Tips für Flexibilität gesucht

  • Ich möchte ja zum ersten mal mit Hängematte auf Tour gehen (fahren).
    Das soll dann Richtung Norden (Norwegen) sein.
    Dabei möchte ich mit Tarp und Hängematte flexibel sein.
    Eine Onewind Hängematte habe ich nun bestellt.
    Jetzt benötige ich folgende Tips.
    1. Ein relativ günstiges Top und Underquilt bei denen man eins von beiden oder auch beide zusammen als Schlafsack nutzen könnte.
    Man sollte es in denen noch bei Temperaturen von 7° bis 5° C aushalten können und sie sollten synthetisches Füllmaterial enthalten.
    2. Ein "Innenzelt" falls man das Tarp als Zelt benutzt. Dabei meine ich nicht die Art als "Firstzelt" (dafür habe ich Innenzelte gesehen), sondern die andere gefaltete Art mit einem Eingang. Das Innenzelt sollte einen wasserfesten Boden haben aber vor allem geht es um das Mesh-Netz was einem die Stechmücken da oben in Norwegen abhält.

    Außerdem müsste es von selbst stehen können. Als letzte Möglichkeit müsste ich mir so etwas selber nähen.
    Ich denke ein 3,5 mal 3,5 Meter Tarp müsste ausreichen. Da oben regnet es häufiger.


    Warum, relativ günstig ? Wenn das eh nicht die letzte sein wird wie hier im Forum immer erwähnt, oder eben die letzte da es nicht funktioniert mit mir, dann soll wenigstens nicht zu viel Geld versenkt werden.

    Ich bin gespannt auf Eure Vorschläge und bedanke mich jetzt schon.

  • Rechne auch mit Wind vor allem an der Küste. 2 Tage im September war ich ganz glücklich über Asyl im Zelt, welches einige Verformung über sich ergehen ließ.


    Viele interessante Spots sind oberhalb der Baumgrenze. Ein halbwegs robustes Zelt, ist da nicht nur gegen Mücken hilfreich.

    I put the fun in Funktionsunterwäsche.

  • Dennis geht RausIch möchte ja zum ersten mal mit Hängematte auf Tour gehen (fahren).
    Das soll dann Richtung Norden (Norwegen) sein.

    Guten Morgen,


    du hast zwar nach etwas anderem gefragt, aber ich möchte es trotzdem kurz einbringen. Die Wörter "erste mal auf Tour" und "Norwegen" (allg. Skandinavien) lösen bei mir immer schnell Kopfkino aus. Das kann die Mega Erfahrung deines Lebens werden, oder so ein Reinfall das du nie wieder mit einer HM raus gehst. Hast du dir das gut überlegt? Die ersten Male würde ich persönlich. immer vor der eigenen Haustüre versuchen. Wenn es mal Probleme gibt, und das kann schon ein schlecht sitzender UQ in einer kalten Nacht sein, könnte man immer noch auf kurzem Wege abbrechen. Ist nur ein kleiner Denkanstoß von mir.


    Zu Kufaisolierung kann ich dir leider nicht viel sagen, da ich alles in Daune habe. Da aber die Sachen im HM Bereich m.M.n ganz gut gehandelt werden, könntest du im Ernstfall auch hochwertigere / teurere Produkte hier wieder gut loswerden. Da gäbe es in Europa z.B GramExpert oder KhibuHiker.


    Von Hilleberg gibt es ein neues Zelt was mit Trekkingstöcken aufgestellt wird. Es ist allerdings alles andere als billig.

    Hilleberg


    Und auch bei Dennisgehtraus gibt es viele infos über Equipment. Er hat auch die günstigeren Produkte im Blick gehabt und getestet


    Grüße

  • Moin,

    ich habe nicht auf jede Frage eine Antwort, aber dafür noch einige ergänzende Gedanken:


    - Dein Setup vorher in der Nähe des eigenen Bettes auszuprobieren (mehr als eine Nacht) ist eine mehr als schlaue Idee.

