Warbonnet Tarp Nutzer: Probleme mit undichten Panel Pulls?

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    Bei mir hat sich ein Warbonnet Thunderfly-Nutzer gemeldet weil die Panel Pulls bei Regen wohl ziemlich stark geleckt haben. Das betreffende Thunderfly ist aus 20D Silpoly und nagelneu. Die Panel Pulls wurden nicht mit Silikon abgedichtet. Nachdem ich bei meinen Warbonnet Tarps (alle aus 30D Silnylon) mit Panel Pulls noch nie Probleme hatte, wäre ich am Feedback anderer Nutzer interessiert. Ich vermute, dass es nicht in erster Linie am Material liegt, sondern an anderen Faktoren wie Abspannwinkel, Nutzung der Panel Pulls, Tarpspannung, Regenstärke, Regenwinkel, Regenschutz durch die Umgebung u.a.

    Hat jemand Probleme mit undichten Pull-Outs gehabt? Vor oder nach dem Abdichten? War das Tarp aus Silnylon oder Silpoly? Wie war das Tarp aufgebaut? Welche Art von Hängematte wurde benutzt? Konnte das Problem behoben werden?

    Auch interessant wäre es von Nutzern zu hören, die keine Probleme mit leckenden Pull-Outs hatten. Und es wäre gut zu wissen um was für ein Tarp es sich handelt; welches Material; welcher Hängemattentyp; wie häufig das Tarp bei Regen genutzt wurde - und was euch sonst noch erwähnenswert erscheint.

    Danke!

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    Sind "Panel Pulls" die seitlichen Abspannpunkte ?

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    • Offizieller Beitrag

    Es erschien mir in dem Augenblick so, als ob die Nadel etwas dick gewesen wäre, die zum Nähen der Panel Pulls genutzt wurde und das Gewebe verdrängt hätte.

    Das meinte der andere Nutzer auch. Ich vermute, dass die Tarps mit Mara 70 genäht werden, wofür einfach eine dicke Nadeln nötig ist. Wahrscheinlich könnte man die Panel-Pulls mit einem dünneren Faden und folglich einer dünneren Nadel nähen, weil weniger Zug darauf ist, aber das macht die Produktion unnötig kompliziert und teuer. Deshalb kann ich nachvollziehen, dass Warbonnet das nicht macht. Ich halte es auch für fraglich, ob kleinere Löcher kein Wasser durchlassen.

    Bisher hatte ich von einer Verdichtung der Löcher mit Silikon Abstand genommen, da ich das Prozedere mittlerweile bei den Nähten von zwei Zelten durchgemacht habe aber das Ergebnis mir ästhetisch nicht zusagt und die getrocknete Paste immer noch beim Einpacken und lägerem Lagern zusammenbackt. Bei den Zeltnähten war es notwendig, beim Thunderfly hatte ich mich dann doch entschieden, es erst einmal ohne zu probieren. Wenn ich die Nähte doch abdichten sollte, dann mache ich es (im Gegensatz zu den Zelten) wahrscheinlich von innen, d.h. ich werde die Löcher durch das schwarze Nylonband mit Silikonpaste verdichten. Das war glaube ich auch die Empfehlung von Brandon auf der Homepage. Andere Quellen sagen allerdings, dass das Silikon an den Bänder selbst nicht so gut haftet wie auf dem Silnylon selbst und sogar droht beim Anfassen wieder abzuribbeln :glare:

    Ja, die Sauerei ist einer der Gründe warum ich meine Tarps nicht abgedichtet habe. Und wenn Wasser durchkommen würde, würde es mich nicht stören weil ich eine Gathered End nutze und nur selten im Porch Mode abspanne (bei Regen schon gar nicht).

    Meine letzte Abdicht-Aktion war ein Tarptent bei einem Urlaub in den USA. Mein erstes Tarptent hatte ich in Deutschland mit Silnet abgedichtet, was wegen der Dickflüssigkeit sowohl schwierig war, und trotz aller Sorgfalt furchtbar ausgesehen hat. Auf Empfehlungen in Hammockforums hin habe ich das zweite Tarptent mit Permatex® Flowable Silicone Windshield & Glass Sealer behandelt. Das ist zwar für Windschutzscheiben gedacht, funktioniert bei Zelten und Tarps genauso gut, bzw. besser als mit Dichtern die für den Outdoorbereich verkauft werden. Das Silikon ist deutlich dünnflüssiger und die Tube kommt mit eine Tülle die das Aufbringen ungemein erleichtert. Mit etwas Übung bekommt man damit professionelle Nähte hin, aber selbst bei meinem ersten Versuch war das Ergebnis nicht schlecht. Mittlerweile hat Dutch Permatex im Angebot - und ich habe auch gleich ein paar Tuben importiert. Aber vielleicht gibt es ja ein ähnliches Produkt auch für deutsche Autos?

