Beiträge von Gironimo

    Was ist denn mit "Reise-Vakuumbeuteln" mit Ventil? Könnte man bestimmt auch outdoortauglich machen. Man bräuchte unterwegs allerdings eine Pumpe.

    Über ein Ventil wird per Staubsauger die Luft aus dem Beutel gezogen, und die Kleidungstücke komprimiert.

    Nicht stabil? Gefummel? Ist doch eine handelsübliche Hängematte wie Warbonnet, Khibu, Dutch, NFT und sonstige auch...

    nee, der Ripstop ist meiner Einschätzung nach nicht sehr stabil. Ist bei mir gerissen nur durch Schlüsselbund in der Hosentasche. Da gibts deutlich bessere Stoffe.

    Den Onewind-UQ finde ich auch nicht gut konzipiert, aber für den Preis ist er natürlich anständig.

    Ist ja auch alles Geschmackssache. Wenn man die Materialien sehr oft benutzt, dann kriegt man einen anderen Blick dafür.

    Wir brauchen auf dem Markt eine Volksmatte für Doofe, wo nichts schief gehen kann und die günstig ist. Eine Lage stabiler 70D 350 x 170 cm, und ganz simpler Kufa-UQ. Alles zusammen für unter 200€. Problem erledigt.

    Die Recherche und die Preise sind für Einsteiger eine Zumutung.

    Ich nehme den Beitrag von c1sc0 zum Anlass auch meinen Senf dazuzugeben. Zunächst sollte man Verständnis für Einsteiger haben die hier ihre Fragen und Ideen formulieren, die auf 0 Erfahrungswerten beruhen. Das gehört zum fachlichen Austausch immer dazu. Beratungsresistenz ist in soweit ok, als dass man seine Projekte frei gestalten kann . Ich habe hier vor 4 Jahren genau so angefangen, d.h ich war in ein paar Fragen beratungsresistent. Hätte ich bei allen Fragen auf die Profis gehört, wäre ich viel schneller vorangekommen mit dem HM-Hobby. Das muss ich rückblickend feststellen und ich will mich damit nochmal bei allen die mir geholfen haben bedanken.

    Der Punkt ist, dass sich die "älteren" Forumsmitglieder bei Einsteigerfragen kaum noch zu Wort melden, vermutlich weil die guten Tipps von den Einsteigern so gut wie nicht aufgegriffen bzw. umgesetzt und weitergeführt werden. Zumindest ist das im DIY-Bereich auffällig. Ich selbst werde mich mit Tipps in Zukunft auch eher zurückhalten. Bringt ja nichts.

    Es gibt hier Leute die , ohne Übertreibung, Hängematten + Zubehör auf Weltklasseniveau entwickeln und ihr Wissen im Forum teilen. Das wird leider nicht geschätzt.

    Meine Empfehlungen zu den wichtigsten Dingen die Du beschaffen könntest/solltest:

    - Guter HM-Ripstop mit 340 cm-370cm Länge. Breite sollte nach dem Säumen der Seiten immer noch ca. 150cm betragen. Besser sind 160-170 cm. An dieser Komponente würde ich nicht sparen.

    - 1 Langes Stück Dyneema für Ridgeline u. Continous loops. Kannst Du Dir mit einem 1-2 mm Draht selbst spleißen.

    - Günstige o. teure Aufhängung mit Cinch Buckles u. Baumgurten. Onewind würde ich nehmen wenn ich wenig ausgeben will. Ist ok, aber nichts Besonderes.

    - 1 Bottom Entry-Überwurfnetz in passender Länge. Damit kannst Du das Thema Netz vorerst abhaken. HM-Moskitonetze sind ein Thema für sich. Hier hilfts Erfahrungen draußen zu sammeln um besser einschätzen zu können was man wirklich will/braucht.

    Isofach d.h doppellagig würde ich als Einstieg nicht machen. Näh lieber saubere Tunnelzüge mit je 2 Nähten und die Säume. Das reicht als Einstiegsprojekt aus. Ich würde mir den Näh-Eifer für ein 2. Projekt aufsparen und später einen einfachen Sookie-UQ nähen. Davon hast Du letztlich mehr. Ich habe auch eine doppellagige HM genäht. Arbeitsaufwand ist ok, aber wirklich gebraucht wírd das Einschubfach nicht, weil UQ viel komfortabler ist.

