Gewicht sparen mit Minimalschuhen?

  • So langsam denke ich, dass ich das mit Barfußschuhen auch einmal testen sollte. Normalerweise laufe ich zu Hause (und häufig im Büro) auf Socken, bzw. im Sommer barfuß. Angeregt durch diesen Thread habe ich ein Paar Skinners-Socken bestellt, die ich soweit auch problemlos trage, ich bin mir nur nicht ganz sicher wie viel Platz ich nach vorne darin haben sollte: Passform mehr wie eine Socke oder mehr wie ein Schuh mit einem Daumen breit "Luft"? Aber um "normal" vor die Tür zu gehen hätte ich doch lieber etwas, das eher wie ein Schuh aussieht und Leguanos scheinen hier ja ziemlich gut anzukommen.

    Wenn die Geschäfte geöffnet hätten würde ich sie mir gerne hier in Aachen vor Ort ansehen und könnte auch die Größe testen, das geht ja gerade leider nicht. Je nach Schuh trage ich 43/44 mit eher breitem Fuß. Online finde ich bei Leguano nur Angaben zu den Längen der Schuhe, aber keinerlei Breitenangaben.

    Kann mir jemand sagen wie breit Leguano ausfällt, eher eine Nummer größer, oder sitzt er dann nicht mehr eng genug?

  • kempkes generell sollten Minimalschuhe eher "fest", also wie Socken, sitzen (sonst rutscht man). Da hilft es, dass sie in der Regel eher breit sind, das gilt auch für Leguano. Wenn du allerdings (wie ich) selbst bei den extrabreiten Schuhen die breitesten suchen musst, kann es sein, dass dir die Leguano-Leisten zu eng sind. Die Sneaker sind allerdings ziemlich flexibel.

  • Die Elastik von Socken oder Schuhen, die stretchy sitzen, reicht bereits, dass die Zehen nicht breit aufsetzen

    Ein klares "Jein" von mir ;)


    Ich fühle mich in den "stretchy" Leguanos z.B. deutlich wohler als, in den Five-Fingers mit mehr Platz.


    Mein extremst breitester Schuh ist ein Altra Torin

    Ja, meine Füße haben den maximalen Platz in der Breite, aber trotzdem fühle ich mich "wohler" in den deutlich engeren Leguanos.


    Sandalen gehen z.B. bei mir gar nicht, da ich bereits durch eine Tannennadel oder ein Steinchen zwischen Fuß und Sohle, dermaßen genervt wäre, dass ein weiterlaufen völlig ausgeschlossen ist.


    Meine Herangehensweise an Barfußlaufen war wie folgt:

    - "Christopher McDougall - Born to Run" gelesen

    - nach mehreren Wochen Barfußlaufens und extremen Schmerzen wieder zu "normalen" Schuhen zurück

    - hunderte Youtube-Videos über Barfußlaufen angeschaut

    - weil ich die Grundidee so bestechend logisch fand -> Five-Fingers gekauft und nochmal probiert

    - aha -> geht ja doch und Wandern funktioniert besser, als in den 20 Jahren in "Wanderschuhen" vorher

    - in den letzten 10 Jahren über 1000 Euro in verschiedenste Barfußschuhe investiert

    - seit 5 Jahren in Ultralight-Trailrunnners (ohne Sprengung) unterwegs (mit Dirty-Girl-Gaiters und Sealskinz)

    - vor 3 Tagen mal wieder alles über den Haufen geworfen, weil ich was Neues ausprobiert habe (Leguanos)

    - da Capo al Fine


    Ich habe eingesehen, dass Barfußlaufen, so wie alles andere im Leben auch, ein Prozess ist und kein optimaler, statischer Zustand.


    tl;dr

    Ausprobieren - This Is the Way ;)

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...


    Hesmon

  • fühle ich mich "wohler"

    Das sei Dir gegönnt und glaube ich sofort.

    Wenn das das Ziel ist, dann glückwunsch zum gefundenen Glück!

    Mein Ziel ist, mit Minimalschuhen barfußähnliche Bewegungsabläufe zu erreichen, on trail noch mehr als im Alltag.
    Da ist mir das möglichst breite, V-förmige Aufsetzen der Zehen unerlässlich.
    Dafür arbeite ich auch an meiner Fußmuskulatur und setze correct toes Zehenspreizer ein etc.

