Biologisch abbaubare Feuchttüchter

  • Mal so eine Frage in die Runde, weil ich mal wieder am europäischen Markt verzweifle.


    Ich bin auf der Suche nach gescheiten Feuchttüchern, die auch wirklich biologisch abbaubar sind (die man also auch ruhigen Gewissens vergraben kann). All die hübschen fancy wet wipes gibt es offensichtlich mal wieder nur in Nordamerika, wie es aussieht, seien es Alcala Deodorizing Body Wipes, Venture Wipes, Epic Wipes, Surviveware biodegradable wet wipes, HyperGo wet wipes. Alles nicht wirklich bei europäischen Händlern zu kaufen, wie es aussieht. Ich war ja ganz glücklich, dass ich ein paar Combat Wipes (ausnahmsweise mal ein israelischer Hersteller) bei zwei deutschen Shops gefunden habe - nach 14 Tage hat der eine noch nicht geliefert und der andere sagt, dass sie irgendwann diesen Monat verfügbar sein sollen, wenn auch in der "tactical" Version in Schwarz (für manche muss halt alles taktisch sein, auch wenn man sich dabei sauber macht und am Ende ggf. den Popo abwischt).


    Zu den SeaToSummit Wilderness Wipes findet man leider keine ordentlichen Aussagen dazu, was sie unter "kompostierbar" verstehen: 1 Woche, 1 Monat, 1 Jahr, 1 Jahrzehnt? Sie empfehlen ja selbst, dass sie nicht vergraben werden sollen, weil das Verrotten wohl zu lange dauert.


    Also die Frage: was benutzt ihr so zu persönlichen Hygiene? Tipps bezüglich tatsächlich biologisch zügig abbaubarer Feuchttücher, die man auch hier in Europa kaufen kann?

  • Ich nehme die Tuchtabletten von Rias um der Otterschicht etwas beizukommen. Sind zwar nicht von sich aus feucht, aber es braucht nur wenige ml zum entrollen und dann sind es feuchte Tücher. Ohne Au de Möff allerdings.


    Laut Hersteller sind die Abbaubar, wobei ich die immer mit in den Müll packe, den ich meist eh habe. 


    Zum Abbau. Das wird immer irgendein Zellstoff sein. Mag sein das es da fancy Hightech Materialen gibt, bei denen das anders ist, aber als Faustregel kann man sagen: Je stabiler der Stoff, desto länger die Abbauzeit. Beispiel Taschentücher. Die sind extra so produziert, dass die Fasern robust sind und in der Waschmaschine nicht zerlegt werden. Sowas braucht dann wesentlich länger zum Verrotten als ein Toilettenpapier, dass mit kurzen Fasern schnell kaputt geht. Dazu muss im Boden dann ausreichend Feuchte vorhanden sein, damit überhaupt was passiert.

    I put the fun in Funktionsunterwäsche.

  • Ich bin ein Fan von Einmalwaschlappen aus der Drogerie. Die eignen sich hervorragend als Klopapier, mit etwas Wasser imho besser als jedes Feuchttuch. Wir haben die nach der Geburt unserer Kinder angefangen zu verwenden und sie sind noch heute Standardausrüstung im heimischen Bad. Robust und parfumfrei. Auch zum Auswischen von Töpfen, also als Spüllappen, lassen die sich gut verwenden. Biologisch abbaubar sind sie, hab ich vor ein paar Jahren im Garten getestet. 15 cm tief in der Erde vergraben war nach acht Wochen nix mehr davon übrig. Manchmal verbrenn ich sie auch...

  • Feuchtes Klopapier ist ja extra dünn/kurzfaserig, damit die Kläranlagen damit keine Probleme bekommen, da da würde ich die schnellste Zersetzung erwarten. Das zweckentfremden?


    Ich mag baby wipes auch. Allerdings vorher zu Hause getrocknet - und bei Bedarf dann wieder feucht gemacht.

    Nicht immer ist ein See vorhanden, wo man abends aufschlägt. Und nicht immer sind die Wasservorräte üppig.

