Schlechtwetter Tarp gesucht

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    • Offizieller Beitrag

    Warum Warum Snakeskin war mir immer schleierhaft.

    Weil die so eingepackte Ausrüstung (Tarp oder/und Hängematte) wie eine Schlange aussieht.

    Soweit ich weiss ist "SnakeSkin" der Markenname von Hennessy Hammocks. Bei Dutch heißen sie Tarp Sleeves. Warbonnet und Simply Light Designs nennen sie Tarp Skins. Amazonas verwendet den Begriff Tarp Socks. Deshalb ist der Name im deutschsprachigen Raum vielleicht bekannter.

    Für mich ist ein Sock auch etwas geräumigeres wie ein Wind bzw. Winter oder Bug Sock, kein Packsack. Aber erfindet ja jemand noch einen besseren, deutschen Begriff.

  • Aber erfindet ja jemand noch einen besseren, deutschen Begriff.

    Wurst !

    Ein deutschererer Begriff geht gar nicht ;)

    Ich finde es passend und er ist auch im Forum schon gut eingeführt:

    Handhabung vom UnderQuilt Protector

    RE: Mittagsfrosts Hängemattensetup (Warbonnet)

    RE: HM-Packhilfe/Snake Skin aus Strumpfhose?

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...

    Hesmon

  • Über Beaks hab' ich letztens auch mal nachgedacht, aber afaics haben die auch Nachteile:

    Man braucht vier(!) Heringe extra - und das pro Seite! Man verdreifacht da also die Zahl der Ankerpunkte, die man setzen muss (verglichen mit einem Diamant-Aufbau hat man sogar Faktor fünf). Ausserdem fällt mir keine weitere Anwendung für den Stoff ein.

    Wenn man eine Seite mit einem Poncho abschottet, hat man eben noch einen Poncho, aber ein Beak ist schon sehr speziell geformt.

    Sinn macht das Teil imho also wirklich nur, wenn man Geld sparen möchte.

    Kauft man direkt ein Tarp mit Türen, spart man Geld, Gewicht und Aufwand.

    Wenn die Türen Teil der Plane sind, braucht man keine Heringe, um Verbindungsstellen abzudichten (da, wo die Türen aufeinander Treffen, könnte man eigentlich einen Reisverschluss oder ähnliches nutzen…).

    Ich überlege, mal ein langes, rechteckiges Tarp (3m * 4,5m?) mit vielen Schlaufen an den langen Seiten zu probieren. Damit hätte man genug Reserven für Türen - und wenn man sie nicht braucht, ein sehr geräumiges Dach ;-). Wahrscheinlich könnte man das auch ein Stück kleiner machen, aber dann hat man Probleme, wenn die Bäume zu dicht beieinander stehen (bei drei Metern könnte man das Tarp einfach drehen).

    Das ist dann wohl auch der große Vorteil der Speziallösungen: Dass sich der geschützte Raum nach unten verjüngt, ist eigentlich ja nicht schlimm - aber dass die Ridgeline länger wird, stört dann schon…

    • Offizieller Beitrag

    Also wenn, dann Pelle! Tarp-Pelle ^^

    • Offizieller Beitrag

    Über Beaks hab' ich letztens auch mal nachgedacht, aber afaics haben die auch Nachteile:

    Man braucht vier(!) Heringe extra - und das pro Seite!

    Das hängt wohl von deinem Design und dem gewünschten Aufbau ab. Ich denke, es wäre möglich, die Beaks so zu schneiden, dass keine zusätzlichen Heringe nötig sind.

    Ich überlege, mal ein langes, rechteckiges Tarp (3m * 4,5m?) mit vielen Schlaufen an den langen Seiten zu probieren. Damit hätte man genug Reserven für Türen - und wenn man sie nicht braucht, ein sehr geräumiges Dach ;-). Wahrscheinlich könnte man das auch ein Stück kleiner machen, aber dann hat man Probleme, wenn die Bäume zu dicht beieinander stehen (bei drei Metern könnte man das Tarp einfach drehen).

    Das ist dann wohl auch der große Vorteil der Speziallösungen: Dass sich der geschützte Raum nach unten verjüngt, ist eigentlich ja nicht schlimm - aber dass die Ridgeline länger wird, stört dann schon…

    Das ist genau der Punkt. Wenn das Tarp mehr als 60 cm länger als die Hängematte ist, muss man es schon sehr hoch hängen - und verliert dann automatisch Seitenschutz. Deshalb sind Tarps mit Türen nicht rechteckig geschnitten.

  • Das hängt wohl von deinem Design und dem gewünschten Aufbau ab. Ich denke, es wäre möglich, die Beaks so zu schneiden, dass keine zusätzlichen Heringe nötig sind.

