Posts by NochSoEiner

    Was für eine Fußbox hat deine Querhängematte?

    Ich bin kein guter Zeichner. Ich hoffe, man kann auf der Grafik grob erkennen, wie ich meine Fußbox (DIY Matte) gestaltet habe . Ich habe einfach den Stoff an den Enden umgeschlagen und an den Seiten vernäht. Das ging, weil meine Abspannschnüre nicht wie bei Crosshammock und Hammocktent an die Hängematte angebunden sind, sondern anders (hat sich aber nicht bewährt).



    Ich hatte ja mal 2 Querhängematten von hammocktent und fand sie, wenn ich ohne Isomatte auf dem Rücken in ihnen lag, super bequem.

    Exakt so ist es auch bei mir. Der Liegekomfort ist ungeschlagen! Weder Bridge noch GE kommen da auch nur ansatzweise ran. Was aber vielleicht daran liegt, dass ich Seitenschläfer bin.

    Der Vorteil der "Längsstreckung" wird einem bewusst, wenn man sich klar macht, dass die äußeren Schnüre bei der Querhängematte konstruktionsbedingt länger sind, als die mittleren. Zieht man nachts mal die Beine an und begibt sich in eine Embryonalstellung, klappt das Fußende der Hängematte dadurch unter den Po. Eine gute Fußbox kann das mindern, aber, zumindest bei mir, nie ganz verhindern. Das geht nur mit einer Isomatte - oder einer Schwimmnudel, wie ich jetzt gelernt habe.

    Vielleicht noch eine Anregung, die Du vielleicht aber schon auf dem Schirm hast:

    die Länge von 3,60 ist nicht die Stofflänge. Je nachdem, ob Du einen Channel oder ein Whipping machst, musst Du Stoff hinzurechnen. In meinem Fall kam ich mit 3,8m inklusive Einschlagumschlag auf ca. 3,55m effektiver Länge, was bei gleicher Größe (1,93) zu einem für mich gutem Liegegefühl führt.

    Für mich wichtig war: meine Enden habe ich gewhippt. Bei Channels zogen sich die beiden Seiten der Hängematte zu hoch (Waldläufer70 hatte dazu mal einen guten Post geschieben, wo er eine Kurve in die Hängematte einfügte, um diesen Effekt auszugleichen). Durch das Whipping konnte ich die Seiten flach "einstellen" und bekomme so ein lange gerade Liegefläche.


    Viel Spaß beim Nähen.

    Ich stimme gerade meine Ausrüstung ein wenig besser aufeinander ab. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich recht gut weiß, wie sich das Spleißen bei einem Dogbone oder einer Whoopie-Sling auf die Bruchlast auswirkt - mir aber Wissen fehlt, was meine Gurte angeht. Wenn ich also einen normalen Polyestergurt nutze mit einer Bruchlast von 750daN und dort am Ende zwei halbwegs großzügige Schlaufen halbwegs robust nähe - wie verändert sich die Bruchlast?


    EIn paar Hypothesen:

    - Die Bruchlast reduziert sich, weil die Stiche die Haltbarkeit des Gurtes reduzieren.

    - Die Bruchlast reduziert sich, weil die Nähte zwar die Haltbarkeit des Gurtes selbst nicht herabsetzen - die Naht an sich aber die Schwachstelle darstellt.

    - Die Bruchlast bleibt gleich. Die Stiche der Nadel haben keine Auswirkung. Die Naht bildet zwar eine Schwachstelle - da der Gurt an der Stelle aber doppelt geführt wird, wirkt sich das nicht aus.


    Stimmt eine Hypothese? Und wenn ja, was bleibt von meinen 750daN übrig?

    Falls nicht und ihr könnt nur unversichert kaufen, dann entscheidet IHR, ob ihr euch darauf einlässt.


    Ich denke, dass es um das Bewusstsein geht, was fehlt. Jeder der einmal in eine solche Situation geraten ist, wird von sich aus genauso denken wie Du es hier beschreibst - und entsprechend wählen. Hierzulande gilt aber:


    Quote

    Verbraucher, die bei einem gewerblichen Verkäufer bestellt haben, können den Kaufpreis zurückverlangen, wenn das Paket nicht ankommt: In diesem Fall trägt grundsätzlich der Verkäufer das Transportrisiko. Und zwar solange, bis der Empfänger es in Besitz genommen hat.

    Quelle: https://www.deutsche-anwaltsho…paket-verloren-wer-haftet


    Wenn man unbedarft ist (wie ich), geht man daher erstmal immer davon aus, dass es immer so ist - der Verkäufer ist haftbar. Naiv, ich weiß. Aber ich bin mir sicher, ich bin da nicht alleine mit meiner Annahme. Genau deshalb schätze ich aber diesen Faden. Immerhin sind nun ein paar Leute schlauer.

