Das Märchen stirbt auch nie aus
Es gibt keinerlei Wirknachweis. Same für Kokosöl, Eigenurin oder Kopfstand. Haben wir hier meine ich auch bereits (mehrfach?) abgehandelt. Bitte Vorsicht mit Pseudofakten hier - die Konsequenz, wenn's in die Hose geht, kann gravierend sein!
Lassen wir die Kirche doch mal im Dorf - oder untermauern steile Thesen zumindest, statt selbst Pseudofakten zu verbreiten.
Zunächst einmal habe ich keine Produktempfehlung gegeben, sondern nur die Frage beantwortet, ob man den Zeckenschutz durch die eigene Ernährung verbessern kann.
Ich kenne die LD50 von Schwarzkümmelöl nicht, aber soweit ich sehen kann herrscht Einigkeit, dass (für Menschen) keine besondere Giftigkeit gegeben ist. Die schlimmste Konsequenz wäre also, dass man einige gesunde Inhaltsstoffe aufgenommen hat (ohne Wirkung auf Zecken).
Für den anderen Aspekt zitiere ich einfach mal die "Konkurrenz" (https://www.antibrumm.ch/zecken/hausmittel-gegen-zecken/#schwarzkümmelöl):
Zitat
Schwarzkümmelöl gilt als pflegend für die Haut und förderlich für die Gesundheit. Noch dazu soll Schwarzkümmelöl gegen Zecken helfen. Erfahrungsberichten von Hundebesitzern zufolge kann das Öl, unter das Futter gemischt, den Zeckenbefall der Tiere reduzieren. Menschen wird empfohlen, sich damit die Haut einzureiben. Studien, die die Wirksamkeit beweisen, fehlen bisher. Vermutlich kann Schwarzkümmelöl Zecken also nicht vollständig fernhalten.
Zunächst einmal gibt es offensichtlich keine Belege dafür, dass Schwarzkümmel unwirksam ist - dafür aber https://www.br.de/radio/bayern1/schwarzkuemmeloel-104.html.
Grundsätzlich haben Abwehrmittel auch immer eine psychologische Wirkung - und wenn türkisches Fladenbrot jemanden hilft, seine Zeckenparanoia zu überwinden, wäre das auch schon ein positiver Effekt.
Entscheidend ist nur, dass man eine halbwegs richtige Risikoabwägung durchführt:
Beim Zelten in Brandenburg reicht das sprichwörtliche Schlangenöl zum Schutz vor Reptilien, in Australien eher nicht.
Oder übertragen auf die Zecke: Wenn eine reale Gefahr durch Krankheiten besteht, sollte man ernsthaft über heftige Mittel nachdenken; wenn das nicht der Fall ist, und man sich eigentlich nur vor Krabbeltieren ekelt, dann kann man Experimente mit Hausmitteln machen.