Beiträge von remorque

    Kicher ^^ Schon lustig, was Du so darunter verstehst. Ich lade Dich gerne mal ins Ruhrgebiet ein, dann weiß Du, was "mitten in der Zivilisation" wirklich bedeutet :)

    Das Ruhrgebiet hat laut Google eine Bevölkerungsdichte von 1200 Menschen/km2, das Fürstenland, wo ich die erste Nacht verbracht habe, bringt es auf 500. Das ist natürlich deutlich weniger, aber doch ziemlich dicht. Die zweite Nacht habe ich in Frauenfeld (2km Luftlinie vom Bahnhof) verbracht, laut Wikipedia gibt es da 991 Menschen/km2. Die habe ich auch die ganze Nacht gehört - also ihre Autos.

    Irgendwer hat ja letztens mitten in Berlin übernachtet, das ist natürlich noch eine andere Hausnummer.

    Doppelovernighter (oder Dreitagestour in unter 48 Stunden) um die Hängematte wieder im Betrieb zu nehmen (letztes Mal war ich kurz vor Weihnachten damit unterwegs, da war es nachts auch nicht kälter als jetzt).

    Die Challenge bestand v.a. darin, mehr oder weniger mitten in der Zivilisation ein ruhiges Plätzchen zu finden. Hat 2x geklappt.

    Nr.1 für meine Begriffe ganz schön hart a Weg und die ersten Sportler sind tatsächlich schon vor 08:00 vorbeigekommen.

    Da war ich aber mit Feuern schon fertig.

    Trotzdem fragte ich mich, ob ich wohl als Radtourist identifiziert werde oder als Vagabund.

    Ich war mit Hund und Anhänger unterwegs. Wie man es sich vorstellt :

    Realität:

    Auch in der. Mittagspause bin ich abgehängt und hab mir was warm gemacht.

    Den zweiten Platz hab ich total per Zufall gefunden, doch er sagte mir mehr zu als der erste.

    Herrlich mit Morgensonne

    Allerdings in Sichtweite des Bauernbetriebes (wobei die Zufahrt dazu woanders durch ging, so dass ich nicht fragen konnte und sich auch niemand beschweren kam).

    Ich konnte die zweitlängste Nacht des Jahres in der Hängematte verbringen 🙃

    Weil die Nacht so lang ist, ist es schon bei der Anreise bald dämmrig.

    Mit dem elend schweren Rucksack gewinne ich nur langsam an Höhe.

    Und so erreiche ich den Hängeplatz erst bei absoluter Dunkelheit.

    Wobei, von wegen absolute Dunkelheit: Im Schweizer Mittelland ist es auch in der zweitlängsten Nacht ohne Mond nicht so richtig dunkel - immerhin bin ich genügend weit oben, so dass es komplett still ist.

    Nach einer sehr aufwändigen Hängemattenmontage mümmel ich mich um 21:15 Uhr in meine Federn und lösche bald das Licht. Es ist fast windstill und mit 5°C recht mild.

    Nach einer bis auf ein paar sehr hartnäckige Waldkäuze sehr ruhigen Nacht graut der Morgen.

    Wobei 'grau'

    trifft es nicht so ganz.

    Allerdings, da unten ist es grau.

    Hier oben folgt noch eine Mountainbiketour mit easy Trails,

    ein paar anspruchsvollen Stellen,

    und immer wieder toller Aussicht,

    bis ich dann schliesslich in den Nebel runter muss.

    Ich hab vorher eine Stunde gebraucht, um die Hängematte aufzuhängen. Zum einen weil ich keinen vernünftigen Baumabstand gefunden hab und darum mehrfach auf einen Baum klettern musste.


    Zum andern und vor allem - und das ist meine Frage - weil in meinem einen Whoopiesling das Seil fast nicht durchgerutscht ist und ich darum die Länge kaum verstellen konnte. Mit Massieren des Tunnels ist es Centimeterweise gegangen. Kennt jemand das Problem und gibt es eine Lösung?

    Und jetzt mal ganz konkret.
    Du liegst friedlich in der Hängematte und schnarchst. Da wirst du von lautem Gegrunze, Wühlen, Kratzen und Sabbern geweckt. Unter dir und um dich rum eine Horde Wildschweine, die deinen Rucksack untersuchen und an der Hängematte (an deinem Hinterteil) schnuppern. Was macht ihr in dieser Situation?

