Der offizielle Overnighter-Faden

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  • Für meinen Geschmack ist es mit Tarp aber einfach schöner :) Mehr Sicht. Mehr frische Luft. Und meiner Meinung geht eh nichts über das Geräusch des prasselnden Regens. Wird dennoch nicht meine letzte Nacht mit Socke gewesen - insgesamt trotzdem herrlisch jemötlisch und besser als jedes Bettchen daheim ;)

    Prasselnden Regen auf dem Tarp hatte ich letzte Nacht reichlich, aber zum Glück erst, als ich in der Hängematte lag und netterweise hatte es aufgehört, bevor es wieder rausging. Grundsätzlich mag ich das Geräusch auch, aber ich muss mich wohl doch noch/wieder mit dem Thema Driplines für die CH befassen, denn gestern Nacht rannen eindeutig ein paar Tropfen zu viel an den Aufhängschnüren runter, was sich, zum Glück überwiegend unter der Isomatte gesammelt hat und dann teilweise auch noch in die Gepäckmatte untendrunter in den Rucksack getropft ist. War zum Glück nichts mehr drin. Driplines hatte ich in der Anfangszeit, dann aber wieder darauf verzichtet, weil eine (überraschende) Regennacht auch ohne gut ging.

    Zunächst mal habe ich aber nach fünf Kilometern dumm aus der Wäsche geschaut, denn geplant hatte ich eigentlich mal wieder eine Nacht in meinem schon mehrfach genutzten "Winterschlafzimmer", eine Minilichtung mitten im Tannengebüsch unweit des Weges und gediegen Abendessen kochen auf dem Grillplatz in der Nähe. Aber nix da, diese Barbaren von Holzfäller haben einfach den einen Hängebaum umgesägt! In der Nähe gab es nix mehr sonst, zu viel Gebüsch zwischen den Bäumen, da hätte ich das Tarp nie aufbauen können, also weiterstiefeln. Kurz überlegt, ob ich zum Sommerhängeplatz weiter oben am Berg sollte, wurde aber bald dunkel und deshalb bin ich kurzerhand ein paar hundert Meter weiter querfeld ein den Berg hoch, da wo ein Sattel zu vermuten war, der weit genug weg vom nächsten Weg lag und damit hoffentlich auch frei von Hochsitzen sein dürfte. Dort wurde ich auch fündig.

    Heißes Wasser fürs Abendessen und die Wärmeflasche hat der Bushbuddy geliefert - zum Anzünden habe ich die Prozedur angesichts der auch an den Tannen reichlich feuchten Äste abgekürzt und kurzerhand mit einem Würfel Esbit entzündet.

    Die Nacht selbst wurde gegen Morgen leider etwas frisch, sicher auch aufgrund der Feuchtigkeit. Zum Glück war ja eh nur ein Overnighter geplant, so dass die Daunentüte nur kurz in den Rucksack musste und jetzt in aller Ruhe abtrocknen kann. Frühstück war aber wieder super gemütlich, trotz der eher niedrigen Temperaturen - Wasser diesmal aus dem Spiritusbrenner im Bushbuddy auf der schwarzen Biene, alles in Reichweite, so dass ich erst nach dem Frühstück aus dem Schlafsack krabbeln musste. Und dank der Faltmatte sitzt es sich ja in der Crosshammock oberbequem. Damit bin ich trotz der kühlen Nacht mit nicht allzu viel Schlaf mit einem innigen Grinsen wieder zu Hause aufgeschlagen, Waldnacht ist Waldnacht, egal, wie.

  • Abbruch

    Da es dieses Wochenende mit dem NRW Treffen bei mir ja leider doch nichts wird, bin ich zum Trost gestern Abend noch mit einem Kumpel für einen overnighter losgezogen.

    Als wir am Nachmittag an unserem Lieblingsplatz ankamen, ereilten uns die ersten Warnungen vor starken Windböen an diesem Abend.

    Dennoch haben wir im Regen erstmal unser Lager aufgebaut und die Lage beobachtet.

    Gegen 18:00 Uhr schrieb mir meine Frau besorgt, dass es zu Hause schon ganz schön windete. Im Wald war davon nichts zu spüren. Lediglich ein Blick in die Baumkronen ließ erahnen, dass es doch Recht windig sein musste.