    Trotzdem bleibt das Problem mit dem Gewebeband. Was mir beim Lesen eingefallen ist: wenn die Löcher so gut sichtbar sind, könnte man sich doch aus der Apotheke eine große Spritze mit einer relativ dicken Kanüle holen, das Silikon stark mit Feuerzeugbenzin verdünnen, in die Spritze einfüllen und vorsichtig in die Löcher spritzen. Oder zumindest direkt auf die Löcher aufbringen. Am besten man spannt das Tarp vorher so straff wie möglich auf, damit die Löcher groß sind. Einen Versuch wäre es Wert, wenn man genug Zeit und Geduld hat.

    • Offizieller Beitrag

    Ich hatte noch keine Probleme mit den Panel Pulls, nutze sie aber auch recht selten.

    Das Reparaturmittel meiner Wahl ist Tear Aid, Typ A oder B je nach Material (Silnylon/Silpoly). Hat am Ponchotarp hervorragend funktioniert, zu große Nadeleinstichlöcher zuverlässig zu verschließen.

  • Ich weis von einem erfahrenen Zelt und Rucksacknäher,
    das der Corespun verwendet.
    das ist ein mit Baumwolle ummantelter Kunststoffaden,
    der bei Nässe aufquillt ,und somit das Nähloch dichtet.
    Seine Ultraleichtzelte halten jeden Sturmtest stand ,ohne zusätzliche Dichtung.
    Da an solchen Stellen hohe Zugkräfte auftreten würde ich diese von Grund auf Dichten.
    ( Das ist meine Meinung ! )

  • Besagtes Tarp war meins, natürlich hab ich erstmal TreeGirl kontaktiert niemand sonst hat mehr Erfahrung weit und breit. Und ganz ehrlich dass sie gleich so offensiv mit dem Thema umgeht spricht mal wieder für Sie! Und bringt dem deutschsprachigen Forum mal wieder ein paar Erfahrungswerte mehr.


    Wie einige mitbekommen haben, hatten wir am Jahresendcamp leider auch ordentliches Sauwetter gehabt.


    So bekam mein neues Thunderfly 20D Silpoly auch gleich eine ordentliche Taufe, leider musste ich feststellen dass bei den Nähten der Tieouts (bei allen vier) Wasser durchläuft. Und es war nicht gerade wenig. Es gab ein richtiges Rinsal und durch den zusätzlichen Wind hab ich in der Nacht leider auch immer mal wieder ein paar Tropfen abbekommen. Dachte schon es liegt eventuell am neuen und recht dünnen 20D Silpoly.


    Im Vorfeld habe ich mehrfach gelesen und gehört das die Tieouts ziemlich dicht wären und erstmal kein abdichten nötig wäre. Hier sind die Erfahrungswerte wohl recht unterschiedlich und noch dazu von einigen Faktoren abhängig die zusammen kommen müssen. Viele “GE Hänger “ nutzen wohl ihre Tieouts/Pullouts auch nicht oder nur selten. Daher ist dieses Problem mit den Tieouts wohl auch nicht so bekannt oder zumindest mir waren sie nicht geläufig. Für mich mit Brückenhängematte sind die Pullouts allerdings unabdingbar.

    Wie ich jetzt weiß gab es in Amerika wohl auch schon viele Fälle bei Silnylontarps und man muss auch dazu sagen damit soviel durchdringt braucht es einige Faktoren die zusammen kommen müssen. Wind, Dauerregen, Abspannwinkel die Tieouts müssen überhaupt abgespannt/genutzt sein.

    Und man muss auch erwähnen dass Warbonnet ausdrücklich darauf hinweist die Pullouts mit dem mitgelieferten Silikon abzudichten.


    Also werde ich jetzt abdichten und dann ist hoffentlich alles in trocken Tüchern


    Natürlich wäre es schön wenn diese schon im Vorfeld ab Werk abgedichtet wären. Allerdings ist dies sehr Arbeits- bzw. Zeitintensiv (Trocknungszeit) und würde den Preis wahrscheinlich verdoppeln.


    Das mitgelieferten Silikon hab ich leider schon verwendet um einen Packsack abzudichten dieses kam mir beim verarbeiten auch etwas zu dickflüssig vor, Silnet hat wohl eine ähnliche Konsistenz daher werde ich den Tipp von Allisa: Silikon mit Feuerzeugbenzin bzw. Waschbenzin verdünnen mal versuchen. Denke so dringt das Silikon deutlich besser in die Nahtlöcher ein und lässt sich besser verteilen.


