Einsteiger tut sich schwer

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  • Hallo,

    ich versuche momentan mich an das schlafen in der Hängematte zu gewöhnen. Ich befürchte aber, dass wenn überhaupt dies ein langer Weg wird.

    Momentan benutze ich im Garten ein Zelt und daneben die Hängematte. Die letzten 3 Nächte bin ich jedesmal nach 2-3 Studen aus der Matte ins Zelt.

    Letzte Nacht wurde mir sogar etwas schlecht von dem Geschaukel und es steckt mir auch jetzt, am nächsten Morgen, noch in den Knochen sozusagen.

    Ich glaube mein Setup ist noch recht ungünstig...Ich habe statt eines Underquilts die erste Nacht eine Decke unten rein geleget und eine für oben. Die letzten 2 Nächte habe ich es mit einer Faltisomatte versucht.

    Bei beiden Varianten musste ich mich oft hin und her bewegen bis das halbwegs passte. Wahrscheinlich war das etwas zuviel geschaukel. ich merk es jedenfalls gerade beim tippen wie ich innerlich noch am schaukeln bin.

    Auch das ich noch nicht so recht meine Position gefunden habe und mehrmals raus und rein bin dürfte seinen Teil dazu beigetragen haben.

    Ein anderes Problem war das Kissen. Ohne fehlt was und mit Kissen liegt der Kopf zu hoch. Da will ich auch nochmal rumprobieren...vielleicht nur eine Nackenrolle.

    Mich würde interessieren ob es Leute hier gibt denen es ähnlich ging. Die nicht nach 1-2 Nächten prima durchschlafen konnten sondern eine längeren Prozess durchlaufen haben?

    Grüße Airween

  • Hi.

    mein erster Vorschlag wäre auf der Mitgliederkarte zu schauen ob es in der Nähe jemanden gibt der sich entweder dein Setup ansehen kann - oder dich eine Nacht in ihrem/seinem Setup schlafen lässt um zu sehen ob sich das für dich besser anfühlt.

    Das Thema Kopfkissen scheint sehr individuell zu sein. Ich habe von einigen gelesen, dass sie aufblasbare Kissen nutzen, diese aber nur sehr wenig aufblasen.

  • Mich würde interessieren ob es Leute hier gibt denen es ähnlich ging. Die nicht nach 1-2 Nächten prima durchschlafen konnten sondern eine längeren Prozess durchlaufen haben?

    Grüße Airween

    Ja, bestimmt ausnahmelos erging es hier allen so.

    Es führt kein Weg an einer großen Matte mit Underquilt und Topquilt vorbei. Erst damit kommst Du in den Genuss mit ausgestreckten Beinen gemütlich warm zu liegern, so dass nichts mehr stört.

    Vergesst endlich mal die kleinen Matten. Die sind wie Zwangsjacken und ohne Underquilt würde ich auch wieder zum Bodenschläfer werden.

  • Bin selber kein Fachmann, aber vielleicht hilft Dir meine Erfahrung.

    Ich hab eine HM mit zwei Lagen, zwischen denen die Isomatte eingelegt werden kann. Dadurch verrutscht die Matte nicht so sehr bei Bewegung. Aber der Underquilt war für mich echt ein gamechanger.

    Genauso wie die HM am Fussende höher zu hängen. Bei mir sind es 20-30cm die die Sache erst richtig bequem machen.

    Als Kopfkissen benutze ich ein aufblasbares Kissen von cocoon. Ist etwas raschelig aber man kann genau so viel Luft rein füllen wie man möchte. Und trotzdem ist das Packmass überschaubar (etwa faustgross).


    Gruss!

  • Beitrag von Airween (14. August 2026 um 12:51)

    Dieser Beitrag wurde vom Autor gelöscht (14. August 2026 um 12:52).
  • Ganz einfach: Mittagsschlaf!
    Die Hängematte punktet da, wo es im Haus unangenehm und im Zelt unerträglich wird. Wenn es heiß ist, erübrigt sich das ganze Gehampel mit Isomatte und Schlafsack, und man kann einfach entspannt schlafen.

  • Mir ging es vor 10 Jahren wie dir: ich bin immer nach 2-3 Stunden ins Bett zurückgegangen. Ich habe es dann so gemacht: immer an den Wochenenden, wo ich morgens nicht zur Arbeit mußte, bin ich länger geblieben: ich fand es in er HM sehr angenehm und kuschelig, konnte aber nicht einschlafen. Aber nach einigen Wochen hat es dann doch geklappt. Es dauert, bis man den richtigen Winkel für die Aufhängung (ich hänge das Fußende ca. 30 cm höher) findet und auch eine angenehme Diagonallage: ich liege, wenn man sich eine Uhr vorstellt zwischen der 5 und der 11 oder, wenn du andersrum drinliegst zwischen 7 und 1. Also nicht zu schräg.