    Nachdem wir dann im Laufe des Abends in Hörweite zwei Mal Äste haben brechen hören, haben wir uns gegen 21:00 Uhr entschlossen abzubrechen und uns lieber auf den Heimweg zu begeben.

    War wohl die einzig vernünftige Entscheidung. Auf dem Rückweg lag dann auch ein dünner Baum auf dem Weg, der vorher noch nicht da lag. Außerhalb des Waldes waren die Windböen dann auch deutlich spürbar.

    War dennoch ein schöner Abend im Wald.

  • Für Freitag auf Samstag lautete die Vorhersage "trocken bei nächtlichen 0 Grad". Also unbedingt nochmal die letzten Gelegenheiten nutzen, bevor es aufgrund steigender Temperaturen draußen bald wieder voller und damit wieder lärmiger und auch schmuddeliger wird. Die lange Dunkelheit ist ebenso wie die Kälte doch eher ein Freund, wenn man es ruhig bevorzugt.

    Nachdem das Nachtlager inkl. dezentem Porchmode mit Blickrichtung zum Wasser aufgebaut war ...

    ... ging es nochmal für eine Weile zum Ufer um vor dem bevorstehenden Einbruch der Dunkelheit die Ruhe und Einsamkeit in vollen Zügen zu genießen.

    Alsbald brach die Dämmerung herein und somit war es an der Zeit sich dem kulinarischen Teil zu widmen. Der Magen knurrte und musste besänftigt werden ...

    Gegen 20 Uhr wurde es dann ziemlich frisch und das zweite Radler blieb verschlossen. Ab in die warme Koje. Noch ein wenig dem Wind in den Wipfeln lauschen und den Gänsen, die gelegentlich über den Wald hinweg zogen ...

    Ach ja. Es ist einfach mollig im 480er. Dennoch musste ich eine Stunde später nochmal kurz raus und verband das mit einem kurzen Marsch Richtung Seeufer zum Bewundern des Mondlichts, welches friedlich und fast mystisch herabschien und sich im Wasser spiegelte ...

    Fantastisch! Was will man mehr? Dennoch war es dann wieder an der Zeit sich in der Matte aufzuwärmen. Ich versuchte mich noch kurz an einem Hörbuch, aber der Schlaf übermannte mich zügig und gegen halb zehn war totale Nachtruhe. Warum nicht? Mal schlafen tut ja auch gut!

    Nach einer herausragend stillen Nacht wurde gegen halb acht der Tag mit einem ersten Kaffee begrüßt . Der neue Soto Gasbrenner ist eine Wucht. Dass mir der integrierte Piezozünder so zusagt war nicht zu erwarten. Aber die einhändige Getränkezubereitung (mit Links!) wird im Zusammenspiel mit der Big Mama zum Kinderspiel ...

    So rann ein Heißgetränk nach dem nächsten die Kehle herunter. Ein bisschen Hängemattenforum, ein bisschen Datencheck, ein bisschen dem wieder auffrischenden Wind lauschen ...

    ... und im Nu war es halb 11. Schnell noch ein Selbstbildnis erzeugen ;) und packen. Toll war's!


    6 Mal editiert, zuletzt von BX.33 (25. Februar 2024 um 11:22)

  • Danke für die schönen Fotos !

    Schicke Uhr !!! Was is das denn für eine ?

    Viele Grüße

    Moch

    Die Fenix 7 Sapphire Solar 47 mm. Da ich viel wandere, laufe, Fahrrad fahre und solche Spielereien und Helferlein mag, hat sich die Investition vollends für mich gelohnt. Bin sehr zufrieden!

    2 Mal editiert, zuletzt von BX.33 (25. Februar 2024 um 10:51)

  • Wir sind mit ähnlichen Gedanken wie BX.33 vom Samstag auf Sonntag losgezogen. Angesagt waren Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt (also auch keine Zecken!) - gemessen habe ich dann -2°C - und in der ersten Hälfte der Nacht etwas Schnee.

