Posts by BoundryWaters

    In Europa wuerde ich Tentipi sagen. Nicht ganz billig, passt aber perfekt in der Norden und kann in jeder Jahreszeit genutzt werden. Auch mit Lagerfgeuer oder Ofen. Gibts als leichte Nylon Version oder Canvas. Wenn Gewicht keine Rolle spielt wuerde ich immer zur Canvas Variante tendieren. Das Material ist Polycotton, also atmungsaktiv, aber wasserdicht. Albert Doerp von Absolut Canoe vertreibt die unter anderem. Kannst ja mal auf der website vorbeischauen.

    Nach Monaten von COVID 19, Rassenunruhen, Ausgangsbeschraenkungen usw. war es mal wieder hoechste Zeit, der Stadt zu entrinnen. Wir hatten zwischenzeitlich zwar schon ein paar kleine private Outings auf dem Land eines HF Mitgliedes, aber die waren eher Arbeitseinsaetze als Entspannung. Der Wetterbericht fuer das letzte Wochenende sah perfekt aus (Nachts ein Grad plus und tagsueber sonnig und nicht zu heiss), auf der Arbeit ging auch nicht viel und somit war Fall klar. Kanu aufgesattelt, Buch und Angel eingepackt und los gings zur Michigan Upper Pensinsula.



    Da das angrenzende Wildnisareal fuer Uebernachtungen noch geschlossen war, suchte ich mir in der Naehe in einem Nationalforst ein ruhiges Plaetzechen an einem See.

    Mein Zuhause fuer die ersten zwei Naechte.



    Obwohl ich, wie man hier sehen kann, perfekt abgetarnt war, hat mich ein Bieber die zweite Nacht wohl doch bemerkt und fing an um Mitternacht Randale zu machen. Das hat ihm dann aber auch nichts genuetzt, denn ich blieb wo ich war.



    Da mit dem Boot unterwegs, habe ich Kochgeschirr und Futter in meinem 30L Fass mitgefuehrt. Hier bei der naechtlichen Aufbewahrung einige hundert Meter von meiner HM entfernt, falls sich doch noch ein Baer haette blicken lassen. Auch perfekt gegen Maeuse, Eichhoernchen, etc. und natuerlich wasserdicht....



    An meinem ersten Tag bin ich dann angelnder Weise von See zu See gepaddelt. Hier eine Portage zum naechsten See. Auf dem Wasser haben einen die Moskitos weitestgehend in Ruhe gelassen, aber im Wald haette man es ohne entsprechende Kleidung wohl keine Minute ausgehalten.



    Die naechste Portage musste bewaeltigt werden. Hier mein Wasserfahrzeug. Manchmal befoerdert es mich und manchmal muss ich es befoerdern.



    Die letzte und dritte Nacht konnte ich dann doch noch in der Wildnis uebernachten, da der Forest Service sich dazu entschied, das campen wieder zu erlauben.



    Anstelle von Angeln habe ich mich dann am zweiten Tag dazu entschlossen mein Buch zu lesen und mal nur das Noetigste zu tun.



    Ein kleines Lagerfeuer zum Kochen bzw. Grillen und um die Moskitos in Schach zu halten.



    Nichts fuer Vegetarier, dafuer aber ziemlich Deutsch.



    Nicht ganz so gut zu erkennen, aber auf dem Rueckweg an Tag Drei sind mir zwei Fischotter vor den Bug gekommen. Einen konnte ich noch mehr schlecht als recht ablichten.

    Das stimmt so aber nicht. Amerika ist seit je her ein zusammengewuerfelter Haufen vieler Nationen und Immigranten und obwohl Englisch zwar die offizielle Sprache ist, werden hierzulande viele Sprachen und Kulturen gepflegt. Das wird einem spaetestens dann deutlich, wenn man hier arbeitet und lebt. Von den Mitgliedern des HF die in Amerika ansaessig sind, haben sicherlich viele noch Wurzeln im Ausland, kommen aus den verschiedensten Kulturkreisen und ich bin davon ueberzeugt, dass es auch reihenweise Diskussionen in Spanish, Polnisch, Chinesisch etc. geben wuerde, wenn man sich nicht a) an die offizielle Sprache hielte oder b) darauf Wert legen wuerde, dass Forum auf Englisch zu halten (siehe Beitrag oben).

    Ich habe mir zum Ausprobieren zuerst nur eine vernuenftige Haengematte besorgt, mir bei einem sonnigen WE die vorhandene Isomatte und den Schlafsack geschnappt und zwei Probenaechte verbracht und es hat fuer mich gepasst. Dann folgten weitere Anschaffungen (Tarps, Quilts, etc.). Ich denke, wenn Du das Probeliegen gut ueberstehst, dann wird die Sache mit Underquilts etc. nur noch weitere Verbesserungen bringen. Eine aufs Uebernachten ausgelegte HM sollte meiner Meinung nach aber schon vorhanden sein und die Isomatte sollte auch so duenn und anschmiegsam wie moeglich sein.

    Es ist nunmal das deutsche Forum und wenn jemand, unabhaengig der Nationalitaet und wo er gerade ansaessig ist, hier regelmaessig mitmischen moechte, dann denke ich, dass es nicht zuviel erwartet ist, das auf Deutsch zu tun. Im "Hammockforums" bemuehen sich die Menschen ja auch und es geht. Mit Engstirnigkeit oder Ausgrenzung hat das meiner Meinung nach nicht viel zu tun. Der Kollege scheint das ja auch einzusehen, von daher ist doch alles im gruenen Bereich.

    Das ist dann ja wohl Pizza from the hammock ansteel von breeeakfast from the hammock! Du brauchst glaube ich einen Ooni Pizza Ofen, Dann geht's schneller...

    Also was Essen angeht kann ich Dir das dehydrieren empfehlen. Da hast Du dann Selbstgekochtes, es wiegt nichts, spart Platz, ist haltbar und schmeckt dann, wenn richtig gemacht, re-hydriert genau wie frisch gekocht.

    Anstelle von Heringen kannst Du auch an grosesseren Steinen oder Baumwurzeln abspannen, oder einfach Stoecker nehmen. Im weichen Waldboden gehts also auch gut ohne Heringe und man hat wieder etwas Platz und Gewicht gespart. Wo ein Wille ist, da ist meistens auch ein Weg...

    Also bei 8 Grad ohne Isolation von unten kann man sich schon vorstellen, dass es keine angenehme Nacht war. Wenn es aber sonst bequem war, dann wird der UQ sicherlich das Uebrige tun. Ansonsten sah das Ganze doch schin ziemlich professionell aus :)

    Stimmt, das Thermometer hast Du an einem Warmen Ort (Tasche etc.) und so wird die Innentemperatur gemessen und dann ist da noch einen separates Thermometer für die Außentemperatur. Das hängst Du Dir dann and tarp. Etwas kleiner und eleganter sind die Würfel von sensorpush. Das kriegst du dann gleich aufs Handy und es ist nicht ganz so sperrig.

    Was die Spuren angeht bin ich mir nicht sicher. Als wir vor ein paar Monaten dort oben waren (dieser Post ist ja schon etwas älter), haben wir aber aber frische Spuren von Lux und Wolf gefunden. Besonders die Wolfsabdrücke im Schnee hatten eine beeindruckende Größe...