur eine isolierte Hängematte aus einem 20D Stoff.

    Theoretisch sollte eine 20D Hängematte als UL-Matte mit ein paar Einbußen bei der Bequemlichkeit ja auch solo funktionieren bei richtiger Verwendung.

    Dann sollte die Kombination doch theoretisch sehr gut funktionieren und der Wookie (theoretisch) einen merkbaren Anteil der Last übernehmen können sodass eine " isolierte doppellagige HM" entsteht die sich weniger dehnt.

    Macht es für die Förster einen Unterschied, ob ich ein Biwak aufbaue oder eine Hängematte verwende?

    Ein Biwak sieht für mich zumindest "harmloser" aus...

    Als quasi-Förster muss ich hier auch ein wenig Senf da lassen:


    Dem Förster wird es in der Regelvermutlich egal sein, ob du in einer Hängematte, Biwaksack, Zelt oder nackert auf dem Boden schläfst. Vielmehr wird es um den Gesamteindruck des "Lagers" gehen.

    Das bedeutet: Müll, Feuerstellen (gehen i.d.R. gar nicht), evtl. Schäden an der Vegetation, Trekking vs. Camping vs. Bushcraft...

    Bleibst du dort mehrere Tage stationär, oder haust du sofort wieder in der Früh ab.



    Für die ganz Interessierten - Rein Rechtlich schaut die Sache so aus:

    § 59 BNatSchG
    Betreten der freien Landschaft

    (1) Das Betreten der freien Landschaft auf Straßen und Wegen sowie auf ungenutzten Grundflächen zum Zweck der Erholung ist allen gestattet (allgemeiner Grundsatz).

    § 14 BWaldG Betreten des Waldes

    (1) Das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung ist gestattet. Das Radfahren, das Fahren mit Krankenfahrstühlen und das Reiten im Walde ist nur auf Straßen und Wegen gestattet. Die Benutzung geschieht auf eigene Gefahr. Dies gilt insbesondere für waldtypische Gefahren.


    Im den Landeswaldgesetzen geht es dann weiter.

    Wir gehen das mal am Beispiel Bayern durch.

    Art. 13BayWaldG Betreten des Waldes

    (1) 1Das Betreten des Waldes zum Zweck des Genusses der Naturschönheiten und zur Erholung ist jedermann unentgeltlich gestattet. 2Die Ausübung dieses Rechts wird nach Maßgabe der Vorschriften des V. Abschnittes des Bayerischen Naturschutzgesetzes (BayNatSchG) gewährleistet. 3Weitergehende Rechte auf Grund anderer Rechtsvorschriften bleiben unberührt. (2) 1Die Ausübung des Rechts nach Abs. 1 erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr. 2Vorbehaltlich anderer Rechtsvorschriften werden dadurch besondere Sorgfalts- oder Verkehrssicherungspflichten der betroffenen Grundeigentümer oder sonstiger Berechtigter nicht begründet. (3) 1Das Radfahren, das Fahren mit Krankenfahrstühlen und das Reiten ist im Wald nur auf Straßen und geeigneten Wegen zulässig. 2Die Vorschriften des Straßen- und Wegerechts und des Straßenverkehrsrechts bleiben unberührt.

    Abschnitt V BayNatSchG:

    https://www.gesetze-bayern.de/…Document/BayVwV97443/true


    Weiter geht es dann ab Art. 21 BayNatSchG

    http://www.lexsoft.de/cgi-bin/…ighting=off&xid=168031,37

    Alles zusammen, Hängematte, Quilts (beide), trockene Klamotten, Socke und Aufhängung. Das Tarp bleibt separat. Der Rest passt in einen wasserdichten 10l Packsack.

    Lässt du dabei deinen Underquilt an der Hängematte oder packst du sie getrennt-zusammen?

    Ferner würde ich mich freuen, wenn es im Münchner Norden gleichgesinnte gäbe, mit denen man sich austauschen kann. :-)

    Servus,

    bin auch Münchner und AmazonasUQ Pilot - allerdings mit großer DIY-Matte. Mit ein paar Spielereien funktioniert er eig. ganz gut.

    Ich kann ja meine Erkenntnisse mal zusammenfassen und hier irgendwo hinschreiben. Aber nicht jetzt sofort. Ich bin ja grad schwer in der Prüfungsvorbereitung ;).


    grobinger hast du einen Wookie? Würde gerne mal einen probeliegen.

    In Deutschland gibt es den § 59 BNatSchG der das Betreten der freien Landschaft zum Zwecke der Erholung erlaubt.

    Das Konzept zu erfragen was jemand dafür bezahlen würde ist lediglich dafür da herauszufinden was es theoretisch wert ist. Außerdem kann man dann die einzelnen Ökosystemfunktionen vergleichen und manche in speziellen Gebieten priorisieren.

    Der finanzielle Wert mag dem ein oder anderen dafür nicht geeignet erscheinen, ist aber in manchen Fällen ein legitimes Mittel.

    Auch wenn diese Eintrittskarten vermutlich nicht kommen werden, finde ich es interessant, dass viele Leute theoretisch einiges bezahlen würden um weiter die Erholungsfunktion zu nutzen. Wie das in der Realität ausschauen würde, wenn es tatsächlich etwas kosten würde, ist natürlich wieder ein anderes Thema.

    Es gibt in den Forstwissenschaften ein Konzept namens "Ökosystemdienstleistungen".

