Evo Loops (by Jeff Myers)

  • Gestern habe ich dank Jason von «Outdoor Adventures» eine für mich neue und sehr leichte Befestigungsmöglichkeit für Baumgurte am Baum aus AmSteel kennen gelernt, die – soweit ich das gesehen habe – hier im Forum noch nicht vorgestellt und diskutiert worden ist. Die Idee kann Karabiner oder Dutch Clips ersetzen, wenn man noch etwas leichter unterwegs sein möchte (siehe Video 1 von «Outdoor Adventures»).


    Heute bin ich dem weiter nachgegangen und habe mich auf Jeff Myers' Kanal umgeschaut:


    Die Idee hat er zuerst als Weiterentwicklung der Continuous Loops verstanden (siehe Video 2 von «Jeff Myers»). Nachdem er weitere Möglichkeiten entdeckt hatte, hat er seiner Entwicklung einen eigenen Namen verliehen: «Evo Loops» (<- "weiterentwickelte Loops"). Einige der Möglichkeiten zeigt er in seinem Nachfolge-Video (siehe Video 3 von «Jeff Myers»).


    Für die Nutzung als Ersatz für Karabiner oder Dutch Clips reicht es jedoch, sich Video 1 anzuschauen. Wer sich seine «Evo Loops» selber herstellen möchte, schaut Video 4 (ebenfalls von «Jeff Myers») und lässt einfach die Schlaufe zum Öffnen und Schliessen des Softshackles weg (0:45-2:00 des Videos überspringen).


    Video 1: «Evo Loops - 3 gram carabiner and dutch clip replacement» © Outdoor Adventures


    Video 2: «Continuous loops evolved» © Jeff Myers


    Video 3: «Continuous loops and Evo Loops hardware free connection» © Jeff Myers


    Video 4: «Button Knot Soft Shackle D.I.Y. How To» © Jeff Myers

  • Hab ich auch gestern gesehen, das Video, und mir aus zwei Dogbones, die ich noch rumfliegen hatte, mal in eine ähnliche Richtung gehende "Karabiner" gebaut. Ein Test steht noch aus. Bin gespannt, ob der Knoten hält. Falls nicht, werden genau die Dinger vom Mr. Myers nachgebaut - gefällt mir sehr gut und ist wirklich deutlich leichter als meine bisherigen Hardware-Karabiner. Wobei ich im Moment eher versuche, das Packmaß zu reduzieren, da ich unbedingt alles in meinen kleinen Rucksack bekommen möchte für eine 1-2 Nächte-Tour. ;-)

  • Die «Evo Loops» sind aus meiner Sicht auch sehr gut dafür geeignet, beispielsweise den Rucksack an die Hängematten-Aufhängung zu hängen: Einfach den Knoten über die Hängematten-Aufhängung legen und durchs Knopfloch schieben:


       


    Inzwischen habe ich noch Jeff Myers eigenes Video zum «Karabiner-Ersatz» entdeckt (siehe Video 5).


    In einem weiteren Video (Video 6) stellt er auch den «Grapplers Hitch» vor, den [USER="14"]Mittagsfrost[/USER] an anderer Stelle schon einmal ausführlich vorgestellt hat. Ob man nun den «Evo Loop» als «Ultralight Hammock Suspension Carabiner» oder den «Grapplers Hitch» bevorzugt, ist vermutlich schlicht Geschmackssache. Vielleicht lässt sich der «Graplers Hitch» etwas leichter mit Handschuhen bedienen(?), dafür muss er fix an eine Schlaufe geknotet werden und ist dann nur abnehmbar, indem man ihn wieder ganz öffnet.


    Video 5: «Ultra light hammock suspension carabiner replacement» © Jeff Myers


    Video 6: «Soft carabiner tree strap quick connector» © Jeff Myers

  • Ich habe mir heute ein Paar Evo Loops gespleißt, um meine Soft Shackles am Gurtband zu ersetzen. Morgen teste ich, wie gut es für mich in der Praxis klappt. Bezüglich der Anleitung habe ich mich an das YouTube-Video von Tac Blades gehalten, das ich auch schon für die Shackles zu Rate gezogen habe:


    Tac Blades hat eine einfachere Lösung für den Button Knot. Auch wenn er am Ende nicht so ästhetisch daher kommt, hat der Kopf der Schlaufe für mich sowieso eher funktionalen Wert. Die Anleitung von Tac Blades war für mich niedrigschwelliger, es mal zu probieren mit dem Schäkel-selber-Spleißen, und ich bin mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden.