    Das mit der Spritze ist eventuell auch einen Option um die Nahtlöcher besser zu füllen. Würde am liebsten auch erstmal nur von der Innenseite abdichten aber nicht wegen der Optik sondern weil ich bedenken habe wenn ich von Aussen abdichte dass die Tarpskins/Snakeskins nicht mehr so gut drüber gleiten. Andererseits wäre es ärgerlich den Aufwand zweimal zu betreiben. Da muss ich noch abwägen. Eventuell auch einfach mit etwas Talkum oder Babypuder die versiegelten Flächen bestäuben.


    Werde jedenfalls mal paar Bilder machen und eventuell ein kleinen Erfahrungsbericht dazu schreiben um es für die “Hängemattenforumnachwelt” festzuhalten. ????

    Never without my Hammock!

  • Ich verdünne das Silikon immer ziemlich stark (SilNet immer mindestens 1:1), damit es die Fäden gut durchtränkt. Die Mischung hat dann so "Speichelkonsistenz". Sie ist so dickflüssig, dass sie gerade nicht dem Stoff entlang runterläuft. Beim letzten Mal habe ich für den Auftrag so eine schmale Walze aus Schaumstoff, wie man sie auch für einen schmalen Farbauftrag verwendet, genutzt. So mache ich meist relativ kurz nacheinander (bevor das Silikon abbindet) zwei Anstriche. Der Stoff sollte dabei möglichst stark gespannt sein, damit die Löcher sich öffnen und auch wirklich abgedichtet werden.

    Mit diesem Verfahren habe ich auch schon den ganzen Stoff meines Tarptents wieder aufgefrischt, also frisch silikonisiert.

  • Da ich in letzter Zeit draußen in der HM geschlafen habe und dabei auch starken Regen hatte, habe ich darauf geachtet, ob durch die PullOuts Wasser eindringt. Im abgespannten Zustand sah ich kleine Löcher an den Nähten und war mal gespannt. Nach einem sehr heftigen Schauer lief etwas Wasser an der Innenseite des Tarps herunter - allerdings sehr wenig.
    Ich muß aber dazusagen, dass ich mein Tarp wie auf dem Foto in #4 abspanne, also mit den Stäben. Das führt dazu, dass der Tarpstoff selbst bei heftigem Wind nicht an die HM drückt und deshalb auch nichts naß wird. Und das kleine Rinnsal, das herunterlief hat mich deshalb auch überhaupt nicht tangiert.
    Quitessens: ich habe die Nähte immernoch nicht abgedichtet.....

  • Hallo,

    würde mich den Thema gerna mal anschliesen...bei starken Gewitter und Platzregen im Wald hat mein Thunderfly sich mal beweisen dürfen. Die Abspannpunkte (Panel Pulls) mit dem mitgelieferten Silikon abgedichtet. Und das nur von der Unterseite.

    Es lief doch recht ordentlich Wasser in die Hängematte. Nun überlege ich auch von Außen die Punkt bzw Nähte mit Silikon zu bearbeiten. ich haoffe ohne viel rum zu sauen.:/

    Wollte mal berichten. Auch die Idee mit verdünnten Silikon und Spritze ziehe ich mal in erwägung.

    • Offizieller Beitrag

    Jepp, hatte ich auch in diesem Mai mit meinem Thunderfly. Ich habe die Panel Pulls jetzt auch von oben/außen mit Silikon abgedichtet – auch wenn ich es aus ästhetischer Eitelkeit (für den Preis!) nur von innen machen wollte ;)

    Testergebnis steht mangels Regens noch aus, aber ich konnte im Nachhinein nachvollziehen, dass bei Pressregen das Wasser durch die Nähte kommt und sich unter dem Nylonband und dem von innen aufgebrachten Silikon sammelt um dann an den Kanten abzutropfen bzw. durch die Windbewegungen des Tarps in die Hängematte zu spritzen.

    Zum Abdichten habe ich Autoscheibensilikon genommen ( z.B.

    ). Hat Hammock Fairy irgendwann mal empfohlen und ich finde es echt gut für solche Fälle. Das fließt quasi in die Löcher und es breitet sich gleichmäßig auf dem abzudichtenden Areal aus ohne Ripples durch Finger o. ä. – unauffällig genug, wenn man es mit Babypuder hinterher abtupft.