    Als wir jedoch kurz nach dem Eindunkeln am Picknick-Platz ankamen, waren da tatsächlich schon zwei andere 😳. Die haben sich allerdings nur noch ihr Süppchen gekocht und Schoggibananen auf dem Feuer gemacht und sind dann nach Hause spaziert. Also konnten wir in Ruhe unsere Feuerkocher in Betrieb nehmen

    und auf der Glut unserer Vorgänger die Würste braten und die Kartoffeln erhitzen.

    Recht früh waren wir fertig mit dem kulinarischen Teil, und so machten wir uns an den architektonischen Teil. Da der Niederschlagsradar hartnäckig Schneeschauer ankündigte, quetschten wir so gut es ging zwei Hängematten unter ein Tarp. Für einen Landregen hätte das nicht gereicht, aber für ein bisschen Schnee hoffentlich schon.

    Nach einem letzten Pinkelgang mit Aussicht

    zogen wir uns auch schon vor 22 Uhr in unsere Kojen zurück. Weil ich ein guter Mensch missionarisch veranlagt bin, überliess ich meinem Begleiter mein bestes Material, während ich selbst mit der alten Amazonasmatte und dem Sommerunterquilt und einer zusätzlichen Isomatte in der Hängematte vorlieb nahm. Trotz dem eigentlich unschlafbaren Material döste ich sofort weg und erwachte erst um 03:30 zum ersten Mal, weil sich die Blase meldete. Zum Glück kann man sagen, denn geschneit hatte es nicht und stattdessen hatten sich die Wolken verzogen und der Vollmond war rausgekommen:

    Anschliessend fand mein Körper mein Material doch nicht mehr so toll und ich hörte zuerst meinem Begleiter beim Schlafen zu und schlief dann selbst zu einem Podcast wieder ein, bis uns die Vögel weckten.

    Es wird ja bereits früher wieder hell, allerdings war der Lagerplatz suboptimal bezüglich morgendlicher Besonnung. So mussten wir bis 8:15 Uhr warten, bis die Sonne kam. Die Zeit vertrieben wir uns mit kochen,

    mehr kochen,

    und uns für unseren tollen Lagerplatz beglückwünschen.

    Weil ich noch zur Arbeit musste, und vorher noch bei einer Dusche vorbei wollte, machten wir uns um 8:45 Uhr wieder auf den Nachhauseweg, obwohl es mit der Sonne gerade angefangen hatte, angenehm zu werden.

    Nach den beiden späten Schoggibananenkochern ist uns bis zu unserer Abfahrt tatsächlich niemand mehr begegnet, obwohl unser Biwakplatz recht zentral lag und keine 15min vom nächsten Parkplatz entfernt.

  • Ahoi... Dunkel war's, der Mond schien helle😮

    Nach einer Nacht in der Hängematte war ich schon früh auf dem Wasser eines norddeutschen Kleinflusses unterwegs.

    Oft konnte ich ihn vor lauter Bäumen und Gestrüpp nicht wirklich sehen. Wege durchs Labyrinth finden, klettern und durchschlängeln war angesagt.

    So ging es etwa 13km und kurz vor dem Ausstieg bin ich doch tatsächlich nochmal unfreiwillig umgekippt...kurz untergetaucht und wieder hochgeploppt.

    Neben dem Boot und dem ebenfalls treibenden Rucksack.

    Es war schon recht frisch und ich war froh über die Weste und Paddelkleidung. Nächstes Mal packe ich gerne wieder mehr davon ein, denn ein Klumpen klitschnasse Isojacke bringt nicht wirklich was. Brrr^^

    Grüße, Martin

  • Danke BX.33 , ja, es war unkompliziert, nah und sehr gelungen.

    Dein Bericht hat mich auch sehr angesprochen. Es ist schön zu sehen, wie Menschen 100te km entfernt in einer total anderen Landschaft demselben Hobby frönen und sich ganz ähnliche Gedanken und ähnliche Erfahrungen machen.

    Und dann gibt es noch die Omorotschka s 😂👍, mal sehen, ob ich meinen nächsten Overnighter auch mit etwas mehr Action garnieren kann. Wasser in flüssiger Form ist allerdings nicht so mein Ding, aber eine Skitour mit Hängemattenübernachtung wär vielleicht mal was 🤣

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