    Ich hab' mich da auf das Video des Erfinders(?) bezogen.

    Heringe sparen kann man bestimmt, aber afaics ist der Aufbau dann nicht mehr so dicht (mit den Heringen zieht man den Beak ja über das Haupttarp, so dass die beiden eng anliegend überlappen).

    Alternativ könnte man wahrscheinlich die "süd-östliche" Ecke vom Beak am "nord-östlichen" Hering verankern… aber vielleicht gibt es einen Grund, dass diese Lösung nicht propagiert wird (Schnurchaos?).

    Ich glaube, die Idee mit dem Poncho gefällt mir tatsächlich am besten:

    Der hat eh schon ein Loch, durch dass man die Aufhängung führen kann - und Wind von allen vier Seiten ist für mich realistisch gesehen eine extrem unwahrscheinliche Situation (von einem langen Unwetter in Schweden abgesehen hatte ich bisher noch nie Bedarf für mehr als ein einfaches Tarp).

  • Ich habe kein Problem mit zusätzlichen Heringen, ich schleppe ja keine Stahlheringe mit. Einen Poncho besitze ich nicht da ich Regenjacke+Regenkilt nutze. Für mich passt die Lösung mit den Beaks.

    Ich hatte auch mal an ein langes Tarp über 4m gedacht. Bei 4,5m braucht man mindestens 5m Abstand zwischen den Bäumen. Dann muss ich meine Aufhängung schon auf 1,90m anbringen. Bei 6m schon auf 2,20m. Das ist für mich mit meinen 1,72m schon nicht mehr erreichbar.

  • Ich kann bestätigen, dass ein Tarp mit 4 Meter schon sehr lang ist - und bei einer 3,3 Meter Hängematte mich irgendwie aus dem Konzept bringt. Wenn ich mit der RidgeRunner unterwegs bin, suche ich instinktiv weiter auseinander stehende Bäume, beim Dreamhammock eben nicht. Da musste ich anfangs ein paar Mal umhängen, weil das Tarp nicht zwischen die Bäume passen wollte.

    Reisender mit Hang zum Hängen

    :!:"Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur verschiedene Sorten gutes Wetter" - (John Ruskin) :!:

  • Winter Tarp ist nur eine Bezeichnung : das heisst nicht, das es nur für Temperaturen mit Schnee und Eis gedacht ist.

    Genau so finde ich das auch. Ich benutze das Warbonnet Super-Fly auch über das Jahr, wenn das Wetter nicht so ganz super. So viel Mehrgewicht hat das auch nicht und es lässt sich auch gut mit weggehängten Türen im Verandamodus aufhängen. Das ist schon schön flexibel einsetzbar.

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

  • Moin,

    ich nutze auch ein 4x3m Tarp von Aqua Quest für schlechtes Wetter. Dank der vielen Schlaufen kann ich es ähnlich einem Tarp mit Türen aufbauen. Die Außenschlaufen am Tarp nutze ich als seitliche Pull Outs. Weil ohne Pull Outs wird es ziemlich eng unterm Tarp.

    Ein Winter-oder Sommertarp gibt es für mich nicht. Ich unterscheide zwischen schönem Wetter oder Sauwetter. Dank der 4 Jahreszeiten greife ich natürlich im Herbst/Winter eher zum Schlechtwetter Tarp als z.B. im Sommer.

    Bei stabilen Hochdrucklagen im Winter packe ich auch schon mal nur ein kleines Asym Tarp ein, schlafe dann aber oft auch ganz ohne Tarp. Mit winddichtem UQP+Schlafsack oder einem Windshield geht das gut auch bei tiefen Temperaturen.

    Als Heringe verwende ich im Winter bei gefrorenem Boden Stahlheringe mit Gewindespitzen. Die bekomme ich immer in den Boden. Die sind allerdings sauschwer. Dafür brauche ich keine Angst haben das der Wind irgendetwas rausreißt.

    SnakeSkins sind wirklich der Name der HH Schutzhüllen. Die heißen übrigens so weil sie im Leerzustand aussehen und sich ein wenig so anfühlen wie die Haut einer gehäuteten Schlange.

    Gruß wuppitom

  • Danke Leute, mein Anliegen wurde gelöst. Mein leichtes Sommer Tarp (das für Ultra Light Trekking Touren verwendet wird) wird durch Extensions allwettertauglich gemacht.

    Wie auch schon gesagt möchte ich kein riesen Tarp mit einer Firstlänge von 4m und mehr.

    Ebenso brauche ich keine Tips für Hängen im Winter, weil das einfach nicht statt findet. Da bin und bleibe ich Bodenbrüter.