  • Jawohl, beide Seiten. So genau guckt da eh keiner drauf und wenn man sich etwas Muehe gibt, dann sieht es auch halbwegs anstaendig aus. Wenn man im Wolkenbruch drunter liegt, dann zaehlt eh nur, dass man trocken bleibt.

  • Zum Abdichten habe ich Autoscheibensilikon genommen

    Vielen Dank für den Tip. Das werde ich auch mal versuchen. Ansonst bin ich ja trocken geblieben. Und es war schon ein ordentlicher Platzregen. Das Tarp musste ich dann auch Nass wieder einpacken. Mal schauen wie sich das Material 30D Silnylon bewährt. Bis her kannte ich nur die üblichen DD Tarps. Aber das leichte Gewicht und die Mini-Türen begeistern. Zumal empfinde ich auch das Abspannen deutlich einfacher. Und auch schneller im Aufbau.:thumbup:

    • Offizieller Beitrag

    Donner und Superfliegen

    Methinks the translator got a bit overzealous here... :D

    BTT: Ich hatte bisher keine Probleme mit den Warbonnet-Tarps, habe aber bei einigen alten ebenfalls sehr gute Erfahrungen mit dem Autoscheiben-Silikon gemacht. Es lässt sich recht unkompliziert sauber aufbringen (notfalls auch auf größeren Flächen) und hält erstaunlich gut. Besser als mache speziell für Tarps / Zelte beworbene Produkte...

    • Offizieller Beitrag

    Beim Juni-Treffen hat mein 9 Jahre altes Silnylon Superfly auch durch die unabgedichteten Panel Pulls geleckt. Das hat mich überrascht. Ich hatte vorher in vielen verregneten Nächten noch nie Probleme damit gehabt. Das nur 10m daneben hängende, etwas jüngere Mamajamba hat trotz nicht abgedichteter Panel Pulls nicht geleckt. Entweder war es das Alter, oder - wahrscheinlicher - der Regen hat die Tarps unterschiedlich getroffen, und das Superfly war auch etwas flacher abgespannt. Ich werde jetzt wohl doch alle Panel Pulls abdichten.

  • Methinks the translator got a bit overzealous here... :D

    Wieso? Habe bei Otto - Englisch fuer Anfaenger gelernt :)

    Ich werde jetzt wohl doch alle Panel Pulls abdichten.

    Ja, irgendwo im Busch will man seine Quilts nicht unbedingt an den Regen verlieren. Beim Car camping ist es vielleicht nicht ganz so dramatisch. Bei meinem Superlfy hatte ich mal Glueck, dass die Tropfen die HM um Haaresbreite verfehlt haben und seitdem gehe ich da kein Risiko mehr ein....

  • Mein erstes Superfly hat schon beim ersten Einsatz getropft. Nach kurzer Recherche im Internet "SilNet Silicone Seam Sealer" drauf gemacht und seit dem keine Probleme mehr.

    Ich versiegele nur innen. Dafür kommt aber die ganze Tube drauf und das schwarze Band wird komplett mit eingekleistert. Nach dem Trocknen wird das ganze mit Baby Puder "unklebrig gemacht". Absolut dicht - selbst bei Monsun.

    Beim Neukauf eines Thunderfly von Hammockfairy gleich "Permatex Silikon Nahtdichter" mitbestellt. Auch komplett von innen verkleistert. Keine Probleme.

    Meine Tarps sind alle aus Silpoly und immer sehr straff gespannt, da ich oft (unfreiwillig) bei Sturm und Wolkenbruch im Wald bin.

    Die Panel Pulls sind mit Tarp-Mod-Stangen oder Stöcken gespreizt. Darum übertreibe ich es lieber mit der Menge. Kein Bock bei Regen nass zu werden, da dass meist einen Abbruch der Tour bedeuten würde (Daune).

    Da ich fast nur Camo Tarps habe, fällt das optisch nicht auf und stört mich auch nicht.

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...

    Hesmon

  • Ich habe jetzt auch die Thunderfly Panel Pulls mit Silikon eingemumpft. Letzte Woche hatte ich da auch eine kleine 'feuchte' Erscheinung an den Innenflächen. Dafür habe ich das Silikon ein wenig verdünnt (1:4 bis 1:8) ... dafür aber auf beiden Seiten aufgebracht. Mit einem kleinen Borstenpinsel ging das recht gut.

    Ich hoffe gerade ein wenig auf ein Gewitter -- aber die Vorhersage lässt mich da leider trocken aussehen. ;)

    Das mit dem Baby-Puder ist eine gute Idee ... ich weiß nur nicht welchem Baby ich das klauen soll. :saint:Vielleicht gibt es da was käuflich zu erwerben.

    Grüße, Carsten

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