    Wer also nicht so auf Paracord-Kunst steht und keinen Diamantknoten an seinem Schäkel braucht, kann es also auch damit probieren. Der Rest der Anleitung ist nahezu identisch mit der von Jeff Myers.


    Bei den Maßen für die Soft Shackles habe ich mich ganz an Tac Blades gehalten, für die Evo Loops allerdings die Länge des Rohmaterials um 10 cm verkürzt:


    Evo Loop mit 43 cm Umfang (etwas mehr als 17 inch); Gewicht: 5 g


    110 cm Rohmaterial Amsteel 7/64''


    an beiden Seilenden
    1. Mark (Barriere): 15,25 cm (6 inches)
    2. Mark: 20,5 cm (8 inches)


    durch die entstehenden Tinyloops des Dogbones müssen am Ende beide Amsteelstränge durchpassen für den "Button Knot à la Tac Blades"!


    Der Umfang meiner Evo Loops reicht locker, um am Ende einen Karabiner-Ersatz zu schlaufen, wie es Jason in seinem Video zeigt.

  • Der Anleitung von Tac Blades bin ich auch schon öfters gefolgt. Danke fürs Rausschreiben der exakten Masse!


    Der «Improved Soft Shackle» soll - wie auch der «Button Knot Soft Shackle» - sehr stark sein:

    • «Button Knot Soft Shackle»: Bruchlast von etwa 219% der Bruchlast der einzelnen Leine
    • «Improved Soft Shackle»: Bruchlast von etwa 223% der einzelnen Leine

    Beim «Improved Soft Shackle» soll es aber - gemäss Jeff Myers - auch schon passiert sein, dass sich der Knoten unter Last "umgestülpt" hat. Das schreibt er irgendwo unter einem seiner Videos. Falls das wirklich der Fall war, vermute ich, dass das passieren kann, wenn man die beiden Ösen zu gross macht.


    Der Knoten, den Jeff Myers verwendet, ist übrigens kein «Diamond Knot», sondern eben ein «Button Knot» (siehe Link oben). Du hast recht, den fand ich auch um einiges komplizierter zu knoten als die Version, die Tac Blades zeigt: Er verwendet ja letztlich nichts anderes als einen doppelten Überhandknoten.


    Heute habe ich versucht, die Version von Jeff Myers aus Zing-It nachzumachen. Das war echt knifflig, das Resultat ist aber sehr schön und brauchbar geworden. Leider habe ich davon bisher keine Fotos gemacht.


    Gestern habe ich zwei Paar nach Jeff Myers (Nr. 1 und 2) und eine nach Tac Blades (Nr. 3) aus Amsteel 7/64" gemacht:


  • Ich hatte gestern Zeit, meine Soft Shackles aus recycelten Dogbones zu testen. Ging super und hielt bombenfest!
    Ich habe an die eine fixe Schlaufe einfach einen doppelten Überhandknoten gemacht und das andere fixe Ende, welches etwas größer war, um das Gurtband geschlungen und anschließend noch einmal durch sich selbst, so wie es auch Mr. Myers vorschlägt. Hat sehr gut funktioniert. Da ich für die Dogbones ansonsten aktuell keine Verwendung mehr hatte, bin ich sehr zufrieden. Insbesondere finde ich die Bedienung einfacher als die von Karabinern.
    Schaue mir später auch noch mal das Video von Tacblades an. Seine Knoten sehen sauberer als meine aus - vielleicht kann ich da noch etwas optimieren. :)

  • Es gibt eine Reihe von Anwendungsmöglichkeiten für Softshackles oder diesen Evo-Loops. Z.B. um zwei Loops mit einander zu Verbinden. Ich benutze ja die Daisy-Chain Methode und da sind Karabiner oder auch Softshackles die gängige Methode.


    Was ich nicht verstehe : warum muss man eine vorhandene Schlaufe bei einem Baumgurt um eine weitere Schlaufe erweitern (egal ob es nun ein Karabiner oder Softshackle ist). Damit erweitert man doch nur die Aufhängung um ein Teil, dass - auch wenn es solide ist - eventuell reissen, brechen oder rutschen könnte. Zudem wird die vorhandene Schlaufe ja nicht entlastet. Eher das Gegenteil ist der Fall : umso weiter die Baumgurtschlaufe vom eigentlichen Sollpunkt (3 Uhr, bzw 9 Uhr der Stammschnittfläche) entfernt ist, umso höher die Belastung - oder liege ich da falsch ?