    - Dass es in Norwegen Gegenden mit wenigen oder gar keinen Bäumen gibt, weißt du bestimmt.

    - Wenn du Topquilt und Underquilt auch als Schlafsack nutzen möchtest, brauchst du auch eine Isomatte.

    - Topquilt und Underquilt mit Apex-Füllng habe ich mir selbst genäht. Wenn du dir Zeit lässt, funktioniert das sehr gut. Noch besser ist es, wenn du jemand in der Familie oder Freundeskreis hast, der dir am Anfang über die Schulter schaut. Gewichtsmäßig ist es ganz passabel und je nach Apex-Dicke kannst diese gut bis 5 Grad nutzen.

    - Es gibt Moskitonetze, die kann man an einer Ridgeline aufhängen (ganz ähnlich wie die Dinger, die man über sein Bett hängt). Wenn du die Ridgeline unter dem Tarp durchführst, dann geht das gut. Oder du nimmst zwei Ridgelines. Das Problem: Wenn Bäume für die Hängematte fehlen, fehlt vermutlich auch eine Aufhängung für die Ridgeline(s).

    - Ich habe ein halbwegs leichtes Trekking-Pole-Zelt (1,4kg). Sehr vergleichbar mit hier gerade vorgestellten Lanshan2. Meins ist das hier: https://de.aliexpress.com/item…269583.0.0.651222c3I6pGsn Als ich es vor einem guten Jahr gekauft habe, habe ich ca. 140,-- EUR dafür gezahlt. Aufgrund des Wetters würde ich in Norwegen ein "ganzes" Zelt bevorzugen. Aber andere mögen das anders sehen. Davon unabhängig ist mir ein freistehendes Moskitonetz nicht bekannt.


    Viel Spaß beim Planen!


    P.S. Wenn du davon ausgehst, dass du ein Tarp nutzen kannst, warum sollte dann das Innenzelt freistehen können?

  • Das kann die Mega Erfahrung deines Lebens werden, oder so ein Reinfall das du nie wieder mit einer HM raus gehst. Hast du dir das gut überlegt? Die ersten Male würde ich persönlich. immer vor der eigenen Haustüre versuchen

    da stimme ich voll zu.


    zu Punkt 1: am Boden brauchst Du auf jeden Fall auch die Isomatte. Ich bin auf UQ umgestiegen, habe aber jahrelang mit ISO in HM geschlafen. Das spart ein Ausrüstungsteil.

    KuFa weiss ich auch nicht. Ich schwör auf Daune auch beim Wasserwandern.

    Hängen und zelten heisst halt Kompromiss beim Gewicht. Brauchst du die Flexibilität wirklich, oder ist das Kopfkino? Wenn du eine Tour in der baumlosen Tundra oder auf der Hardanger Vidda machst, dann ist vielleicht schlichtweg Hängematte nicht angesagt.;(


    zum Punkt 2: Du könntest mal eine Windsocke als "Innenzelt" gegen den Wind probieren. Eine wasserdichte Bodenwanne fehlt dann aber. Dafür hängt die Socke auch gut auf der HM und schützt vor Mücken. Und aufstellen könntest Du Socke und Tarp mit Wanderstöcken.

    il dolce far niente:sleeping:

  • Gehen oder fahren? Sprich: musst du die Ausrüstung tragen oder kannst du sie auf das Fahrrad bzw. Motorrad oder sogar ins Auto packen?


    Wenn du zu Fuß unterwegs bist, würde ich mich auf ein Set-Up festlegen. Wenn du damit rechnen musst, regelmäßig auf dem Boden zu schlafen, und dazu noch das Wetter sehr mies sein kann, würde ich ein passendes Zelt wählen und die Hängematte zu Hause lassen.


