Für meinen Geschmack ist es mit Tarp aber einfach schöner
Mehr Sicht. Mehr frische Luft. Und meiner Meinung geht eh nichts über das Geräusch des prasselnden Regens. Wird dennoch nicht meine letzte Nacht mit Socke gewesen - insgesamt trotzdem herrlisch jemötlisch und besser als jedes Bettchen daheim
Prasselnden Regen auf dem Tarp hatte ich letzte Nacht reichlich, aber zum Glück erst, als ich in der Hängematte lag und netterweise hatte es aufgehört, bevor es wieder rausging. Grundsätzlich mag ich das Geräusch auch, aber ich muss mich wohl doch noch/wieder mit dem Thema Driplines für die CH befassen, denn gestern Nacht rannen eindeutig ein paar Tropfen zu viel an den Aufhängschnüren runter, was sich, zum Glück überwiegend unter der Isomatte gesammelt hat und dann teilweise auch noch in die Gepäckmatte untendrunter in den Rucksack getropft ist. War zum Glück nichts mehr drin. Driplines hatte ich in der Anfangszeit, dann aber wieder darauf verzichtet, weil eine (überraschende) Regennacht auch ohne gut ging.
Zunächst mal habe ich aber nach fünf Kilometern dumm aus der Wäsche geschaut, denn geplant hatte ich eigentlich mal wieder eine Nacht in meinem schon mehrfach genutzten "Winterschlafzimmer", eine Minilichtung mitten im Tannengebüsch unweit des Weges und gediegen Abendessen kochen auf dem Grillplatz in der Nähe. Aber nix da, diese Barbaren von Holzfäller haben einfach den einen Hängebaum umgesägt! In der Nähe gab es nix mehr sonst, zu viel Gebüsch zwischen den Bäumen, da hätte ich das Tarp nie aufbauen können, also weiterstiefeln. Kurz überlegt, ob ich zum Sommerhängeplatz weiter oben am Berg sollte, wurde aber bald dunkel und deshalb bin ich kurzerhand ein paar hundert Meter weiter querfeld ein den Berg hoch, da wo ein Sattel zu vermuten war, der weit genug weg vom nächsten Weg lag und damit hoffentlich auch frei von Hochsitzen sein dürfte. Dort wurde ich auch fündig.
Heißes Wasser fürs Abendessen und die Wärmeflasche hat der Bushbuddy geliefert - zum Anzünden habe ich die Prozedur angesichts der auch an den Tannen reichlich feuchten Äste abgekürzt und kurzerhand mit einem Würfel Esbit entzündet.
Die Nacht selbst wurde gegen Morgen leider etwas frisch, sicher auch aufgrund der Feuchtigkeit. Zum Glück war ja eh nur ein Overnighter geplant, so dass die Daunentüte nur kurz in den Rucksack musste und jetzt in aller Ruhe abtrocknen kann. Frühstück war aber wieder super gemütlich, trotz der eher niedrigen Temperaturen - Wasser diesmal aus dem Spiritusbrenner im Bushbuddy auf der schwarzen Biene, alles in Reichweite, so dass ich erst nach dem Frühstück aus dem Schlafsack krabbeln musste. Und dank der Faltmatte sitzt es sich ja in der Crosshammock oberbequem. Damit bin ich trotz der kühlen Nacht mit nicht allzu viel Schlaf mit einem innigen Grinsen wieder zu Hause aufgeschlagen, Waldnacht ist Waldnacht, egal, wie.