Was hast du heute gemacht?

  • So, Ihr Lieben,

    ich wollte heute meine out-door Hängesaison eröffnen...


    Und was soll ich sagen?


    Ich habe es nicht gemacht.


    Werde ich langsam alt oder neurotisch oder beides?


    War am Lehnitzsee eine grrrrooooße Runde laufen und wollte auf dem Rückweg mich ins Gebüsch hängen. Leider gibt es da nicht so sehr vile Baumpaare, die geeignet sind.

    Und was war?

    Auf dem Hinweg noch schön sonnig und einsam. Auf dem Rückweg plötzlich viele Wolken, viel Wind und was mich dann letztlich abgehalten hat, eine große Menge an Menschen, obwohl es dort normalerweise eher sehr gechilled zu geht.


    Irgenwie nervt es mich auf dem Präsntierteller zu liegen und dann auch noch zu frieren, da ich nur meine leicht gefütterte HM dabei hatte und sonst nix.


    Dennoch war der erste Teil der Runde wunderschön. Einer Blindschleiche über den Weg geholfen und bewacht, eine Menge an Rohrdommeln, die verzückt riefen. Dieses frische Grün und noch überall die Blüten. Leider geht die Kastanienblüte schon ihrem Ende entgegen. Dieses Jahr ist sie etwas an mir vorbei gegangen, durch das Wetter.


    Als ehemaliger Motorradfahrer muss ich gestehen, dass die Jungs mit dem Lärm, den sie verursachen gehörig auf den Zeiger gehen. Und ich verstehe es auch. Ich brauche immer mehr Ruhe und Stille.


    Geht es Euch auch so oder bin ich allein mit diesem Bedürfnis?


    Wenn es im Aussen still wird, wird es im Inneren laut!






    Meditiere.... oder hänge in einer Hängematte ab...

    Edited once, last by sirob188 ().

  • Geht es Euch auch so oder bin ich allein mit diesem Bedürfnis?

    Geht mir mittlerweile auch so. Will diese Saison noch das Motorradfahren an den Nagel hängen. Schon 2016 im Schwarzwald sind mir die Kollegen mit hohen Drehzahlen und Kurvensucht unangenehm aufgefallen, dass ich mich bei allen anderen, die mit mir auf dem Hof am Belchen waren, permanent entschuldigen wollte X/


    Ohnehin kommst du m. E. nur ohne Motor an die wirklich schönen Stellen - da bleibt man mit Moped auf die Campingplätze fixiert. Das ist wie an der Spinnerbrücke Kaffee trinken :thumbdown:

  • Fagorian und HarryOnTrail genau das ist der Plan der schon seit Monaten steht. Es soll eine vierteilige Reihe für Hängematten Anfänger werden: die Matte an sich, die Aufhängung, die Isolation und der Wetterschutz. Einfach mal zeigen was es auf dem Markt außer Amazonas und DD sonst noch gibt. Im Laufe der Woche / zum nächsten Wochenende mach ich mich da mal dran.

  • Fagorian und HarryOnTrail genau das ist der Plan der schon seit Monaten steht. Es soll eine vierteilige Reihe für Hängematten Anfänger werden: die Matte an sich, die Aufhängung, die Isolation und der Wetterschutz. Einfach mal zeigen was es auf dem Markt außer Amazonas und DD sonst noch gibt. Im Laufe der Woche / zum nächsten Wochenende mach ich mich da mal dran.

    Na da schick ich dir aber auch ne 12 Zoll DIY als Vergleich 😉 Das nicht nur Kauf Matten dabei sind....

  • Geht es Euch auch so oder bin ich allein mit diesem Bedürfnis?

    Geht mir mittlerweile auch so.

    Ich mochte die Stille / Ruhe schon immer lieber als den "Lärm". Aber ich habe den Eindruck, dass das in den letzten Jahren "noch schlimmer" geworden ist.


    Tatsächlich habe ich mir auch immer wieder mal überlegt, ob ich mir nicht ein Auto anschaffen möchte (oder wenigstens den Zugang zu einem), um etwas leichter raus in die Natur zu kommen. Sonst bin ich immer auf den ÖV angewiesen und manchmal kann das Studieren des Fahrplans einem auch etwas den Wind aus den Segeln nehmen. Der Gedanke, einfach mit dem Auto loszufahren, wahlweise in einem Hotel oder in der Natur zu übernachten, ganz wie es gerade kommt, hat etwas Verlockendes.


