Suche nach einer Grundausrüstung

In einem der letzten großen Datenlecks waren wohl auch Accounts von Foren, in denen einige von euch Mitglied sind, enthalten. Das Hängemattenforum selbst ist nicht betroffen, jedoch solltet ihr gegebenenfalls eure Passwörter ändern und 2-Faktor-Authentfikation einschalten.

Fragen könnt ihr gerne in diesem Thread stellen. Dort findet ihr auch weiterführende Links.

  • Liebe Hänge-Forist'Innen,

    bin seit heute neu dabei und habe gerade sooo viel Zeit, einmal weil ich vorgestern eine OP hatte und ich mich bewegungslos durch die Zeit schiebe. Corona tut ihr Übriges.
    Ich bin durch ein YouTube-Video über das Packen von Tourenkayaks auf das Thema HM aufmerksam geworden. Ich habe viele Nächte im Zelt verbracht und suche eine neue Methode, der Kauerstellung zu entgehen. Ich bin schon mal als 18-Jähriger mit einer aus Schnur geknüpften HM durch Frankreich bis zum Atlantik geradelt, das war aber nix. Dann ist mir mal eine HM zugeflogen, die wegen vermutlich falscher Aufhängung längstens wieder verschwand. Jetzt möchte ich aber alles erstmal richtig machen, vielleicht wird das ja nochmal etwas.


    Ich besitze:

    1.) ein kleines Fledermaus-Tarp aus der Produktion von Moss Camden, Maine

    2.) zwei gute Daunenschlafsäcke mit 400gr- bzw. 700gr-Füllung zwei Kufas, ein alter Caravan, etwas schwer, und ein neuer mehr für die Scheune.

    3.) Eine Isomatte und eine 3/4- Matte von Thermarest
    4.) Zelte sollen jetzt unwichtiger werden....., aber der Vollständigkeit halber: Macpac Minareth, Exped Pegasus


    Meine Grunddaten: 180 cm, etwa 95 kg Gewicht.


    Natürlich habe ich schon ein Bißchen hier herumgelesen. Wenn ich mir 1.) eine Blackbird XLC, 2.) XLC underkilt Protector und 3.) XLC Topcover bestellen würde, könnte ich damit feststellen, ob das Gear für mich paßt. Paßt es nicht, da offensichtlich oft gewünscht, wäre es mit kleinem Abschlag z.B. hier im Forum wieder verkaufbar?


    Was will ich damit? Ich verreise oft alleine mit Kayak oder Fahrrad Ich möchte Gewicht sparen. Ich möchte Rüstzeiten wie Auf- und Abbau bzw. Trocknungszeiten minimieren. Ich möchte schnell irgendwo wild pennen und dann weiterziehen ohne groß aufzufallen, die nächste Dusche findet sich dann schon.



    Manchmal muß man ins kalte Wasser springen nach dem Motto "Give it a try"! Oft schon hat mir diese Einstellung im Leben sehr geholfen.


    Meine Fragen, deren Antworten Euch sicher alle bekannt sind:
    1.) Die Blackbird XLC HM ist, wie ich gelesen habe, unsymetrisch aufgebaut wg. der Footbox bzw. der Rechts- oder Linksliegereigenschaft. Man kann die HM drehen, wenn man andersherum liegen will. Habe ich das richtig verstanden?

    2.) Ist die Singlelayer-HM bei meinem Systemgewicht von 95 Kg noch vertretbar?


    3.) Bei der Blackbird XLC ist auf jeden Fall das Bugnet schon inclusive, ja?


    4.) Kann ich meine Schlafsäcke zunächst mal nehmen, bevor ich noch teures Gear anschaffe?

    5.) Welche Schnüre bzw Karabiner bräuchte ich als leichte Grundlage? Als Bootsbesitzer sind mir die Dyneema-Leinen natürlich bekannt und da habe ich viel in der Backskiste. Prussik, Paalsteek, Achterknoten usw. sind keine Fremdwörter.

    6.) Gibt es eine Empfehlung, welche Haken man sich in die Wohnung schrauben kann, um ausgedehnte Schlaf- und Ruhetests auf der HM zu unternehmen?

    7.) Was macht ein Hänger, wenn es keine Bäume gibt?

    8.) Die Frage nach einem größeren Tarp möchte ich erst klären, wenn ich mich final für eine HM entschieden habe.

