Das löst den Fluchtreflex aus.
Und falls das den Angriffsreflex auslöst: etwas zwischen sich und dem Tier bringen. Einen Baum oder einen Rucksack (tja UL-Leute, schade....) ![]()
Das löst den Fluchtreflex aus.
Und falls das den Angriffsreflex auslöst: etwas zwischen sich und dem Tier bringen. Einen Baum oder einen Rucksack (tja UL-Leute, schade....) ![]()
Und jetzt mal ganz konkret.
Du liegst friedlich in der Hängematte und schnarchst. Da wirst du von lautem Gegrunze, Wühlen, Kratzen und Sabbern geweckt. Unter dir und um dich rum eine Horde Wildschweine, die deinen Rucksack untersuchen und an der Hängematte (an deinem Hinterteil) schnuppern. Was macht ihr in dieser Situation?
An Stellen, wo ich Wühlspuren, Losung, Bucheckern, Eicheln oder Kastanien sehe, baue ich lieber nicht mein Lager auf.
An Stellen, wo ich Wühlspuren, Losung, Bucheckern, Eicheln oder Kastanien sehe, baue ich lieber nicht mein Lager auf.
... und nicht im Dickicht oder auf Pfaden und nicht an Bäumen, an denen Fell oder Schubberspuren zu sehen sind.
Was macht ihr in dieser Situation?
ehrlich gesagt: das wüsste ich auch gerne.
Kann man Wildschweine mit einer hellen Taschenlampe zur Flucht anregen?
Du liegst friedlich in der Hängematte und schnarchst. Da wirst du von lautem Gegrunze, Wühlen, Kratzen und Sabbern geweckt. Unter dir und um dich rum eine Horde Wildschweine, die deinen Rucksack untersuchen und an der Hängematte (an deinem Hinterteil) schnuppern. Was macht ihr in dieser Situation?
Ich war drei Mal in ähnlichen Situationen. Mit Kühen während ich im Zelt war (Irland), mit Flusspferden (Uganda)und mit Wildschweinen während ich im Biwaksack lag (Deutschland). Die Tiere wissen, dass du da bist und haben es gewissermaßen akzeptiert. Daher ist es meine Einschätzung bei den Situationen gewesen, dass diese Situation braucht keine neue Variablen, also ruhig warten bis die Tiere gehen. Das hat geklappt. Vielleicht war es nur Glück aber welches Lebewesen braucht Drama?
Moin,
Ich hatte schon öfters Besuch von Wildschweinen und etlichen anderen Wildtierarten nachts im Lager oder in Lagernähe.......viele Tiere des Waldes sind sehr neugierig und kommen mal zum Schnuppern etwas näher wenn man ruhig in der Hm liegt.
Bei meiner Ex-Freundin hat sich mal ein Reh in einer Abspannschnur des Tarps kurz verfangen......da hat's ordentlich gerüttelt am Tarp und sie hat sich mächtig erschreckt. Aber wohl weniger als das Reh ![]()
Bis jetzt hat in die Hände klatschen bei gleichzeitigem lautem Rufen immer gereicht um alle tierischen Besucher im Nachtlager in die Flucht zu schlagen und das sowohl im Inland wie auch im Ausland bei exotischerenTieren.
Wenn man tagsüber im Wald unterwegs ist, bemerken einen Tiere schon von weitem und vertrauen entweder auf ihre Deckung oder fliehen i.d.R. wenn man ihnen zu nahe kommt ( außer manche Bären, Tiere die stark an Menschen gewöhnt sind oder kranke Tiere).
Leider wird öfters mal ein bisschen Panik geschürt in den deutschen Medien ( ist auch oft ein Thema in den Bushcraft Foren).
Wenn man da so manchen hört bzw liest gibt es überall im Wald gefährliche Raubwildschweine, böse Wölfe und Monster Rehe.....
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Ich habe als Tierpfleger im Wildpark Stromberg mit Wildschweinen, Hirschen und etlichen anderen heimischen Tierarten gearbeitet. Im Park selbst liefen die Besucher zwischen den meist freilaufenden Tieren rum und durften sie mit speziellem Pellet Futter sogar füttern.........in meiner Zeit dort hat es nie einen Unfall mit den gepflegten Tieren und Besuchern gegeben.
Sicherlich gibt es keine Garantie für irgendetwas aber die Wahrscheinlichkeit von einem Wildtier hier in Mitteleuropa angegriffen zu werden ist m.M.n. äußerst gering. Wahrscheinlich tausende Male geringer als im Straßenverkehr zu Schaden zu kommen.
Es wurden allerdings schon öfter mal freilaufende Hunde die den Wildschweinen hinterher hetzten angegriffen und verletzt.
Wenn du bei einer Begegnung ruhig bleibst und die Tiere einfach vorbei ziehen lässt wird wohl nie etwas passieren (Ausnahmen bestätigen die Regel
)
Weitaus gefährlicher können leider die kleinen beißenden oder stechenden Blutsauger sein, die einem irgendeine üble Krankheit verpassen können........das würde mir eher Sorgen bereiten als die ganzen Raubwildschweine ![]()
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Gruß von der Ostsee
Falls es hier Schwarzwilderfahrene Jäger gibt, würde ich mich auch über eine Rückmeldung freuen.