    Es scheint ja so, als ob das Paket beim Zoll verloren gegangen ist.

    Die ebenfalls spannende Frage ist auch: warum ist der Zoll nicht haftbar? Er hat Ware in seine Obhut genommen. Wäre es nicht so dass er haftbar wäre, könnten Mitarbeiter des Zolls beispielsweise nach Belieben Pakete abfangen und deren Inhalt bei eBay verkaufen. Nie wäre eine Haftung angesagt. Das klingt ein wenig "seltsam".


    Ich wollte übrigens mal Danke sagen, für die Informationen in diesem Thread. Der Hinweis mit der Versicherung by RSBTR ist für mich sehr kostbar. Grund: Ich hatte einen ähnlichen Fall im September. 6 Wochen lang "Hold in customs", im Gespräch im Kyle und dann aber doch die erlösende Nachricht: Ihr Paket liegt abholbereit bei ihrem örtlichen Zollamt. Dort höflich nachgefragt wurde mir eröffnet, das solche Laufzeiten ganz normal seien. Äh, ja.

    Der finanzielle Verlust droht einem nun anscheinend dank der Versicherung nicht mehr - seine Projekte zu planen kann trotzdem schwer werden. Nochmal kurz ein Monat vor dem Urlaub eine Bahn Stoff in Übersee zu bestellen um daraus eine Hängematte zu nähen, erscheint mir aufgrund meiner Erfahrung eine schlechte Idee zu sein.

    Ich kenne die sauerländischen Waldgesetze nicht. Im niedersächsischen Gesetz ist sowas nicht wirklich herauslesbar.

    Quelle: https://www.ml.niedersachsen.d…ldLG_Stand_08.06.2016.pdf


    Dort gibt es Verbote für Zelte (§ 27) aber nicht für Hängematten.

    Verbote können dennoch ausgesprochen werden, auf Grundlage von § 31. Hier gäbe es Ansatzpunkte, das Hängen unter Vorwand zu verbieten und sei es, dass der Waldbesitzer Gefahr für Leib und Leben des Hängenden empfindet.


    Worauf der Ranger aber wahrscheinlich hinaus will ist § 34. Hier heißt es:

    "Es ist in der freien Landschaft verboten, unbefugt Bäume, Hecken, Wallhecken, Sträucher, Pflanzen und Früchte ohne vernünftigen Grund zu beschädigen,[...]"


    Er wird wahrscheinlich eine Beschädigung unterstellen - jeder Hänger diese mit Hinblick auf Baumschutzgurte jedoch von sich weisen.


    Wie immer läuft es aber wohl auf eine ganz andere Sache hinaus: ist man freundlich zur weisungsbefugten Person, hat kein Müll verteilt und kein Feuer gemacht oder führt man sich auf, wie die Axt im Walde? Im ersteren Fall wird einem wohl in den allermeisten Fällen erlaubt, zumindest diese Nacht weiter in Ruhe zu schlafen, mit der Bitte, doch am nächsten Tag weiterzuziehen. Der Ton macht die Musik. Auch im Wald. :)

    Die Auskunft über die Plattendicke ist alleine keine Information, die eine 1:1 Kopie ermöglicht


    Das heißt: zukünftig ist es erlaubt und gewünscht, sich ausgiebig über alle Maße eines Produktes auch öffentlich auszutauschen, es sei denn, dass man daraus ableiten kann, dass man daraus zu gewerblichen Zwecken eine 1:1 Kopie erzeugen möchte. Ist das die richtige Zusammenfassung der aktuellen Diskussion und Informationen?

    Nun, ich erkenne schon die Weisungsbefugnis eines einzelnen - denn sie lässt sich folgendermaßen begründen:

    Die Haftung für die Inhalte liegt, so wurde es mal angemerkt, beim Forenbetreiber.

    Wenn man also permanent zu Straftaten aufruft und dieser unterbindet das nicht, kann es sein, dass irgendwann der Staatsanwalt bei ihm auf der Matte steht und sagt: "Du bist jetzt mal dran". Will ich das als Forenbetreiber? Nein.


    Die Frage aber ist, wann ist es denn eine Straftat? Die Frage nach der Dicke eines Bleches ist es ganz sicher nicht!!

    Aber wonach sonst entscheiden? Langt es, wenn "Gear" von einem Händler X erzeugt und vertrieben wird? Wohl kaum, denn dann dürften wir uns nicht über Tarps, Hängematten, Softshackles und Co als Nachbau unterhalten. Wir würden permanent gegen Recht verstoßen und dürften uns wohl gar keinen MYOG Bereich leisten.