    9.) Was macht Ihr bei schlechtem Wetter mit Euren Schuhen? Hängen die an der Ridgeline?

    10.) Wie sichert Ihr Euer Gepäck und vor allem Essen vor ungebetenen Waldmitbewohnern?


    Viele Grüße, Jakob

  • 1.) Die Blackbird, Bugnet und Topcover kann man drehen. Den Wookie Underquilt leider nicht.

    2.) ja

    3.) ja

    4.) ja

    5.) Wenn Du die Blackbird mit Aufhängung (Whoope Slings oder Webbing) bestellst, dann braucht Du gar keine Schnüre zusätzlich.

    6.) Mein Favorit sind Airline Schienen, da die höhenverstellbar sind. Feste Aufhängung: CasaMount von LaSiesta

    7.) Klemmhaken in Felsen, Motorrad, Auto oder Boot als Aufhängepunkt. Wenn Gewicht keine Rolle spielt: ein Hängemattengestell wie z.B. das Tensa

    8.) Mein Liebling: das Thunderfly

    9.) Die kommen in die Gearhammock

    10.) siehe Punkt 9. (Bilder meiner Gearhammock: hier)


    Du hast auch eine PM

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...


    Hesmon

  • 10.) Wie sichert Ihr Euer Gepäck und vor allem Essen vor ungebetenen Waldmitbewohnern?

    Willkommen im Forum.


    Einige hängen sich das Gepäck in einer Gepäck-Hängematte unter die eigentliche Hängematte. Das funktioniert zwar soweit gut, doch tendenziell muss man die Hängematte dafür eher etwas höher hängen, als es einem eigentlich lieb ist.


    Ich stelle den Rucksack meistens einfach neben der Hängematte auf den Boden und hänge allenfalls den Beutel mit Nahrungsmitteln an den nächsten Ast oder Baumstamm. In der Regel hatte ich damit bisher keine Probleme.


    Wenn ich den Eindruck habe, dass Nagetiere oder andere Tiere, die hungrig sein könnten, unterwegs sind, habe ich auch schon die nachfolgend beschriebene Methode verwendet. Die funktioniert recht einfach und soll – bei ausreichend hohen Ästen und genug langer Schnur – auch im Bärengebiet funktionieren. Ich habe dafür immer eine relativ rutschige Schnur aus Dyneema (dynaGlide) mit einem eingespleissten Mini-Karabiner dabei:


    https://theultimatehang.com/20…-bear-bag-the-pct-method/


    Randbemerkung: In meiner Brücken-Hängematte habe ich am Kopf- und am Fussende eine Ablage für das Gepäck.

  • Was will ich damit? Ich verreise oft alleine mit Kayak oder Fahrrad Ich möchte Gewicht sparen. Ich möchte Rüstzeiten wie Auf- und Abbau bzw. Trocknungszeiten minimieren. Ich möchte schnell irgendwo wild pennen und dann weiterziehen ohne groß aufzufallen, die nächste Dusche findet sich dann schon.

    Moin zusammen,

    borstolone mit einem UL Hängematten Set bist du nicht unbedingt leichter oder hast weniger Packvolumen als ein UL Bodenschläfer Set.

    Auch Aufbau/ Abbau geht je nach Aufhängesystem nicht unbedingt schneller.

    Man wird wohl auch eher gesehen in der höher hängenden Hängematte als auf dem Boden.

    Der größte Pluspunkt für mich gegenüber einem Bodenschläfer Setup ist der viel bessere Schlafkomfort in der richtigen Hängematte 👍👍👍

    Dann hat man unter einem Tarp mit Hängematte meist mehr trockenen „Lebensraum“ und gleichzeitig immer einen Sitz dabei und und und......

    Die beste Empfehlung ist wohl nach Möglichkeit verschiedene Hängematten zu testen.

    Mit einer Hängematte die ich super bequem finde könntest du vielleicht garnichts anfangen.

    Es gibt mittlerweile aber auch soviel Ausrüstung fürs Hängematten Camping, da verliert man schnell den Überblick 🤓

    Ich denke für jeden deiner Punkte und jede deiner Fragen gibt es hier auch eine kompetente Antwort oder Hilfestellung 👍

    Viel Spaß beim Einarbeiten......

    Gruß von der Ostsee

  • mit einem UL Hängematten Set bist du nicht unbedingt leichter oder hast weniger Packvolumen als ein UL Bodenschläfer Set.