    Dementsprechend bin ich inzwischen deutlich bewusster unterwegs, was eine breite Toebox angeht, brauche sie inzwischen durch wieder deutlich weiter auseinander stehende Zehen auch (siehe Spaß mit tauben Zehen weiter unten).
    Früher habe ich auch hauptsächlich auf eine dünne, flexible Sohle geachtet.


    Damit ist es auch bei mir ein steter Prozess, definitiv.
    Stillstand beim Thema Laufen wäre ja auch komisch ^^
    Allein schon, weil der Markt ja stets in Bewegung ist - die Vielfalt wird ja deutlich mehr in den letzten Jahren und heiß geliebte Modelle werden einfach so eingestellt, sodass man sich immer wieder neu umsehen muss.


    Ich müsste nachdenken, wann ich umgestellt habe, 12+ Jahre sind es sicher.
    Knieprobleme beim Joggen, irgendwie von Barfußschuhen gehört,
    Die Klassiker, Dougall, Robillard gelesen, dann los mit Fivefingers, dann Huaraches beim Laufen, Knieprobleme weg.
    Lange mit der Umstellung im Alltag gehadert, da Sneakersammler - und Barfußschuhe ästhetisch noch immer oft eine Zumutung (Heutzutage nicht mehr ganz so verboten).
    Dann irgendwann vor ~10 Jahren eingesehen, dass die Umstellung nur ganzheitlich gelingen kann.


    Ich nehme bei fast allen meinen Barfußschuhen die Innensohle raus, achte auch darauf, dass sie so verarbeitet sind, dass das möglich ist. Gibt viel mehr ground feel und Platz vorne - und kalte Füße. Im Winter kommt die schon auc mal wieder rein, wenn erwartungsgemäß viel rum stehen angesagt ist.
    Ich kann gar nicht mehr beziffern, wie viele Paare ich in en Jahren durch habe...Aber gerade on trail ist das durchprobieren durch den Verschleiß und Laufleistung ja ein Selbstläufer, nach einer längeren Tur sind die Schuhe ja eh durch.


    Leguano hatte ich nur mal im Laden an, die Sohle fand ich zwar flexibel, aber auch zu elastisch und flexy-bubbly durch diese sehr weichen, dicken Nupsies, das war ein komisches groundfeel.


    My 20Eurocent zur Palette der Modelle, wen's interessiert:

    - Gerade habe ich ein paar Altra Mt King günstig geschossen, um mal wieder etwas mehr Dämpfung on trail zu probieren. Angenehm breit, aber mäßig verarbeitet - aber ob ich mit der Dämpfung und dem damit einhergehenden Verlust an ground feel glücklich werde...- Innov-8 sind mir VIEL zu eng, da abe ich mal vor ein paar Jahren den Fehler gemacht, ein nur kurz auf Wochenendtour probe gewandertes Paar mit auf lange Tour zu nehmen. Die Folge waren noch Monate nach der Tour taube kleine Zehen.
    - Merrells sind mir ebenso zu eng, da habe ich ein paar letzten Sommer auf Tour verschlissen, zum Glück halten sie nict lange, auch da noch eine Weile wenig Gefühl in den kleinen Zehen.
    - Vivobarefoot - meine meistgetragene Marke, vor allem auch im Alltag. Denke da habe ich über die jahre bestimmt bald 20 Paar durch. Meistens breit genug, immer irgendein Sale, leicht, Verarbeitung besser geworden. Die neuen Firm- und soft ground Sohlen habe ich noch nicht getestet, die alten Trail Sohlen waren nicht die haltbarsten...

    - NimbleToes - mir eigentlich zu eng, zumindest die Alltagsmodelle, aber die Eitelkeit^^
    das mesh Trailmodell fand ich gar nicht schlecht.
    - Xero Huaraches - Günstig, simpel, leicht geformte Sohle, super zum ausprobieren und mit Zubegör einfacher schnürbar zu machen

    - Luna Sandals: leadville pacer sind meine Lieblingssandalen. angenehmes Material als Fußbett, sehr guter Grip - und tolle Variabilität durch den optionalen performance strap. Für Sandalen natürlich nicht günstig.

    - DIY Vibram Supernewflex Huaraches: Extremtextil ist der Freund mit diversen Vibram Sohlenplatten - und es gibt kaum einfachere MYOG Projekte - günstg noch dazu im Vergleich zu gekauften Barfußschuhen.
    Anleitungen, auch zu anderen Schnürungen ähnlich der Lunas z.B. im UL-Forum.