    Den Baumgurt durch die vorhandene Schlaufe ziehen, so dass der Gurt bei 3 Uhr möglichst gerade zur Hängematte weiterführt : ist das wirklich zu kompliziert ? Ich benutzte Anfangs die Dutch Clips, aber ich kam zu dem Schluss, dass - selbst wenn sie richtig am Gurt anliegen - die Kanten doch am Gurt reiben.


    In diesem Beispiel ist es für mich wie Wasser vom Hahn in eine Flasche füllen um danach aus der Flasche ins Glass zu giessen...just my Fünfräppler

  • Klar kann man das so machen [USER="4311"]Womble[/USER] . Wenn ich dich richtig verstehe, willst du auf zusätzliche "Hard- oder Software" in Form von Karabinern oder Softshackles vollständig verzichten. Das geht natürlich. Einziger Nachteil: Das Gesamtsystem ist etwas weniger flexibel. Wenn du den Baumgurt in der Höhe am Baum noch einmal verschieben musst und ein Ast dazwischen ist, musst die komplette Aufhängung noch einmal entfernen. Mit einem Karabiner o. Ä. kannst du den Teil der Aufhängung einfach kurz lösen, verschieben und wieder einklinken.

  • Ich habe eine Saison ganz auf einen Karabiner, Schäkel oder Dutch-Hardware verzichtet, um die Bänder an die Bäume zu bringen. An dem einen Ende habe ich einen Achterknoten ("Figure-Eight Knot") in das Band gemacht und einfach das andere Ende durchgezogen, um dann mit einem Marlspikerschlag und Toggle die Whoopie Sling dranzubringen. Grundsätzlich mag ich die einfache Aufhängung, die weniger Elemente beinhaltet, welche zum Problem werden könnten.


    Was mich allerdings daran bei Zeiten genervt hat, war die Ast-Problematik. Wenn es z. B. ein Nadelbaum war, an dem ich mein Band gehängt hatte und merkte, dass ich noch höher muss mit der Hängematte, dann war da oft ein oder mehrere Äste im Weg, so dass ich die gesamte Gurtverbindung wieder abnehmen musste. Das war bei Birken oder Linden nicht der Fall, aber es hat mich oft genug genervt. Mit einem Bandende, das sich leicht öffnen lässt, konnte ich einfach die notwendige Distanz schnell überbrücken und wieder fixieren (vorausgesetzt, die Hängematte war noch nicht mit Schlafsack und Zeug beladen und zu heftig gezogen).


    Wie Jason von "Outdoor Adventures" im ersten Video sagt, war es auch seine Überlegung, dass das Metall der Dutch Clips am Band auf Dauer scheuern könnte. Das soll halt mit den Amsteel-Shackles nicht so passieren. Bei den Evo Loops - die heute ihren Test in meiner Mittagspause hervorragend bestanden haben - finde ich schön, dass ich sie mit nur einer Hand wieder lösen kann, was bei den Improved Softshackles nicht so einfach war. Daher bleiben sie bei mir erstmal dran. Im Vergleich zu Krabinern sind sie mit ihren 5 g pro Loop auch eindeutig leichter (und nicht so sperrig im Packsack).

  • Man braucht nicht mal eine Schlaufe, wenn man auf zusätzliche Hardware verzichten will: Ein simpler Ewenkenknoten (Siberian Hitch) tut's auch. Funktioniert auch mit Gurtband, wenn es nicht zu hart ist.


    Auch ich geniesse bei meinen Dutch Clips (die Gefahr der Abnutzung des Gurtbandes sehe ich bei korrekter Anwendung nicht) die Einfachheit der Einrichtung der Hängematte und die Unabhängigkeit bei Ästen, die im Weg sein könnten. Ist eher selten, aber kommt doch vor.

  • So ein «Evo Loop» ist auch sehr hilfreich, wenn man den Wasserbeutel zum Filtern des Wassers aufhängen möchte. So gemacht auf dem «East Highland Way» in Schottland:


    «Evo Loop» an Wäscheleine zwecks Wasserfilterung


    Den «Evo Loop» habe ich am Vorabend vor meinem Aufbruch nach Schottland aus rotem Zing-It gespleisst. Das war echt knifflig, da man den Knoten nicht zu lose machen, aber auch nicht zu früh zu sehr festziehen darf. Lässt man ihn zu lose, so zieht er sich leicht falsch zusammen und bildet keinen schönen «Button» («Knopf»), zieht man ihn zu sehr fest, so bekommt man den Knopf kaum hin, da alle Zwischenräume schnell einmal sehr eng werden. Nach einigen Versuchen hatte es dann doch noch geklappt.