    Auch Aufbau/ Abbau geht je nach Aufhängesystem nicht unbedingt schneller.

    Es gab da auch schon Beiträge dazu:


    Reisehängematte V.S. Zelt


    Hammock vs. Tent

    Hier hatte ich mir zum Gewicht mal Gedanken gemacht: RE: Hammock vs. Tent


    Ausser vielleicht mit einer »Cross Hammock« ist ein Hängematten-Setup fast zwangsläufig (etwas) schwerer.

  • Nachdem Hesmon deine ersten 5 Fragen ja schon beantwortet hat, schließe ich mich Mal mit meiner Sicht an...


    6.) Ich verwende auch in der Wohnung ein Gestell. Airline-Schienen machen aber definitiv auch Sinn


    7.) Ich habe in der Regel einen Tensa4 in der Lenkerrolle. Das funktioniert gut und macht sich in Handling des Fahrrads tatsächlich kaum bemerkbar.


    8.) Wenn du einen guten Allrounder willst, bist du mit dem Thunderfly nicht falsch - ich persönlich setze aber eher auf ein kleines Diamond-Tarp, wenn das Wetter stabil und warm ist, sonst auf ein Superfly.


    9. und 10.) Der Anhänger hat genug Platz und das Tarp ist groß genug ;) .

  • Zu 10)

    Ich spanne immer eine recht stramme und durchgehende ridge line aus einer Schnur die sich nur wenig dehnt und was aushält. Darüber kommt meine Tarp ( wozu es kontroverse Diskussionen gibt aber ich hatte noch nie Probleme damit).

    An diese ridge line hänge ich dann für die Nach meinen Rucksack die Schuhe usw.

    Es muss ja nicht immer gleich ein Bär sein der zu besuch kommt, ein neugieriger Fuchs der einen Schuh zum spielen abgreift oder ein Mäuschen das sich durch den Rucksack nagt um an den Käse zu kommen reichen für miese Laune am Morgen. Selbst eine Schnecke im Schuh reicht für deutliche Unmutsäusserungen...

    Für den nächtlichen Ruf der Natur hab ich nur ein paar 1EUR Schlappen unter der Matte, alles andere ist an der ridge line hoch gebunden.

    Wenn ich abends mal keine Lust mehr auf den Abwasch habe kommt auf das benutze Geschirr an die Leine. Ich durfte schon mein Geschirr im Umkreis von 30m aus den Büschen zusammen suchen weil ich es neben mir am Boden hatte....

    Don't Panic

  • wäre es mit kleinem Abschlag z.B. hier im Forum wieder verkaufbar?

    Mit Sicherheit.

    Was will ich damit? Ich verreise oft alleine mit Kayak oder Fahrrad Ich möchte Gewicht sparen.

    Eine Hängematte kauft man sich nicht, weil man Gewicht sparen will, sondern weil man besser schlafen will. Kein Hängematten-Set-Up kann mit dem Gewicht eines UL Tarp-Set-Ups konkurrieren.

    Ich möchte Rüstzeiten wie Auf- und Abbau bzw. Trocknungszeiten minimieren.

    Auch das geht mit der Hängematte nicht schneller als mit dem Zelt. Die Hängematte muss aufgehängt werden, und das Tarp muss abgespannt werden. Mein Tarptent ist auch nicht langsamer aufgebaut...

    1.) Die Blackbird XLC HM ist, wie ich gelesen habe, unsymetrisch aufgebaut wg. der Footbox bzw. der Rechts- oder Linksliegereigenschaft. Man kann die HM drehen, wenn man andersherum liegen will. Habe ich das richtig verstanden?

    Fast. Nur Netz oder Topcover werden auf links gedreht. Die Hängematte selbst bleibt gleich.

    2.) Ist die Singlelayer-HM bei meinem Systemgewicht von 95 Kg noch vertretbar?

    Klar. Sofern dir die Dehnung nichts ausmacht.

    3.) Bei der Blackbird XLC ist auf jeden Fall das Bugnet schon inclusive, ja?

    Ja.

    4.) Kann ich meine Schlafsäcke zunächst mal nehmen, bevor ich noch teures Gear anschaffe?

    Als Isolierung von oben: ja. Als Isolierung von unten: nein.

