Wer hat den Kleinsten?

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  • Moin zusammen,

    nach langer Schreibabstinenz wüsste ich gerne mal wieder zu einem Thema euren Rat und freue mich über eure Erfahrungen. Ich frage mich nämlich, wer hier mit dem kleinsten Sicherheitspuffer bei der Aufhängung unterwegs ist. Die Frage dürfte im Normalfall daher wohl an alle Ultarlighter gehen - aber wer weiß, vielleicht ist ja auch einer dabei, der sich sicher an 550er Paracord aufhängt - also, nicht er sich, sondern er seine Hängematte. Gar nicht so leicht, Doppeldeutungen in so einem Thread zu vermeiden. ;)

    Die Frage, die ich mir immer und immer wieder stelle, lautet: wann ist sicher denn nun wirklich mal sicher?

    Der Grund ist schnell gefunden: nicht immer ist unter mir immer moosweicher Waldboden, sondern es kann auch mal felsig sein oder unter mir ist ein Baumstumpf und weit und breit kein anderer Platz. Agiert man da nach der alten Regel: Hänge Dich nie höher auf, als Du gewillt bist zu fallen, würde man sich wohl gar nicht aufhängen, denn selbst 1cm "Fallhöhe" wäre zuviel und würde möglicherweise böse Verletzungen verursachen.

    Jetzt ist das Thema aber gar nicht so unkomplex wie man denkt, denn hängt jemand beispielsweise an 4mm Dyneema, dann ist es ein Riesenunterschied, ob man sich mit einem Beckethitch festmacht (Bruchlastreduzierung ca.50% oder damit eine UCR gefertigt hat (nur ca. 30% Reduzierung). Ein weiterer Punkt ist der Winkel, mit dem man aufgehängt ist. Halte ich die klassischen 30 Grad ein oder hänge ich in einer Bridge, die meistens bei 20 Grad hängt und somit viel größere Kräfte auf die Aufhängung bringt. Und damit nicht genug: Das eigene Körpergewicht will auch noch berücksichtig sein, denn ob ich zarte 55kg (als Frau bspw.) auf die Waage bringe oder ebenso zarte 100kg (vielleicht ebenfalls als Frau ;)) ist ein großer Unterschied, was den Sicherheitspuffer angeht . Und damit immer noch nicht genug, muss man auch noch den schwächsten Punkt in seiner Aufhängung kennen. Was nützt es, wenn die 4mm Dyneema Schnur 1300DaN hält, aber die Polyestergurte nur 350?

    Also: was ist euer Sicherheitsfaktor? Die öfter mal beschriebenen 5-fache Sicherheit? Mehr? Weniger? Würdet ihr euch damit über scharfkantige Felsen hängen? Wie lange hängt ihr bereits mit eurem Setup und gab es mal einen Fail im Material (also kein Durchrutschen der Schnur oder technische Fehler) , also ist es mal gerissen?

    Ich freu mich auf Antworten.

  • Moin,

    Also mir ist in über 40 Jahren und seeehr vielen Nächten in einer Hängematte noch nie ein Gurt oder sonst irgendetwas gerissen.............und ich habe oft 2,5-4mm Dyneema Schnüre oder Polyester und Dyneema Gurte mit verschiedenen Knoten (z.B. Achterknoten) geknotet. Hat bis jetzt immer gehalten :thumbup: Ich habe mich sogar schon ein paar mal mit stinknormalen 25mm Zurrgurten aus dem Baumarkt aufgehängt........mit dem Klemmverschluss auf der "Baumrückseite" und auch das hat immer super gehalten. Bei hochwertigen Produkten ist die Wahrscheinlichkeit das etwas reißt m.M.n. sehr gering. Ich kenne auch nicht einen Fall persönlich wo schon mal etwas gerissen ist. Die sich in meiner Anwesenheit so alle mal auf den Boden gesetzt/gelegt haben haben sich entweder in den UQ gesetzt oder ihre Aufhängung nicht richtig angebracht..........aber gerissen ist noch nichts 👍🙂

    Deshalb mache ich mir keinen großen Kopf darüber ob ich Nachts fallen könnte..........ein bisschen mehr darüber, ob mir eventuell etwas auf den Kopf fallen könnte. Ich "reinige" den Grund unter mir so gut es geht und baue mein Setup (immer in bequemer Sitzhöhe) gewissenhaft auf. Natürlich schaue ich mir auch alles über mir oder in unmittelbarer Nähe genauer an.

