Beiträge von NochSoEiner

    Ich weiß nicht, wie es euch geht: aber nach vielen Jahren kommt man zu dem Entschluss, dass man das alles doch schon ganz gut macht. Immer wieder toll finde ich es, wenn man mich dann aber doch mit einer noch einfacheren Lösung überrascht. In dem Video gelang es. Und dabei fand ich den Trucker-Hitch schon bestechend einfach. Viel Spaß beim Schauen.

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    Ich hatte eigentlich aus all den Spezifikationen (u.a. von Samson ropes) immer Folgendes rausgelesen: Whoopie Sling reduziert die Bruchlast um 30%, ein gut gespleißter Dogbone 0-15%.

    Und sah dann dieses Video:

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    Du könntest mal mit Stant sprechen, der hängt recht nah am Limit :thumbup:

    Ja, danke für den Tipp MrHydeAndMe . Ich habe von Stant seine Aufhängung für 29g gesehen. Super interessant! Ich hatte vor langer Zeit die gleiche Idee, allerdings noch mit den 25g Polyester Gurten von Extremtextil. Da war ich weit schwerer mit.

    Ich denke aber, ich habe den Eindruck bekommen, den ich brauchte. Ich will ja gar nicht ans Limit, denn wie gesagt: unter mir sind auch mal Felsen und auch mal Abgründe. Ich will dahin, wo man in der Community sagt: das ist leicht aber dennoch definitiv(!) safe, zumindest insofern, als ich da noch nie gehört habe, dass da einer Materialbruch erlitten hat. Wobei: 100% Sicherheit gibt es nicht, dass ist auch mir klar.

    Da keiner großartig gezuckt hatte, als ich Hammock Fairy 's 700kg Dyneema Gurte erwähnte, erachte ich diese (bei meinem Gewicht von 85kg) bei guter Verarbeitung und ohne Beschädigung als safe. 2,5mm Dyneema (bei gleichen Kriterien) ist safe, wenn ich es mit einer Bury verwende, 4mm Dyneema kann auch mit einem Becket Hitch verwendet werden. Durchrutschen kann möglicherweise passieren (aber durch Skills verhindert werden) - die Wahrscheinlichkeit eines Materialbruches ist aber sehr sehr unwahrscheinlich.

    Von daher danke an alle, die ihre Erfahrungen geteilt haben - und wer nocht nicht DL1JPH Playlist angeschaut hat - machen, die ist vom Feinsten.

    Ich frage mich wirklich, was der Titel des Beitrages mit dem Thema zu tun hat. Jetzt auch schon clickbait im HM-Forum. <X

    Hallo Levi, ich wollte wissen, wer hier den kleinsten Sicherheitspuffer im Setup hat um für mich daraus ableiten zu können, ob ich bei meinen Gedanken über das Ziel hinausschieße oder nicht. Das Wort "Sicherheitspuffer" habe ich aber erst im ersten Absatz verwendet und nicht im Titel, das ist richtig. Dabei war mein Ansinnen eine humorvolle Diskussion, denn ganz ehrlich: man wird im Hängematteforum ja keine Diskussion über "den Kleinsten" führen. Dennoch sehe ich, dass es Dich verärgert hat. Es tut mir leid, das nicht meine Absicht. Entschuldigung.

    Nochmal danke für all die Beiträge! <3

    Die Antwort findest du auch in der Playlist ;)

    Das ist echt krass - 30%! Auch wenn es der Worstcase ist. Mal sehen, ob ich das Video finde - das interessiert mich doch sehr. Das würde (leider) dann doch gegen einen Becket-Hitch sprechen, denn bei gleichem Material wäre das (UCR70% zu BecketHitch 30%) 40% Verlust. Alleine für diese Info hat sich meine Frage gelohnt.


    Ich habe mich aus 2mm in Loops gespleiste dyneema Schnur als Gurte, die halten sich problemlos, aber nennenswert leichter ist es kaum.

    Hast Du hier dazu einen Thread geschrieben? Hört sich interessant an. Ich hatte auch schon mal die Überlegung aus mehreren Dyneema Schnüren einen Baumgurt zu machen (weil ich denke, dass die Druckverteilung so großflächiger und somit positiver wäre). Hab es aber wieder verworfen, weil mir bei meiner Lösung das Handling nicht gefiel.

    [Dyneemagurte] sind doch nun wirklich voll und ganz innerhalb eines sehr ordentlichen Puffers.

