Moskitonetz à la Fronkey

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Wenn es funktioniert, ist ja alles gut! – Danke fürs Weiterleiten des Fehlers. Für eine ultraleichte Torschusswand wären die 16cm-Löcher leider zu klein...

    Was mir an der Lösung mit zwei Kordelstoppern sehr gut gefällt: Ich brauche auf jeder Seite nur 10cm bis 15cm der Gummischnur herauszuziehen und schon liegt das Netzt perfekt an. 10cm bis 15cm herausziehen auf jeder Seite verkürzt die Gummischnur insgesamt um 40cm bis 60cm.

    • Offizieller Beitrag

    Hmm, gutes Argument für zwei Kordelstopper. Dadurch, dass ich beide Seiten unabhängig voneinander mit einem Bodensaum versehen habe, ist am anderen Ende noch die kleine ungenutzte Öffnung, wo sich beide Seiten Treffen.

    Mal sehen, vielleicht werde ich einen zweiten Kordelstopper noch ergänzen, wenn ich es in der Praxis erstmal so ausprobiert habe. Die Länge des vollständig gezippten Shockcords nervt schon ein bisschen ... :/

  • Ich denke übrigens, dass ich mehr als 10cm bis 15cm vom Gummiseil herausziehen müsste, wenn ich die Gummischnur nicht von Anfang an etwas kürzer gewählt hätte, als der Tunnelzug lang ist. Der einzige Nachteil ist in meinem Fall, dass ich das Netz nun kaum noch an der Firstleine festbinden kann.

    • Offizieller Beitrag

    Bei der Länge des unteres Gummizuges habe ich mich an Dutchs Angaben orientiert und umgerechnet 170 cm Schnur genommen. Dadurch, dass der Saum jeder Seite im Vergleich zur Ridgeline noch 20 Prozent gekürzt wurde, sind diese jeweils noch 180 cm lang (also zusammen 360 cm).

    Das Hochklappen zur Firstleine wird bei meinem Netz mit diesen Angaben wohl auch schwierig. Daher bin ich ganz froh, dass ich es durch die Ridgeline-Öffnungen zumindest zur Seite schieben kann. Mal sehen was mir noch einfällt, wenn ich es ausprobiere und oben festbinden will ...

  • Bei meinem aktuellen Schnitt brauche ich zudem nur sehr wenig Schnur herauszuziehen, weil das Netz bei mir nicht vollständig schliesst, sondern sich recht weiträumig an die Hängematte schmiegt. – Wenn du es vollständig verschliessbar hast (ist bei dir wohl der Fall, oder?), dann musst du viel mehr Schnur herausziehen, bis es geschlossen ist.

    • Offizieller Beitrag

    Spannende Ergebnisse beim zweiten Test: Nachdem ich gestern mit meiner fünften DIY-Hängematte ("Coconut" - 340 cm Länge und 95 cm Abstand zwischen Ridgeline und tiefsten Punkt in der Hängematte) das Moskitonetz ausprobiert hatte, habe ich heute mit meiner ersten DIY-Matte (330 cm mit 80 cm Abstand zwischen Ridgeline und dem tiefsten Punkt in der Hängematte) getestet.

    Ergebnisse des zweiten Tests:

    • Das Moskitonetz fällt je nach Hängematte ganz anders.
    • Ob man die Ridgeline-Öffnung des Moskitonetzes über die Hängematte bis ans Ende über die HM-Aufhängung schieben kann, ist abhängig vom gewählten Whipping.
    • Der gewählte Abschnitt von 20% pro Seite führt dazu, dass zwar der Netzstoff an Rücken- und Beinbereich an der Hängematte anliegt, jedoch die untere Öffnung sich dadurch nicht mehr ganz mit dem Kordelstopper verschließen lässt.

    Bei meiner ersten DIY-Matte ist der Whipping-Knoten so dick, dass 5 cm als Netzöffnung nicht ausreichen, um das Moskitonetz über die Ridgeline an den Rand zu schieben. Das liegt einerseits am relativ dicken Stoff (70 D Extremtextil Hammock-Nylon), andererseits an dem relativ breit genähten Tunnel. Beide Hängematten wurden mit dem Warbonnet-Whip gerafft, der Knoten fällt allerdings sehr unterschiedlich aus.