    Allerdings habe ich das Problem, dass Gummisohlen von Huaraches bei mir beim Wandern unberechenbar plötzlich zu brennenden Hautirritationen führen können. Mal nach Tagen, mal nach Minuten. Hängt sicher irgendwie mit Fußklima und Umgebungstemperatur zusammen. Aber so kann ich sie leider nicht als einzige Wanderbeschuhung mit auf Tour nehmen - da habe ich mich bereits mehrfach in die Nesseln gesetzt - und zwei Paare fallen aus ;)

    Habe noch Dünnes Lederfußbett zum Aufkleben hier, vielleicht probiere ich das noch mal, aber das rutscht dann halt wieder, wenn nass...


    Aber prinzipiell kann ich Sandalen nur empfehlen, speaking of which

    Ausprobieren - This Is the Way

    Sandalen gehen z.B. bei mir gar nicht, da ich bereits durch eine Tannennadel oder ein Steinchen zwischen Fuß und Sohle, dermaßen genervt wäre

    :/

    Hast Du's mal versucht? Also mit flachen Barfußsandalen, nicht mit so dicken Wandersandalen mit vertieftem Fußbett, in dem sich Dreck sammelt?
    Eigentlich fällt da in Bewegung alles durch, ich würde sogar sagen, da sammelt sich weniger als in meinen Schuhen ohne Gaiters.
    Auf einem Steinchen bei der dünen Sohle könnte ja niemand einfach weiter drauf rum Joggen.
    Sind aber beliebt beim Joggen - und manche sind damit auch schon Thruhikes gegangen.
    Ist ganz anders als die üblichen Sandalen mit unflexibler Sohle und dickem Fußbett.

    Bin schon gespant, was mein nächstes Experiment wird :S

  • Hast Du's mal versucht? Also mit flachen Barfußsandalen, nicht mit so dicken Wandersandalen

    Hmm, da hast Du allerdings recht. Ich denke ich werde im Sommer einfach mal die Xero Z-Trek testen. Diese Flip-Flop-Style Teile kann ich nicht tragen. Da stört die Schnur zwischen den Zehen. Jaja, Mimimi-Prinzessinnen-Füße ... :rolleyes:


    Aber diese "Vivobarefoot Primus Trail Firm Ground" sehen interessant aus. Die könnte ich mir zum Wandern als Trailrunner-Ersatz vorstellen.


    Aber bis dahin muss ich noch ganz schön üben. Ich merke nach 2 Tagen doch schon einen gewaltigen Unterschied zwischen den Trailrunners und den Leguanos (Fuß- und Waden-Muskelkater).


    Danke für die Anregungen:!:

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...


    Hesmon

  • Da stört die Schnur zwischen den Zehen.

    Auch da gibt's Unterschiede
    Nicht nur auf Seiten der Prinzessinnenfüßchen 8o, sondern auch der Gegenseite, der Sandale
    Die Schnürung, die man bei Xero kaufen kann ist ohne Kern und sehr weich.
    War auch erst besorgt, aber nie Probleme. Mit den Lunas hab ich auch keine.
    https://xeroshoes.co.uk/laces.html

    Mit den Toe Loops und den Backstraps ist die Einstellung der Schnürung viel einfacher.
    https://xeroshoes.co.uk/xero-shoes-toeloops.html
    https://xeroshoes.co.uk/xero-shoes-backstraps.html


    Es gibt auch Schnürungen, die nicht zwischen den Zehen verlaufen
    https://xeroshoes.com/tying/?xstrb=2
    Oder wie hier mit Gurt eher wie bei einer normalen Sandale (lässt sich auch ohne Zeh schnüren).
    https://www.ultraleicht-trekki…-exodus-sandale/#comments


    Die Z-Trek kenne ich nicht. In der Vergangenheit gab es bei den fertigen Xero Sandalen immer mal Probleme mit ausgerissenen Ösen, an denen die Straps befestigt sind.

  • Bei Leguano gibt es seit Neuestem die hier: https://www.leguano.eu/jara-blau

    Ob man die Optik mag ist Geschmacksache, aber die Sohle fühlt sich wirklich so an, als ob man barfuß laufen würde.

    Die Barfußsandalen, die ich von anderen Herstellern wie z.B. vivobarefoot hatte, habe ich inzwischen alle nicht mehr, da die Sohlen zu hart waren und ich damit ein eindeutiges "Schuhgefühl" beim Laufen hatte.