    Scharfe Kanten oder Gegenstände an der Aufhängung würde ich unbedingt vermeiden...........

    Mit 178cm und um die 75kg bin ich jetzt nicht gerade eine "Kante" .............aber auch zu Zweit in der Hm hat immer alles gehalten.

    Es gibt im Netz auch ein paar Tests wo verschiedeneSchnüre und Gurte (meist höherwertige Produkte) auf ihre tatsächliche Bruchlast getestet werden.................Oft übertreffen die ermittelten Werte die vom Hersteller angegebene Bruchlast bei weitem.

    Gruß von der Ostsee

  • Ich benutze die Dutch Beetle Buckles mit Spider/Poly Gurten. Auf der Website wird 160kg als Limit angegeben. Damit lande ich bei Sicherheit 2. Garantiert ist aber bei den 160kg auch schon faktoriert worden. Verbindung zur Hängematte ist eine 7/64 Amsteel CL.

    Bisher habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, dass ich fallen könnte. Als ich angefangen habe, hatte ich oftmals über Nacht etwas Dehnung im System und bin etwas tiefer aufgewacht. Das ist mittlerweile Geschichte.

    Dass Gurte bei korrekter Anwendung reißen, wäre mir auch neu. Eher hat man mal gelesen, dass diese etwas durchrutschen können, ist mir aber nie passiert.

  • Ich hab schon jmd. an Lash it Hängen sehen. Ich hab mich einmal gelegt, weil ich mich neben die Matte gesetzt hab :D. Standardisierte Verfahren wie Bruchlastbestimmung hast Du ja schon genannt. Dazu geben Hersteller Empfehlungen. Mehr Sinnvolles gibt's nicht. Der größte Risikofaktor bist Du selbst. Wenn dein gear für dein Gewicht empfohlen wird, wird es halten. Zumindest solange Du es gut pflegst, aussortierst, wenn es Macken hat und vor allem nichts dummes tust.

    Offline ist am schönsten!

  • Bei mir hat eine UCR aus 1,75 mm Lash-It gehalten. Es war ein interessantes Experiment, was alles möglich ist - mehr nicht. Ruhig schlafen hätte ich so nicht gekonnt.

    Meine Gesundheit würde ich wegen 30 g Gewichtseinsparung nicht auf‘s Spiel setzen.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Ich hänge oft zwischen den Stützen unserer Terassenüberdachung. Dabei habe ich je einen Karabiner an der jeweiligen Stütze mit einem doppelt umschlungenen Spanngurt befestigt, in den ich dann die Daisychain einhänge. Ich hatte dabei mal ein paar benutzte, angeschädigte Spanngurte vom letzten Motorradtransport im Einsatz. Das ging ne ganze, lange Weile so in Ordnung. EInes Tages kletterte mal wieder eines der Kinder zu mir in die Matte und damit lag der alte Esel auf dem Steiß auf dem Fliesenboden. Da habe ich Wochen von gehabt. Und das war kein Vergnügen... Manchmal lernt man es schmerzhaft. Ich brauch das nie wieder!

  • Bzgl Dyneema sollte man bei Knoten eher mit 30% statt 50% MBS rechnen... Damit kommt man bei 2,5mm Dyneema (~0.6kN MBS) schon in eher spannende Bereiche. Gespleißt ist das natürlich mehr als stabil genug, selbst wenn der Spleiß unsauber gemacht und deswegen nicht mit 100% MBS belastbar ist. Wenn dich das Thema interessiert, kann ich dir diese Playlist auf YouTube empfehlen.

