Oh, du läufst von zu Hause, das ist so klasse ! *Neid*
Ich bin 2016 von Le Puy en Velay irgendwo anders längsgelaufen (also nicht die Via Podensis) und später dann noch den Camino Frances von SJPdP nach Santiago komplett.
In Frankreich sah es ähnlich aus wie bei uns - dort kann man sehr gut Hängemattieren.
Für Spanien habe ich mich vorher auf Google Earth (und Streetview) umgesehen. Dort hat man teilweise (sehr) wenig Wald und nur noch so eine Art Baumfelder, wo sie exakt in Reih und Glied stehen, wie für ein Battalion Hänger gemacht.
Grundsätzlich gilt wieder: Wer spät kommt und früh abhaut, kann überall hin.
Urban Stealth Hanging.
z.B. in SJPdP hab ich 2 Nächte im Dickicht gehangen, hier: 43°09'35.5"N 1°13'58.6"W
Das war schön Zentrumsnah, aber natürlich sind das keine Modellplätze wo man eine 3,5 meter lange HM mit Tarp korrekt ausrichten kann. (Ich hatte fast nur schönes Wetter das Jahr) Das war Tarpless in Hanglage und nur mit Schlafsack in der HM, Isolation meist nicht nötig bei der schönen Wärme.
Selbst in der Meseta (die du ja nicht durchwanderst) konnte ich in so einem "Baumfeld" neben einem Dorf hängen: 42.363109, -4.955008
Da war es aber noch hell und man konnte mich sehen. Auf der anderen Seite des kleinen Flüsschens hat ein Opa (mit 3 Hunden) aus dem Dorf 2 andere Pilger, die dort gezeltet haben, angemeckert.
Ich war aber wohl zu weit weg um auch gescholten zu werden.
Ich habe auch teilweise in den Albergues geschlafen - wenn man das bei der stickigen Luft so nennen kann.
Wenn ich dann am nächsten Tag total übermüdet war, freute ich mich, nachts wieder unterm Sternenzelt zu sein. Habe oft komplett durchgeschlafen, ohne ein bewusstes Drehen (!)
In Galicien sieht es dann wieder mehr so aus wie bei uns - mit Wäldern. Dort regnet es aber auch öfter.
Kurz und gut. Zum Küstenweg kann ich nichts genaues sagen. Und ein Underquilt, das von Dornen zerkratzt werden könnte, hatte ich auch nicht dabei.Nur eine Evazote, mit der ich auch auf den Boden ausweichen konnte.
Aber ich würde die HM unbedingt mitnehmen, man gewinnt so dermassen viele Übernachtungsmöglichkeiten dadurch.
Und seine Mitpilger trifft man auch auf dem Weg wieder, wenn man nicht in derselben Albergue geschlafen hat.
Schöner Gruss, Michael
Und nicht Finisterra vergessen (zur Not mit dem Bus hinfahren) So ein schöner Ort/Strand/Ende der Welt !