    Taschen an die HM nähen würde ich auch nicht. Nutzt Du die HM oft, dann sind das Risiko-Stellen. Immer schön vorsichtig mit dem Ripstop umgehen. Der ist die Grundlage aller erholsamer Nächte und wird stark beansprucht.

    Du kannst Dir einen Stopfbeutel nähen den Du mit 2 Schlaufen u. Karabinern an die RL hängen kannst, d.h. 1 Teil, 2 Funktionen.

    Voraussetzungen für ein vollwertiges HM-"Schlafsystem" für zuhause oder für unterwegs:


    - Matte mit ausreichender Länge u. Breite sowie einer Ridgeline

    - Topquilt mit einer Fußbox und "Halsband", so dass nichts verrutscht

    - Underquilt der rundum abisoliert, nirgends drückt und in Position bleibt.


    Das sind 3 unumgängliche Voraussetzungen für guten Schlaf und für eine allgemein gute Handhabung bzw. Erfahrung mit einer HM. Alles andere würde ich sein lassen, weil es unnötiger Aufwand ist, der Einen letztlich nur wieder zum Ausgangspunkt seines Vorhabens führt.

    Wir können Dir nur Empfehlungen geben. Ich denke viele hier würden nicht mehr freiwillig in einer 290cm Matte schlafen wollen. Zu wenig Bewegungsfreiheit. Beine ausstrecken geht kaum. Ein guter Stoff kostet nicht die Welt. Wäre für mich das Minimum auf das ich achten würde.

    Kauf Dir bei hammockproject einen anständigen Ripstop mit richtiger Länge u Breite, und näh Tunnelzüge dran. Die Aufhängung der Billigmatte übernimmst Du. Den UQ musst Du ggf. auch anpassen an schrägonales Liegen. So könnte aus Deinem Vorhaben noch was werden. Ansonsten sehe ich da nur die nächste Banane.

    Kannst du näher erläutern, was du da als schwierig empfindest?

    Ich finde es schwierig aufs ganze Jahr gesehen, d.h. im Dauereinsatz, eine für sich beständig-gute Schlaftemperatur zu "konfigurieren". Liegt mit Sicherheit an meinem Kufa-Setup.

    Als es vor Wochen warm wurde bin ich wieder aufs Bett umgestiegen. Habe den UQ niedriger gehängt und eine leichte Decke genommen, aber der gute Komfort wollte sich nicht einstellen. Gestern war es so warm, dass ich auf Biegen und Brechen im Keller in der HM schlafen wollte. UQ komplett abmontiert. Schlaf war ok, aber morgens war mein Rücken durchgekühlt. Immer noch besser als im Bett zu schwitzen.

    Bester Bereich ist derzeit für mich zwischen 0C°- 15C°.

    Ich hab festgestellt, dass wenn die Temperatur in der HM stimmt, man auch schnell einschläft, d.h. dann wenn der Körper nichts mehr ausgleichen muss weil zu warm o. zu kalt.

    Ich denke sowas ist ein guter Einstieg, und allgemein gut fürs Schönwetter-Biwakieren über 10C°. Drunter kannst Du die Zwiebeltechnik ausreizen.

    Hängematten sind allgemein schwierig was die Temperaturregullierung betrifft und mit Kufa wirds noch schwieriger.

    Die Nachteile von Schlafsäcken (in HM) gegenüber TQs sind Vielen noch nicht klar. Für mich gehört der TQ zur HM, wie der UQ. und das Tarp.

    Bei mir liegen in der Nacht nur Plastiklatschen für den nächtlichen Gang auf dem Boden. Alles andere wird hoch gehangen. Entweder an die Hängematte oder die Ridgeline.

    Mir sind schon Topf, Pfanne und Teller geklaut worden nur weil ich im Regen keine Bock mehr auf Spülen hatte. War abends alles auf eine Stapel direkt neben mir, morges durfte ich suchen.

    Auf nem Campingplatz wurde ich auch explizit vor Waschbären gewarnt die alles klauen würden was erreichbar ist.

