Beiträge von Gironimo

    Willkommen hier. Kann das mit dem Stressabbau in der Natur gut nachvollziehen und unterstreichen, dass Naturerlebnisse mit HM sehr gut tun. Wenn man 6-8 Std tief und fest draußen schläft und morgens ohne Schmerzen aufwacht wird die Natur zum eigenen Wohnzimmer. Ich freue mich auf den Herbst wenn die Sonne erst um 9.00 Uhr aufgeht und die Vögel leiser sind. Deshalb meine Empfehlung an Dich den kommenden Herbst direkt zu nutzen.

    Bei Folgenden Komponenten würde ich immer etwas Anständiges besorgen:


    - Dyneema für RL u. Loops

    - erstklassiger Ripstop-HM-Stoff

    - Cinch Buckles

    - Bottom Entry Moskitonetz

    - Baumgurte + Verlängerung aus Dyneema


    Beim Nähen eines UQ und TQ kann man sich schon eher an unorthodoxen Materialien bedienen und viel ausprobieren. Deine körperliche Unversehrtheit hängt dort nicht dran.

    Der gute Schlaf ist tatsächlich primär an der Liegeposition und dem Druck an den Schultern gescheitert. Ich hab versucht, möglichst die "5 und 11 Uhr" Lage anzupeilen, aber irgendwie hat der Winkel der Matte wohl nicht gepasst. Als UQ hab ich den APEX 133 von NeedForTrees. War während der Hitzewelle sogar eher zu viel, selbst in der Nacht.

    Apex ist bei warmen Wetter so oder so schlecht. Es wird ekelig warm und klebrig. Unter ca. 15C° wären mir 200 schon wieder zu wenig. Das ist das Problem mit Kufa. Der Komfortbereich ist sehr schmal und wenn die Temperatur nachts um 5C° fällt, kann das schon ausreichen, dass man schlecht schläft.

    Probier zunächst den UQ so zu optimieren, dass Du Dich beim Liegen richtig wohl fühlst. So wie im Bett (Temperatur). Leg in den UQ noch eine Woll oder Fleecedecke rein z.B.

    Als 2. Schritt arbeitest Du Dich immer wieder in die HM ein und verstellst gleichzeitig RL und Hängewinkel, bis Du merkst, dass Du in einen interessanten Bereich kommst. Erst dann machst Du wieder eine Testnacht.

    Mit "Einarbeiten" meine ich herumdrehen und rutschen bis man eine angenehme Position findet. Ich muss das auch jedes Mal machen.

    Schulterdruck kannst Du mit einem Tie-Out verhindern, aber wenn der Oberkörper gut liegt wird der Schulterdruck eher unerheblich, so dass man sich daran gewöhnen kann.

    Die vielen technischen Vorgaben sind gut, aber im Endeffekt nur ein Richtwert. Mir half nur ständiges Ausprobieren bis ich mein eigenes Verständnis dafür bekam wie ich am besten liege.

    Das ist bestimmt einen gute Methode weil recht einfach zu nähen. Die Netzstoffe lassen sich ja allgemein schlecht nähen.

    Bei Wind hat man auch wenig Mücken, also nicht so wichtig.

    Ich hänge aktuell in einem Garten wo rundherum viel Wasserfläche legt. Hier sind gar keine Mücken. Ich brauchte das Netz bislang eigentlich nur zu Saisonbeginn. Daher ist so eine einfache Lösung ideal. Das An u. Abmontieren stört mich auch.

    Es gab hier einen Faden zu Spanngurten aus dem Baumarkt. Die Klemmen kann man nutzen, aber ich würde streng empfehlen echte HM-Gurte zu besorgen, auch wegen der Drehung. Spanngurte sind nicht für Dauerbelastung ausgelegt.

    Klemmschnallen /Cinch Buckles sind super, vor allem die wo Du die HM in einen an der Schnalle befestigten Haken einfach einhaken kannst d.h. den Continous Loop der aus dem Tunnelzug kommt. Wenn Du die HM sehr häufig nutzt ist das die praktischste Lösung.

    Ich bin letzte Nacht gefühlt fast aus meiner Matte gefallen. Mein "Sweet spot" ist sehr nah an der Stoffgrenze und ich war im totalen Tiefschlaf. Aufgewacht bin ich, weil mein Oberkörper drohte aus der Matte zu kippen..

    Die Extex-Breite von ca. 145-147 ist wiirklich zu schmal. Da fehlen mindestens 5cm je Seite.

