Der offizielle Overnighter-Faden

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  • Es sollte zum Saisonauftakt mal wieder ein Overnighter mit Bootsanreise werden. Also ging es mit der S-Bahn zum Griebnitzsee und dort gleich neben dem Bahnhof aufs Wasser.

    An der schmalsten Stelle kam mir ein Frachtkahn entgegen, der aber fairerweise die Geschwindigkeit drosselte.

    Dann war noch ein See zu überqueren. Am gegenüberliegenden Ufer liegt schon der angepeilte Übernachtungsplatz.

    Direkt nach der Ankunft zeigt sich noch mal die Sonne.

    Die Zeit bis zur Dämmerung habe ich in der Matte verbracht, denn es war sehr windig.

    Dann wurde ein kleines, ziviles Grillfeuerchen entfacht ...

    ... in dessen Glut es sich später gut brutzeln ließ.

    Die Matte schwebte über einer Bärlauchwiese, die schon sehr stark duftete.

    Später musste ich noch ein Tarp aufspannen, denn es begann in der Nacht zu nieseln. Das Bild ist übrigens im komplett Dunklen aufgenommen worden. Keine Ahnung, wo das Handy das Licht hergezaubert hat.

    Geschlafen habe ich gut - anscheinend aber zu gut, denn heute früh stellte sich heraus, dass mir ein Fuchs das Boot komplett ausgeräumt und neben diesem Luftschlauch des Spitzenbeutels ...

    ... auch noch eine kleine Tasche aus Ultra aufgeknabbert hat, um an das Frühstücksporridge zu gelangen. Irgendwann scheint der Reißverschluss aufgegangen zu sein, denn der war heute morgen offen. Die Lektion, die ich daraus gelernt habe: immer das Boot umdrehen, eine Persenning zum Schließen der Luke hält keinen Fuchs ab!

    Auch auf der Rückfahrt musste ich wieder einem Schlepper den Vortritt lassen.

    Der Fuchs hat mich aber zu einem längst fälligen Hack inspiriert, nämlich die viel zu langen Luftschläuche der Spitzenbeutel zu kürzen, sodass der nächtliche Überfall schlussendlich auch noch sein Gutes hatte.

  • Die Nacht mit der Zusatzisolierung war super. Keine Kälte von unten, auch ohne Wolldecke oder Fell.

    Leider kam trotz zwei Klemmen, und zwei Paracord Tropfschnüren Wasser über die Aufhängung rein.

    Muss das Material der Gurte sein. Um 4.00 Uhr habe ich dann je Seite noch mal zwei dazu gefrickelt, dann blieb es trocken.

    Gestern gegen 10:30 Uhr klarte das Wetter auf. Also raus aus der Matte und wie von Mama gelernt: Bettzeug gut lüften. Also Schlafsack ausgebreitet und alles andere auch, was lüften sollte.

    Dann mal das Amok Skold Tarp umgesetzt zum trocknen und die Anowa rausgeholt.

    Es fing leicht an zu tröpfeln, also baute ich erst das Tarp für die Anowa auf… dachte ich… so weit kam ich aber nicht mehr. Es kam eine richtig fette Schauer runter und ich rettete die Anowa samt „Aufbaukram“ unter das Skold Tarp. Dort harrte ich dann die Schauer aus.

    Was hat der Onkel vergessen? Richtig! Den Schlafsack!

    Abbruch? Nach Hause ohne Anowa Test? Schlafen im nassen Schlafsack oder ohne? Oder Plan B?

    Plan B: mit dem nassen Sack zum Auto, Ladestand des Akkus gecheckt - alles klar. Standheizung: bitte entfeuchten :D;(:D.

    Hat dann doch noch gut geklappt. Anowa hängt, liegt sich gut. Habe sie erst mal in die Waage gehängt.

    Die Montage vom Winter Top Cover war 3/4 einfach. 3 Reisverschlüsse waren in Sekunden dran, bei einem habe ich aufgegeben. Der Anfang des Verschlusses ist so fummelig mit und an der Rigeline unter der Abdeckung, ich habe es alleine nicht geschafft. Funktioniert aber auch so mit dreien ;)


    Die Nacht war sehr gut, sehr warm, laut Apple war mein Schlafindex bei 91 % was auch immer das bedeutet^^.

    Keine Kondensfeuchtigkeit am Top Cover, obwohl ich weit Richtung Fußbereich gerutscht bin. Das Cover ist auch schön dunkel.

    Da immer wieder mal Regenschauer mit Wind dazu kamen, habe ich mir eine kleine Glampinghütte gebaut.

    Schade, muss gleich abbauen. War wieder alles viel zu kurz ;)

  • ... Die Lektion, die ich daraus gelernt habe: immer das Boot umdrehen, eine Persenning zum Schließen der Luke hält keinen Fuchs ab! ...

    Moin Ulrich!

    Danke für Deine ausführliche und bebildere Mitfahrgelegenheit.

    Was die doch an sich äusserst scheuen Füchse sich trauen, hätte ich nicht gedacht. So es denn einer war, aber andere Wildtiere sind wohl auch nicht viel sorgloser. Waschbären vielleicht?