    Ich habe diese Situation schon erlebt und fand sie eher mühsam als bedrohlich. Also sie schnupperten nicht direkt an der Hängematte und mein Rucksack hing am Baum, aber die Rotte war um mich herum und hat mich geweckt. Also hab ich gerufen und Lärm gemacht, das hat sie vertrieben.

    Allerdi nicht für lange. Sie sind wieder gekommen und haben mich wieder geweckt. Also hab ich mehr Lärm gemacht und mit Licht gefuchtelt und geklatscht, da sind sie dann weg und nicht mehr wiedergekommen.

    Bedroht habe ich mich nie gefühlt, die wollten ja nur den. Boden pflügen, aber mühsam war es, denn ich wollte ja schlafen.

    Unser Hund wurde von Klein auf daran gewöhnt, mit sehr unterschiedlichen Situationen zu recht zu kommen: Fahrradkorb, Pendlerstess in der S-Bahn, Sessellift, Camping, Skifahren im Rucksack, stundenlang im Büro unter dem Tisch liegen etc.

    Hängemattencamping war dann kein Problem für sie. Meist schläft sie tief und fest bei mir in der Hängematte, so tief, dass sie mich mal im Schlaf tüchtig gepackt hat, als ich sie umbetten wollte.

    Bezüglich Wild im Wald ist meine Erfahrung, dass sie meistens nicht reagiert und wenn, dann mit einem tiefen Knurren, bei dem ich mich manchmal frage, woher das aus den knapp 8kg Hund kommen kann 😂

    Also ich weiß nicht, ob man unbedingt seinen Hund nachts mit in den Wald nehmen sollte. Ich würde es nicht tun, wenn ich einen hätte.

    Das Ding ist halt, dass ein Hund auf der Abhängigkeitsstufe eines Kleinkindes mit grossen sozialen Bedürfnissen ist. Den kann man nicht länger allein lassen. Wenn ich also länger als ein paar Stunden in den Wald will , muss ich ihn mitnehmen, zu Hause bleiben oder eine alternative Betreuung organisieren.

    Ja, die 2375 waren eine konservative Schätzung. Als ich die Hängematte da aufhängte, ging ich nicht davon aus, dass das ein Rekord sein könnte und hab darum auch nichts gemessen/aufgezeichnet; es ging mir nur um den Spass an der Freude.

    Ich hab gestern nach einer langen Radtour kurz vor Sonnenuntergang ohne zu überlegen mein Zelt aufgestellt - also doch, ich hab viel überlegt: Flach soll es sein, trocken und ohne unangenehme Steine im Rücken. Und als ich am Morgen so rausschaue, frage ich mich: Das könnte doch eigentlich möglich sein...


    Und siehe da:


    Es ist möglich, sogar ohne basteln.


    In der Nacht hat es ziemlich gewindet, es wäre also ein kalter Häng gewesen. So war es nur ein Spasshäng, doch, falls die Liste auf S. 1 aktuell ist, immerhin der höchste des Forums: 2375m kurz unterhalb des Maighelspass bei Andermatt.

    remorque Ja, das kommt mir sehr bekannt vor. Gruss nach Rapperswil. Ich tippe auf Federispitz oder doch Speer?
    Sehr schöne Photos. Mit dem Handy gemacht?

    Weder noch, das ist auf dem Chüemettler. Fotos mach ich mit dem Handy, einer One X2 (1-3) und einer günstigen Wechselobjektivamera (4).

    Nicht heute aber vor Kurzem: Abenteuerhund vor Tödi.

    Da war ich heute auch und hab den Hund mitgenommen, nicht dass wuppitom ihm seine den Preis für den Hund mit dem unterhaltsamsten Leben alleine erhält.

    So von wegen Natur und Instinkt und so: Die Kleine ist doch heute tatsächlich in den Fluss gefallen, weil sie die Steilheit der Böschung unterschätzt hat... und dann nicht mehr aus eigener Kraft aus dem Wasser gekommen - weil eben Böschung steil.

    Ich hatte schon das Handy ins Gras geworfen und wollte hinterher springen, doch dann reichte es, mich auf den Bauch zu legen und die Böschung runterzurobben, um sie wieder rauszufischen.

    Im übrigen hat es hier nicht nur Hochspannungsleitungen, sondern auch Neophyten in rauen Mengen.

    Bezüglich unterhaltsames Hundeleben: Am Sonntag haben wir Gipfel gesammelt