    Jepp, da bin ich dabei. Meine Fragestellung geht aber dahin, dass ich mich Frage, ob die 700Kg Gurte von Dutch oder achthundert-schießmichtot kg von ripstopbytheroll hier bspw. als sicher gehandelt würden oder eher nur eine "halbwegs" sichere UL Lösung.

    Die "nächstleichteren" kommen meines Wissen von extremtextil und wiegen dann aber 3x soviel (22g).

    Tolle Story hangloose - Danke!

    Ich habe wirklich noch nie gehört oder gelesen, dass jemandem intaktes und korrekt verarbeitetes bzw. angewendetes 7/64" AmSteel gerissen ist

    Danke Treeg....Hammock Fairy :) Auch die Info ist kostbar, weil ich weiß, dass Du im Hammock Forum mitliest und damit ja nochmal den Blick über den großen Teich hast.

    Vielen Dank für die ganzen Infos von euch! Jede einzelne hilft mir weiter.

    Ich will auch ans Limit, allerdings nicht ans Limit, des maximal machbaren (Lashit), sondern ich will dahin, dass ich sagen kann: es ist leicht, es ist kostentechnisch überschaubar und es muss ausreichend komfortabel sein.

    Das sich hier also noch keiner mit 2,5mm Dyneema auf dem Waldboden wiedergefunden hat, ist ja schon mal eine Aussage,

    Ich kenne auch nicht einen Fall persönlich wo schon mal etwas gerissen ist

    Danke für Deine ausführliche Info, Wuppitom. Ich selber hatte auch noch nie das Pech, dass es jemals bei mir zu Bruch gekommen ist. Wenn ich auf dem Boden gelandet bin, dann waren es technische Fehler (weil zum Beipspiel ein Becket Hitch durchgerutscht war), die man aber, wenn man sorgsam ist, vermeiden kann.

    aber auch zu Zweit in der Hm hat immer alles gehalten.

    Mangel an Bäumen - kenn ich. ;) Wir sind halt Kinder der Küste...

    Garantiert ist aber bei den 160kg auch schon faktoriert worden

    Ja, das denke ich auch. Bei Dutch kann sind die Gurte mit 1500 Pounds angegeben.

    Wenn dein gear für dein Gewicht empfohlen wird, wird es halten

    Das ist mein Dilemma: ich mache alles selbst. Vor ein paar Wochen war ich in Griechenland und hatte einen tollen Spot direkt an einer Steilkante - mit Blick auf die Bucht. Wunderschön. Leider standen die beiden einzigen, gut nutzbaren Bäume aber wirklich direkt am Abgrund - 10 Meter ging es runter. Dabei gehabt hatte ich meine dünnen Dyneema Gurte aus Treegirls Shop, die ich mal mit ein paar Schlaufen ausgestattet hatte. 700 Kilogramm Tragkraft. Zuwenig für so einen Spot? Dicke genug? Ich schreib, also bin ich - sie haben gehalten. :)


    Meine Gesundheit würde ich wegen 30 g Gewichtseinsparung nicht auf‘s Spiel setzen.

    Jepp, ich auch nicht. Aber wenn ich sie sparen könnte, ohne die Gesundheit aufs Spiel zu setzen, dann würde ich sie doch gerne weglassen. Wo der klassische Ultralighter aber dann ins Risiko geht, weil er sagt: "ach komm, ich bin nur 30cm vom Waldboden entfernt - so schlimm ist es nicht" - sind meine Spots immer auch mal risikobehaftet. Safety first heißt also die Devise.

    und damit lag der alte Esel auf dem Steiß auf dem Fliesenboden

    Autsch - ich kann es fühlen, so wie Du es beschreibst. Ich hoffe, Dein Kind hat mittlerweile kein Stubenarest mehr. ;)

    Bzgl Dyneema sollte man bei Knoten eher mit 30% statt 50% MBS rechnen

    Versteh ich Dich richtig: bei Knoten mit Dyneema nimmst Du an, dass von ~0.6kN MBS nur 30% übrig bleiben? Wie kommst Du zu dieser Zahl? Danke übrigens für die Playlist. Ich habe kurz reingeschaut - sehr interessant.