    Meine Matte ist trotzdem weiterhin gut, aber ich überlege schon wie ich das löse.

    Die Initial beschriebenen Anliegen würde ich auch anders lösen als über eine Brusttasche - vor allem in den Ausmaßen!

    Wenn's dann noch unbeschwert und blasenfrei werden soll, dann das Gewicht noch im mindestens die Hälfte halbieren - dann können sich sich die Füße über bequeme Trailrunner freuen. :thumbup:

    Die Ausmaße waren aber schon sinnvoll, muss ich sagen. Wir konnten gar nicht soviele Wasserflaschen griffbereit haben, wie wir sie leerten in der Hitze. 5L waren zügig weg. Hinzu kommt, dass ich unüberlegt irgendwelche Dinge schnell verstauen konnte. Es passte alles immer rein.

    Die Ausläufer haben auch nicht wirklich groß gestört. War natürlich ein anderes Gehen als ohne Brusttasche. Zwischenzeitlich habe ich einen herkömmlichen tactical chest bag von einem Wanderfreund ausprobiert. Darunter habe ich an der Brust deutlich mehr geschwitzt, weil größere Auflagefläche.

    Es stimmt, dass das Gesamtgewicht von ca. 15,5 Kg in den steilen Aufstiegen ganz schön in die Schuhe ging, wodurch die Blase entstanden ist, die ich nicht mehr in den Griff bekam. Zuviel Druck u. Reibung. Für das nächste mal binde ich mir die Versen mit Panzerband ab.

    Ich kann euch jetzt endlich mal ein Update geben.

    Zunächst muss ich ein paar Rückmeldungen zu unserem Wanderurlaub geben. Es war SEHR anstrengend! So anstrengend, dass am Schluß jeder von uns froh war wieder zuhause zu sein.

    Es war mit Ü-30C° viel zu warm für ca. 100km durch den Schwarzwald, mit den vielen Höhenmetern. Überhaupt war dieser Sommer bislang viel zu anstrengend wegen der Hitze.

    Auf der allerersten Etappe d.h. Aufstieg Belchen, habe ich mir direkt, trotz mehrerer korrekt angelegter Blasenpflaster ,eine Blase geholt, die meine Wanderkapazität 5 Tage später beenden sollte. Die Wunde musste einfach ausheilen. Weiterwandern hätte eine Inkaufnahme einer heftigen Infektion bedeutet. Ca. 50 Km hatte ich bis dahin hingelegt. Trotzdem war insgesamt alles super und die Stimmung gut.

    Meine 3 Wanderkumpels haben dann alle tatsächlich noch am letzten Abend zeitgleich einen Magendarm-Infekt bekommen. Ich durfte ganz alleine das Bier der örtlichen Kleinbrauerei verkosten, während die Anderen sich unüberhörbar entleerten. Kurzum: Es war alles etwas chaotisch und jeder ist an seine Grenzen gekommen.

    Nun zum Tascheneinsatztest

    Nachteile:

    • ließ sich mit Karabinern nicht schnell genug vom Rucksack an u. abmontieren. Mühselig.
    • lange Seitenausläufer machten mich zum "Packesel". Keine gute Figur.

    Vorteile:

    • Niemand kam schneller an sein Navi, Zigaretten, Wasser, Pflaster, Messer u. Snacks als ich. Keine Chance. Ich war sofort zur Stelle. Ein riesiger strategischer Vorteil als Wandergruppenmitglied. Schnell wurde ich zentraler Ansprechpartner in relevanten Fragen
    • Viel Platz
    • Sehr robuster Stoff. Robuster als ich dachte.
    • Leichtgewicht


    Fazit:

    Überwiegt die Möglichkeit eines leicht erreichbaren Stauraums im Brustbereich gegenüber dem gänzlich uneingeschränkten Geh-Gefühls, ohne Last vor der Brust?

    Ich würde sagen: Ja, mit Einschränkungen. Hier kann man noch viel optimieren und ausprobieren. Der große Vorteil der sofortigen Griffbereitschaft von Zubehör, muss mit dem Gehkomfort in Einklang gebrachten werden, um eine optimale Ergänzung zum Rucksack zu erhalten.

    Insbesondere beim Wandern in der Gruppe wird die Wanderung "flüssiger" wenn man Zubehör sofort aushändigen kann, ohne die ganze Karavane anhalten zu müssen.

    Mich würde interessieren ob es Leute hier gibt denen es ähnlich ging. Die nicht nach 1-2 Nächten prima durchschlafen konnten sondern eine längeren Prozess durchlaufen haben?