    Auch damit den Dreck von der Haut holen zu können kann in solchen Settings eine echte Wohltat sein.

    Da der Verbrauch aber entsprechend niedrig ist (meist wird es doch die normale Wäsche mit Wasser), nehme ich sie auch meistens mit bis zum nächsten Müll.


    Was hast Du denn vor, dass sie dringend abbaubar sein müssen?

  • Ich mag baby wipes auch. Allerdings vorher zu Hause getrocknet - und bei Bedarf dann wieder feucht gemacht.

    Ich meine eben NICHT spezielle Babyfeuchttücher, sondern trockene Einmalwaschlappen, sowas hier. Ich halbiere die meistens, dann haben sie etwa die Größe von drei Blatt Klopapier. Sie bestehen aus 100 % Zellulose und sind problemlos biologisch abbaubar (wie normales Klopapier).


    Sehr viele Feuchttücher enthalten Polyester als Bestandteil des Tuchmaterials, sowie weitere schwer abbaubare Inhaltsstoffe (Silikone, Paraffine, etc.) und Konservierungsstoffe, die schädlich für Bodenlebewesen sein können (Quelle: Herstellerangaben, siehe dazu auch hier). Sie sind im Grunde wie Plastikmüll zu behandeln, sollten also wieder mitgenommen werden.


    Feuchtes Klopapier ist ja extra dünn/kurzfaserig, damit die Kläranlagen damit keine Probleme bekommen, da da würde ich die schnellste Zersetzung erwarten. Das zweckentfremden?

    Das glaube ich nicht so recht, die müssen bestimmt aus dem Abwasser rausgefischt werden. Hast Du dazu eine Quellenangabe?


    Nicht immer ist ein See vorhanden, wo man abends aufschlägt. Und nicht immer sind die Wasservorräte üppig.

    Auch damit den Dreck von der Haut holen zu können kann in solchen Settings eine echte Wohltat sein.

    Körperwäsche mache ich unterwegs meist nur im Sommer, wenn ich an einen Bach, eine Quelle o.ä. komme. Ohne Seife, ohne Handtuch. Zum Händewaschen nehme ich ein bisschen Wasser in den Mund (50 ml) und lass es über meine Hände tropfen (siehe hier). Das funktioniert auch wunderbar mit dem Gesicht.

  • Da ich ohnehin statt Klopapier eine kleine Spritzflasche mit etwas Wasser nutze (indischer Stil), kann ich selbige Flasche auch für die Katzenwäsche verwenden. Zu diesem Zweck habe ich meist etwas Dr. Bronner Flüssigseife dabei - ein oder zwei Tropfen reichen mir vollkommen. Dazu ein Mini-Travel Towel (ca. 15 cm x 15 cm) zum abreiben. Ich fühle mich damit deutlich sauberer als mit irgendwelchen Wipes. Und ich minimiere meine Hinterlassenschaften dramatisch.

  • Feuchtes Klopapier ist ja extra dünn/kurzfaserig, damit die Kläranlagen damit keine Probleme bekommen, da da würde ich die schnellste Zersetzung erwarten. Das zweckentfremden?

    Dem ist nicht so. Feuchtes Toilettenpapier in der Kanalisation verursacht erhebliche Störungen. Zum Thema hier, hier, hier oder hier reinschauen.


    Ich weiche mal etwas vom Thema ab, für alle die es interessiert.


    Es ist grundsätzlich nicht gut, mehr Stoffe als nötig in das Trinkwasser einzuleiten.


    Zieht man eine Systemgrenze um ein Wohnhaus, wird deutlich, es kommt Wasser in Trinkwasserqualität (nach TrinkwV) hinein und belastetes Wasser geht hinaus. Möchte man das belastete Wasser wieder in das Wohnhaus hineinleiten, muss vorher alles, was der Trinkwasserqualität entgegensteht, heraus geholt werden. Dieses Herausholen geht nur unter Einsatz von Energie und Arbeit.

    Damit ist klar, je weniger Belastung, desto einfacher Reinigung.