    Im Grunde auch egal. Mir kam beim Lesen viel mehr die Frage, ob Du ein Wildtier nicht lieber durch die Persenning als gleich durch die Bootshaut einsteigen lassen möchtest?

    So konntest Du immerhin noch eigenmöchtig nach Hause paddeln.


    Aber Dir wird schon was einfallen, ich bin sicher. Notfalls Deine Vorräte künftig in den Baum zu hängen, oder?

    Wobei ich auch schon gelesen hatte, Füchse hätten sich weniger für die Vorräte als für die Schuhe der Camper interessiert?!

    Herrliche Grüsse,

    jenshelge

  • Moin,

    so wie ich es auf dem 1. Bild erkennen kann, läuft dir wohl Wasser teilweise innerhalb der Gurte zur Hm .........der grüne Ring/Karabiner?! an den Buckles könnte auch eine Wasserbrücke sein?!

    Ich würde mir an der Hm direkt vor den Buckles sowie am Gurt gleich hinter den Buckles Schnüre oder schmale Stoffstreifen aus Baumwolle als Prusik binden (mind. 3 stramme Wicklungen). Die Baumwolle saugt das rinnende Wasser zum größten Teil auf und lässt es nach unten abtropfen. Dann brauchst du wahrscheinlich die Klammern und anderen Abtropfschnüre weiter oben nicht.

    Entscheidend ist dass das Wasser nicht über die Buckles rinnen kann und falls dies dann doch mal passiert, das Wasser gleich hinter den Buckles zum Abtropfen gebracht wird.

    Schöne Glampinghütte 👍😊

    Gruß von der Ostsee

  • (Gerade nicht mehr)-Frühlingsvollmondwaldnacht :). Vollmond war gestern morgen um 4, aber in der darauffolgenden Nacht war er trotzdem noch schön rund und der Aufhängewinkel der Banyan war so perfekt auf den Mondaufgangspunkt abgestimmt, dass ich im Liegen durch die Ritze der Myog-Moskitonetz-Abdeckung hindurch diesen ganz bequem beobachten konnte - jedenfalls ein paar Minuten lang zum Einpennen. Da -1°C vorhergesagt war (dürfte es aber nicht gehabt haben), hatte ich zusätzlich zum Lynx 20°F mit Tyvek-UQP noch die neue Robens ZigZag UL-Faltmatte gedoppelt unter Oberkörper und Hüfte gelegt, wäre aber sicher auch ohne gegangen, mit den drei Schichten oben war mir mehr immer wieder mal mehr als warm und ich war mal wieder heilfroh über mein modulares System, mit dem ich Hitzewallungen einfach ausgleichen kann, ohne gleich ohne alles dazu liegen.

    Ansonsten Anemonen, Löwenzähne und Sumpfdotterblumen, blühende Obstbäume, Sonnenuntergang mit Pico 85-Lagerfeuer und in Vögelsingen am Morgen, immer wieder schön.

  • Doppelovernighter (oder Dreitagestour in unter 48 Stunden) um die Hängematte wieder im Betrieb zu nehmen (letztes Mal war ich kurz vor Weihnachten damit unterwegs, da war es nachts auch nicht kälter als jetzt).

    Die Challenge bestand v.a. darin, mehr oder weniger mitten in der Zivilisation ein ruhiges Plätzchen zu finden. Hat 2x geklappt.

    Nr.1 für meine Begriffe ganz schön hart a Weg und die ersten Sportler sind tatsächlich schon vor 08:00 vorbeigekommen.

    Da war ich aber mit Feuern schon fertig.

    Trotzdem fragte ich mich, ob ich wohl als Radtourist identifiziert werde oder als Vagabund.

    Ich war mit Hund und Anhänger unterwegs. Wie man es sich vorstellt :

    Realität:

    Auch in der. Mittagspause bin ich abgehängt und hab mir was warm gemacht.

    Den zweiten Platz hab ich total per Zufall gefunden, doch er sagte mir mehr zu als der erste.

    Herrlich mit Morgensonne

    Allerdings in Sichtweite des Bauernbetriebes (wobei die Zufahrt dazu woanders durch ging, so dass ich nicht fragen konnte und sich auch niemand beschweren kam).

  • Kicher ^^ Schon lustig, was Du so darunter verstehst. Ich lade Dich gerne mal ins Ruhrgebiet ein, dann weiß Du, was "mitten in der Zivilisation" wirklich bedeutet :)

    Das Ruhrgebiet hat laut Google eine Bevölkerungsdichte von 1200 Menschen/km2, das Fürstenland, wo ich die erste Nacht verbracht habe, bringt es auf 500. Das ist natürlich deutlich weniger, aber doch ziemlich dicht. Die zweite Nacht habe ich in Frauenfeld (2km Luftlinie vom Bahnhof) verbracht, laut Wikipedia gibt es da 991 Menschen/km2. Die habe ich auch die ganze Nacht gehört - also ihre Autos.

    Irgendwer hat ja letztens mitten in Berlin übernachtet, das ist natürlich noch eine andere Hausnummer.

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