    Grüße Airween

    Ja, bestimmt ausnahmelos erging es hier allen so.

    Es führt kein Weg an einer großen Matte mit Underquilt und Topquilt vorbei. Erst damit kommst Du in den Genuss mit ausgestreckten Beinen gemütlich warm zu liegern, so dass nichts mehr stört.

    Vergesst endlich mal die kleinen Matten. Die sind wie Zwangsjacken und ohne Underquilt würde ich auch wieder zum Bodenschläfer werden.

    Grüße und willkommen.

    für Deine Bandscheiben ist eine optimierte Matte bestimmt das Beste womit Du nachts schlafen kannst. Mit der Körpergröße würde ich 365 x 170 wählen und direkt auch einen Underquilt beschaffen. Damit sollte sich der beste Schlafkomfort einstellen. Lass Dir aber ruhig 15 Nächte am Stück Zeit, bevor Du Dich festlegst und den Schlaf bewertest. Eingewöhnung ist notwendig.

    Ich war gestern wieder eine Nacht am Wasser und wollte euch den Materialverschleiß zeigen mit dem ich es zu tun habe.

    Als Angler bin ich auf bestimmte Uferbereiche angewiesen und kann nicht immer die besten Hängeplätze nutzen. Sehr oft hängt meine Hängematte in Brombeerdornen.

    Das Onewind Bottom Entry Netz hat dadurch schon ziemlich gelitten. Habe es schon mehrmals geflickt.

    Könnte mir vorstellen, dass mit entsprechender Länge + Breite und einem Kopfkissen Du in einer Gathered End irgendwann auch eine bequeme seitliche Lage hinbekommst.

    Mir ist aufgefallen, dass bei deutlich höher gehängten Fußende der GE auch eine bessere Seitenlage gelingt. Der Stoff dehnt sich im Gefälle mehr zu einem "Sack" in dem man sich leichter seitlich "einkugeln" kann.

    Ich habe auch das Problem, dass der Extex-HM-Stoff nicht breit genug ist. Ich muss mich immer ganz präzise einkugeln um seitlich gut zu liegen, und komme zu schnell mit dem Kopf an die Seitennaht bei ca. 147er Breite.

    Bei der seitlichen Lage ist auch wichtig, dass der Kopf gut gelagert ist d.h. dass der Nacken seitlich unterstützt wird. Probier unterschiedliche Größen an Nackenrollen o.Ä. aus, bis der Kopf angenehm auf der Seite liegt.

    Meine Beine ziehe ich etwas an, wenn ich seitlich liege.

    jenshelge Das ist eine gute Idee und käme mir grundsätzlich gelegen, denn der kleine alte Dieselmotor lässt keine zeitgemäße Reisegeschwindigkeit zu. Habe leider keinen Gehörschutz mitgenommen den man ab 80kmh gut gebrauchen könnte. Hinzu kommt die Hitze im Fahrzeug ohne Klimaanlage. Deshalb fahre ganz gemütlich kleinere Etappen.

    Ggf. nehme ich das Angebot an und schicke auf jeden Fall eine PN.

    Vielen Dank für das Angebot!

    Für eine Freundin überführe ich aktuell einen alten Mercedes Düdo von der Normandie bis nach Norddeutschland. Bin jetzt seit 3 Nächten unterwegs und habe einen Zwischenstop an der Côte Opal zum Wandern gemacht.

    Leider kann ich auf dem alten Klappbett im Bus gar nicht gut schlafen. Viel zu hart für meinen Rücken.

    ..ihr könnt euch schon vorstellen wie ich das Problem gelöst habe.

    Halt Dich einfach an die Grundlagen. Matte sollte 365cm lang sein, und mindestens 150 cm breit. Besser sind 170cm Breite.

    Als Stoff reicht eine Lage 70D Ripstop Nylon. Da gibt es viele verschiedene Qualitäten. Einige "Mainstream-Hersteller" geben das z.B. schon gar nicht konkret an, d.h. die Qualitätsdmerkmale des Ripstops.

    Ein bequemer und warmer Underquilt ist im unteren Preissegment kaum zu finden. Da fällt mir nur Onewind ein.

    Moskitonetze gibt es auch als Überwurfnetze (bottom entry. Kann man als Einsteiger problemlos drauf zurückgreifen.

    Für mich war die Verwendung eines selbstgenähten Topquilts eine deutliche Komfortsteigerung gegenüber normalen Schlafsäcken. Würde ich nicht drauf verzichten.