    Es ist hauptsächlich dazu da, die Leistungen des Waldes/der Landschaft zu bewerten welche im Normalfall kein Geld bringen (z.B. Luftreinigung, Trinkwasserbereitstellung, Biodiversität, Erosionsschutz, Schutzwald etc.)

    Und eben ein ganz wichtiger Teil dabei ist, die Erholungsnutzung. Eine Methode den Wert dieser Nutzung zu bestimmen ist die sogenannte "willingness-to-pay-Methode". Dabei werden zum Beispiel Waldbesucher befragt, wie viel sie für ihr Waldbesuchsrecht bezahlen würden. Interessanterweise kommen dabei immer irrsinnig hohe Werte dabei heraus welche die Werte der Produktionsdienstleistung (Holzbereitstellung) meilenweit in den Schatten stellen.

    Und genau diese hohen Werte verzerren dann oft das Ergebnis, wenn man kalkulieren will, was der Wald "wirklich" wert ist bzw. was alle Leistungen des Waldes gemeinsam wert sind auch wenn diese nicht bezahlt werden.

    Eine Frage die mich schon lang brennend interessiert:


    Wie geht ihr mit relativ hoher Bodenvegetation (Hängehöhe) um?

    Ich sehe dreieinhalb Möglichkeiten: Ausweichen (anderen Platz suchen), Ertragen, Entfernen oder - alles bloß das nicht - Heimgehen.


    Welcher Typ seit ihr?

    Und was macht ihr wenn eure Standardstrategie aus irgendwelchen Gründen nicht möglich ist.

    In den Berliner Forsten legen die Forstarbeiter übrigens tote Äste und Stämme quer über den Waldboden, wenn sie mit dem "Erntemaschinenmonster" durch die Rückegasse fahren, um die Verdichtung der Böden an diesen Stellen zu reduzieren. Das ist vermutlich vergleichbar mit den Reisigmatten, die dawoidler bereits erwähnte, und es erinnert mich an die Technik beim Tarpspannen, mit senkrechten Stöckchen zwischen Ridgeline und Baumrinde den Druck besser zu verteilen und diese dadurch zu schützen.

    Fast richtig.

    Das Astwerk und Kronenmaterial wird selten aktiv auf die Rückegasse gelegt. Ferner greift der Harvester einen Baum im Bestand, fällt diesen, und zieht ihn dann auf die RG wo er dann auch mit dem Harvesteraggregat entastet wird. Das Kronenmaterial fällt somit direkt auf die RG.
    Ein guter Harvesterfahrer richtet sich den entstandenen Reisighaufen in einem Extra-Arbeitsschritt nach dem Aufarbeiten des Baumes nochmal richtig, dass eine gute Reisigmatte entsteht.

    Dieser Vorgang ist nicht auf Berlin beschränkt, sondern Standard in der mechanisierten Nadelholzernte (in Deutschland).

    Im Laubholz, im Gebirge und anderen Ländern (wo oft Vollbaumnutzung betrieben wird), sieht die Sache etwas anders aus, aber das ist ein anderes Thema.


    Diese Reisigmatten haben übrigens auch Nachteile: die Nährstoffe (Calzium, Magnesium, Kalium, Phosphat, Stickstoff, Schwefel, Mangan...) welche für Baumwachstum essentiell sind, und hauptsächlich in dem Kronenmaterial und der Rinde drinstecken, liegen somit auf der Rückegasse, wo aber keine Bäume stehen.

    Es ist somit ein kleiner Trade-Off zwischen einer Nährstoffverschiebung (diese relativiert sich natürlich wieder ein klein wenig über den Niederschlag und das Wurzelwerk der an der RG stehenden Bäume) und massiver Bodenbeschädigung.

    Gibt es aus forstwirtschaftlicher Sicht allenfalls noch etwas zur Gefahr, von herabfallenden Ästen getroffen zu werden, zu sagen? (siehe unsere Gedanken und Vermutungen oben)

    Da gibt es eigentlich auch nur den normalen Menschenverstand:

    Nicht im Bereich von stehendem Totholz lagern.

    Ein Blick nach oben, ob abgestorbene Äste über einem hängen.

    Bei starkem Wind den Wald verlassen.


    Eine SEHR theoretische Betrachtung des Themas hat dieser Kollege mal gemacht:

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    Dass Risiko als Wanderer ist sehr gering. Als Hänger vermutlich ein klein wenig erhöht. (Direkte Interaktion mit dem Baum)

    Kommt aber lang nicht an das Risiko des Waldarbeiters heran. Deswegen tragen diese auch Helme. Diese sind in keinster Weise dazu da den ganzen Baum, der umfällt aufhalten zu können ;), sondern sollen vor herabfallenden Ästen und Zweigen bei der Holzernte schützen.

    Ich mache niemandem Vorwürfe, der den Herrn Wohlleben gut findet.

    Oft geht es um sehr komplexe Themen die ein Laie gar nicht im Detail wissen kann und wo die Wissenschaft noch gar nicht fertig geforscht hat.

    Das Positive: Er schafft Aufmerksamkeit für die Umwelt. Leider greift er meist die falschen Leute an.

    In Zukunft muss der Forstbereich im Allgemeinen einfach viel bessere Öffentlichkeitsarbeit leisten, und nicht jeder Betrieb nur für sich selber die eigenen "Feuer" austreten wenn man mal wieder in der lokalen Zeitung angegriffen wurde.