    Auch wenn keine meiner DIY-Matten eine Ridgeline länger als 280 cm hat, sind sie doch so unterschiedlich in der Liegekurve, dass bei flacheren Hängematten der Netzstoff durchaus am unteren Zipper "ausbeutelt", der Gummizug also bereits unter der Hängematte anliegt, während der Stoff um die Gummizugöffnung noch nach unten eine kleine Mulde formt bevor sie am äußeren Rand Richtung Ridgeline wieder hochgeht.

    Durch den verhältnismäßig spitzen Winkel (bedingt durch den relativ großen Abschnitt von 20% an Fuß- und Kopfende im Verhältnis zur gewählten Seitenlänge von 135 cm) fällt das Moskitonetz nicht so locker, dass man es vollständig am Boden der Hängematte verschließen könnte. Dafür müsste der Netzstoff an den Seiten wohl noch länger sein bzw. der Abschnitt geringer (z.B. 10%?).

    Insekten kommen aber trotzdem nicht rein :P

  • Der gewählte Abschnitt von 20% pro Seite führt dazu, dass zwar der Netzstoff an Rücken- und Beinbereich an der Hängematte anliegt, jedoch die untere Öffnung sich dadurch nicht mehr ganz mit dem Kordelstopper verschließen lässt.

    Durch den verhältnismäßig spitzen Winkel (bedingt durch den relativ großen Abschnitt von 20% an Fuß- und Kopfende im Verhältnis zur gewählten Seitenlänge von 135 cm) fällt das Moskitonetz nicht so locker, dass man es vollständig am Boden der Hängematte verschließen könnte. Dafür müsste der Netzstoff an den Seiten wohl noch länger sein bzw. der Abschnitt geringer (z.B. 10%?).

    Ich glaube aufgrund meiner Versuche / Umbauten und einiger Skizzen, dass es sich genau umgekehrt verhält. Die Abschrägung führt ja dazu, dass

    • das untere Ende des Netzes bereits näher bei der Mitte liegt, der Weg zur Mitte ist demnach bereits durch den Schnitt verkürzt.
    • die Naht selbst deutlich länger und damit der Weg zur Mitte weiter verkürzt wird.

    Ohne Abschrägung ist der Weg zur Mitte also im doppelten Sinn weiter. Wenn du das Netz dennoch ganz verschliessbar machen möchtest, müsstest du es höher / länger schneiden, wie du ja auch andeutest; dann kommt es im geöffneten Zustand aber bis auf den Boden, was ich unpraktisch finde. Zudem brauchst du eine viel längere Kordel, die du zum Verschliessen auch viel weiter herausziehen musst, weil der Weg des Stoffes zur Mitte hin viel länger wird.

    Hier eine simple Skizze dazu:

    Kommentar zur Skizze:

    • Im linken Beispiel ohne Verjüngung gegen unten ist der Weg zur Mitte weiter und die senkrechte Naht am Kopf- und Fussende kürzer. Man braucht eine längere Gummikordel und muss mehr davon herausziehen, um das Netz zu schliessen.
    • Im rechten Beispiel mit Verjüngung nach unten ist der Weg zur Mitte kürzer und die Seitennaht nach unten länger. Es reicht eine kürzere Gummikordel und man muss weniger davon herausziehen, um das Netz zu schliessen.

    Wenn du für Kopf und Füsse mehr Raum wünschst, das Netz dort also nicht so stark anliegen soll, und du dennoch einen möglichst kurzen Weg beim Verschliessen haben möchtest, müsstest du

    • entweder den Stoff zuerst senkrecht nach unten schneiden und den Schnitt dann in einer Kurve zur Mitte hin ziehen.
    • oder eine Kurve unten in der Öffnung anbringen, so dass die Öffnung zum Kopf- und Fussende hin nach unten geht (siehe meine zweite Skizze in diesem Post).
    • Offizieller Beitrag

    Danke für deine Zeichnungen, Waldläufer70 Ich bin mit meinem geschneiderten Netz unter funktionalen Aspekten soweit zufrieden. Es scheint gut abzuschließen und die Bewegungsfreiheit im Kopf- und Fußraum ist für mich bei meiner Körpergröße nicht eingeschränkt.