    Man hört es schon beim Gehen: wenn man nicht praktisch geräuschlos gehen kann (wie beim Barfußlaufen), sondern ein "Schuhgeräusch" zu hören ist, sind die Sohlen zu hart und/oder zu unbeweglich.

  • Ich habe auch Xero Sandalen, finde aber die Sohle sehr (zu) hart, den Schnitt am Vorfuß zu breit (nicht jeder, der barfuß läuft hat so breite Füße - vorallem Frauen oft nicht) und ich finde, dass man schlecht hinein kommt. Das An- und Ausziehen ist unbequem.

    Deshalb habe ich meine quasi übrig. Ich ziehe sie nicht an.

  • Von Xeroshoes habe ich mir vor vielen Jahren den Bastelsatz geholt. Mit dem Zehensteg kam ich leider gar nicht klar. Und die Sohle ist auch erstaunlich schwer. Als die Z-Trails auf den Markt kamen, habe ich sie für den Einsatz im Camp und für Flussquerungen bestellt. Wegen mangelnder Zeit für Langwanderungen :( trage ich sie im Sommer mittlerweile vor allem im Garten. Aber der Nachteil - abgesehen von der wenig flexiblen Sohle, die für mich aber kein Deal Breaker wäre - ist, dass man nicht schnell rein und raus schlüpfen kann. Mit einem steiferen Zehenband ohne Fesselband wären sie als Hausschuh brauchbar. Ich schätze, ich suche Barfuß-Badeschlappen ohne Zehensteg ^^ Also vermutlich wieder DIY... Sigh.

  • Dann vielleicht am einfachsten die Nimbles probieren und bei nichtgefallen den Steg raus schneiden.

    Im UL-Forum haben sich viele mit möglichst leichten Campschuhen beschäftigt, die oftmals im Badelatschenstil gehalten sind.
    https://www.ultraleicht-trekki…pic/10276-moyg-campschuhe
    https://www.ultraleicht-trekki…pic/833-h%C3%BCttenschuhe

    Da ließe sich einiges als "Reinschlüpflatschen" für zu Hause adaptieren, ggf. auch mit einer Sohlenplatte von extex, wenn es etwas schwerer, aber haltbarer sein soll.

  • Angeregt von diesem Faden habe ich die WinterInaktivZeit genutzt um das Schuhproblem weiter zu ventilieren. Bei meinen zahlreichen Probebestellungen waren auch Barfoots und Leguanos dabei. Mein Problem sind nach wie vor Druckstellen im Seitenbereich der Füße, am großen und kleinen Zeh. Ich brauche also was breites. Alle "Barfuß"-Schuhe habe jedenfalls in dieser Hinsicht die Erwartungen nicht erfüllt. Gerade die Leguanos war trotz Übergröße zu schmal.

    Ergebnis der Paketschlacht: der Altra King MT kommt meinem Ideal am nächsten.

  • Gerade die Leguanos war trotz Übergröße zu schmal.

    Das ist einer der Gründe, warum ich die Leguanos mag. Sie passen genau zu meiner Fußbreite, aber ich habe inzwischen auch gesehen, dass Männer oft breitere Füße (in Relation zur Länge) haben als Frauen. Und genau das ist für mich oft ein Problem: viele Barfußschuhe wurden zuerst für Männer entwickelt und dann einfach in kleineren Größen für Frauen angeboten. Die sind mir fast immer zu breit. (Nur die Vivobarefoot gehören auch zu den schmaleren Modellen.) Bei Sole-runner (https://www.sole-runner.com) gibt es verschiedene Breiten, so dass sich jeder was Passendes raussuchen kann.

    Hammock Fairy ist dir der hier zu geschlossen? https://www.sole-runner.com/so…andale-brown-red/a-301432 odre die hier https://www.sole-runner.com/dione-black-women/a-301358

    Edited once, last by barfuß ().

  • Ähnliche (allerdings mit wenig ausgeprägter Barfußsohle) habe ich bereits, und trage sie im Sommer auch viel. Hätte aber gerne etwas luftigeres. Es ist immer wieder überraschend, wie schwitzig solche Sandalen schnell werden.


    Vielleicht klebe ich mir tatsächlich etwas Gurtband an eine ExTex Vibram Sohlenplatte.

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