Posts by droney

    Danke für die ganzen Antworten erstmal. Hier ist ja bereits eine richtige Diskussion entbrannt, sehr schön!

    Zunächst zum "leg shelf", mein Deckenschlafsack verjüngt sich ebenfalls zum Fußende hin. Die Kammern werden schmaler, allerdings gleichmäßig. Wäre natürlich toll wenn ich dadurch auch den "leg shelf"-Effekt erzielen könnte.

    Ich habe auch über eine Clew-suspension nachgedacht, möchte aber lieber die klassische Variante ausprobieren. Die Clew ist schwieriger in der Länge und Diagonalität zu verstellen und ich habe verschieden Lange und Breite Hängematten. Außerdem möchte ich ihn im Winter unter meinem Winter-Wooki nutzen.

    Die Seitenkammern möchte ich abnehmen um Breite (und Gewicht) zu sparen wo ich sie nicht braucht. Die Daune dieser Kammern möchte ich lieber sinnvoll in Wärmekragen oder in den zentralen Kammern verteilen. Öffnen muss ich 3 der 4 Seiten sowieso, wegen des Reißers (an der Kopfseite ist bereits eine Kordel verbaut).

    Nach der tatsächlich gemessenen Breite habe ich gefragt weil die Angabe auf der HG Website vielleicht ebenfalls platt gemessen ist.


    Ich möchte außerdem noch eine kleine Theorie aufstellen. Durchgenähte Längskammern eines nicht-differential geschnittenen Deckenschlafsacks funktionieren ähnlich wie ein differential geschnittener H-Kammern Underquilt. Steile These, ich weiß.

    Hallo zusammen,

    Ich habe mir auf einer wohlbekannten Chinesischen Shoppingplattform einen günstigen Deckenschlafsack mit 800er Fillpower gekauft und möchte diesen nun zu einem Sommerunderquilt umfunktionieren. Orientieren werde ich mich dabei am Hammockgear Incubator and hoffentlich daran denken ein paar Fotos zu machen, um das Projekt hier zu dokumentieren.


    Daten des Schlafsacks:

    800 cuin Bauschkraft

    308 g Füllgewicht

    95% Gänsedaune

    Locker gemessen: 190 x 140 cm (laut Hersteller 210 x 160 cm. Die haben wohl plattgedrückt gemessen)

    Leicht Trapezförmig

    Kammern durchgenäht (keine H-Kammern)

    ca. 600 g Rohmasse (Zielgewicht liegt ebenfalls bei 600 g)



    Der Plan ist je eine der Längskammern seitlich abzunehmen (dabei natürlich den Reißverschluss entfernen), an Kopf- und Fußende je eine Querkammer als Wärmekragen anzubringen und die restliche Daune auf die übrigen Kammern zu verteilen. Wie beim Incubator sollen dann Primär- und Sekundärsuspension, sowie kopf- und fußseitige Gummikordeln angebracht werden.


    Nun erstmal eine Frage an die glücklichen Incubatorbesitzer unter uns:

    Wie lang und breit ist die lange Version (oder eine andere, aber bitte mit angeben) tatsächlich locker gemessen im Vergleich zu den angegeben Maßen der HG Website (lang: 210 x 110 cm)?

    Außerdem, was gefällt euch am Design des Incubators nicht so gut? (Kommt mir nicht mit "Wooki is eh viel besser!!1"^^)


    Besten Gruß

    Wie bereits gesagt ist die Nutzbarkeit von Breite auf etwa 155 cm begrenzt (für gathered end Hängematten). Selbst bei sehr langen Matten, welche theoretisch die volle Breite in einen höheren Liegewinkel (diagonal) ermöglichen sollten, werden lange Menschen (wie ich) in eine weniger diagonale, bequemere Lage gedrängt. Der Grund ist die Dehnung des Stoffes, welche über die Körperlänge entsprechend der Masseverteilung variiert. Das bedeutet auch das dieser Effekt mit festeren (steiferen/dehnungsärmeren) Stoffen abnimmt. Auch eine Kurve kann die Nutzbarkeit von Stoffbreite erhöhen (der Extremfall wäre eine 90° Hängematte wie die Crosshammock).

