Hängematte und Hund

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  • Hallo ihr,

    Beim Lesen habe ich gesehen, dass einige von euch mit Hund unterwegs sind. Ich würde meinen auch gerne mal mitnehmen. Ausführliche Waldspaziergänge und Bogenparcoure kennt er. Campingplätze auch, aber im Wald vor der Hängematte schlafen, ist dann doch anders. Ich hab gesehen, dass z.B. Milo in einer Box schläft, aber wie kommt die zum Trekkingplatz? Und wie reagieren eure Hunde, wenn Tiere in der Nähe sind?

    Habt ihr da eventuell coole Tips?

  • Unter der HM wird er nicht nass Ich würde ein Stück Isomatte mitnehmen u. ggf. noch eine Pferdedecke. Nachts am besten festbinden wegen dem Wild. Bei Jagdhunden geht der Jagdtrieb gerne mit ihnen dutch und sie laufen dem Wild hinterher. Hütehunde bleiben i.d.R. beim Herrchen und passen auf, wenn sie Wild wittern.

    Auch das Wild wittert den Hund und hält Abstand. Wildschweinen ist das egal. Sind Wildschweine in der Nähe kann es sein, dass Dein Hund nicht einschlafen kann und zwischendurch anschlägt, wenn ihm das Getümmel und Gewühle zu wild wird.

    Einen Hund dabei zu haben ist immer gut. Der passt auf und wittert aus weiter Entfernung wenn irgendwo etwas los ist.

  • Moin,

    meine kleine Bonny kennt und liebt das über Nacht draußen bleiben sehr. Ich habe sie von Anfang an schon als Welpe mit raus genommen..........

    Obwohl sie die verschiedenen Tiergeräusche und Gerüche der Nacht mittlerweile gut kennt, schlägt sie bei manchen immernoch an.

    Vielleicht erstmal in weniger von Wildtieren frequentierten Gebieten langsam rantasten wie der Hund nachts alleine vor der Hm reagiert .....

    Passt der Hund von der Größe her mit in die Hm, würde ich ihn auch mit hinein nehmen.

    Ansonsten würde ich dem Hund gleich neben/unter der Hm seinen wetterfesten Schlafplatz einrichten. Wichtig in der kälteren Jahreszeit ist natürlich der Schutz vor Boden Kälte, Nässe und Wind. Dafür gibt es im Handel z.B. kleine Hundezelte oder man bastelt sich etwas aus einem Tarp o.ä.

    Wenn der Hund sich Nachts draußen wohl und sicher fühlt dann bleibt er bestimmt auch gerne mitten im Wald mit dir draußen. Kommt aber wohl auch auf die Rasse und dem Hund selbst an und darauf wie früh man den Hund daran gewöhnt über Nacht mit im Wald zu bleiben.

    Ich kannte mal Labrador, der sich nachts beim Angeln am See überhaupt nicht wohl fühlte obwohl er mit im Angelzelt schlafen durfte. Er war permanent in Alarmbereitschaft und sobald es dunkel wurde sehr ängstlich.

    Solange ich dabei bin schläft meine Bonny tief und fest in der Hm und hat sich an das meiste was nachts draußen im Wald so vorkommt gut gewöhnt.

    Gruß von der Ostsee

  • Das klingt vielversprechend. Im Welpenalter anfangen wäre natürlich perfekt gewesen. Aber grundsätzlich scheint nichts gegen eine Nacht mit Hund im Wald zu sprechen. 🤩

    Für die Hängematte ist er mir zu groß. Ich denke ich probiere es mit einem Stück Isomatte und getragenen Klamotten. Die Idee mit dem Mini Hundetarp gefällt mir gut, dann kann er nicht so viel durch die Gegend schauen. Abhauen tut er nicht, da bin ich sicher. Die Frage ist eher, wie laut es wird. Geräusche meldet er auch zu Hause sehr zuverlässig.

  • Geräusche meldet er auch zu Hause sehr zuverlässig.

    Ob das für die im Wald lebenden Tiere nicht ein großes Problem ist? Die kriegen doch den Schreck ihres Lebens, wenn in "ihrem" "Wohnzimmer" plötzlich ein Hund zu bellen anfängt.

