Hängeplätze finden

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  • Hi,

    nachdem es mich letztes Jahr total gefixt hat und ich dieses Jahr deutlich öfter raus möchte, muss ich geeignete Plätze zum nächtigen finden.

    Wie macht ihr das?

    Hier um Hamburg scheint gefühlt jeder Baum in dem einen oder anderen Naturschutzgebiet zu stehen.

    Da wir ja verantwortlich mit der Natur umgehen geht es da halt nicht.

    Ich kenne zwar die Seite des Wilden Schleswig Holstein aber das sind in näherer Umgebung nur wenig Plätze.

    Beispielsweise plane ich mögliche Plätze (Waldgebiete) entlang des Heidschnucken Wegs. Theoretisch gibt's dort genug Bäume aber alles im Umkreis von mehreren Kilometern um den Weg ist gesperrt.

    Ich stehe da und sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    Gruß von der Alster

  • Ich gebe Dir Recht, im Norden ist es oft schwer, ein geeignetes Baumpaar zu finden. In der Nähe von Ballungszentren sind dann noch ruhige Plätzchen Mangelware.

    Hier hilft wohl nur, ausgiebige Streifzüge zu unternehmen um die Gegend zu erkunden. Mit dem Fahrrad (Ihr habt es ja schön flach) kommt man fast überallhin und hat einen großen Aktionsradius.

    Ansonsten die übliche Empfehlung: gedeckte Farben, kein Feuer, kein Lärm, spät aufbauen, früh abbauen.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Moin Lyckligtax ,

    Deine Frage trifft den Nagel auf den sprichwörtlichen Kopf.

    Wir leben ja in annähernder Nachbarschaft und mich treibt das gleiche Ansinnen um.

    Im Hamburg zu hängen scheint mir überhaupt nicht möglich zu sein. In Schleswig-Holstein ist der nächtliche Aufenthalt im Wald abseits der Wege generell verboten.

    Damit muss man geeignete Hängeplätze tatsächlich mit der Lupe suchen. Südlich von Hamburg habe ich noch nicht gesucht.

    In meinem Wohnort habe ich sogar mal Kontakt mit den örtlichen Jagdpächtern aufgenommen. Der eine hat mir einen Platz in einem Knick angeboten. Da hätte ich aber erst einmal reichlich (ab)holzen müssen und konnte auch die zugehörigen Landwirte nicht ausfindig machen, zwischen deren Feldern der Knick verläuft.

    Ein Blick in das Schleswig-Holsteinische "Landeknickgesetz" (ich weiß den korrekten Titel nicht mehr - aber so etwas gibt es tatsächlich) hat mir den Spaß an der Recherche dann vollends verdorben.

    Nicht ganz einfach...

  • Mit einer Kombination aus Google Maps und geeigneten Outdoorkarten suche ich mir gelegentlich unbekannte bewaldete Gegenden im ungefähren Umkreis von 100 km heraus und mache dort bei Gelegenheit eine Wanderung bzw. einen Spaziergang zum Erkunden.

    Ganz allgemein halte ich beim Wandern oder Fahrradfahren "besonders" Ausschau, seitdem ich auch gerne einmal in der Hängematte liege. Wenn ich einen Spot sehe, der taugen könnte, wird dieser fotografiert (inkl. GPS-Koordinaten in den Metadaten) und bei nächster Gelegenheit nochmal ganz in Ruhe mit "Hängemattenbrille" inspiziert.

    Also wie von Mittagsfrost trefflich beschrieben: erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Wobei ersteres ja auch schon Vergnügen ist und sogar mehr Kalorien verbrennt als Rumhängen. ;)

    Unter dem Strich ist es definitiv eine zeitaufwändige Herausforderung halbwegs bis richtig gute Plätze zu finden.

    Einmal editiert, zuletzt von BX.33 (7. Februar 2023 um 08:14)

  • So hatte ich das gerade im Winterurlaub auch gedacht, Kinderbetreuung und Schneelast bei starken Böen hielten mich aber vom Hängen ab.

    Hab aber den bei Google maps gefundenen Spot in Augenschein genommen.

    Allerdings nur halblegales Hängen ( im NP Riesengebirge nur Biwakieren erlaubt).

    Aufgrund der schweren Zugänglichkeit durch tiefen Schnee wäre Entdeckung aber Recht unwahrscheinlich gewesen.

  • 2021 Campingplatz an der Nordsee (irgendwo bei Jever). Der riesige Platz lag zwischen Deich und Nordsee. Den bärtigen Platzanweiser habe ich ich noch meine dringende Bitte nach zwei Bäumen zugerufen. Was hat der gelacht, der Witzbold.... . In der ganzen Gegend wuchs nicht mal ein Schwarzbeerstrauch. ||

    Plan B: Feldbett rules und Franken hat subber Bäume. :saint:

    Gruß, Harald

  • Ansonsten die übliche Empfehlung: gedeckte Farben, kein Feuer, kein Lärm, spät aufbauen, früh abbauen.

