Posts by echinotrix

    Und genau da kommt nun "angeblich" der Unterschied einer 29,99€ Baumarktbox und den Verlinkten Boxen zum tragen. Tests zeigen, das die Boxen mit Einwürfeln gefüllt, diese bis zu 5 Tage lang halten. Natürlich mit 1x öffnen pro Tag und unter besten Bedingungen, aber dennoch deutlich länger als meine jetzige.

    Woher hast Du denn die Info zu dem Test und den Bedingungen? Ich finde nirgends was dazu...

    Ich geb hier mal meinen Biologensenf dazu: die Wahrnehmung von elektrischen Feldern ist meines Wissens nach nur bei aquatischen Lebewesen nachgewiesen. Luft leitet elektrische Ströme relativ schlecht, Wasser ist dagegen ein guter Leiter.


    Ich will damit nicht sagen, dass an Land lebende Tiere nicht grundsätzlich von Elektrizität beeinflusst werden oder diese wahrnehmen können. Spätestens wenn man mit einer Haarnadel in einer Steckdose rumstochert, merkt man sofort, dass man Elektrizität durchaus spürt. Hängt halt von der Stärke ab... ;)


    Die Ströme und Spannungen, die in Wirbeltieren auftreten, sind vergleichsweise schwach und in Kombination mit der gerade angesprochenen geringen Leitfähigkeit von Luft halte ich es für ausgeschlossen, dass die elektrische Isolation von Kleidung einem in irgend einer Weise bei der Wildtierbeobachtung hilft.


    Reiner Marketinggag...

    echinotrix würdest du denn auf Bestellung (z.B. von mir) einen Sooki für mich nähen?

    Im Grunde gerne, aber ich weiß nicht, wann ich dazu kommen werde. So lange die Schulen noch nicht wieder voll offen haben, geht da gar nix. Und dann bin ich wahrscheinlich mit nachtsimwald und dem Aufbau eines zweiten beruflichen Standbeins so eingespannt, dass es schwierig sein könnte, die Zeit zu finden. Aber sprich mich ruhig Ende März oder so nochmal an, vielleicht klappt's ja.


    Aber vielleicht hat ja jemand anderes Zeit und Lust sich an die Nähmaschine zu setzen und ein paar zu machen. Ich habe einiges an Zeit in die Entwicklung einer möglichst einfachen, sauberen und stabilen Konstruktion gesteckt und bin gerne bereit, das Know-How an jemanden abzugeben. Wäre schade, wenn das nur in einer Schublade rumliegen würde ohne genutzt zu werden. Der Clue dabei ist, dass von außen nur eine Naht sichtbar ist und die Bauweise in gleicher Weise gut bei dünnen wie auch extrem dicken Apex-Lagen funktioniert.


    Anbei noch zwei Bilder des letzten Prototypen, der seit etwa einem Jahr erfolgreich einen Stresstest im Kinderzimmer absolviert.




    Buchhaltung/Steuerklärung ist nicht mit drin, Beratung auch nicht.


    Reine Nähzeit inkl. Zuschnitt sind 2 Stunden.

    Dann ist der reale Stundenlohn deutlich niedriger.

    Die Beratung hätte ich an den Shopbetreiber abgegeben, da hier ja auch der Verkauf stattfinden würde (was aber noch nicht besprochen war).

    Für die Steuererklärung hätte ich eine Woche/Jahr eingerechnet, also etwa 40 Stunden.

    Das ist aber nur die reine Arbeitszeit für das Nähen des Quilts. Oder hast du die Zeit die du mit der Materialbeschaffung, der Steuererklärung, Verpackung und Versand, Beratung, gelegentliche Reparaturen und alles was man sonst noch als Selbständiger tun muss mit eingerechnet?

    Am Ende bin ich auf knapp 3 Stunden Arbeit pro Quilt gekommen (inkl. Materialbestellung, Zuschnitt, Näharbeiten, Finishing, Verpackung und Versand; ohne Marketing, weil ich über einen Partnershop verkauft hätte).

    Buchhaltung/Steuerklärung ist nicht mit drin, Beratung auch nicht.


    Reine Nähzeit inkl. Zuschnitt sind 2 Stunden.

    Ich nicht. Da du ja auch nicht permanent Aufträge hast, somit auch geldmäßig vorabeiten / aufholen musst.

    Zumal du noch mit Versand Arbeit hast und eben die monotone Arbeit.

    Naja, ein Altenpfleger wäre froh über einen solchen Stundenlohn.


    Verpackung und Versand sind schon eingerechnet.


    Wie viel dann der Markt hergibt und ob Du damit Deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst, ist eine andere Frage. Ich hätte gerne im Schnitt 500 € pro Monat netto verdient, dafür hätte ich etwa 150 Quilts pro Jahr verkaufen müssen. Ob das geklappt hätte, weiß ich nicht. Jemand, der den Markt gut kennt, hat damals gemeint, dass 50-100 Quilts pro Jahr durchaus drin wären...

    Ich hab mich ja Anfang letzten Jahres einige Zeit damit gespielt, einen kommerziell verwertbaren Synthetikunderquilt zu entwickeln (Wooki-Style). Es hat mich interessiert, ob das prinzipiell möglich und markfähig ist.


    Ich hab' 5 Prototypen eines 20°F-Quilts genäht und die Arbeitsabläufe dabei so gut wie möglich optimiert. Am Ende bin ich auf knapp 3 Stunden Arbeit pro Quilt gekommen (inkl. Materialbestellung, Zuschnitt, Näharbeiten, Finishing, Verpackung und Versand; ohne Marketing, weil ich über einen Partnershop verkauft hätte). Die Materialkosten lagen bei knapp 110,- € pro Quilt (alles inklusive außer Nähmaschinenverschleiß). Verkauft hätte ich ihn zu einem Endpreis von 199 €.


    Pro Quilt hätte ich also etwa 90 Euro verdient. 10% davon wären an den Shopbetreiber gegangen, bleiben 81 €. Davon die Hälfte weg für Steuerklasse V und Versicherungen, bleiben 40 €. Bei 3 Stunden Arbeit ergeben sich 13,30 € Nettostundenlohn. Das finde ich eigentlich ganz ordentlich, wenn man bedenkt was manche Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen verdienen. Immerhin deutlich über dem Mindestlohn!


    Ich habe mich aber letztendlich dagegen entschieden, das als Erwerbsarbeit zu machen, weil ich zwar super gerne entwickle, aber nicht 20 Stunden pro Woche immer wieder das gleiche nähen will. Und auf Kundewünsche einzugehen habe ich von vorneherein ausgeschlossen, weil dadurch die Wirtschaftlichkeit dramatisch sinkt (riesiger Overhead für Kommunikation, Entwicklung/Logistik und ggf. Reklamationen).


    Bottom Line: Man kann meiner Meinung nach durchaus im Cottage-Vendor-Stil in D produzieren, aber man darf nicht erwarten, dass man damit easy-peasy auf 50.000 € Bruttojahresgehalt kommt...