    Ich erschrecke jedenfalls auch bei jedem Hundegebell und fühle mich dann sehr unwohl. Und wenn ich das nachts im Wald hören würde und nicht weiß ob der Hund angeleint ist, würde ich Angst kriegen. Ich nehme sehr an, dass das den Waldtieren auch so geht, denn die kennen Gebell bei Dunkelheit ja primär von Jagdhunden bei der Jagd und das bedeutet Todesgefahr.

    Also ich weiß nicht, ob man unbedingt seinen Hund nachts mit in den Wald nehmen sollte. Ich würde es nicht tun, wenn ich einen hätte.

  • Danke Naphtet für den Link. Ich hab im Forum gesucht, bin aber nicht auf "Dackelgarage" gekommen. 😅 Sieht echt gut aus!

    Das Wild Nachts erschrecken möchte ich nicht barfuß. So ganz sicher, ob es eine gute Idee ist und wie er sich im Wald verhalten würde, bin ich mir nicht. Im Zelt auf Campingplätzen funktioniert es ganz ohne Gekläffe. Ob das für durch das Lager laufendes Wild auch gilt? Bei Waldapaziergängen findet er alles, was größer als ein Hase ist, unspektakulär. Zum Glück.

    Vielleicht starte ich auf einem kleineren Campingplatz mit Hängematte und Zelt. Da sind weniger Wildtiere und wir könnten Umziehen, falls es nicht klappt.

    Ich will wieder Frühling und raus. Heute ist bei uns echt garstiges Wetter. Da ist selbst ein Spaziergang im Wald nicht drin.

  • In den Städten laufen Wildtiere unbeeindruckt herum. Sogar ein Dachs lief mir schon über den Weg, mitten in der Stadt. Füchse, Rehe, Waschbären, Wildschweine, Marder kommen alle in die Stadt. Würde das Wild nicht mit Menschen o. Hunden zurechtkommen, weil wir zu laut sind, dann würden sie nicht durch Innenstädte laufen und zudem sich nicht so stark vermehren.

    Der beste Indikator dafür, dass es Tieren gut geht, ist wenn sie sich gut vermehren. Wir haben viel stärkere Wildbestände als noch in den 90ern. Ich verstehe nicht wieso man das Wild besonders schonen möchte, in dem man sich aus der Natur zurückzieht. Auf der einen Seite soll ein Hund das Wild bitte nicht vergrämen, aber gleichzeitig sollen Behörden bitteschön Giftköder gegen Ratten auslegen, damit Fußgängerzonen ansehnlich bleiben. Das ergibt keinen Sinn.

  • Ich verstehe nicht wieso man das Wild besonders schonen möchte, in dem man sich aus der Natur zurückzieht.

    Was ist „das Wild“? Sind vom Aussterben bedrohte Arten gemeint oder solche mit einer Überpopulation? Sowohl Iltis und Wildkatze als auch Rotwild und Wildschweine leben im Wald. Wenn der Mensch in ihren Lebensraum eindringt, stört er sie alle. Bei letzteren ist der Schaden durch die Störung wahrscheinlich hinnehmbar, bei ersteren wohl eher nicht.

    Deshalb halte ich es für angebracht, sehr behutsam mit dem Thema umzugehen. Vielleicht kann der örtliche Förster Hinweise geben, welchen Teil des Waldes man mit Hund besser meidet und an welcher Stelle er keine Probleme sieht.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Hi Timber,

    Beim „Mittagsschlaf“ in der Hängematte sitzt oder liegt Mailo neben mir/an der Matte. Ich muss ihn aber anbinden, da sein Jagdtrieb zu groß ist.

    Eine richtig super Lösung habe ich auch noch nicht. Die Box die du gesehen hast, kommt per Auto zum Platz ;)

    Am leichtesten ist vermutlich das Pup Tent von DutchWare:

    Pup Tent - Dog Camping Gear | DutchWare Camping
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  • Unser Hund wurde von Klein auf daran gewöhnt, mit sehr unterschiedlichen Situationen zu recht zu kommen: Fahrradkorb, Pendlerstess in der S-Bahn, Sessellift, Camping, Skifahren im Rucksack, stundenlang im Büro unter dem Tisch liegen etc.