    5.) Welche Schnüre bzw Karabiner bräuchte ich als leichte Grundlage? Als Bootsbesitzer sind mir die Dyneema-Leinen natürlich bekannt und da habe ich viel in der Backskiste. Prussik, Paalsteek, Achterknoten usw. sind keine Fremdwörter.

    Es gibt gefühlt 1 Mio. verschiedene Aufhängungen. Du kannst verwenden was du willst, so lange die Aufhängung die Bäume nicht beschädigt. Um den Baum sollte deshalb immer mindestens 25 mm breites Gurtband verwendet werden. Vom Baum abwärts hast du die freie Wahl. Es empfehlen sich allerdings Materialien mit möglichst wenig Dehnung - also kein Paracord oder Nylonschnüre bzw. Nylongurte. Schau dir einfach mal die Shug-Videos zum Thema Hammock Suspensions an.

    6.) Gibt es eine Empfehlung, welche Haken man sich in die Wohnung schrauben kann, um ausgedehnte Schlaf- und Ruhetests auf der HM zu unternehmen?

    Meine Empfehlung lautet: Ersatzbäume = auf Abstand an die Wände geschraubte Balken. Damit kann man jede Hängematte perfekt einstellen.

    7.) Was macht ein Hänger, wenn es keine Bäume gibt?

    Das kommt darauf an. Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, kommt der Tensa4 mit. Auf dem Fahrrad, wo das Gewicht zählt, der Carbon Tree. Das gleiche in UL, sozusagen. Zu Fuß denke ich über eine Carbonstange nach, denn ein Aufhängepunkt findet sich meistens. Wenn allerdings absehbar ist, dass es für über die Hälfte der Nächte keine Aufhängemöglichkeiten gibt, würde ich entweder ein Zelt einpacken -- oder woanders wandern :)

    8.) Die Frage nach einem größeren Tarp möchte ich erst klären, wenn ich mich final für eine HM entschieden habe.

    Sofern dein Tarp mindestens so lang wie die Hängematte ist, kannst du die Entscheidung hinauszögern. Ansonsten müsstest du improvisieren.

    9.) Was macht Ihr bei schlechtem Wetter mit Euren Schuhen? Hängen die an der Ridgeline?

    Die Stiefel stelle ich seit 10 Jahren neben die Hängematte. Suche da immer noch nach einer besseren Lösung. In die Hängematte kommen mir aber keine nassen, matschigen, klobigen Wanderstiefel. Am ehesten kommt noch eine simple Leinensicherung gegen Füchse mit Schuhfetisch oder zwei in den Boden gerammte Äste zum Überstülpen in Frage.

    10.) Wie sichert Ihr Euer Gepäck und vor allem Essen vor ungebetenen Waldmitbewohnern?

    Beim Wandern hänge ich den (fast leeren) Rucksack ans Fußende der Hängematte. Lebensmittel und Kochgeschirr kommen idealerweise in einen separaten Sack und werden ein oder zwei Bäume weiter aufgehängt, wenn mit Mitessern zu rechnen ist.

  • Hallo, erstmal danke Euch allen für die umfassenden Informationen. Nettes Telefonat mit Hesmon in die liebliche Pfalz geführt.

    Ich bin heute im Keller gewesen und habe die mir zugeflogene HM aus meinem "Nichts-wie-weg"-Lager heraus gesucht. Es ist eine Silk-to-the-Moon Länge grob abgemessen 2,90 m. Kann ich damit etwas anfangen?


    Ich muss mich jetzt erstmal damit auseinandersetzen, wo in der Wohnung ich mir eine HM-Aufhäng-Vorrichtung installiere. Ich weiß noch nix, wie viele Meter, wie hoch usw. Erst mal in Ruhe weiterlesen.


    Grüße, Jakob

  • 2,90m ist eher kurz, aber sicher einen Versuch wert. Für viele wird es erst so ab 1,8mal die eigene Körpergrösse so allmählich bequem... falls der Stoff zu einem passt.


    Mit diesem Rechner kannst du mal einen ersten Eindruck bekommen, was in etwa passen könnte. Einfach am besten zuerst das metrische System auswählen (ausser du magst die US-amerikanischen Maße).