    Ich persönlich bin von solchen Experimenten allerdings abgekommen - mir ist einfache Handhabung wesentlich wichtiger, das Setup muss auch mit kalten Fingern, müde und unterzuckert noch funktionieren. Wenn's dafür ein paar Gramm mehr wiegt - egal.

  • Vielen Dank für die ganzen Infos von euch! Jede einzelne hilft mir weiter.

    Ich will auch ans Limit, allerdings nicht ans Limit, des maximal machbaren (Lashit), sondern ich will dahin, dass ich sagen kann: es ist leicht, es ist kostentechnisch überschaubar und es muss ausreichend komfortabel sein.

    Das sich hier also noch keiner mit 2,5mm Dyneema auf dem Waldboden wiedergefunden hat, ist ja schon mal eine Aussage,

    Ich kenne auch nicht einen Fall persönlich wo schon mal etwas gerissen ist

    Danke für Deine ausführliche Info, Wuppitom. Ich selber hatte auch noch nie das Pech, dass es jemals bei mir zu Bruch gekommen ist. Wenn ich auf dem Boden gelandet bin, dann waren es technische Fehler (weil zum Beipspiel ein Becket Hitch durchgerutscht war), die man aber, wenn man sorgsam ist, vermeiden kann.

    aber auch zu Zweit in der Hm hat immer alles gehalten.

    Mangel an Bäumen - kenn ich. ;) Wir sind halt Kinder der Küste...

    Garantiert ist aber bei den 160kg auch schon faktoriert worden

    Ja, das denke ich auch. Bei Dutch kann sind die Gurte mit 1500 Pounds angegeben.

    Wenn dein gear für dein Gewicht empfohlen wird, wird es halten

    Das ist mein Dilemma: ich mache alles selbst. Vor ein paar Wochen war ich in Griechenland und hatte einen tollen Spot direkt an einer Steilkante - mit Blick auf die Bucht. Wunderschön. Leider standen die beiden einzigen, gut nutzbaren Bäume aber wirklich direkt am Abgrund - 10 Meter ging es runter. Dabei gehabt hatte ich meine dünnen Dyneema Gurte aus Treegirls Shop, die ich mal mit ein paar Schlaufen ausgestattet hatte. 700 Kilogramm Tragkraft. Zuwenig für so einen Spot? Dicke genug? Ich schreib, also bin ich - sie haben gehalten. :)


    Meine Gesundheit würde ich wegen 30 g Gewichtseinsparung nicht auf‘s Spiel setzen.

    Jepp, ich auch nicht. Aber wenn ich sie sparen könnte, ohne die Gesundheit aufs Spiel zu setzen, dann würde ich sie doch gerne weglassen. Wo der klassische Ultralighter aber dann ins Risiko geht, weil er sagt: "ach komm, ich bin nur 30cm vom Waldboden entfernt - so schlimm ist es nicht" - sind meine Spots immer auch mal risikobehaftet. Safety first heißt also die Devise.

    und damit lag der alte Esel auf dem Steiß auf dem Fliesenboden

    Autsch - ich kann es fühlen, so wie Du es beschreibst. Ich hoffe, Dein Kind hat mittlerweile kein Stubenarest mehr. ;)

    Bzgl Dyneema sollte man bei Knoten eher mit 30% statt 50% MBS rechnen

    Versteh ich Dich richtig: bei Knoten mit Dyneema nimmst Du an, dass von ~0.6kN MBS nur 30% übrig bleiben? Wie kommst Du zu dieser Zahl? Danke übrigens für die Playlist. Ich habe kurz reingeschaut - sehr interessant.

  • NochSoEiner Die Antwort findest du auch in der Playlist ;) Und ja, das hast du richtig verstanden.

    Kurz: Dyneema verträgt kleine Biegeradien sehr schlecht, diese sind in Knoten aber praktisch unvermeidbar. Die 30% MBS sind eher pessimistisch, experimentell allerdings auch nicht unrealistisch.