    Das Schaukeln lässt sich ganz gut vermeiden, in dem man nicht zu schwungvoll einsteigt (im Zweifelsfall mit dem Arm auf den Boden fassen und die HM anhalten.) Beim Umdrehen wackelt meine HM sehr wenig, weil ich im (Decken-) Schlafsack liege und der rutscht sehr gut auf dem Stoff der HM. Durch die geringe Reibung kommt die HM dann kaum ins Schwingen. Wichtig ist, dass man auch in der Seitenlage genauso schräg in der Matte liegt, wie wenn man auf dem Rücken liegen würde.

    Bzgl. Kissen: ich verwende kleine Kissen: ich halbiere Sofakissen, die 40x40 cm groß sind, so dass mein Kissen dann nur 20x40 cm groß ist. Das ist für mich ideal, weil ich es nur unter dem Nacken, bzw. bei Seitenlage unter dem Kopf brauche. Ohne Kissen wird mein Kopf zu sehr abgeknickt bzw. rollt er immer auf eine Seite. Aufblasbare Kissen habe ich nicht so gern, weil bei jeder Kopfbewegung die Luft nach rechts oder links verschoben wird und dann empfinde ich das Kissen als zu wackelig.

    Ansonsten schließe ich mich kempkes an: vielleicht wohnt jemand bei dir in der Nähe und du kannst dir Tipps holen bzw. mal probeliegen. Die meisten hier haben mehrere Matten...

  • Bei mir hat es geholfen mit der Hängematte auf Wandertour zu gehen. Zwei Wochen durchs Sauerland. War ja auch der Grund aus dem ich auf die Hängematte gekommen bin.

    In den ersten Nächten war ich mehr wach als das ich geschlafen habe aber nach gut einer Woche hab ich durchgeschlafen wie ein Baby. Die Tägliche Anstrengung die Routine habens gebracht.

    Seit dem ist sowohl die Hängematte als das Schlafen allein im Wald ein Genuss 😎

    Don't Panic

  • Hallo Airween willkommen!

    Du hast uns nicht gesagt, was für eine HM du benutzt und wie lange sie ist, und wie deine Körpermaße sind. Da können wir dir wohl wenig weiterhelfen.

    Ich selber kann in kurzen (2,8 m) HM nur einen Mittagsschlaf machen, aber nicht länger als eine halbe Stunde drin liegen. In größeren HM (min 3,4 m), die schlaff aufgehängt sind, sodass man diagonal drin liegen kann, kann ich eine Nacht schlafen.

    Ich habe auch mit einer Decke in der HM angefangen. Das ging für mich zum Anfangen sehr gut, bis ich mir mein erstes Unterquilt gebastelt habe.

    Also, teile uns mal diese Informationen mit, dann schauen wir weiter.

  • 1,80m und 80kg, Fagorian . ;)


    Ich messe 1,79m, Airween und kann in 11ft nicht auf der Seite schlafen.

    Die Faustregel mit dem 1,9 Faktor ist eine Orientierung, keine Garantie.

    Seit 08/2022 schlafe ich jede Nacht in einer 12ft-Matte (~360cm) und liege dabei sowohl auf dem Rücken als auch auf beiden Seiten.

    Probleme mit dem Rücken kenne ich seit über dreissig Jahren. In einem Bett schlafe ich überhaupt nicht mehr, weil ich immer mit Schmerzen aufwache.

    Underquilt ist die einzige vernünftige Lösung für die gathered end Hängematte, (Ausnahme: Hennessy Hammocks), lass das mit den Isomatten, untergelegten Decken uä. einfach sein.

    Auf den bakannten grossen Onlineplattformen wirst Du keine vernünftigen Matten finden, Ausnahme ist die (Einsteiger-)Marke Onewind.

    Google z.b. mal die Hersteller "Khibu", "Need for Trees", "Lesovik" und guck Dir den Shop von MrHydeAndMe an.

    Da gibt es allnachtstaugliche Hängematten.

    Zu kurz ist einfach Mist, wenn mehr als nur mal kurz loungen möchtest.

    Und ich stimme barfuß zu, man liege eher leicht schräg zur Längsachse. Kopf auf ein, Füsse auf sieben Uhr, keinesfalls 45°.

    Der Begriff "diagonal" ist vollkommen irreführend. "Schrägonal" trifft es besser.

