Beiträge von Sundance

    Qq

    Wie machst du das genau? Ich verstehe nicht ganz wie das gemeint ist.

    Kenn mich mit den ganzen Emojis nicht so aus - daher weiß ich nicht, wie viel Ironie in der Frage steckt. Aber ich antworte jetzt mal ganz treudoof:

    Auf den Abbildungen aus dem Buch sitzt die Prusikschlaufe auf der Seite, die bereits um den Baum herum geführt wurde. Das ergibt jedoch keinen Sinn, oder zumindest weniger.

    Besser ist, wenn der Prusik auf der Seite ist, die zum Baum hinführt. Dann kann man das Ende der RL besser durch den Karabiner führen und so festklemmen. Das wird auch auf dem zweiten Foto deutlich.

    Erst noch einmal eine Verständnisfrage: Der Hauptunterschied zwischen beiden Varianten liegt in dem Argument, dass man bei einer geteilten Ridgeline weniger Schnur verwendet und dadurch Gewicht spart? Das Gewicht-Argument lässt sich sicherlich kaum widerlegen.

    Darüber hinaus gibt es noch weitere Aspekte:

    Bei einer gespannten CRL nimmt dir RL die Kräfte besser auf, die durch das Bewegen der Bäume, z.B. durch Wind entstehen. Das schont durchaus die Nähte und Abspannpunkte des Tarps. Insbesondere dann, wenn die RL weniger Dehnung hat als das Tarpmaterial.
    Bei einer geteilten RL dagegen geben die Schnüre diese Kräfte direkt an das Tarp weiter.
    Natürlich immer abhängig von Baumgröße und Windstärke.

    Ein anderer Faktor ist die größere Reibung, die bei der CRL ensteht.
    - Die RL wird zwei Mal um den Karabiner gewickelt. Hier entsteht Reibung, die die RL schon fast von alleine hält.
    - Auch die Prusiks halten auf der RL aufgrund der Reibung, die entsteht.
    Aus diesen Gründen sehe ich eine so genutzte CRL auch im Vorteil, was die Haltekräfte angeht. Mehr Reibung -> hält besser.

    Natürlich entstehen hier auf der anderen Seite auch Nachteile.
    Ich würde dem Argument von barfuß nicht unbedingt folgen, dass die RL (egal welche) den Baum schädigt. Wissenschaftlich belegen kann ich das nicht. Aber wenn der Baum eine ordentliche Rinde hat, dann sollte das kein Problem sein - hoffe ich.
    Richtig aber ist, dass es mehr Aufwand erfordert, wenn ich nachträglich die Höhe verändern oder das Tarp verschieben möchte. Hier bedarf es dann mehrerer Handgriffe. Und ein über Prusikschlaufen auf Spannung gebrachtes Tarp sitzt schon recht fest.

    Tatsächlich würde ich gerne eine bebilderte Anleitung von hangloose sehen, wie das bei dir aussieht. Solltest du Fotos davon haben, mach gerne einen extra Thread hierfür auf. Nicht klar ist mir im Moment noch, ob du das Tarp in die Baumgurte einhängst oder direkt am Baum befestigst.

    Ich habe einige Zeit lang ein Tarp mit einer geteilten RL verwendet, aber inzwischen umgerüstet. Für mich gab es hier vor allem einen Nachteil - ich fand es unpraktischer:

    Während ich die eine Seite der RL am Baum befestigt habe, musste ich das Tarp immer mit der anderen Hand festhalten. Hinzu kam: War es ein Nadelbaum mit z.T. abgebrochenen oder aber langen Ästen, dann fand ich das einfach unpraktisch. Hier erst einmal nur die RL befestigen zu können, ist einfacher. Ähnliches gilt für den Abbau.
    Und: Das Tarp frei auf der RL positionieren zu können (so lange es noch nicht abgespannt ist), ist ebenfalls sehr praktisch.
    Aber ja, es ist ein Arbeitsschritt mehr und auch etwas mehr Material, welches ich mitführe. Das nehme ich jedoch gerne in Kauf.

    Gerne möchte ich euch hier meine Tarp-Aufhängung vorstellen. Eigentlich habe ich sie mir aber nur von wuppitom abgeguckt, der hier im Forum bereits verschiedentlich darauf verwiesen hat, z.B. hier. Ich finde sie jedoch so gut, dass sie einen extra Thread bekommen soll.

    Ein Unterschied zwischen uns beiden ist jedoch, dass er sein Tarp i.d.R. über die Ridgeline legt, ich meines meist darunter hänge.

    Vorteile: Schnell, einfach, geht auch mit kalten Händen
    Nachteile: Etwas schwerer

    Als Ridgeline verwende ich eine ca. 10 Meter lange 3mm dicke Ridgeline aus Polyester (und Dyneema-Kern). Diese ist sehr dehnungsarm und auch mit kalten Händen noch gut zu greifen.

    An das eine Ende habe ich mit einem Palstek eine Schlaufe geknotet. In diese habe ich einen etwas größeren Karabiner eingehängt, den Edelrid Micro 3. An der Ridgeline selbst habe ich mit Prusikknoten kurze Schlaufen aus ca. 1,5mm dicken Schnüren befestigt. Wichtig ist: Die Schnur für die Prusiks muss dünner sein, damit diese nicht durchrutscht.