    Hängemattencamping war dann kein Problem für sie. Meist schläft sie tief und fest bei mir in der Hängematte, so tief, dass sie mich mal im Schlaf tüchtig gepackt hat, als ich sie umbetten wollte.

    Bezüglich Wild im Wald ist meine Erfahrung, dass sie meistens nicht reagiert und wenn, dann mit einem tiefen Knurren, bei dem ich mich manchmal frage, woher das aus den knapp 8kg Hund kommen kann 😂

    Also ich weiß nicht, ob man unbedingt seinen Hund nachts mit in den Wald nehmen sollte. Ich würde es nicht tun, wenn ich einen hätte.

    Das Ding ist halt, dass ein Hund auf der Abhängigkeitsstufe eines Kleinkindes mit grossen sozialen Bedürfnissen ist. Den kann man nicht länger allein lassen. Wenn ich also länger als ein paar Stunden in den Wald will , muss ich ihn mitnehmen, zu Hause bleiben oder eine alternative Betreuung organisieren.

  • Das Ding ist halt, dass ein Hund auf der Abhängigkeitsstufe eines Kleinkindes mit grossen sozialen Bedürfnissen ist. Den kann man nicht länger allein lassen. Wenn ich also länger als ein paar Stunden in den Wald will , muss ich ihn mitnehmen, zu Hause bleiben oder eine alternative Betreuung organisieren.

    Das stimmt natürlich! Wenn man nicht mit anderen Menschen zusammen wohnt, ist das ein Problem.

  • Mein Buddy bringt mir morgens immer wahlweise einen Elch oder ein Wildschwein zum Frühstück.

    Voll praktisch!

    Gebellt hat er nachts noch nicht, aber er möchte mit seinen zarten 38kg trotz alledem gerne mit in die Hängematte.

    In die Amok hat er es auch schon geschafft.

    Tut nichts, was ich nicht auch täte

  • Was ist „das Wild“? Sind vom Aussterben bedrohte Arten gemeint oder solche mit einer Überpopulation? Sowohl Iltis und Wildkatze als auch Rotwild und Wildschweine leben im Wald. Wenn der Mensch in ihren Lebensraum eindringt, stört er sie alle. Bei letzteren ist der Schaden durch die Störung wahrscheinlich hinnehmbar, bei ersteren wohl eher nicht.

    Deshalb halte ich es für angebracht, sehr behutsam mit dem Thema umzugehen. Vielleicht kann der örtliche Förster Hinweise geben, welchen Teil des Waldes man mit Hund besser meidet und an welcher Stelle er keine Probleme sieht.

    Alles ist Wild und bedrohte Arten sind ganzjährig geschützt. Die Klassifizierung von Tieren ist überhaupt schwierig. Wie u. wo fängt man an und wo hört man auf? Kommen bedrohte Amphibien und Insekten noch hinzu, oder sind die in der Evolutionsstufe zu niedrig angesiedelt gegenüber Säugetieren? Sich in der Natur zu erholen ist gleichzeitig ein Recht der Menschen.

    Ich meine nicht dass der Mensch mit seinem Hund die Tiere großartig stört, solange der Hund das Wild nicht kilometerweit hetzt. Großere Brunftgebiete sind meistens bekannt oder ausgeschildert.

    Mir ist aufgefallen dass sich viele Tiere nachts sowieso nicht für den Mensch/Hund interessieren. Sie kommen aus ihren Löchern und gehen unbeeindruckt ihren Geschäften nach. Wir haben im September unbewusst unsere Hängematten direkt über einem Nutria-Bau aufgebaut. Um 2.00 Uhr morgens kam Familie Nutria heraus und hat sich im Fressrausch überhaupt nicht für uns interessiert, bis zur Dämmerung. Tagsüber sind sie dort sehr scheu.

