Jeder hat mal einen schlechten Tag und da ich mich mit der Bildzeitung nicht so gut auskenne, versuche ich die fraglichen Dinge genauer zu erläutern:
Die Paketschnüre, die von der Deutschen Post bis in die 90er angeboten wurden hatten eine Stärke von 2-3 mm. Eine solche Schnur wurde um die junge Kiefer gebunden, vermutlich um sie an einem Pfahl zu führen. Diese Schnur hat verhindert, dass der Stamm breiter als 6-7cm wuchs. Anstelle dessen wurde er direkt unterhalb und oberhalb der Schnur umwallt und zwar im rechten Winkel zur Lotrechten. Ohne Luftspalt!
Von außen sah man das vermutlich nur in den Anfängen, später nicht da es durch die Borke verborgen war und es dadurch von außen wie ein normaler, gerader Stamm aussah.
Vielleicht kannst Du Dir als Analogie vorstellen dass du eine Teigrolle mit einer ringsum gebundenen Schnur durch zuziehen dieser trennen willst. Kurz bevor die Schnur ganz zusammengezogen ist hörst Du auf zu ziehen. Diese Form oder Verjüngung, besser den Einschnitt hatte der Stamm. Eine "zusammengeschobene" Sanduhr könnte auch ein Modell sein.
Er war also nur in der Mitte gewachsen verbunden, auf dem Rest der Querschnittfläche berührten sich die obere und untere waagerecht gewachsene "Umwallungs"-Fläche.
Die Flächen hatten zwar jahrzehntelang eine Stützfunktion, aber bei einem starken Sturm reichte das eben nicht, die Kiefer fiel und legte sich knapp neben dem Haus ab.