    Hat also nix mit Legendenbildung zu tun aber du darfst das natürlich alles ignorieren und uns dann von deinen Erfahrungen berichten😀

    Ich habe meine Erfahrungen mit Ratten in allen erdenklichen Größen und Farben. Im Zweifelsfall knabbern die auch so eine Gearhammock an bzw. durch, wenn sie nicht hoch genug hängt. Mir haben sie schon den Gummiknauf einer Angerute zerknabbert. Die wollten mir eins auswischen, weil das Essen in Kopfhöhe so gut roch. Gerade wenn man Grillfleisch am Platz hat, werden sie sehr aufdringlich.

    Rote Backsteine sind sehr stabil. Selbst wenn die Wand in den 50er Jahren mit minderwertigen Sandputz gemauert wurde, sollte sie stabil genug sein. Einzelne Backsteine die aus der Wand fliegen höre ich zum ersten Mal. Du hängst da schließlich keinen Kran dran auf.

    Bohr Löcher die 5mm - 8mm tiefer als die Dübel lang sind, saug die Löcher ordentlich aus, dann schmierst Du 2K-Kleber in das Loch und auf den Dübel und steckst die Dübel rein. 48 Std austrocknen lassen bevor Du die Schrauben einsetzt und das Loch belastest. Gibt auch schnellere Kleber extra für Bohrlöcher/Mauerwerk (ich nehme auch einfachen Uhu Endfest anstatt teure Fischer-Epoxid-Baukleber).

    Hast Du Angst, dann leg Dich nur alleine in die Matte und nicht gleich mit der ganzen Familie gleichzeitig reinlegen. Überhaupt solltest Du Dich das erste mal behutsam in die HM reinlegen und dabei genau die Schrauben beobachten. Wenn richtig gemacht bewegt sich da nichts.

    Die Dübel sollten im Loch verschwunden sein, so dass Du sie bei Auszug überputzen kannst.

    Mit einem Schlagbohrer sind die Löcher schnell gebohrt.

    Das ist keine explizite Empfehlung o. Anleitung für Deinen speziellen Fall in Deiner Wohnung. Ich würde das so machen, kenne Deine Wand und die Umstände aber nicht.

    Ich könnte mir vorstellen, dass es sich um sehr rutschiges Material handelt so wie Dyneema-Schnüre. Gegeneinander hält das überhaupt nicht, d.h. noch bevor Du Dich in die HM legst, hat sich der Baumgurt schon wieder geöffnet und verrutscht.

    Moin,

    kurzes Update zu dem Stopfsack. Das Kufa-Monster hat sich gut geschlagen bislang. War seither in sicherlich 30 Overnightern in Benutzung. Einziges Problem war bis jetzt nur der Transport. Dafür habe ich aktuell kleine Gurtösen genau auf die Säume genäht, d.h. dort wo der Stoff den Sack verschließt. Das ist der stabilste Punkt am Sack.

    Dazu habe ich mir bei Bauhaus Gurtband, 2 Klemmschnallen u. 1 Zurr-Schnalle besorgt. Jetzt kann man das riesige Teil problemlos transportieren.

    Ich habe wesentlich weniger Aufwand bei der Handhabung meines HM-Setups mit dem großen Sack.

    Schwarzwaldine Mal gucken wie die Ausleger sich während des Gehens zeigen. Ich wollte schon Einiges verstauen können, und ich brauche mein Arme nicht so sehr beim Gehen. Man kann die Arme auch auf der Tasche ablegen, und wahrscheinlich kann ich die Tasche auch an den Rucksack hängen, wenn ich den Bauch freihaben möchte.

    Auf dem Bild habe ich einen Fleecepulli und Regenpocho reingepackt, nur um zu zeigen wie groß der Stauraum ist. Auf der Wanderung will ich eigentlich nur Verpflegung damit transportieren, bzw. Dinge an die man schnell rankommen möchte. Ich könnte die Ausleger noch als schmale Fächer umnähen, um mehr Bewegungsfreiheit für die Arme zu erhalten.

    O.T. Ja, das ist Atlantic Ale. Ich liebe solche exotischen Hopfensorten, aber es ist alles andere als ein klassisches deutsches Bier. Mag wohl nicht jeder.

    Die 3FUL-Ponchos sind ideal. Genau sowas bräuchte ich noch. Danke für den Tipp.


    Mittagsfrost die 3 Flaschen Bier ließen sich ganz ok damit tragen. Das war natürlich nur ein Test um die Stabilität zu prüfen.