  • Ich werde berichten, wie es läuft und eine Art Pup Tent nähen als Vorbereitung. Ausschließen, dass er dann doch irgendwie in der Hängematte landet, würde ich aber nicht.- sind ja nur knapp 20kg. ☺️

    Dass Hund und Mensch das Wild nicht stören, glaube ich nicht. Aber gerade bei ausgewiesenen Trekkingplätzen lernen Tiere, dass dort Trubel ist. Ein Eingriff ist es trotzdem. Da bleibt nur Abwägen wohin man sich wie bewegt.

  • Der beste Indikator dafür, dass es Tieren gut geht, ist wenn sie sich gut vermehren.

    Das ist schlicht und ergreifend falsch — oder glaubt irgendjemand, den Hühnern in der Legebatterie geht es gut? Rein wissenschaftlich gesehen ist auch der Mensch ein Tier...

    Die Ruhe der Wildtiere ist kein Grund, das heimatliche Wohnzimmer nicht mehr zu verlassen, aber es steht uns imo gut zu Gesicht, sich in der "Natur" wie ein Gast zu benehmen: Keinen Müll hinterlassen, kein unnötiger Lärm, und generell Rücksicht.
    Hunde sind da allerdings weniger schlimm als viele Menschen, und angeleint imo absolut vertretbar (meistens).

  • Moin,

    Hühner in der Legebatterie legen (falls keine Legenot besteht) Eier weil sie durch Hormone (Eisprung) dazu gesteuert werden und durch Selektion für ein Dauereierlegen gezüchtet wurden (auch Rasse abhängig). Dadurch werden unabhängig vom Hahn permanent im Körper Eier produziert ......

    Zur eigentlichen Fortpflanzung fehlt noch der zusätzliche sexuelle Anreiz ( im Hühnerfall der Hahn).

    Die meisten in Menschenhand gepflegten/gehaltenen Tiere zeigen durch ein erfolgreiches Fortpflanzen das es ihnen den Umständen entsprechend gut geht. Ein krankes, sich permanent unwohl fühlendes Tier hat keine Ambitionen zur Fortpflanzung (durch vielfache Haltung vieler Arten in Zoos belegt)

    Die meisten Wildtiere in unseren Breiten sind menschliche Einflüsse im negativen wie auch im positiven gewohnt und sind in dieser Beziehung sehr robust.

    Eine Maus oder ein Feldhase z.B. wird immer fliehen wenn irgendetwas seine Fluchtlinie überschreitet oder sonst etwas nach Gefahr wittert........

    Menschen und Wildtiere leben schon seit tausenden Jahren "zusammen" und mir ist kein Fall bekannt, daß eine Art nur durch die bloße Anwesenheit des Menschen geschädigt oder vertrieben wurde.

    Es war immer gezieltes Bejagen, zerstören von Lebensräumen und Nahrungsgrundlagen die dem Wild zu schaffen machte aber nicht die bloße Anwesenheit des Menschen. Viele Wildtierarten sind von Geburt an sehr scheu und auf Flucht oder verstecken programmiert, unabhängig davon ob dort gerade ein Mensch, Hund, Wolf, Fuchs oder Bussard in ihrem Umfeld "eindringt".

    Die Dinge wie keinen Müll draußen zu hinterlassen, keinen unnötigen Lärm verursachen und sich grundsätzlich rücksichtsvoll zu verhalten sollten für Naturliebhaber selbstverständlich sein.......

    Da der Mensch biologisch auch ein Säugetier ist, gehört er auch mit zur Natur......nur leider verhalten sich nicht alle Mitmenschen gegenüber anderen Tieren draußen zu so rücksichtsvoll wie sie es vielleicht sollten. Ist aber wohl insgesamt ein schwieriges Thema.......

    Gruß von der Ostsee

  • Wie cool das wir einen Tierexperten hier haben, ich hatte vergessen was du mal gelernt hattest wuppitom


    Waren das nicht Garnelen, wo sie Augen abschneiden damit sie sich in Gefangenschaft gut oder überhaupt vermehren? Möglicherweise ist deine These nicht ganz so pauschal anzuwenden Gironimo

    Der beste Indikator dafür, dass es Tieren gut geht, ist wenn sie sich gut vermehren.

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