    Zwei Schlaufen werden verwendet, um das Tarp zu befestigen. In diese kann jeweils ein kleiner Karabiner z.B. Edelrid Mirco 0 eingehängt werden. Diese sind optional, da man hier auch mit einem Toggle arbeiten kann oder anderer Hardware.

    Die dritte Schlaufe braucht einen Karabiner, ebenfalls z.B. einen Micro 0. Durch diesen wird die Ridgeline auf Spannung gebracht.

    So sieht das eine Ende aus. Der Karabiner wird in die Ridgeline eingehakt.


    Das hier ist die andere Seite der Ridgeline. Durch den Prusik lässt sich die Länge schnell variieren (je nach Baumabstand). Die Ridgeline wird zwei Mal um den Karbiner gewunden und hält dann schon fast von allein. Mit zwei halben Schlägen habe ich dann die Schnur gesichert.


    Das Tarp lässt sich über die Prusiks befestigen - entweder mit einem Karabiner oder mit einem kleinen Stöckchen. Alternatiiv lässt sich hierzu auch Hardware verwenden.


    Die weiße Gummischnur dient dann nur noch dazu, das aufgerollte Tarp zusammen zu halten. Die Ridgeline lege ich beim Zusammenpacken in einer acht um Daumen und kleinen Finger.

    Für mich ist das eine unkompliziertesten und schnellsten Möglichkeiten geworden, mein Tarp aufzuhängen.

    Ich habe im Garten ein KG Rohr tief verbuddelt (mind. 1,20m) und stecke da jetzt immer einen Pfahl rein, wenn ich meine Hängematte aufhängen möchte. Sonst kommt eine Kappe auf das Rohr drauf. Wenn du das Rohr noch zusätlich am Arbeiten hindern möchtest, dann würde ich noch eine Gehwegplatte in der Mitte mit einem Loch mit dem Durchmesser des Rohres versehen und kurz unterhalb der Grasnabe versenken.

    Das kommt ganz darauf an...

    Im ca. 100g Bereich würde ich einen beschichteten, unelastischen Stoff wählen, z.B. diesen hier:

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    Diamond-Ripstop Nylon ✓ 70den Robic Ocean Recycling ✓reißfest, wasserdicht durch UTS-Beschichtung ✓ aus Fischernetzen recycelt ✓ Meterware kaufen
    www.extremtextil.de

    Der hier ist noch etwas "schwerer", also besser greifbar:

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    www.extremtextil.de

    Ansonsten frage gerne direkt bei denen nach. Die Beratung ist gut und die verdienen ja auch ihr Geld damit. Und ich will noch mal an die Möglichkeit erinnern, dir bis zu fünf Muster kostenfrei zuschicken lassen zu können.

    Das ist in gewisser Weise ein Anachronismus, denn gerade das Leichte ist nicht leicht zu nähen.

    Insbesondere die silikonbeschichteten Stoffe sind sehr rutschig und verzeihen kaum Fehler. U.a. sind hier Microtex-Nadeln Pflicht.

    Dehnbare Stoffe wie Jersey haben ein anderes Verhalten.

    Aber klar, es ist machbar.

    Hast du denn schon einmal genäht?

    Der erste Stoff ist sehr luftdurchlässig - eben so wie man es für ein Innenzelt wünscht. der zweite ist es gerade nicht.

    Silikonbeschichtete Stoffe sind oft sehr rutschig, was beim Nähen schwierig ist.

    Ich bleibe dabei: Nimm einen dickeren Stoff, wenn du noch keine Näherfahrung hast.

    Ansonsten kannst du dir auch kostenfrei Muster bestellen und dann selbst entscheiden.

    DCF gefällt mit auch sehr gut - ist aber für diese Anwendung - sagen wir mal - overkill. Das ist Material für andere Anwendungsfälle.

    Guck mal bei extremtextil. Für den Anfang ein Material um die 100g, ohne Dehnung, beschichtet, atmungsaktiv, Preis um die 10 Euro. Vielleicht ein Ripstop-Nylon.

    Du brauchst ein Allroundmaterial, welches sich leicht nähen lässt; daher nicht zu dünn.

    Okay... Scheinbar Scheint grad ein guter Zeitpunkt zu sein für sowas, denn ich werde zugeschmissen mit Angeboten.

    Meinst du das gerade ironisch? Kann das nicht einschätzen. Zwischen beiden Posts liegen sieben Minuten. Entweder du hast Angebote bekommen, aber warum fragst du dann nach Camping Wagner? Oder du hast keine bekommen, aber was erwartet du dann, was in diesem Zeitraum passiert?

    Und: Camping Wagner ist mir bisher nicht als Hängemattenexperte aufgefallen, eher als Outdoor-Discounter mit FullServiceProvider-Ambitionen.

    Kurz: Wenn deine Matte für dich funktioniert, dann behalte und nutze sie. Nimm einen Schlafsack, den du hast oder günstig über KA ersteigerst. Wenn du ein Mosquitonetz haben willst, dann kauf ein separates, entweder mit RV an der Seite oder Einstieg von unten. Und als Tarp geht eine Baumarktplane, wenn du knapp bei Kasse bist. Den Rest des Geldes investierst du dann in einen Underquilt. Und nach so einem kannst du hier auch gezielt "in gebraucht" fragen.

    So würde ich es machen.