Meine Empfehlung sind seit Jahren Alu-Schraubdosen mit Carbonfilz oder Glasfasermatten. Ist billig (<1 €/Kocher), robust (selbst wenn man mal drauftreten sollte, ist der Kocher noch benutzbar), sicher (wenn das Ding umfällt, läuft kein oder nur sehr wenig Spiritus raus) und nicht verbrauchter Spiritus kann im Kocher bleiben und mitgenommen werden. Und die Leistung ist beliebig skalierbar, einfach größere Dosen besorgen. Wenn man die Leistung drosseln will, kann man (wie schon erwähnt) einfach eine Münze oder ein kleines Aluscheibchen drauflegen, oder sich Deckel mit Löchern in verschiedenen Durchmessern machen. Nachfüllen kann man in schon wenige Sekunden nach dem Löschen (Ethanol hat einen Zündpunkt von über 300 °C, wenn man den Kocher anfassen kann, dann besteht keine Gefahr, dass man plötzlich eine brennende Spiritusflasche in der Hand hält).
Es gibt mittlerweile viele kommerziell erhältliche Filz-Dosenkocher, aber die Dinger sind so Low-Tech, dass man sich die absolut problemlos selber machen kann. Ist so simpel, dass ich das nicht mal als MYOG bezeichnen würde...
Achtung weitverbreiteter Irrtum: eine WBK ist keine IR-Kamera (die Dinger, die flächendeckend für die statische Wildbeobachtung genutzt werden), sondern echtes Wärmebild ohne Infrarot.
Schlaumeiermode on: Wärmebildkameras sind Infrarotkameras. Was du vmtl. meinst, ist der Unterschied zwischen IR-Kameras, die die vom Objekt abgegebene IR-Strahlung direkt messen vs. IR-Kameras, die die Reflektion von IR-Strahlung aufzeichnen, die von einer IR-Lampe kommt. Erstere sind die teuren, besseren, letztere sind günstiger aber nicht so leistungfähig. Schlaumeiermode off (sofern das bei mir überhaupt möglich ist).
Auch wenn man Harz an den Händen hat bekommt man das mit Öl gut weg. Danach nur noch die Hände mit Seife waschen, fertig. Dutzende Male angewendet, funktioniert wunderbar. Chemisch sind Harz und Öl im Grunde das gleiche (langkettige Kohlenwasserstoffe).
Isopropanol oder Ethanol gehen selbstverständlich auch.
Reines UHMWPE in der dicke funktioniert damit nicht, da kriegst du nicht die passende Reibung hin.
Aber ich schau da grad nach ner Alternative zu dem Mischgewebe aus UHMWPE und Polypropylen von Dutch🤫
Das UHMWPE-Gurtband von Myerstech, das ich seit vielen Jahren ohne Probleme mit den Beetle Buckles verwende, hat eine Dicke von 0,4 mm, also sehr ähnlich zu deinem. Schätzt du, dass die mit deinem Gurtband nicht funktionieren oder hast du es getestet?
Mit dem Gedanken hatte ich auch schon gespielt, vor allem weil ich mein Anti-Näh-Setup so nutze und nach wie vor sehr zufrieden bin.
So ein Knoten mindert aber theoretisch die Festigkeit eines Seils um bis zu 50% - eine gute Naht sollte das nicht tun. Ich werde beides mal versuchen bis zum Limit zu testen, mal sehen was dabei rum kommt. Am Ende sehe ich es aber eh wie Wuppitom, das Auge isst hängt mit und eine schön genähte Schlaufe erwarte ich als Kunde schon eher als einen kümmerlichen Knoten den ich auch mal eben selber machen kann;)
Ich hab vor einigen Jahren auch die meiste Hardware ersetzt, unter anderem hab ich einen Softshackle an der Tarpaufhängung ausgetüftelt. Mit dem Ergebnis war ich so zufrieden, dass ich auf dieselbe Weise auch bei der Hängematte mach. Das Dyneema-Gurtband lässt sich gut knoten. Und der Diamant- und der Schmetterlingsknoten haben beide eine Knotenstärke von etwa 75 %, dami kann ich gut leben.
Ähem, vergesst die Perle. Braucht's ja gar nicht, mir ist gerade eingefallen, dass es ja auch den Diamantknoten mit einem Strang gibt (ABoK 545). Der ist optimal in diesem Fall. Wer Angst hat, dass der Knubbel durchrutscht, der kann beim Knoten auch noch einen zweiten Durchlauf machen, dann ist der schön dick.
[...] Wir machen Probestücke, dann werde ich die Dinger belasten und schauen was sie taugen, danach gehen einige Gurte raus und werden hart rangenommen. [...]
Vielleicht kannst du sie auch mal mit den Beetle Buckles testen. Wäre super, wenn die zusammen funktionieren würden. Ich hab in den letzten Jahren alle möglichen UHMWPE-Gurtbänder durchprobiert. Manche gingen gar nicht, manche einigermaßen, nur die von Myerstech halten einwandfrei. Ich hab noch nicht rausgefunden, woran es liegt, aber ich vermute, dass es neben der Dicke auch vom Webmuster abhängt.
Natürlich würde ich mich auch als Tester anbieten, sag ggf. einfach Bescheid.
Danke, das mit der Daunenjacke im Kissenbezug hört sich gut an find ich. Hab auch eine Nähmaschine und sowas wie ein Kissenbezug trau ich mir grad noch zu, zu nähen Gibts da Tipps, welche Stoffe sich da gut eignen?
Als Stoff kannst du das Leichteste nehmen, was dir in die Hände fällt. Meins ist ein 20 D Ripstop Nylon, oder so. Ein leichter Bauwollstoff ist vielleicht noch etwas angenehmer auf der Haut und wäre in diesem Fall ausnahmsweise auch geeignet.
Ich hab einen kleinen Packsack (etwa 20x40 cm) mit etwas Climashield Apex gefüllt und an die Ridgeline gehängt. Wiegt etwa 100 g und kann zusammen mit der Hängematte eingepackt werden. In der HM reicht mir ein so kleines Kissen vollkommen aus, ein Größeres finde ich sogar eher unangenehm.
EDIT: Die Daunenjacke hab ich immer unter den Füßen zur zusätzlichen Isolation und der Bequemlichkeit halber. Scheidet als Kissen damit leider aus.