    Zieht man nun eine Systemgrenze um ein Wohnhaus, die Kanalisation und die Kläranlage, wird die Reinigungsleistung deutlich. Es kommt wieder Wasser in Trinkwasserqualität nach TrinkwV hinein und an der Einleitstelle am Vorfluter kommt Wasser in der Qualität nach Abwasserverordnung (AbwV) heraus. Vergleicht man die Verordnungen wird man feststellen, dass die in der AbwV festgelegten Anforderungen bezüglich der Qualiät des eingeleiteten Abwassers in keinster Weise den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen. Die meisten Stoffe aus der TrinkwV finden in der AbwV überhaupt keine Betrachtung und es müssen für diese Stoffe bei der Einleitung von Abwasser keine Grenzwerte eingehalten werden. Es ist auch nicht Stand der Technik, Plastikpartikel, Medikamente, Schwermetalle, Pestizide usw. gezielt zu entfernen. Werden diese Stoffe abgetrennt, dann geschieht das nur nebenbei, aber nicht gezielt. Sollten also Feuchttücher durch spezielle kosten- und energieintensive Zerkleinerungsaggregate in eine pumpfähige Form gebracht werden, ist es möglich, das sich diese Partikel mit dem anfallenden Schlamm vermischen und ausgetragen werden, Sie können aber auch über die Einleitstelle in den Vorfluter gelangen.


    Ist ein Mischsystem vorhanden (Abwasser und Regenwasser in einem Kanal), kommt es bei starken Regenereignissen regelmäßig zur sogenannten Mischwasserentlastung. Das heißt nichts anderes, als das ungeklärtes Abwasser aus der Kanalisation direkt in den Vorfluter abgegeben wird und damit auch die Feuchttücher.


    Es kommt hinzu, dass Kläranlagen schon jetzt mit einem Anteil von rund 20 % die größten kommunalen Energieverbraucher sind. Je mehr Stoffe zusätzlich in das Wasser gelangen, desto größer der Aufwand, um diese wieder herauszuholen und damit die aufzuwendende Energie. Dazu kommt noch die Reinigung verstopfter Pumpstationen, Kanäle usw..


    Feuchttücher sollten demnach nicht in die Kanalisation eingeleitet werden.

  • Ich habe auf meinen Touren zwei Mikrofaser-Waschlappen dabei: einen dunklen und einen hellen. Mit denen wasche ich mich, wenn sich eine Gelegenheit bietet: an einem Brunnen, einem See, einem Bach. Ausgespült werden die Lappen dort, wo sie möglichst wenig Schaden anrichten: eher in einem See als in einem kleinen Bach, im Idealfall in einer öffentlichen Toilette.


    Gerade im Sommer könnte man sich den hellen Waschlappen aber auch sparen. Ich wasche mich oft gleich mit dem T-Shirt, spüle und wringe es aus und ziehe es gleich wieder an. Das hat zwei Vorteile: Es ist kein Waschlappen nötig und das T-Shirt kühlt einige Zeit lang.


    Aber bowrilla hat ja nach biologisch abbaubaren Feuchttüchern gefragt. Solche hatte ich noch nie dabei.

  • Ich meine eben NICHT spezielle Babyfeuchttücher, sondern trockene Einmalwaschlappen

    ich aber schon ;) sollte keine Replik sein, nur ein grundlegendes zustimmen zum Anliegen der Körperreinigung mit 'Einmallappen', welcher Art auch immer. Bei der Reinigung machen die zugesetzten Stoffe der Babywipes durchaus einen unterschied, wie ich finde, vor allem, wenn nicht viel Wasser vorhanden ist. Zudem sind die Einmalwaschlappen deutlich dicker (und schwerer :saint: ), was mir nicht zupass kommt.

    Sie sind im Grunde wie Plastikmüll zu behandeln, sollten also wieder mitgenommen werden.

    Passiert ja, wie geschrieben - und ist für mich bei der seltenen Anwendung auch kein Thema.

    Daher ja auch die Frage an den OP, was er damit vor hat und weshalb das ein so wichtiges Anliegen ist.


    Körperwäsche mache ich unterwegs meist nur im Sommer, wenn ich an einen Bach, eine Quelle o.ä. komme.