    Aber am Schluss - Furbrain hat es schön auf den Punkt gebracht - erreicht man die schönsten (und ruhigsten/einsamsten) Ecken letztendlich meistens wirklich nur zu Fuss. Und die Natur hat einfach den viel ruhigeren, gemächlicheren Rhythmus als die (Gross-)Stadt und das Berufsleben. Meine Arbeit ist schon "getaktet" und manchmal auch laut genug.

  • Furbrain Nicht-motorisierte Zweiräder machen auch Spaß ;)


    Und mit einem Gravelbike kommt man tatsächlich fast überall hin. Ich staune selbst immer wieder, wie oft ich Strecken, die ich immer als "braucht Stollenreifen" eingeschätzt hatte, dann doch problemlos mit den schmalen Gravelreifen und einem Rad ohne Federung fahren kann.

  • Aber am Schluss - Furbrain hat es schön auf den Punkt gebracht - erreicht man die schönsten (und ruhigsten/einsamsten) Ecken letztendlich meistens wirklich nur zu Fuss. Und die Natur hat einfach den viel ruhigeren, gemächlicheren Rhythmus als die (Gross-)Stadt und das Berufsleben. Meine Arbeit ist schon "getaktet" und manchmal auch laut genug.

    Hier in Berlin ist das ja genau das Problem. Es gibt kein ruhig. Manchmal fahre ich die 40 km nach Oranienburg raus, um eben ein wenig dieser Stille zu erleben. Nur... was ein Wahnsinn, 40 km fahren um Ruhe zu haben. Und mal eben abends, um die Akkus zu laden, geht dann gar nicht.


    Ist die Bezeichnung für sowas Misanthrop?

    Meditiere.... oder hänge in einer Hängematte ab...

  • Ist die Bezeichnung für sowas Misanthrop?

    Ich denke nicht, dass du "Menschen hasst", was die wörtliche Übersetzung von Misanthrop ist. Nur leben wir heute einfach einen Rhythmus, für den der Mensch vielleicht gar nicht unbedingt gemacht ist. Und oft tragen wir diesen Stress auch noch in unser Freizeitverhalten und auch dort verkommt vieles zum "Wettkampf"?


    Dass man 40 km fahren muss, um einigermassen "Ruhe" zu haben, ist eigentlich schon der Wahnsinn. Wäre da vielleicht langfristig ein Umzug eine mögliche Lösung? Das ändert natürlich nichts daran, dass es Wahnsinn bleibt, wenn man als Städter 40 km fahren muss, um mal Ruhe zu haben.


    Ich bin von meiner Wohnung aus in zehn Minuten im Wald. Das ist Luxus. Allerdings höre ich an vielen Orten - je nach Witterung mal mehr mal weniger laut - die Autobahn. Also ganz ruhig ist es auch nicht. Aber nachts wird die Autobahn dann zumindest fast ganz still. Manchmal träume ich von noch mehr Ruhe... Ob ich eines Tages mal noch ganz aufs Land ziehe?

  • Waldläufer70 Ich besitze als Berliner ja auch kein Auto und will auch keins aus diversen Gründen anschaffen. Bisher konnte ich mir immer ein Fahrzeug von Freunden leihen oder irgendwo mitfahren. Darüber bin ich sehr dankbar! Wenn ich zu einem Hängertreffen mit dem Motorrad gekommen bin, durfte ich z.B. bei noodles mein Helm und Geraffel im Kofferraum lagern. Wenn man alleine unterwegs ist, willst du das Zeug nicht mitschleppen beim Wandern.


    DL1JPH ich habe zwar kein Gravelbike, aber selbst mit meinem Oldschool-Trekkingbike komme ich an super schöne Plätze die weit ab von einem Parkplatz liegen :saint: ... und zufuß, mit dem Rad oder mit Boot ist das Bivakieren in Brandenburg erlaubt (und dort komme ich aus Berlin am ehesten hin) - motorisiert nicht.

  • Ist die Bezeichnung für sowas Misanthrop?

    Berlin fuckt mich auch mittlerweile immer mehr ab. In den letzten 20 Jahren haben sich meine Bedürfnisse auch gewandelt, von Kultur, Kino und Konzerten zu Natur, Ruhe und Field Recordings ;)


    Wir haben jetzt einen Zeltplatz in der Uckermark gepachtet, das sind 90 Kilometer von Berlin. Da sind auch viele andere Berliner, dass man den Speckgürtel der Stadt mittlerweile bis dorthin ausdehnen kann.


    Wenn du da einen größeren Supermarkt anfahren willst, sind das 5 - 10km und du braucht ein Auto (oder ein gutes Regencape). Hier bei mir sind rewe, aldi, penny und lidl im Laufradius zu erreichen. Alles hat seine Vor- und Nachteile :|

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!