    Auch mein Ziel war primär, den Kontakt des Moskitonetzes mit dem Boden, während es hängt, zu vermeiden. Es scheint eine Frage der Prioritäten zu sein: Soll es keinen Bodenkontakt haben, die Möglichkeit der Befestigung an der Ridgeline (also möglichst weiter Einstieg), so wenig Material (und damit ein sehr kleines und leichtes Packmaß) wie möglich nutzen?

    Was mich weiterhin mental ein wenig beschäftigt, ist meine ursprüngliche Motivation, ein "Universal-Moskitonetz" zu gestalten, das sich an unterschiedlichen Matten (an Länge und Parabelform) gleichermaßen (quasi ohne Materialüberschuss) anschmiegt. Allerdings scheint das kaum möglich, da es aufgrund der vielfältigen Variablen bei nicht-genormten Hängematten wie Hängemattenlänge und -breite, Ridgeline-Länge und Liegediagonale zwangsläufig einen Kompromiss erfordern. Einige Variablen reduzieren sich z.B. für eine standardisierte Serie einer Firma wie Warbonnet und ermöglichen damit so passoptimierte Produkte wie den Wooki.

    Es bleibt wohl dabei, dass man auf der Basis der eigenen Prioritäten seine individuelle Hängematte ausmessen muss bevor man losschneidert. Jede Maßangabe, die man einfach von jemanden anderen übernimmt, droht an der eigenen Hängematte ein potentielles Problem zu werden. Sei es, dass der Rand des Moskitonetzes bei Diagonallage über den Hängemattenrand flutscht, weil man die Seitenlänge zu knapp bemessen hat (oder die Kurve am Boden des Netzes zu steil); sei es, dass die Bodenöffnung sich nicht vollständig zuzippen lässt oder das Netz bei Benutzung durch den Nutzer unter Spannung steht, weil man den Winkel des Abschnitts zu steil berechnet hat; sei es, dass man dasselbe Moskitonetz an unterschiedlichen Hängematten benutzen möchte und dadurch mit mehr Spielraum schneidern muss ...

    Das erinnert mich an das Rechnen mit mehreren Variablen :P

  • Ich denke, es verhält sich recht genau so, wie du es beschreibst. Mir schien einfach, dass du oben einen Schluss gezogen hattest, der nicht mit meinen Überlegungen und Versuchen übereinstimmt. Ich wollte verhindern, dass du – im schlimmsten Fall – noch etwas an deinem Netz verschlimmbesserst.

    Meines passt eigentlich gut zu meinen beiden gut 340cm langen Hängematten, beide aus Hexon 1.6, die eine aber aus dem breiten Stoff. Meines muss aber auch nur zwei Bedingungen erfüllen:

    • lang genug für die Firstlinie, damit es nicht der Länge nach unter Spannung steht
    • etwas länger als der tiefste Punkt der Hängematte, damit es um Füsse und Kopf herum abschliesst.

    Ich möchte es gar nicht mehr ganz verschliessen können. Mir reicht es, wenn es einfach der Kontur der Hängematte folgt und so einen schönen Abschluss bildet. Das macht die Aufgabe etwas einfacher.

    Meine Vorstellung (für Neue und Interessierte) | Thema Baumschutz

    Einmal editiert, zuletzt von Waldläufer70 (6. Juli 2019 um 11:02) aus folgendem Grund: Wenn ich es mal schaffen sollte, einen Beitrag auf Anhieb ohne Rechtschreib- oder Grammatikfehler zu erstellen, verleihe ich mir einen Orden.

  • Hui, mein Hirn schmerzt. Ich bin ja eigentlich ganz gut in räumlichem Denken, aber die Findung des optimalen Moskitonetzschnittmusters bringt mich an die Grenzen!^^

    Deine Papierbötchen im Anfangspost haben mich nachdenklich gemacht. Die Form, die meine Hängematte annimmt sobald ich darin liege, ist ja asymmetrisch. Wenn ich ein rechteckiges Stück Papier in die entsprechende Form falte ergibt sich eine interessantes Kozept.

    Blick von oben. Ridgeline hier vertikal.

    Blick von unten. Alle Seiten schließen zu einer Geraden parallel zur Liegerichtung.