    Ein Knoten im Seil reduziert die Bruchlast des Seiles abhängig vom eingesetzten Material und Knoten um bis zu 70%.

  • benutzte, angeschädigte Spanngurte vom letzten Motorradtransport

    Die sollten ja noch mal ganz andere Bruchlast haben eigentlich - oder meint beschädigt nur noch ein seidener Faden übrig? Ansonsten würde ich bei dauerhafter Montage draußen eher UV Schädigung vermuten, die man je nach Material und Expositionsdauer nicht vernachlässigen sollte.

    An dyneema Gurten lässt sich schlicht nur noch wenig sparen.

    Ich habe mich aus 2mm in Loops gespleiste dyneema Schnur als Gurte, die halten sich problemlos, aber nennenswert leichter ist es kaum.

    Beim Baumgurt Teil habe ich zu einemb genähten Schlauch aus ripstop Nylon gegriffen. Das Original von myerstech war allerdings in der Tat zu schwach (war aber auch ein komischer Stoff) und hat mir ein paar Abstürze beschert.

    Zugegeben auch mit ungünstigem Hängewinkel (noch ein Punkt, den es bei diesem Thema zu beachten gilt)

    Aus -ich meine 60D ripstop halten die neuen nun schon eine ganze Weile.

    Auch die hammocktent Gurte aus dyneema Schnur (siehe Marktplatz :saint:) sind nicht mehr viel leichter.

    Wo ich allerdings durchaus ab und an unfreiwillig ein race to the bottom in Sachen Sicherheitspuffer betreibe, sind die Aufhängepunkte. Wo nicht viel ist, ist nicht viel Puffer, also was tun?

    Ehe ich freiwillig aufund mich zu Boden begebe, Versuche ich es halt mal.

    Wenn es berechtigte Zweifel gibt, hänge ich entsprechend tief, den Boden sollte man sowieso mal grob checken - und ich habe halt auch eher niedriges Eigengewicht.

    Aber ich hänge schon öfter an Bäumchen, die andere eher als Strauch bezeichnen, Ästchen - oder ganze Strauch-Ast-Büschel, Würzeln etc. etc. alles bisher problemlos.

    In Hütten lässt sich aufgrund des steilen hängewinkels auch ganz formidabel an erstaunlich dünnen, kurzen Nägeln hängen. Ich biege sie so weit möglich nach oben, damit der Gurt möglichst dicht am Eintrittspunkt anliegt für minimalem Hebel, idealerweise Zugrichtung vom Kopf weg zur Nagelspitze, aber auch in die andere geht.

    Gerade erst vorletzte Nacht wieder propagiert - Platz ist in der kleinsten Hütte.

    Es gab tatsächlich einen Abflug nachts - allerdings nicht auf der Nagelseite, sondern der Türseite. Die Tür fiel nicht mehr ins Schloß, war also nicht durch die Klinke zu öffnen/schließen, und damit nur durch den Zug des Gurts mit (zugegeben sehr kleinen) Ast-toggle gehalten.

    Ich erinnere mich noch, dass ich mich im Halbschlaf recht ruckartig gedreht habe, es folgten das quietschende Türöffnen und die Landung auf Hinterteil - und reflexartig - Ellbogen.

    Etwas tiefer aufgehangen hatte bei Betonboden nicht geschadet, war jetzt kein angenehmes Erwachen, aber auch kein Drama. Der Schreck des Geräuschs einer sich öffnenden Tür mitten in der Nacht alleine in einer Gipfel-Nothütte auf 2000m war ehrlich gesagt größer.

    Im Nachgang fand ich das ganze physikalisch allerdings durchaus interessant und aufschlussreich,

    Allein die sekundenbruchteilhafte Entlastung der einen Seite durch die Drehung - obwohl ja weiterhin mit vollem Gewicht in der Matte hängend, hat gereicht, um ausreichend Zug von der Tür zu nehmen, um sie sich minimal öffnen zu lassen - und den toggle heraus springen zu lassen, bzw. sich in den minimalen Türspalt zu zwängen - und sich so durch den erneuten Zug weiter durch zu arbeiten und durch zu rutschen.