    Moin zusammen,

    nach langer Schreibabstinenz wüsste ich gerne mal wieder zu einem Thema euren Rat und freue mich über eure Erfahrungen. Ich frage mich nämlich, wer hier mit dem kleinsten Sicherheitspuffer bei der Aufhängung unterwegs ist. Die Frage dürfte im Normalfall daher wohl an alle Ultarlighter gehen - aber wer weiß, vielleicht ist ja auch einer dabei, der sich sicher an 550er Paracord aufhängt - also, nicht er sich, sondern er seine Hängematte. Gar nicht so leicht, Doppeldeutungen in so einem Thread zu vermeiden. ;)

    Die Frage, die ich mir immer und immer wieder stelle, lautet: wann ist sicher denn nun wirklich mal sicher?

    Der Grund ist schnell gefunden: nicht immer ist unter mir immer moosweicher Waldboden, sondern es kann auch mal felsig sein oder unter mir ist ein Baumstumpf und weit und breit kein anderer Platz. Agiert man da nach der alten Regel: Hänge Dich nie höher auf, als Du gewillt bist zu fallen, würde man sich wohl gar nicht aufhängen, denn selbst 1cm "Fallhöhe" wäre zuviel und würde möglicherweise böse Verletzungen verursachen.

    Jetzt ist das Thema aber gar nicht so unkomplex wie man denkt, denn hängt jemand beispielsweise an 4mm Dyneema, dann ist es ein Riesenunterschied, ob man sich mit einem Beckethitch festmacht (Bruchlastreduzierung ca.50% oder damit eine UCR gefertigt hat (nur ca. 30% Reduzierung). Ein weiterer Punkt ist der Winkel, mit dem man aufgehängt ist. Halte ich die klassischen 30 Grad ein oder hänge ich in einer Bridge, die meistens bei 20 Grad hängt und somit viel größere Kräfte auf die Aufhängung bringt. Und damit nicht genug: Das eigene Körpergewicht will auch noch berücksichtig sein, denn ob ich zarte 55kg (als Frau bspw.) auf die Waage bringe oder ebenso zarte 100kg (vielleicht ebenfalls als Frau ;)) ist ein großer Unterschied, was den Sicherheitspuffer angeht . Und damit immer noch nicht genug, muss man auch noch den schwächsten Punkt in seiner Aufhängung kennen. Was nützt es, wenn die 4mm Dyneema Schnur 1300DaN hält, aber die Polyestergurte nur 350?

    Also: was ist euer Sicherheitsfaktor? Die öfter mal beschriebenen 5-fache Sicherheit? Mehr? Weniger? Würdet ihr euch damit über scharfkantige Felsen hängen? Wie lange hängt ihr bereits mit eurem Setup und gab es mal einen Fail im Material (also kein Durchrutschen der Schnur oder technische Fehler) , also ist es mal gerissen?

    Ich freu mich auf Antworten.

    Moin Ulrikson, ich bin den Camino in 2020 von Bordeaux nach Finisterre gelaufen. So, wie ich gelaufen bin, charmante 1200km. ;)
    In Frankreich hast Du ideale Bedinungen für Deine Hängematte. Ich habe immer ausreichend Plätze gehabt, weil sie dort Pinienwälder anbauen (die herrlich duften) und wo Du ohnehin abgeschieden bist.
    Das ändert sich, wenn Du an die Küste gehst. Dort ist alles touristisch erschlossen.
    Auch auf dem Camino del Northe gibt es ausreichend Schlafplätze. Gewechselt bin ich dennoch in Santander auf mein Zelt. Grund: Alle meine neu kennengelernten Leute schliefen im Zelt! Ich war plötzlich derjenige, wegen dem man noch einen anderen Platz suchen musste, wo ich mich hinhängen konnte - nicht so geil.
    Solange Du auf dem Camino bist und Dich halbwegs gesittet benimmst, passiert Dir dort mit dem Zelt gar nichts. Du kannst alle Regeln, die sonst im Land gelten, nahezu komplett ignorieren. Du bist (mit vielen anderen tausend Menschen, die den Camino wandern, Geldgeber der Region. Man weiß das und schätzt dass. Solange Du es nicht übertreibst. Bleibe unauffällig, dann geht es.

    Noch zwei Top Tipps: Trinkwasser findest Du in Frankreich auf den Friedhöfen und nutze die Herbergen in Spanien: sie kosten nur wenig Geld 10€, aber Du kannst dort duschen und Deine Wäsche waschen. Bon Camino, mein unbekannter Freund und lass uns gerne teilhaben an Deiner Wanderung. :)

    Und fällt ein Gewichtsunterschied von 0,4 g/m in der Anwendung überhaupt auf?

