Wie macht ihr Outdoor Kaffee?

  • Das ist alles so von vielen Dingen abhängig, dass es schwer ist da einen guten Weg durch zu finden. Deswegen gibt es ja auch gute Baristas.


    Bei Herdkännchen gilt im Allgmeinen:


    - kein Aluminium

    - möglichst weiches Wasser (Brittafilter) benutzen, das hat bei mir richtig was am Geschmack gebracht.

    - heißes Wasser einfüllen

    - nicht mit größter Flamme kochen, sondern gemütlich, sonnst wird das Wasser zu heiß

    - ist der Kaffee sauer, ist er unterextrahiert (mehr Kaffee oder feiner mahlen). Ist er zu bitter, ist er überextrahiert (weniger Kaffe oder gröber mahlen).

    - keinen Espressokaffee für Herdkännchen (Bialetti) nehmen, das schmeckt meist scheußlich und bitter. da bieten sich die etwas fruchtigeren und nicht so stark gerösteten Kaffees an.

    - Kaffeepulver nicht andrücken

    - Kanne, wenn es blubbert, sofort runter vom Feuer, sonst schmeckt der Kaffee schnell verbrannt. Manche kühlen den unteren Teil des Kochers mit kaltem Wasser, um das weitere Aufsteigen von Dampf sofort zu beenden.


    Das hat mir zumindest mein Barista so erklärt. Und es ist immer wieder so, dass ich nichts verändere und der Kaffeee trotzdem schlecht schmeckt. Luftfeuchte, Temperatur, Mühle uvm spielen eine Rolle. Ich bekomme nur so lala einen gleichmäßig guten Kaffee hin. Und habe viel ausprobieren müssen, bis es einigermaßen klappte. Mit meiner Espressomaschine ist es noch schwieriger. Mein Barista meint, dass für "normale" Manschen die Aeropress am Besten funktioniert.


    Ach ja, für die Spiritusfreunde... kauft ein Herdkännchen ohne Plastikgriff, die fackeln da zienlich schnell mit ab...


    So, meinen 5 Cent...

  • Ja, sirob188, ganz so einfach ist es nicht, reproduzierbar guten Kaffee zu machen. Ich habe den Vorteil, dass ich extrem weiches und neutrales Wasser habe (manches "entmineralisierte" Wasser ist härter!) und die lokalen Röstereien dazu passende Kaffees im Angebot haben. Wenn man dann die Zubereitung im Griff hat (ich persönlich verwende häufig die Aeropress oder Handfilter, die Bialetti eher gelegentlich, im Sommer oft Coldbrew) kann man durchaus zuverlässig guten Kaffee produzieren ;) . Wenn's absolut schnell gehen soll und "trinkbar" ausreicht, habe ich auch noch eine Nespresso-Maschine. Die ist aber mit den Kapseln eine ziemliche Sauerei... Dafür ist das Gebäck von denen zum Teil wirklich gut :)

  • - keinen Espressokaffee für Herdkännchen (Bialetti) nehmen, das schmeckt meist scheußlich und bitter. da bieten sich die etwas fruchtigeren und nicht so stark gerösteten Kaffees an.

    Das könnte tatsächlich ein Grund sein! Ich hatte natürlich für den «Espresso»-Kocher tatsächlich auch Espressokaffee gekauft und ausprobiert. – Es würde mich aber doch sehr wundern, wenn ich es damals nicht auch mit meinem gewöhnlichen Alltagskaffee ausprobiert hätte.


    Was auch eigenartig ist: Im Elternhaus mit dem Teil aus Edelstahl schmeckt der Kaffee immer gleich (gut). Dort enthält das Wasser aber keinen Kalk, da mitten im alpinen Raum (Granit und Gneis).


    Bei meinem Aluminiumkocher damals war es auch nicht so, dass ich sagen würde, der Kaffee hätte irgendwie sauer oder bitter geschmeckt. Er hatte einfach einen schwer definierbaren scheusslichen Beigeschmack, der dazu geführt hatte, dass ich keine Tasse ausgetrunken und den zubereiteten Kaffee immer weggeschüttet habe.


    Wir müssen das Thema auch nicht weiter vertiefen; es hat nur am Rande mit dem Thema des Fadens zu tun. Ich dachte einfach, dass meine Frage doch irgendwie hier ins Thema passt, weil es hier anscheinend so viele Kaffee-Gourmets gibt und vielleicht auch schon jemand einen Unterschied zwischen einem Gerät aus Aluminium und einem aus Edelstahl wahrgenommen hat.


    Ich bin ja eher der folgende Kaffee-Trinker: Ich mache mir zuhause meinen Filterkaffee und finde den mit meinem Kaffeepulver auch ganz gut. Eine Kaffeemaschine führe ich nicht. Eine Bialetti aus besagter Erfahrung auch nicht mehr. Und wenn ich ins Restaurant gehe, freue ich mich immer, wenn der Kaffee schmeckt. Das ist allerdings nicht immer der Fall, aber doch gelegentlich.

  • Das Funktionsprinzip der mokka Stovetops (Espresso ist das nicht, was da raus kommt) verbrennt den Kaffee so oder so, ob auf kleiner Flamme oder nicht, das Wasser wird, wenn es kocht durch den Kaffee gedrückt. Wer in der Schule aufgepasst hat weiß, dass das je nach Luftdruck um und bei 100° passiert, was für Kaffee zu heiß ist, er wird bitter.


    Ich habe lange gesucht und die dubiosesten Konstruktionen ausprobiert, da mit ein Siebträger schlicht zu groß und sperrig war.

    Hängengeblieben bin ich bei der kleinen Kamira, das Projekt eines Tüftelsizilianers, der sein halbes Leben damit verbracht hat, die vermeintlich perfekte Stovetop-Maschine zu bauen.

    Durch den Schwanenhals kühlt das Wasser etwas herunter, der Kaffee wird nicht mehr verbrannt. Dazu erzeugt sie auch etwas Druck, mit dem durch crema Siebe eine beachtliche Schaumkrone erzeugt wird.

    Funktioniert auch auf Gas - wem es also nicht auf Gewicht ankommt, der kann damit auch in der Natur tollen Kaffee kochen!

    https://en.espressokamira.net/kamira

    Edited once, last by hangloose: Autocorrect Verirrungen beseitigt ().

  • Seit neustem nutze ich einen 100g leichten Titan Steck-Hobo, auf dem ich Wasser in einer Alu-Trinkflasche erhitze. In einer Ticktack-Packung (diese etwas größeren von den transparenten quaderförmigen) habe ich instant Kaffe fertig gemixt mit Kaffeeweißer.

    Aufgießen, fertig.


    Das ist jetzt nicht unbedingt uneingeschränkt gourmet-tauglich, aber extrem leicht. Das setup kommt jetzt eigentlich überall mit. Einfach Wasser in die Flasche und los.

  • bei mir haben sich für diverse Schüttgut-Transport-Aufgaben die runden Kunststoffgefäße bewährt, in denen an den Supermarkt Kassen Kaugummis etc. verkauft werden. Da gibt es bisweilen verschiedene Farben und Größen, sodass man im Packmaß variabel ist und sie auch im Halbdunklen gut unterscheiden kann.

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