    Nun erscheint es mir logisch die erwähnte Gerade (Diagonale im zweiten Bild) am Kopf- und Fußende ca. 1/3 zuzunähen. Damit bliebe ein Schlitz als Öffnung zurück, den ich mit einem shock cord auf Spannung bringen würde. Ergeben würde sich eine Fuß- und Kopfbox, die vielleicht für weniger Spannungen in diesem Bereich sorgen würden.

    Was denkt ihr zu diesen Überlegungen?

    Einmal editiert, zuletzt von droney (11. Mai 2020 um 03:09)

  • Wenn das Netz nur anliegen soll (ca. 20cm Überlappung an den Seiten der Hängematte), würde ich den Schlitz möglichst stark in Richtung Oval (Kreis) erweitern und auf jeder Seite einen Kordelstopper anbringen.

    In einem Schlitz läuft die Gummischnur ganz schlecht und bei nur einem Kordelstopper musst du doppelt so viel herausziehen, um die gleiche Spannung aufzubauen. Das wäre dann quasi eine "Lose-lose-Situation". Am Ende des Schlitzes auf den 90-Grad-Winkel gegenüber der Naht achten: Das hilft dabei, dass die Gummischnur sich besser im Kanal bewegen kann und führt zum angestrebten Oval.

    Ob sich eine asymmetrische Bauweise lohnt? Wenn du immer gleich liegst, vielleicht schon. Probiere es aus. (Ich wechsle immer wieder ab.)

    Denke daran, dass das Material relativ elastisch ist und im Gegensatz zu Papier nirgends eine Kante bildet.

  • Dann würde ich versuchen die Kurve in Richtung der Liegerichtung zu machen. Das sollte nochmal Gewicht sparen!

    Aufgrund der Erfahrungsberichte in diesem Thread hatte ich vor nur einmal einen Kordelstopper zur Findung der optimalen Gumischnurlänge zu benutzen und die Schnur dann auf eine Länge zu fixieren.

  • Aufgrund der Erfahrungsberichte in diesem Thread hatte ich vor nur einmal einen Kordelstopper zur Findung der optimalen Gumischnurlänge zu benutzen und die Schnur dann auf eine Länge zu fixieren.

    Das geht natürlich auch. Zumindest wenn du das Netz nur mit einer Hängematte nutzen möchtest. Wenn es für mehrere passen soll, insbesondere wenn der Hängewinkel unterschiedlich ist, könnte es hilfreich sein, wenn man die Spannung etwas anpassen kann. Wenn es aber bei der einen ausreichend Druck ausübt, wird es kaum bei einer anderen die Daune plattdrücken.

  • Mit Moskitonetz im Fronkey-Stil auf dem Boden schlafen

    Mir kommt gerade in den Sinn, dass ich vor ein paar Wochen mal im Wald auf dem Boden geschlafen habe. Dazu habe ich die folgende Ausrüstung genutzt (von unten nach oben):

    • Zeltunterlage
    • geschlossenporige Isomatte (als zusätzlichen Schutz für die eigentliche Isomatte)
    • Isomatte (Exped SynMat XP 7 LW, 197cm x 65cm x 7cm)
    • Topquilt 20°F (HammockGear Burrow)
    • Moskitonetz im Fronkey-Stil (Eigenbau)

    Die Isomatte(n) habe ich ins Netz geschoben, so dass ich dieses zwischen der Zeltunterlage und den Isomatten mittels Gummikordel etwas zuziehen konnte. Das Material, das ich nachts in der Nähe haben wollte, habe ich links und rechts neben mir deponiert, so dass mir das Netz nicht ins Gesicht hing. Das Netz habe ich zudem relativ lose zur Tarpabspannung am Kopf- und Fussende nach oben abgespannt.

    Ich muss sagen, das hat erstaunlich gut funktioniert. Voraussetzung ist, dass die eigene Körpergrösse und Isomattenlänge grob mit dem Mückennetz korrespondieren. Ins Fronkey-Style-Netz von DD Hammocks passt meine lange, breite Isomatte beispielsweise nicht rein, in mein selbstgenähtes Mückennetz hingegen schon.

    Ich erwähne das hier, weil ich es immer toll finde, wenn man Hängematten-Ausrüstung auch fürs Schlafen am Boden verwenden kann oder umgekehrt.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!