    Nein, ganz sicher nicht. Wenn ich für das, sagen wir mal, gleiche Gewicht jedoch 250kg(!) mehr Tragkraft bekomme, erscheint es mir aber logisch zu sein, die auch zu nutzen. In der Gewichtsklasse ist Amsteel bei mir raus. Zerfaserung habe ich aufgrund der großen Sicherheitsreserve bisher nicht wahrgenommen.

    Es kommt auch ein wenig auf die Stärke an, für was ich mich entscheide. Wenn ich hohe Tragkräfte wünsche, bekomme ich bei dem Seil von Extremtextil eine 4mm Dyneema Schnur mit einer Tragkraft von 1250daN für 6,8g. Bei Amsteel liege ich bei höherem Gewicht (7,4g) bei einem nur 3mm starkem Seil mit nur 1000kg Tragkraft.

    Was für eine Fußbox hat deine Querhängematte?

    Ich bin kein guter Zeichner. Ich hoffe, man kann auf der Grafik grob erkennen, wie ich meine Fußbox (DIY Matte) gestaltet habe . Ich habe einfach den Stoff an den Enden umgeschlagen und an den Seiten vernäht. Das ging, weil meine Abspannschnüre nicht wie bei Crosshammock und Hammocktent an die Hängematte angebunden sind, sondern anders (hat sich aber nicht bewährt).


    Ich hatte ja mal 2 Querhängematten von hammocktent und fand sie, wenn ich ohne Isomatte auf dem Rücken in ihnen lag, super bequem.

    Exakt so ist es auch bei mir. Der Liegekomfort ist ungeschlagen! Weder Bridge noch GE kommen da auch nur ansatzweise ran. Was aber vielleicht daran liegt, dass ich Seitenschläfer bin.

    Der Vorteil der "Längsstreckung" wird einem bewusst, wenn man sich klar macht, dass die äußeren Schnüre bei der Querhängematte konstruktionsbedingt länger sind, als die mittleren. Zieht man nachts mal die Beine an und begibt sich in eine Embryonalstellung, klappt das Fußende der Hängematte dadurch unter den Po. Eine gute Fußbox kann das mindern, aber, zumindest bei mir, nie ganz verhindern. Das geht nur mit einer Isomatte - oder einer Schwimmnudel, wie ich jetzt gelernt habe.

    Vielleicht noch eine Anregung, die Du vielleicht aber schon auf dem Schirm hast:

    die Länge von 3,60 ist nicht die Stofflänge. Je nachdem, ob Du einen Channel oder ein Whipping machst, musst Du Stoff hinzurechnen. In meinem Fall kam ich mit 3,8m inklusive Einschlagumschlag auf ca. 3,55m effektiver Länge, was bei gleicher Größe (1,93) zu einem für mich gutem Liegegefühl führt.

    Für mich wichtig war: meine Enden habe ich gewhippt. Bei Channels zogen sich die beiden Seiten der Hängematte zu hoch (Waldläufer70 hatte dazu mal einen guten Post geschieben, wo er eine Kurve in die Hängematte einfügte, um diesen Effekt auszugleichen). Durch das Whipping konnte ich die Seiten flach "einstellen" und bekomme so ein lange gerade Liegefläche.

    Viel Spaß beim Nähen.

    Ich stimme gerade meine Ausrüstung ein wenig besser aufeinander ab. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich recht gut weiß, wie sich das Spleißen bei einem Dogbone oder einer Whoopie-Sling auf die Bruchlast auswirkt - mir aber Wissen fehlt, was meine Gurte angeht. Wenn ich also einen normalen Polyestergurt nutze mit einer Bruchlast von 750daN und dort am Ende zwei halbwegs großzügige Schlaufen halbwegs robust nähe - wie verändert sich die Bruchlast?

    EIn paar Hypothesen:

    - Die Bruchlast reduziert sich, weil die Stiche die Haltbarkeit des Gurtes reduzieren.

    - Die Bruchlast reduziert sich, weil die Nähte zwar die Haltbarkeit des Gurtes selbst nicht herabsetzen - die Naht an sich aber die Schwachstelle darstellt.

    - Die Bruchlast bleibt gleich. Die Stiche der Nadel haben keine Auswirkung. Die Naht bildet zwar eine Schwachstelle - da der Gurt an der Stelle aber doppelt geführt wird, wirkt sich das nicht aus.