    Erzähl das meiner leuchtend blauen Matte :D Vielleicht muss ich die doch verkaufen und eine DarkFoliageGreen XLC gönnen ... man darf ja träumen

    In Schleswig-Holstein ist der nächtliche Aufenthalt im Wald abseits der Wege generell verboten

    Das war mir noch gar nicht bewusst :-/

    Ich bin sehr gerne südlich von Hamburg unterwegs weil es dort schöne Heide und Buchenwälder gibt. Daher habe ich spaßeshalber mal geguckt was für (interaktives) Kartenmaterial ich bekomme:

    1. von der offiziellen Seite Seite des Landes Niedersachsen
    2. Bundesamt für Naturschutz
    3. OpenStreet Map

    OpenStreetMap scheint nur große Naturschutzgebiete zu zeigen.

    BFN hat größere Flächen im Angebot

    Landesamt Niedersachsen hat die genauesten Karten welche sich aber stark überlagern. Ggfs muss man hier mal ein paar Karten weniger auswählen.

    Das größte Problem ist nun herauszufinden um was für Gebiete es sich jeweils handelt und was für Regeln dort gelten.

    So gibt es viele grüne Gebiete südlich von Hamburg welche keine Naturschutzgebiete aber Landschaftsschutzgebiete sind.

  • In diesem Zusammenhang hab ich gerade mal in meiner Heimat nachgeschaut. "Unser" Wald ist ein Landschaftsschutzgebiet, weshalb ich im zugehörigen Landschaftsplan nachgeschaut habe und dort folgendes fand:
    "16. außerhalb der dafür vorgesehenen Plätze sowie außerhalb von Hofanlagen und Hausgärten oder hausangrenzenden Wiesen zu lagern, zu zelten, Feuer zu machen oder Grillgeräte zu benutzen;"

    Dafür vorgesehene Plätze wären mir leider keine bekannt.
    Was bedeutet in diesem Zusammenhang "lagern". Da könnte schon das rumliegen im Gras mit gemeint sein. Ist eine Nacht oder sogar schon eine Stunde relaxen in der HM "lagern"?

  • So steht es auch in allen Gebieten die ich nun kontrolliert habe.

    Wenn ich es richtig verstanden habe fallen Hängematte und Biwak bereits unter lagern. Deswegen wird Zelten meistens extra aufgeführt.

    Eine Stunde mit Decke im Gras ist wohl möglich sofern du die Wege verlassen darfst.

  • Ich bin sehr gerne südlich von Hamburg unterwegs

    Ich bin südlich von HH aufgewachsen und mir fallen einige Gegenden ein, wo ich ich mal gucken würde. Spontan z.B. Harburger Berge / Schwarze Berge, Rosengarten (z.B. Diebeskuhlen), Stuvenwald, ... eigentlich sollte da schon was dabei sein.

    Eine andere Frage ist, wie offiziell du es willst.

  • Moin,

    Gerade im Schnee ist man durch seine eigene Spur schnell auffindbar..............wenn sich jemand die Mühe macht sie zu verfolgen :)

    Gruß von der Ostsee

    Die Überlegung hatte ich auch. Spuren verwischen sogar probiert......bei 30 cm Schnee aber Schnapsidee wenn es nicht schneit.

    Ich hätte eher auf "niemand macht sich die Mühe" gesetzt. Ich bin 2,5 h niemandem begegnet ( erst wieder im Loipengebiet) und es gab nur eine Spur aus der Gegenrichtung.

    Allerdings hörte man im Wald schon ab und an Mal was von oben kommen in Form von Schnee und teilweise auch Äste.

  • Ich bin südlich von HH aufgewachsen und mir fallen einige Gegenden ein, wo ich ich mal gucken würde. Spontan z.B. Harburger Berge / Schwarze Berge, Rosengarten (z.B. Diebeskuhlen), Stuvenwald, ... eigentlich sollte da schon was dabei sein.

    Eine andere Frage ist, wie offiziell du es willst.

    Da bin ich auch viel unterwegs und habe beim Wandern auch schon das eine oder andere mal meine Matte aufgebaut.

    Bei gutem Wetter und ohne Tarp sagt da niemand etwas.

    Nur nächtigen traue ich mich nicht so recht.

    Ich schätze vollkommen legal wird es echt schwierig...

    Naturschutz ist mir wichtig, nicht dass wir gar nicht mehr in den Wald dürfen.

  • ...

    Ansonsten die übliche Empfehlung: gedeckte Farben, kein Feuer, kein Lärm, spät aufbauen, früh abbauen.

    ...Naturschutzgebiet hin oder her, hier in NRW gelte zumindest gefühlt auch die gleichen Regeln für ganz normale Wälder.

    Hi,

    rein präventiv würd ich ma´ den Begriff HH Waldgesetz in die Suchmaschine werfen und gucken was da so angesagt ist. Für den ersten Sucherfolg scheint das recht überschaubar. Busgelder sagen da zumindest hier in NRW mehr aus. Man kommt sich ja schon als Kleinkrimineller vor im Wald nach Luft zu holen.

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