    Wenn es das nicht ist, dann reden wir also über patentgeschützte Dinge. Diese unterliegen klaren Regeln und erlauben auch, gegen eine unerlaubte Herstellung vorzugehen. Aber gilt das auch für uns - also private Freaks, die sich mit Bohrmaschine oder Nähmschine "bewaffnen" und versuchen, sich solche Objekte der Freude selbst herzustellen?


    Wikipedia sagt dazu (https://de.wikipedia.org/wiki/Patentverletzung):


    Quote

    Gemäß § 11 Nr. 1 PatG erstreckt sich die Wirkung des Patents „nicht auf Handlungen, die im privaten Bereich zu nichtgewerblichen Zwecken vorgenommen werden“. Der Ausschluss einer Patentverletzung hängt also von zwei Voraussetzungen ab:

    1. Die Handlungen müssen im privaten Bereich, z. B. im häuslichen Umfeld, des Benutzers vorgenommen werden.
    2. Sie müssen zu nichtgewerblichen Zwecken erfolgen.


    Ich denke daher, dass unsere Regeln zumindest neu bewertet werden sollten. Das Ziel: die Sicherheit der Forenbetreiber zu gewährleisten und den freien Austausch von Wissen und Informationen zu fördern.

    In Nachbarforen funktioniert das auch - es sollte machbar sein, dass wir das hier auch hinbekommen.

    Vielleicht geht man bei der "richtigen" Himmelsrichtung davon aus, dass wir eine vorwiegende Windrichtung (aus Westen) in unseren Breiten haben. Zu erkennen ist dieses an der grün bemoosten Seite der Bäume. Richtet man sein Nachtlager so aus, dass man dem Rechnung trägt, ist die Wahrscheinlichkeit für eine gute Nacht größer.

    Das mag grob so hinkommen - dürfte aber nur dann relevant sein, wenn man nicht an eine Wettervorhersage kommt. Also eher selten.

    Eigene Versuche im Testlabor mit Shock-Cord-Loops meine Heringe - bei Windstille - in gefährliche Geschosse zu verwandeln, sind kläglich gescheitert -> Sohn zeigte keine Schmerzreaktion

    Ich liebe Väter, die Ihre Zuneigung zu ihren Sprösslingen offen ausleben...heee, wieso ist meiner gerade abgehauen? ;-)


    Es ist ja viel Theorie in diesem Thread. Ich will nochmal auf einen anderen kleinen Aspekt hinweisen. Ibgary schrieb auf hammockforums: "

    The stake, MSR alumunim, goes in the ground and about 1/16 glow line, I think it also came from Dutch, goes over the stake and back to the Dutch Fly"

    Wer bei Dutch nach so einer Schnur sucht, findet: https://dutchwaregear.com/prod…td-reflective-shock-cord/


    Wenn mein Verdacht stimmt, hat der gute Mann an die elastische Schlaufe des Flys keine unelastische, sondern eine weitere elastische Schnur angebunden. Gedoppelt! Wenn man so(!) eine Kombi mit der entsprechenden Länge einer normalen Abspannung bei einem aufkommenden Sturm, der ja bei ihm aufzog, hart abspannt, dann könnte das möglicherweise einen tiefen Riss geben - in der Beziehung zum Sohn bei einem Test. ;-)

    Doch, es sollte einen Unterschied machen.

    Hmmm, ich glaube es nicht. Ich denke, es ist gleich. Entweder ist die Spannung am Tarp und muss Schnur und Hering beschleunigen oder aber am Hering, der zwar stärker beschleunigt, dann aber die Schnur hinter sich herziehen muss.

    Ich vermute, dass Du mit Deiner anderen Annahme recht hast: ist der Abstand Tarp-Häring zu kurz, dann kann es gefährlich werden.

    Nach allem was ich bisher gelesen habe, glaube ich, dass der Fehler nicht im Schnitt der Hängematte zu suchen ist, sondern in der Aufhängung. Zumindest sollte man das überprüfen.

    Wenn wir eine Gathered End Hängematte aufhängen, dann versuchen wir einen Hängewinkel von 30 Grad einzuhalten. Wie das aussieht und was dieser Winkel ist, kannst Du bspw. hier sehen: http://theultimatehang.com/hammock-hang-calculator/


    Wenn ich nun beigehe und diesen Winkel kleiner mache (also die Hängemnatte strammer abspanne), dann wirkt sich das negativ auf die Kräfte der Aufhängung (und das Material) aus, aber auch auf den Schwerpunkt. Eine Vermutung, die ich daher mal in den Raum schmeiße: die Hängematgte hat einen tollen Schnitt - wurde aber stets zu stramm abgespannt.