    Wenn du mit einem Fahrzeug unterwegs bist, würde ich mir einen Tensa4 oder einen Carbon Tree holen, und auf das ganze Boden-Set-Up verzichten. Und ich schließe mich der Meinung der anderen an: teste dein Set-Up vorher ausgiebig zu Hause unter ähnlichen Bedingungen. Ansonsten kann das eine sehr ungemütliche Tour werden.

  • Wenn du ein "Bottom Entry Bugnet" für eine eher längere Hängematte nutzt, kannst du dieses auch fürs Schlafen am Boden verwenden. Das habe ich schon mit Erfolg ausprobiert:


    RE: Moskitonetz à la Fronkey


    Wenn du dein Gepäck im Netz neben die Isomatte legst, hält dir das das Moskitonetz auch ausreichend vom Körper weg.


    Kriterium ist: Hat die Isomatte gut im "Bottom Entry Bugnet" Platz? - Bei solchen Netzen für eher kurze Hängematten (unter 300 cm Länge) kann es knapp werden, insbesondere wenn du eine lange und breite Isomatte verwenden möchtest (197cm x 65 cm).

  • Zunächst mal danke für den Input.

    Viele interessante Spots sind oberhalb der Baumgrenze.

    Genau darum die Flexibilität.

    Die Wörter "erste mal auf Tour" und "Norwegen" (allg. Skandinavien) lösen bei mir immer schnell Kopfkino aus. Das kann die Mega Erfahrung deines Lebens werden, oder so ein Reinfall das du nie wieder mit einer HM raus gehst. Hast du dir das gut überlegt?

    Auch darum die Flexibilität und ein Tarp kann man recht stabil als Zelt umformen.

    Das mit dem Tarp als Zelt war es so gedacht wie hier:
    https://samtleben.me/blog/dd-h…x3-tarp-stativ-zelt-setup

    Nur wäre bei mir kein Stativ oder Trekkinstock sondern ein vorher ausgemessenes zelegbares Einzelgestänge.

    So hatte ich das auch mit meinem Einpersonen Sommerpyramidenzelt gemacht. Was auch für einen verstellbaren Trekkingstock gedacht wäre, die mir aber nicht stabil genug erschienen.


    Wenn du Topquilt und Underquilt auch als Schlafsack nutzen möchtest, brauchst du auch eine Isomatte.

    Die wird bei Bodennutzung also Zelt immer nötig sein, dessen bin ich mir als Camper auch bewusst.


    Wenn du ein "Bottom Entry Bugnet" für eine eher längere Hängematte nutzt, kannst du dieses auch fürs Schlafen am Boden verwenden. Das habe ich schon mit Erfolg ausprobiert:

    Das ist bei dem bestellten Onewind Hängemattenkit dabei.
    Ein interessanter Vorschlag, darauf bin ich noch gar nicht gekommen.

    Gehen oder fahren? Sprich: musst du die Ausrüstung tragen oder kannst du sie auf das Fahrrad bzw. Motorrad oder sogar ins Auto packen?

    Mit dem Motorrad und hoffentlich auf zumeist unbefestigten Wegen.


    Wenn ich aber das jetzt so lese, wäre es wahrscheinlich am vernünftigsten doch nur mit meinem Frühjahrs und Herbstzelt sowie dem Schlafsack nebst Unterlage zu fahren. Das steht auch so und kann zur Not mit Steinen auf den am Zelt befindlichen Snowflaps gehalten werden. Nur falls es mal zu steinig wird im Boden für Erdnägel.

    Und ja ich springe meistens einfach mal ins kalte Wasser, da bei mir eine erste Nacht meist gar nichts aussagen tut ;)

    Mir ist bekannt das es in Norwegen häufig regnet, Ende Juni sehr kalt werden kann und einem die Mücken das Leben schwer machen. Dafür entschädigt dann diese phantastische Landschaft wenn man sie dann mal zu sehen bekommt.

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