    Ich muss wuppitom zustimmen. Zwar haben Böden einen höheren Wärmeleitkoeffizienten als Luft, allerdings spielt der Mechanismus des Wärmeflusses eine wichtigere Rolle. Auf dem Boden liegend ist das lediglich Konduktion, während hängend Konvektion, also der Abtransport warmer Luft durch Wind, stattfindet. Konvektion ist wesentlich effizienter als Konduktion. Hinzu kommt, dass der Boden Wärme über den Tag speichert und zeitversetzt in der Nacht abgibt.


    Weitere Faktoren sind die Porosität und Wassersättigung des Bodens. Ein trockener poröser Boden (z.B. organische Böden) isolieren besser als gesättigte dichte Böden (z.B. Lehmböden oder anstehendes Gestein).

    Ich fürchte allerdings diese Überlegungen spielen in der Praxis kaum eine Rolle, da wir uns bereits zuhause entscheiden, ob wir hängend oder auf dem Boden nächtigen werden.^^

    Ich habe so das Gefühl du möchtest eh nur Zahlen über 70 L hören. ^^

    Du beantwortest ja deine Frage bereits selbst. Der Rucksack ist der letzte Ausrüstungsgegenstand den du an dein restliches Equipment anpasst. Auskommen tun manche mit 35 L, der Durchschnitt vielleicht mit 55 L und manche nehmen eben lieber "etwas" mehr mit ;)

    Single (layer) bedeutet, dass der Hängemattenkörper aus einer Lage Stoff besteht. Zwei Lagen (double layer) braucht man in der Regel nicht, außer man möchte mehrere hundert Kilogramm Masse in die Matte legen oder ist ein großer Fan von Isomatten, die man dann zwischen die Lagen schieben kann.

    Dream-Tex ist Warbonnets leichterer Stoff. Wenn du etwas Gewicht sparen möchtest oder vielleicht etwas mehr Dehnung bevorzugst ist das eine gute Wahl.

    2 mm Ridgelinestärke reicht locker. Meine haben 1.75 oder 2 mm.


    Falls du dich auch für einen Wooki-Underquilt entscheiden sollst brauchst du die XL-Ausführung passend zur 11 Fuß langen Blackbird XLC. Die meisten werden dir raten die Winterausführung 0°F/-17°C zu nehmen wenn du nicht planst den UQ im Sommer zu nutzen.

    Falls DIY in Betracht kommt: Ich, 193 cm, favorisiere DIY Matten mit den Maßen 350 bis 360 cm Länge und 160 cm Breite.

    Ist günstiger als ein Amerikanisches Model und manchen machts das sogar Spaß!


    Edit: Um den Gag von Mittagsfrost nicht zu zerstören belasse ich den Rechtschreibfehler. Model -> Modell

    Die einfachste Lösung wäre DIY, Vorraussetzung sind Zugang zu einer Nähmaschine und der Wille einige Meter gerade Nähte zu produzieren.

    4 m Hammocknylon (23,6 €) und eine ridgeline aus Dyneema ergeben schonmal eine wirklich tolle Hängematte, wie du sie nirgends findest. Stabil, eingermaßen leicht, oliv, lang.

    passend dazu 8 m Moskitonetz (30,4 €), ~ 3 m Gummikordel, Kordelstopper ergeben ein sogenanntes "bottom-entry-bugnet im Fronkey-Stil"

    Zusammen landest du immernoch unter einem Kilo und unter 100 €.

    Ich fürchte für deine Körpergröße gibt es tatsächlich keine Hängematte auf dem Markt, die sich für dich nach "reichlich" anfühlen wird.

    Die ganzen Europäischen (Amazonas ect.) Hersteller produzieren Matten die nach einschlägiger Meinung aller Personen, die mal in Genuss einer langen Matte gekommen sind, viel zu kurz.

    Ich bin 191 cm lang und für mich werden Matten ab 330 cm langsam bequem (i.e. ich liege langsam flach und der Druck unter meinen Knien wird weniger). Meine favorisierte Länge ist 350 cm und meine 365 cm lange Matte würde ich als "reichlich" beschreiben.

    Selbst in dieser Länge gibt es für Matten mit integriertem Moskitonetz glaube ich keinen einzigen Hersteller weltweit, eventuell machen dreamhammocksauf Anfrage eine 12 Fuß (365 cm), müsstest du mal nachfragen.