    Stimmt eine Hypothese? Und wenn ja, was bleibt von meinen 750daN übrig?

    Falls nicht und ihr könnt nur unversichert kaufen, dann entscheidet IHR, ob ihr euch darauf einlässt.

    Ich denke, dass es um das Bewusstsein geht, was fehlt. Jeder der einmal in eine solche Situation geraten ist, wird von sich aus genauso denken wie Du es hier beschreibst - und entsprechend wählen. Hierzulande gilt aber:

    Zitat

    Verbraucher, die bei einem gewerblichen Verkäufer bestellt haben, können den Kaufpreis zurückverlangen, wenn das Paket nicht ankommt: In diesem Fall trägt grundsätzlich der Verkäufer das Transportrisiko. Und zwar solange, bis der Empfänger es in Besitz genommen hat.

    Quelle: https://www.deutsche-anwaltshotline.de/c/ratgeber/ziv…oren-wer-haftet

    Wenn man unbedarft ist (wie ich), geht man daher erstmal immer davon aus, dass es immer so ist - der Verkäufer ist haftbar. Naiv, ich weiß. Aber ich bin mir sicher, ich bin da nicht alleine mit meiner Annahme. Genau deshalb schätze ich aber diesen Faden. Immerhin sind nun ein paar Leute schlauer.

    Es scheint ja so, als ob das Paket beim Zoll verloren gegangen ist.

    Die ebenfalls spannende Frage ist auch: warum ist der Zoll nicht haftbar? Er hat Ware in seine Obhut genommen. Wäre es nicht so dass er haftbar wäre, könnten Mitarbeiter des Zolls beispielsweise nach Belieben Pakete abfangen und deren Inhalt bei eBay verkaufen. Nie wäre eine Haftung angesagt. Das klingt ein wenig "seltsam".

    Ich wollte übrigens mal Danke sagen, für die Informationen in diesem Thread. Der Hinweis mit der Versicherung by RSBTR ist für mich sehr kostbar. Grund: Ich hatte einen ähnlichen Fall im September. 6 Wochen lang "Hold in customs", im Gespräch im Kyle und dann aber doch die erlösende Nachricht: Ihr Paket liegt abholbereit bei ihrem örtlichen Zollamt. Dort höflich nachgefragt wurde mir eröffnet, das solche Laufzeiten ganz normal seien. Äh, ja.

    Der finanzielle Verlust droht einem nun anscheinend dank der Versicherung nicht mehr - seine Projekte zu planen kann trotzdem schwer werden. Nochmal kurz ein Monat vor dem Urlaub eine Bahn Stoff in Übersee zu bestellen um daraus eine Hängematte zu nähen, erscheint mir aufgrund meiner Erfahrung eine schlechte Idee zu sein.

    Ich kenne die sauerländischen Waldgesetze nicht. Im niedersächsischen Gesetz ist sowas nicht wirklich herauslesbar.

    Quelle: https://www.ml.niedersachsen.de/download/11476…_08.06.2016.pdf

    Dort gibt es Verbote für Zelte (§ 27) aber nicht für Hängematten.

    Verbote können dennoch ausgesprochen werden, auf Grundlage von § 31. Hier gäbe es Ansatzpunkte, das Hängen unter Vorwand zu verbieten und sei es, dass der Waldbesitzer Gefahr für Leib und Leben des Hängenden empfindet.

    Worauf der Ranger aber wahrscheinlich hinaus will ist § 34. Hier heißt es:

    "Es ist in der freien Landschaft verboten, unbefugt Bäume, Hecken, Wallhecken, Sträucher, Pflanzen und Früchte ohne vernünftigen Grund zu beschädigen,[...]"

    Er wird wahrscheinlich eine Beschädigung unterstellen - jeder Hänger diese mit Hinblick auf Baumschutzgurte jedoch von sich weisen.

    Wie immer läuft es aber wohl auf eine ganz andere Sache hinaus: ist man freundlich zur weisungsbefugten Person, hat kein Müll verteilt und kein Feuer gemacht oder führt man sich auf, wie die Axt im Walde? Im ersteren Fall wird einem wohl in den allermeisten Fällen erlaubt, zumindest diese Nacht weiter in Ruhe zu schlafen, mit der Bitte, doch am nächsten Tag weiterzuziehen. Der Ton macht die Musik. Auch im Wald. :)