    Nach dieser Erfahrung kann ich mir vorstellen, dass es bei Cross Hammock ggf. ein ähnliches Phänomen zugange war.

    Waldläufer70
    23. Juli 2018 um 12:13

    Den Rest der Nacht (ich habe mich wieder genauso aufgehangen), habe ich mich eher behutsam bewegt, was ich eigentlich bei fragwürdigen Konstruktionen eh tue.

    Ein weiterer Punkt, der beim Sicherheitspuffer eine wichtige Rolle spielt, denn es macht in der Belastung einen ordentlichen Unterschied, ob ich ruhig in der Matte liege, oder förmlich drin rum hüpfe.


    Und damit noch mal zum Ausgang.

    Ich verstehe das Anliegen - wenn es um die Frage geht, wie weit man Gurte ggfm unterbieten kann.

    Aber

    Dyneema Gurte

    sind doch nun wirklich voll und ganz innerhalb eines sehr ordentlichen Puffers.

    Und auch eine selbst genähte Schlaufe halte ich (je nach Machart) für unproblematisch. Da würde ich mich eher damit auseinandersetzen, wie diese am besten zu vernähen ist, da gab es irgendwo - hier? auch mal Infos zu Belastbarkeit verschiedener Optionen.

    Und für alles andere unterhalb von dyneema Gurten, zumal es sich gewichtstechnisch kaum lohnt - wie Du selbst sagst

    sind meine Spots immer auch mal risikobehaftet. Safety first heißt also die Devise

    Über einen Abgrund würde ich mich vermutlich nicht an 1mm dyneema oder irgendwelche Schnüre gänzlich unbekannter Bruchlast hängen, ganz einfach.

    Und für alles andere nach Belieben und Schmerzgrenze - wobei Beachtung der genannten anderen Punkte, die einen Einfluss auf die Belastung haben - und Vorkehrungen für den Fall der Fälle da mindestens genauso wichtig sind als der alleinige Blick auf die Bruchlast, die ja bei ganz anderen Belastungswinkeln gilt.

    Einmal editiert, zuletzt von hangloose (13. April 2023 um 00:28)

  • Ich habe wirklich noch nie gehört oder gelesen, dass jemandem intaktes und korrekt verarbeitetes bzw. angewendetes 7/64" AmSteel gerissen ist. Die durchschnittliche Bruchlast liegt laut Hersteller bei 730 kg. Selbst wenn sich die Bruchlast durch Knoten auf 30% verringern sollte, hält das Seil noch ca. 219 kg. Bei normaler Hängemattennutzung und einem Nutzergewicht von bis zu 100 kg würde das noch reichen. Und normalerweise gibt es Warnsignale (beschädigte Fasern), bevor das Seil reißt.

    Rein von der Aufhängung her hätte ich wenig Bedenken an einem Abhang zu hängen. Ich würde es dennoch nicht tun, weil es zu viele andere Schwachpunkte gibt. Steilhänge sind steil, weil gelegentlich die Kante abbricht. Und wenn ich im Halbschlaf raus muss, kann es auch passieren, dass ich nicht mehr an den Abhang denke. Insofern würde ich auch nicht mit fetten Stahlseilen an so einer Stelle hängen.

  • Nochmal danke für all die Beiträge! <3

    Die Antwort findest du auch in der Playlist ;)

    Das ist echt krass - 30%! Auch wenn es der Worstcase ist. Mal sehen, ob ich das Video finde - das interessiert mich doch sehr. Das würde (leider) dann doch gegen einen Becket-Hitch sprechen, denn bei gleichem Material wäre das (UCR70% zu BecketHitch 30%) 40% Verlust. Alleine für diese Info hat sich meine Frage gelohnt.


    Ich habe mich aus 2mm in Loops gespleiste dyneema Schnur als Gurte, die halten sich problemlos, aber nennenswert leichter ist es kaum.

