Es sollte zum Saisonauftakt mal wieder ein Overnighter mit Bootsanreise werden. Also ging es mit der S-Bahn zum Griebnitzsee und dort gleich neben dem Bahnhof aufs Wasser.
An der schmalsten Stelle kam mir ein Frachtkahn entgegen, der aber fairerweise die Geschwindigkeit drosselte.
Dann war noch ein See zu überqueren. Am gegenüberliegenden Ufer liegt schon der angepeilte Übernachtungsplatz.
Direkt nach der Ankunft zeigt sich noch mal die Sonne.
Die Zeit bis zur Dämmerung habe ich in der Matte verbracht, denn es war sehr windig.
Dann wurde ein kleines, ziviles Grillfeuerchen entfacht ...
... in dessen Glut es sich später gut brutzeln ließ.
Die Matte schwebte über einer Bärlauchwiese, die schon sehr stark duftete.
Später musste ich noch ein Tarp aufspannen, denn es begann in der Nacht zu nieseln. Das Bild ist übrigens im komplett Dunklen aufgenommen worden. Keine Ahnung, wo das Handy das Licht hergezaubert hat.
Geschlafen habe ich gut - anscheinend aber zu gut, denn heute früh stellte sich heraus, dass mir ein Fuchs das Boot komplett ausgeräumt und neben diesem Luftschlauch des Spitzenbeutels ...
... auch noch eine kleine Tasche aus Ultra aufgeknabbert hat, um an das Frühstücksporridge zu gelangen. Irgendwann scheint der Reißverschluss aufgegangen zu sein, denn der war heute morgen offen. Die Lektion, die ich daraus gelernt habe: immer das Boot umdrehen, eine Persenning zum Schließen der Luke hält keinen Fuchs ab!
Auch auf der Rückfahrt musste ich wieder einem Schlepper den Vortritt lassen.
Der Fuchs hat mich aber zu einem längst fälligen Hack inspiriert, nämlich die viel zu langen Luftschläuche der Spitzenbeutel zu kürzen, sodass der nächtliche Überfall schlussendlich auch noch sein Gutes hatte.