  • Hallo,

    habe bei mir in der Wohnung erstmal Entfernungen für einen Schlafhängeplatz ausgemessen:
    Es gibt einen möglichen Platz mit 4,90 und einen mit 6 Metern. Ich habe mit beiden Calculators mal "Was wäre wenn?" gespielt und bin auf 1.65 bis 2.23 Metern Aufhänghöhe gekommen. Ich müsste zum Testen also mit Airlineschinen + /- 50 cm locker zurechtkommen, weil sich die Aufhänghöhe sich auch bei unterschiedlich langen HM's bei fester Baumabstandslänge kaum ändert. Das wird ja durch die Verlängerung/ Verkürzung der "suspension length" vorbestimmt.


    Grundbesorgungen für Testzwecke

    1.) Ich werde mir 6 Airlineschienen (Reststücke) à 50 cm besorgen. Zwei in der Wohnung und eine im Hof aufhängen.

    2.) Suche noch Lieferanten für Fittings, da brauche ich 6 Stück

    3.) Wie lange müßte Eurer Meinung nach die beiden suspension line's sein (zwischen Baum und HM), bzw. was ist der größtemögliche Absand, wenn die Bäume zu weit auseinanderstehen (ist ja auch eine Gewichtsfrage)? Als Leinen werde ich vermutlich Dyneema 5mm nehmen, weil sie reckfrei sind, das kenne ich noch vom Segeln.

    4.) Für meine Test-TTTM-HM aus meinem Fundus brauche ich noch eine Ridgeline. Die könnte vermutlich aus niederwertigerem Material sein. Da ist ja keine so hohe Belastung drauf, oder sehe ich das falsch?


    Und danke nochmals für Euren geneigten Input.


    Gruß, Jakob

  • weil sich die Aufhänghöhe sich auch bei unterschiedlich langen HM's bei fester Baumabstandslänge kaum ändert.

    Das ist nicht meine Erfahrung. Je kürzer die Hängematte, desto straffer muss sie aufgehängt werden, damit man halbwegs bequem liegen kann. Je länger die Hängematte, desto steiler der Aufhängewinkel. Wenn du irgendwann mal eine traditionelle Hängematte aufhängen willst, brauchst du eher einen Winkel von 45°. Bei Warbonnet Hängematten ist der Winkel eher bei 25°. Wenn du dir alle Optionen offen halten willst, würde ich die Schienen so lang wie möglich wählen. Ansonsten bohrst du in einem Jahr wieder. Been there, done that.

    3.) Wie lange müßte Eurer Meinung nach die beiden suspension line's sein (zwischen Baum und HM), bzw. was ist der größtemögliche Absand, wenn die Bäume zu weit auseinanderstehen (ist ja auch eine Gewichtsfrage)? Als Leinen werde ich vermutlich Dyneema 5mm nehmen, weil sie reckfrei sind, das kenne ich noch vom Segeln.

    Realistischerweise sollten die Bäume nicht weiter als 6 m auseinander stehen. Danach muss man schon anfangen zu klettern, und die Hebelkräfte sind nicht außer Acht zu lassen. Mit einer 12' / 365 cm langen Aufhängung kommt man in den meisten Gebieten gut hin.


    4.) Für meine Test-TTTM-HM aus meinem Fundus brauche ich noch eine Ridgeline. Die könnte vermutlich aus niederwertigerem Material sein. Da ist ja keine so hohe Belastung drauf, oder sehe ich das falsch?

    Normalerweise ja. Es sei denn, du kommst mal nicht hoch genug mit den Baumgurten. Dann ist es beruhigend, wenn die Ridgeline etwas mehr aushält.

  • 4.) Für meine Test-TTTM-HM aus meinem Fundus brauche ich noch eine Ridgeline. Die könnte vermutlich aus niederwertigerem Material sein. Da ist ja keine so hohe Belastung drauf, oder sehe ich das falsch?

    Ich habe an einer Eigenbau Eigennäh Hängematte eine Ridgeline aus 2mm Maurerschnur (die ich auch sonst gerne verwende und die toll zu spleißen ist) Die Ridgeline dient mir hauptsächlich um die HM schnell passend aufhängen zu können und leichte Dinge daran zu befestigen. Organizer, Brille... etc. Die ist nie sehr stramm gespannt, ich hänge die HM so auf, dass ich die Ridgeline mit den Fingern noch um 45° knicken kann.


    Andererseits habe ich auch eine HM mit 8mm Dynema Ridgeline weil das grade da war. Ist irgendwie auch cool, so maximal eben 8)

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

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