    Vielen Dank nochmal für die hilfreichen Antworten :)

  • Update: Es ist jetzt das AquaQuest Guide SilTarp in 3x4m geworden. Der Aufbau mit geschlossenen Enden funktioniert gut und man hat genug Platz darunter. Bin zufrieden :)

  • da ich Regenjacke+Regenkilt nutze

    Dann nutz doch deinen Kilt als Tür.

    Ich habe ein Paria Hex-Tarp und nutze meinen Regenrock und Regenschirm als Tür. Ich nehme gerne Sachen, die ich eh dabei habe.

    Hab´s mal schnell im Garten aufgebaut...

    Die Flächenabspanner, den Abspanner unten Mitte, die O-Ringe an der Firstnaht und am Abspanner innen, sowie die Gummibänder sind meine Ergänzung. Hab für die Verstärker den Packbeutel zerschnitten.

    Regenrock mit verschiedenen Abspannpunkten (Seitenfläche, untere Ecke, O-Ring im First, Aufhängeschlaufe, mit Klett ums Tarp rum)

    Mit Regenschirm an verschiedenen Abspannpunkten

    Als Raute aufgebaut

    Mit Stopperknoten (längenverstellbar) und Gummiband

    Oder so eine Tür oder so eine Tür, wenn du schwere 75g extra mitschleppen willst ;)

    Wilbo näht manchmal auch für andere, wenn man ihn freundlich fragt...

  • Moin zusammen,

    Hier mal ein paar Fotos von meinem Aqua Quest Safari Tarp 4x3m.......

    Dank der vielen Abspannschlaufen kann man dieses Tarp auch wie ein Tarp mit Türen aufhängen 👍

    So könnte man bei Schietwetter jedes rechteckige oder quadratische Tarp mit genügend Abspannschlaufen (je 5 an der Front/Rückseite) aufhängen. All meine DD Tarps lassen sich, bei Bedarf, auch so aufhängen.

    Man muss also kein leider oft teures Tarp mit "Türen" kaufen.

    Beim Aqua Quest und manchen DD Tarps kann man dank der Ridgeline Schlaufen auch je einen "Pullout" abspannen👍

    Gruß von der Ostsee

  • Dank der vielen Abspannschlaufen kann man dieses Tarp auch wie ein Tarp mit Türen aufhängen 👍

    du berichtest ja oft von Deinen Hängs an der Ostsee wuppitom . Da ich auch gerade an der Ostsee hänge und der Wind mich in einer Nacht gebeutelt hat, habe ich mich gefragt, wie Du damit umgehst. Sieht so aus, als wäre das verschlossene Tarp die Lösung. Oder hast Du noch andere Tips? Deine Fotos zeigen ja häufig Porchmode.

    il dolce far niente:sleeping:

  • Moin,

    Ja das stimmt @Ted..........hier am Strand kann es schon mal ordentlich stürmisch werden.

    Vor allem der kalte Ost/Nordost Wind kann auch im Sommer sehr unangenehm werden.

    An meinen Hängeplätzen in der Eckernförder Bucht bin ich durch die Steilküste vor starken südlichen und westlichen Winden gut geschützt. Also Platz Wahl ist ein wichtiger Faktor.

    Dann verwende ich meistens einen winddichten UQP und wenn sehr kalt eine Hängematte mit winddichtem Overcover.

    Im Sommer blockiert das Mückennetz den Großteil des Windes. Den gleichen Zweck erfüllt auch die Hängematten Windsocke.

    Dann habe ich an allen Abspannschlaufen all meiner Tarps eine ca. 10-15cm lange Gummischnur Schlaufe gebunden. Die fangen selbst stärkste Windböen ab so das nirgendwo etwas reißt. Auch praktisch wenn man mal wieder über seine Abspannschnüre stolpert 👍😆

    Am Strand im Sand dann extra lange DIY Holzheringe

    Wenn ich im Vorfeld schon weiß ich habe auf meiner Tour viel mit Wind zu kämpfen, packe ich nur ein sehr robustes und etwas größeres Tarp ein.

    Bei viel Wind und Regen hält man sich ja meist unterm Tarp auf. Da ist ein etwas größeres Tarp für die alltäglichen Dinge die zu erledigen sind, deutlich angenehmer als ein gerade eben passendes Tarp.

    In sehr kalten stürmischen Nächten baue ich dann zuverlässig auf meinen Daunenschlafsack mit absolut winddichter Gore Dryloft Außenhülle.

    Nachts dann noch eine Mütze oder Sturmhaube........(über dem Kopf geht sehr viel Körperwärme verloren)

    und so trotze ich (wenn die Bäume halten) beinahe jeden Sturm 😄👍💪

    Wo genau hängst du gerade rum?

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