Alle Fälle, von denen ich gehört habe, sind bei der Nachsuche passiert. Das angeschossene Schwein drückt sich in den Boden und wenn sich jemand nährt, verteidigt es sich von unten.
Wir hatten hier vor ein paar Jahren einen Fall, bei dem es genau so war. Durch die Hauer wurde eine Hauptschlagader auf der Innenseite der Beine aufgerissen so dass der Blutverlust zum Tod geführt hat.
Drama bei Drückjagd: Wildschwein tötet Jäger | RPR1.
Immer mehr Wildschwein-Attacken: Keiler tötet Jäger in Mecklenburg-Vorpommern - FOCUS online
Einen Angriff auf eine Hängematte mit Mensch kann ich mir nicht vorstellen, alle Hänger, die ich kenne leben jedenfalls noch![]()
Eine Gute Idee ist, den Hängeplatz nicht dort zu wählen, wo ein Wildwechsel oder eine Wasserstelle oder Suhle ist. Auf die Kuppe eines Hügels kommen auch keine Schweine, weil es da zu trocken ist.
Und jetzt mal ganz konkret.
Du liegst friedlich in der Hängematte und schnarchst. Da wirst du von lautem Gegrunze, Wühlen, Kratzen und Sabbern geweckt. Unter dir und um dich rum eine Horde Wildschweine, die deinen Rucksack untersuchen und an der Hängematte (an deinem Hinterteil) schnuppern. Was macht ihr in dieser Situation?
Ich habe diese Situation schon erlebt und fand sie eher mühsam als bedrohlich. Also sie schnupperten nicht direkt an der Hängematte und mein Rucksack hing am Baum, aber die Rotte war um mich herum und hat mich geweckt. Also hab ich gerufen und Lärm gemacht, das hat sie vertrieben.
Allerdi nicht für lange. Sie sind wieder gekommen und haben mich wieder geweckt. Also hab ich mehr Lärm gemacht und mit Licht gefuchtelt und geklatscht, da sind sie dann weg und nicht mehr wiedergekommen.
Bedroht habe ich mich nie gefühlt, die wollten ja nur den. Boden pflügen, aber mühsam war es, denn ich wollte ja schlafen.
Eine Rotte Wildschweine nachts im Camp lediglich als "mühsam" zu bezeichnen, remorque , spricht für excellent trockenen Humor.
Chapeau, mein Lieber! ![]()
kilosierra Ja, ich kann bestätigen, dass Wildschweine sich nicht für Menschen interessieren. Händeklatschen und normale "Geh weg"-Ansagen haben sie davon abgehalten, näher zu kommen (zugegeben: Adrenalin war schön da, aber das ist nach 20 min weg).
Aus Gewohnheit hänge ich Essen und Müll ca. 20 bis 30 m entfernt von der Matte in einen Baum. Wenn die Tiere sich für das Essen interessieren, lassen sie mich in Ruhe.
Ich hatte auch mal Wildschweine am Lager - 2 etwas jüngere die sich in den Morgenstunden bis ca 10m rangepirscht haben weil sie neugierig waren. Kurz nachdem ich sie bemerkt hatte und es wohl zu ein paar Geräuschen kam sind sie weg gelaufen.
Ich finde es sogar schön, wenn sich ein neugiriges Tier für mich interessiert.
Diese Nacht wahr dann nicht langweilig.
Einmal sind zwei Wildschweine in vollem Galopp einen Meter neben meiner Hängematte vorbeigerannt; da habe ich mich ziemlich erschrocken. Bemerkt haben sie mich vermutlich nicht. Bei mir kam nach einiger Zeit ein mulmiges Gefühl. Da es zudem zu regnen begann und ich kein Tarp dabei hatte, bin ich dann mitten in der Nacht nach Hause gegangen.
Ein anderes Mal hat eine Rotte Wildschweine in der Nähe den Boden bearbeitet und dabei genüsslich gegrunzt. Da fühlte ich mich im Moment etwas unsicherer. Ich habe dann gerufen und mit der Taschenlampe in ihre Richtung gezündet. Da haben sie sich ein Stück entfernt und haben dort weiter nach Nahrung gesucht. Und ich bin wieder eingeschlafen. Da war ich auf einer mehrtägigen Tour und wollte/konnte nicht nach Hause gehen.
Ich bin erst zwei Mal von Wildschweinen besucht worden.
Da die Wildschweine mich nicht versucht haben zu verjagen, sondern ruhig ihrer Futtersuche nachgegegangen sind, ist mir nicht der Gedanke gekommen sie verjagen zu wollen. (Auch weil ich mir nicht sicher gewesen wäre, wie sie darauf reagieren und ich doch schon immer ne Menge Respekt vor den Waldbewohnern habe.)
Irgendwie gefällt mir der Gedanke, dass allen der Wald gehört und ich kein Vorrecht habe. Und wenn es richtig leckeres Futter neben mir gibt, und ich es nicht vorhabe zu essen, warum sollte ich Anderen die Möglichkeit dazu nehmen?
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