  • Da mir die «Evo Loops» aus Zing-It / Lash-It sehr gut gefallen, habe ich nochmals ein wenig geübt und schöne Resultate erzielt:


    zum Vergrössern bitte anklicken!


    Die verwendeten Masse findet man auf dem «Beipackzettel».


    Es hat sich gezeigt, dass das passende Werkzeug eine grosse Hilfe darstellt: Ich habe eine Nadel mit runder Spitze (Grösse #16) verwendet, um den Knoten zu machen. Das hat mir ermöglicht, den Knoten schon während der Herstellung ein wenig festzuziehen. Die losen Enden konnte ich dann mithilfe der Nadel ganz einfach am passenden Ort durch den Knoten ziehen. Für den letzten Schritt habe ich beide losen Enden in die Nadel gefädelt und gleich beide gleichzeitig von oben (Zentrum) durch den fast fertigen Knoten nach unten gezogen. Das eine Ende habe ich dann zwischen den beiden Teilen des Loops auf die andere Seite gebracht und dann beide losen Enden im Inneren je eines Schenkels des Loops verschwinden lassen*. Dazu kann es hilfreich sein, ein Werkzeug aus einer Gitarrensaite zu verwenden. Mit der Nadel geht das aber auch.


    * Wichtig ist, dass man vor dem Einspleissen der losen Enden den Knoten in vielen kleinen Schritten immer mehr festzieht. Dabei ist es wichtig, zuerst die losen Enden abwechslungsweise immer mehr festzuziehen. Den Knoten kann man mit der Zange vor jedem weiteren Schritt vorsichtig etwas durchwalken, damit er beim weiteren Festziehen gleichmässig fester und kompakter wird. Erst ganz am Schluss zieht man auch die beiden Schenkel des Loops fest. Ich lasse das Klebeband jeweils daran, um den Loop selbst mit der Zange nicht zu verletzen. Erst wenn der Knoten ganz fertig ist, nehme ich das Klebeband weg.


    So ein kleiner Loop aus Zing-It / Lash-It müsste - als Softshackle verwendet - eine Bruchlast von rund 400kg haben (nicht getestet). Dem kann man jedenfalls einiges an Last zumuten. Dennoch würde ich jetzt nicht gerade von einem solchen Loop hängen wollen.


    Die folgenden Anwendungen habe ich schon ausprobiert:

    • Aufhängen des Rucksacks an der Hängematte
    • Aufhängen des Wasserbeutels zum Wasserfiltern

    Man wird noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten finden, wenn man etwas erfinderisch ist.


    Hier noch einmal die Anleitung von Jeff Myers (für den «Evo Loop» 0:45-02:00 überspringen und beide Enden auf die gleiche Position bringen, also keine Verschiebung):


    https://www.youtube.com/watch?v=HNlgAqo0cc8

  • Also ich persönlich bin ein Fan der Loops nach dem Vorbild des Improved Soft Shackles (ISS). Sowohl Diamantknoten als auch Button Knot sind schon ziemlich aufwändig. Und die Festigkeit des Gesamtkonstruktes ist beim ISS am höchsten - der Diamantknoten ist weit schlechter und selbst der Button Knot ist schwächer (wie oben ja bereits erwähnt).

    "It is a mistake to think you can solve any major problems just with potatoes." DNA

  • Also ich persönlich bin ein Fan der Loops nach dem Vorbild des Improved Soft Shackles (ISS). Sowohl Diamantknoten als auch Button Knot sind schon ziemlich aufwändig. Und die Festigkeit des Gesamtkonstruktes ist beim ISS am höchsten - der Diamantknoten ist weit schlechter und selbst der Button Knot ist schwächer (wie oben ja bereits erwähnt).


    Jetzt, wo ich etwas Übung habe, finde ich den Button Knot (nach Jeff Myers) eigentlich recht einfach zu knoten: Es sind ja nur drei Schritte plus das Einspleissen der losen Enden. Einzig das schrittweise Festziehen des Knotens braucht etwas zusätzliche Zeit. Beim doppelten Überhandknoten passiert das von alleine, wenn die Stränge mal schön parallel ausgerichtet sind.


