Posts by Baumkind

In einem der letzten großen Datenlecks waren wohl auch Accounts von Foren, in denen einige von euch Mitglied sind, enthalten. Das Hängemattenforum selbst ist nicht betroffen, jedoch solltet ihr gegebenenfalls eure Passwörter ändern und 2-Faktor-Authentfikation einschalten.

Fragen könnt ihr gerne in diesem Thread stellen. Dort findet ihr auch weiterführende Links.

    Überfälle durch andere Menschen sind im Wald nicht sehr wahrscheinlich, aber auch nicht ausgeschlossen. Alleinunfälle sind jedoch genau so doof und könnten statistisch schon relevant werden. Im Gebirge sind die wohl schon ziemlich relevant.

    Ich habe normalerweise Kompaß und Karte dabei. Da gucke ich schon mal drauf und weiß, in welche Richtung ich mich im Notfall bewegen muß, um an eine Straße oder einen Ort zu kommen, wo man mich finden kann oder von wo aus ich besser Hilfe rufen kann. Und ich habe üblicherweise einen GPS-Empfänger dabei.


    Nachts habe ich mein "Waffenarsenal" griffbereit: Pfefferspray, langes Messer (naja, F1 - aber lang genug und griffbereit), Taschenlampe mit sehr grellem Licht, Signalpfeife, Handy, Wanderstöcke (ohne Gummipuffer!), ... Gefühlte Sicherheit ist auch Sicherheit.;) Gebraucht habe ich das alles noch nie.


    Ich habe immer ein paar Reflexstreifen von einer alten Warnweste dabei. Damit habe ich mir auch schon mal einen Marker gemacht, wo ich abbiegen kann, um auf den Waldweg zu kommen. Diese Reflexstreifen kann man sogar mit einer Rotlicht-Funzel auf 100m sehen!


    Abends und morgens rufe ich zu Hause an (oder schicke eine SMS), dass alles OK ist, und wo ich ungefähr bin oder was ich vor habe. Selbst in Funklöchern kann man mit etwas Glück und Verspätung schon mal eine SMS absetzen, damit zu Hause nicht die Panik einsetzt. Über einen Tracker habe ich auch mal nachgedacht, aber wir waren übereingekommen, dass das in Deutschland und angrenzenden Ländern in der Regel ein Overkill ist.


    Bislang ist mir ist nie etwas passiert. Vielleicht ist es das Glück der Ahnungslosen gewesen.


    Der beste Schutz ist IMHO Wissen - und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Improvisationstalent.

    Wenn ich draußen mit mir selbst alleine bin, bin ich in einer Art meditativem Zustand, nicht abgelenkt, und das verringert das Risiko eines Unfalls enorm. Wenn plötzlich der Keiler aus dem Gebüsch stürmt oder der Baum umstürzt, dann ist das so. Das Risiko, dass im Wald etwas passiert, halte ich für geringer, als auf dem Rad von einem Auto angefahren zu werden.


    Mit der Zeit sind bei mir Erfahrung und Selbstvertrauen gewachsen, da mache ich mir nicht mehr so viele Sorgen. Letztlich muss man selbst herausfinden, wie viel Risiko man auf sich nehmen möchte. Was wäre das für ein Leben, wenn man aus Rücksicht auf die Sorgen der Lieben auf alles verzichten würde? Unfälle passieren überall.

    Ich hab einen simplen und günstigen DIY-Tensa aus 4 Fichten-Kanthölzern und ein paar Metern Dyneema. Robustes Hanfseil wäre genau so gut.


    Da passt nicht nur mein Querlieger gut rein, sondern auch eine Gathered End.


    Vorteil: wenn es nicht gebraucht wird, lässt es sich platzsparend aufbewahren...

    Mich nervt das mittlerweile, dass man in Deutschland ständig ausgebremst wird.

    Mich auch...


    Aber das Ausbremsen ist m.E. notwendig:

    Deutschland ist recht dicht besiedelt, und wenn nicht ausgebremst wird, haben wir bald überall Campingplatz, MTB-Trail, Reitweg*), usw.

    Das tut dem Wald und dem Wild nicht gut, und eigentlich will niemand das.


    Solange Du als einsamer Wanderer unterwegs bist, regeneriert sich die Natur recht schnell. Aber mittlerweile sind hunderte Wanderer unterwegs. Da wird aus einem Trampelpfad ganz schnell ein breiter Wanderweg mit Müllstreifen. Es scheint einfach in der Natur des Menschen zu liegen, dass ein Einzelner Rücksicht nimmt, die Masse es aber nicht mehr kann.


    *) bevorzugt genutzt von Gruppen mittelalter Damen hoch zu Ross, die sich während ihres Ausritts laut kreischend unterhalten.

    Hallo zusammen,


    ich bin inzwischen wieder zu Hause. Die Rückfahrt hat am Ende viel länger gedauert, was zunächst einmal an den kräftigen Steigungen lag (danke für Anhalten und Nachfrage, ob alles in Ordnung sei). Es war in Ordnung, aber sehr anstrengend..


    Das andere Problem war meine Art der Wegauswahl: keiner der vom Navi vorgeschlagenen Wege gefiel mir (zu wet, zu viel Zickzack, zu viel Steigung, ...). Neunmalklug dachte ich, ich nähme den kürzesten und besten Weg, nämlich die Straße. Das ging gut, bis da dieses blöde blaue Schild mit dem Auto stand... Also wieder zurück (den Berg rauf), und dann die überraschend gut geteerte Berg- und Talfahrt parallel dazu genommen. Wie bei jedem guten deutschen Radweg fing irgendwann in der Pampa die Schlaglochpiste an, und die Steigungen waren anspruchsvoller...


    Vor der finalen Abfahrt zum Rhein runter hab ich bei einer kurzen Verschnaufpause ein paar Hirsche in der Nähe gehört.


    Alles in allem noch eine schöne Radtour bei schönem Wetter. Aber ich sollte vielleicht mal einen Kurs wie "Navi für Dummies" belegen (vielleicht würde es aber auch schon helfen, mit Lesebrille aufs Navi zu gucken).


    Ich habe mich sehr gefreut über alte und neue Gesichter, und darüber, das WE mit Euch zu verbringen!<3

    ich hab je ne Hängematte, aber hab für die 90degree noch keinen brauchbaren Underquilt gefunden und ohne ist mir das jetzt zu kalt. Vielleicht bekomme ich ja beim Treffen den ultimativen Tipp.

    Isomatte...

    Ist die 90°-HM doppellagig?


    Meine ist doppellagig, und ich hab darin eine 1x2m Evazote-Platte (5mm) und eine Thermarest hastenichgesehen max rechteckig. Hab aber auch schon mit Evazote-Platte und 3/4-Luftmatratze gut drin geschlafen.


    Vielleicht kannst Du einen BW-Poncholiner unter die 90°-HM hängen? Ein Versuch wäre es wert, zumal die Kosten sich auch in Grenzen halten.

    Ahhh.... muss auch immer alles so kompliziert sein

    Es hat eine ganze Weile gedauert, bis wir raus hatten, wie man Dyneema vernünftig knoten kann.


    Wie gesagt: geflochtene Maurerschnur, 2mm dick, sind perfekt als Abspann-Schnüre. Die halten gut was aus. Gibt's im Baumarkt oder in der Bucht recht günstig.

    Dyneema ist doof zu knoten, und rutschig. Das würde ich nur dort nehmen, wo man die Last drauf bringt. Als Abspannleine definitiv nicht geeignet.


    Ich hab 40 Dyneema-Schnüre an meinem Querlieger - ich weiß, wovon ich rede...