    Hast Du hier dazu einen Thread geschrieben? Hört sich interessant an. Ich hatte auch schon mal die Überlegung aus mehreren Dyneema Schnüren einen Baumgurt zu machen (weil ich denke, dass die Druckverteilung so großflächiger und somit positiver wäre). Hab es aber wieder verworfen, weil mir bei meiner Lösung das Handling nicht gefiel.

    [Dyneemagurte] sind doch nun wirklich voll und ganz innerhalb eines sehr ordentlichen Puffers.

    Jepp, da bin ich dabei. Meine Fragestellung geht aber dahin, dass ich mich Frage, ob die 700Kg Gurte von Dutch oder achthundert-schießmichtot kg von ripstopbytheroll hier bspw. als sicher gehandelt würden oder eher nur eine "halbwegs" sichere UL Lösung.

    Die "nächstleichteren" kommen meines Wissen von extremtextil und wiegen dann aber 3x soviel (22g).

    Tolle Story hangloose - Danke!

    Ich habe wirklich noch nie gehört oder gelesen, dass jemandem intaktes und korrekt verarbeitetes bzw. angewendetes 7/64" AmSteel gerissen ist

    Danke Treeg....Hammock Fairy :) Auch die Info ist kostbar, weil ich weiß, dass Du im Hammock Forum mitliest und damit ja nochmal den Blick über den großen Teich hast.

  • Ich frage mich wirklich, was der Titel des Beitrages mit dem Thema zu tun hat. Jetzt auch schon clickbait im HM-Forum. <X

    Hallo Levi, ich wollte wissen, wer hier den kleinsten Sicherheitspuffer im Setup hat um für mich daraus ableiten zu können, ob ich bei meinen Gedanken über das Ziel hinausschieße oder nicht. Das Wort "Sicherheitspuffer" habe ich aber erst im ersten Absatz verwendet und nicht im Titel, das ist richtig. Dabei war mein Ansinnen eine humorvolle Diskussion, denn ganz ehrlich: man wird im Hängematteforum ja keine Diskussion über "den Kleinsten" führen. Dennoch sehe ich, dass es Dich verärgert hat. Es tut mir leid, das nicht meine Absicht. Entschuldigung.

  • Du könntest mal mit Stant sprechen, der hängt recht nah am Limit :thumbup:

    Ja, danke für den Tipp MrHydeAndMe . Ich habe von Stant seine Aufhängung für 29g gesehen. Super interessant! Ich hatte vor langer Zeit die gleiche Idee, allerdings noch mit den 25g Polyester Gurten von Extremtextil. Da war ich weit schwerer mit.

    Ich denke aber, ich habe den Eindruck bekommen, den ich brauchte. Ich will ja gar nicht ans Limit, denn wie gesagt: unter mir sind auch mal Felsen und auch mal Abgründe. Ich will dahin, wo man in der Community sagt: das ist leicht aber dennoch definitiv(!) safe, zumindest insofern, als ich da noch nie gehört habe, dass da einer Materialbruch erlitten hat. Wobei: 100% Sicherheit gibt es nicht, dass ist auch mir klar.

    Da keiner großartig gezuckt hatte, als ich Hammock Fairy 's 700kg Dyneema Gurte erwähnte, erachte ich diese (bei meinem Gewicht von 85kg) bei guter Verarbeitung und ohne Beschädigung als safe. 2,5mm Dyneema (bei gleichen Kriterien) ist safe, wenn ich es mit einer Bury verwende, 4mm Dyneema kann auch mit einem Becket Hitch verwendet werden. Durchrutschen kann möglicherweise passieren (aber durch Skills verhindert werden) - die Wahrscheinlichkeit eines Materialbruches ist aber sehr sehr unwahrscheinlich.

    Von daher danke an alle, die ihre Erfahrungen geteilt haben - und wer nocht nicht DL1JPH Playlist angeschaut hat - machen, die ist vom Feinsten.

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