    Der Vor- und Nachteil des doppelten Überhandknotens beim Improved Soft Shackle ist, dass der Knoten viel schlechter durch das "Knopfloch" geht. Das ist auf der einen Seite sicherer, auf der anderen Seite nicht mehr so gut mit einer Hand zu bewerkstelligen. Man kann dem aber leicht Abhilfe schaffen, indem man für das "Knopfloch" den Knoten ein weiteres Mal durch die Schlaufe führt.


    Was die Belastbarkeit angeht: Sowohl der Improved Soft Shackle als auch der Button Knot Shackle reissen nicht am Knoten (siehe Bilder ganz unten im Link hier), die 219% respektive 223% kommen also ungefähr aufs gleiche raus. Ohnehin ist ein solcher Shackle sicher nicht das schwächste Glied in der Kette.


    Letzlich geht es ja um Folgendes: Egal, welchen Knoten man wählt: Man hat ein vielseitig verwendbares, kleines und leichtes Ausrüstungsteil, das seinen Zweck erfüllt.

  • Ich habe gestern auch mal zwei Evo-Loops mit ISS Knoten aus je 110cm Rohmaterial gespleißt. Die Option den Gurt auch über Äste hinweg zu versetzen erscheint mir die paar Gramm wert.
    Ich finde die Konstruktion ohne das Auge am Ende des ISS viel eleganter.

  • Verwendung am Baumgurt


    Kennen gelernt habe ich die Evo-Loops als Ersatz für einen Dutch-Clip, Grappler's Hitch, etc., also als eine Möglichkeit, das Gurtband nicht durch seine eigene Schlaufe fädeln zu müssen, was einige Vorteile mit sich bringt (siehe Diskussion oben).


    Das sieht dann so aus:


    © Quelle


    Der Evo-Loop ist dann direkt an der Schlaufe befestigt (im Bild links), was grundsätzlich sehr praktisch ist:

    • Man führt das Gurtband um den Baum,
    • legt den Evo-Loop um den Gurt
    • und schiebt den «Knopf» durchs «Knopfloch»

    Abgewandelte Verwendung


    Auf der Suche nach Möglichkeiten, das Tarp direkt am Baumgurt zu befestigen, bin ich auf eine abgewandelte Nutzung der Evo-Loops gestossen:


    Man kann den Evo-Loop statt an der Schlaufe am Baumgurt selbst befestigen, was durchaus auch Vorzüge mit sich bringt:


    Dazu befestigt man den Evo-Loop mit einem Prusikknoten am Gurtband und und zieht erst dann den Knoten ein weiteres Mal durch die Schlaufe, so dass ein «Knopfloch» entsteht:


    Evo-Loop mit Prusikknoten am Gurtband befestigt


    Nun kann man das Gurtband um den Baum legen, den Evo-Loop am Prusikknoten dorthin schieben, wo man ihn braucht, das Ende mit dem Knoten durch die Schlaufe des Baumgurts führen und schliesslich auch wieder den «Knopf» durchs «Knopfloch» stecken:


    Evo-Loop auf den ersten Blick fast wie im ersten Bild installiert, aber eben doch genau andersrum


    Dieses Vorgehen ist etwas komplizierter als das Standard-Vorgehen: Man muss den Evo-Loop zuerst grob dorthin schieben, wo man ihn braucht, und dann erst noch durch die Schlaufe stecken, bevor man ihn wie gewohnt schliessen kann. Das ist etwas umständlicher.


    Doch der grosse Vorteil dieses Vogehens ist, dass man den Evo-Loop dank dem Prusikknoten so am Baum positionieren kann, wie man ihn braucht: Schiebt man ihn nahe an den Baum, so rutscht der Baumgurt nicht mehr herunter:


    Evo-Loop kann nahe am Baum positioniert werden und bleibt, wo man ihn haben will


    Ein weiterer Vorteil des Prusikknotens ist, dass man das Tarp direkt am Evo-Loop befestigen kann, wenn man das möchte. Dank dem Prusikknoten bleibt das Tarp gespannt, auch wenn sich keine Last in der Hängematte befindet. Doch das ist ein anderes Thema...

  • Seh den Thread ja jetzt erst - habe die Loops von Myers seit bereits gut einem Jahr im Einsatz - hätten einige der hier anwesenden Berliner doch längst mit Adlerauge auf den Treffen bemerken sollen ;)
    Bin rundum zufrieden, geniale Idee!