    Hier ein Foto, geknipst in Ausrichtung zur Längsachse:

    Genau so liege ich hier gerade, während ich Dir das hier auf'm Handy am Ostseestrand tippe. ;)


    Und Kopfkissen: klein und flach. Kein Vergleich mit einem Bettkopfkissen.

    In Rückenlage eher in der Nackenwölbung als unter dem Hinterkopf.


    Herrliche Grüsse und: dranbleiben, jenshelge

  • Hey und Hallo,

    erstmal vielen Dank für eure Unterstützung. Klasse.

    Ich habe gestern mal einen Bekannten besucht der auch in Hängematten schläft. Dort konnte ich mir einen Underquilt ausleihen. Echt super das Teil. Ich hab dann später beim Einsteigen in die Hängematte aufgepasst nicht zu wackeln und mich nicht zu hektisch zu bewegen. Hat insgesamt schon wesentlich besser geklappt... Mir ist jedenfalls nicht schlecht geworden. Ich lag bis es hell wurde und muss zwischendurch mal kurz eingenickt sein. War leider wirklich nur kurz aber immerhin...

    Ich hab als Kissen einfach ein Handtuch zusammen gerollt....das hat sehr gut funktioniert.

    ich glaube sehr viel ist jetzt psychologisch. Ich liege und warte ob ich einschlafe....die beste Voraussetzung um nicht einzuschlafen.

    Ansonsten ist es etwas eng an den Schultern. Ich liege ziemlich genau wie oben auf dem Bild zu sehen...Füße rechts, Kopf links. Der Stoff rechts neben dem Körper spannt sich und drückt gegen die Schulter.

    Interessant ist wenn ich wieder ins Zelt gehe und mich auf die dünne Schaumstoff Isomatte lege wie krass unbequem und hart das eigentlich ist aber der Körper so dran gewohnt ist und ich auch jedesmal sofort einpenne.


    Hallo Airween willkommen!

    Du hast uns nicht gesagt, was für eine HM du benutzt und wie lange sie ist, und wie deine Körpermaße sind. Da können wir dir wohl wenig weiterhelfen.


    Ich habe eine günstige von Naturfun. 3x2 Meter.

    Die hat aber gestern schon direkt Bekanntschaft mit meiner Nähmaschine gemacht da eine Naht aufgegangen ist.

    Liebäugeln tue ich daher gerade mit der Onewind als 12" Version.


    Viele Grüße

    Airween

  • Hi Airween! Lass uns doch bitte wissen wie groß und schwer du bist. Das sind die wichtigsten Faktoren um eine weitere Beratung möglich zu machen. Alles andere ist nur stochern im Sand was hinterher zu unnötigen Ausgaben führt.

    Youtuber, Instagramer und Blogger der unter anderem von Firmen mit Hängemattenbezug ausgestattet wird. Dazu gehören Onewind, Khibu und getyourassout.de. Sponsorings kennzeichne ich in den entsprechenden Beiträgen.

  • 180/80

    Genau, danke.

    Ich hab in meinem Vorstellungsthread dazu schon was geschrieben gehabt. Deshalb hab ich es wahrscheinlich hier nicht mehr erwähnt. 1,80, 80 Kilo, Bandscheibenvorfall (L5/S1).

    Meine Bandscheiben sind aber, anders als von mir erwartet, garnicht das Problem sondern zwischen den Schultern wird es nach längeren liegen unangenehm. Könnte mir aber vorstellen, dass sich das legt.

    Gestern vorm schlafen gehen hab ich mir als Einschlafhilfe ein Bier gegönnt. Und zwar wirklich nur eins da mir in der Matte auch ganz schnell spei-übel werden kann. Jedenfalls ging der Plan zunächst auf...ich bin direkt eingepennt...allerdings nur sehr kurz und danach hab ich das Bier bereut. Nicht wegen pinkeln sondern eher kopfmäßig. Bin dann mal kurz raus und es wurde besser. Nachdem ich mich wieder in die Matte gelegt habe, muss ich tatsächlich eingeschlafen sein, denn ich kann mich an einen sehr schrägen Traum erinnern. Bin diesmal auch komplett die Nacht in der Hängematte geblieben. Meistens zwar wach aber das ist generell schonmal ein guter Fortschritt :)

  • Meine Bandscheiben sind aber, anders als von mir erwartet, garnicht das Problem sondern zwischen den Schultern wird es nach längeren liegen unangenehm.

    Hast du mal versucht, die Hängematte mehr durchhängen zu lassen (kürzere Ridgeline)? Das kann den Druck auf die Schultern reduzieren.

    Allerdings funktioniert das besser oder nur richtig, wenn deine Hängematte ausreichend lang ist (>1,8x Körpergrösse).

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