    Klar, wer nicht - daher ja auch die seltene Anwendung der 'Lappen' noch mal umrissen beschränkt auf die Abende, in denen man schon länger an nichts mehr vorbei gekommen ist, das Wasser knapp - aber die Haut schweißig-sandig-vollgekrustet ist.


    OT:

    echinotrix und dong - bezüglich feuchten Klopapiers habt Ihr völlig recht, das bedarf der Präzisierung, ehe hier nun ein Mitleser all-in geht - im wahrsten Sinne des Wortes :D 8|

    (auch wenn es völlig am Thema des OP vorbeigeht, der die Tücher ja nicht herunterspülen möchte, sondern vergraben.)
    Das diverses feuchtes Klopapier in der Kanalisation Probeme bereitet, ist hoffe ich hinlänglich bekannt.
    Wenn ich allerdings hier und da auf Toiletten schaue, wo eben oben genannte baby-wipes, normale Feuchttücher etc. neben der Toilette liegen, frage ich mich, ob das nicht alles kursorisch unter feuchtem Klopapier rubriziert und als Problemamalgam in einen Topf geworfen wird (ohne die Problematik relativieren zu wollen).
    In vielen der Artikel ist dementsprechend auch auffällig oft nur pauschal von Feuchttüchern die Rede - und ich behaupte, vielen Nutzern ist der Unterschied nicht einmal bewusst.

    Im Kopf hatte ich bei der Empfehlung das von mir auf der heimischen Keramik genutzte.
    https://www.dm.de/sanft-und-si…itive-p4058172927966.html
    Es ist vor einer Weile überarbeitet worden - und ein völlig anderes Produkt unter altem Namen.
    Es ist (zumindest seitdem, vorher habe ich es nicht gekauft und nicht darauf geachtet) komplett aus FSC Zellstoff.
    Es sind eben keine chemischen Binder oder Kunststoffanteile zugesetzt (wie z.B. bei Taschentüchern oder Haushaltsrolle). Eine Trinkwasserbelastung mit derartigen Stoffen fällt damit schon mal nicht an, eine dadurch erschwerte Zersetzung ist ebenso wenig gegeben.
    Darüber hinaus kann ich nur von der Haptik der Nutzung her urteilen - die kein Vergleich zu 'klassischem' feuchten Klopapier ist. Im Vergleich zu anderem merkt man, wie fragil und kurzfaserig das Material seitdem ist, bereits beim unvorsichtigen aus der Packung ziehen, 'zieht' man die Fasern zu Löchern auseinander und man muss es für den eigentlichen Verwendungszweck doppelt legen (wenn ihr es so genau wissen wollt ;) )
    Inwiefern auch damit noch eine Restproblematik bezüglich Löslichkeit besteht kann ich - auch mangels neuerer Tests, die auf derartiges feuchtes Klopapier explizit Bezug nehmen, nicht beurteilen.
    Wer tiefer einsteigen möchte, die Normierug der Spülbarkeit und biologischen Abbaubarkeit ist ja packungsumseitig benannt (ISO 144855-1 2012), bezieht sich allerdings soweit einsehbar auch noch auf ältere Standards feuchten Klopapiers mit Plastikbestandteilen, und hat damit keine weitere Aussagekraft, inwieweit dieses aus Zellstoff die Norm übertrifft.
    Falls jemand für vollständige Gewissheit den Heimtest im kontinuierlichen Rohrwirbel durchführen möchte - lasst uns an den Ergebnissen teilhaben!

    Ich hätte nicht gedacht, einmal so ausführlich über feuchtes Klopapier zu sinnieren, aber nun gut :D
    Für das eigentliche Anliegen des OP - Feuchttücher vergraben - (auch wenn wir noch nicht wissen, wiesoweshalbwarum) - ist das jedoch auch gar nicht relevant - und mit diesem feuchten Klopapier eine gute - mmn. die Beste - mögliche Option gegeben.
    10x günstiger als die 10ct/Tablettentuch, ~2,5x günstiger als Einmalwaschlappen und dazu deutlich leichter und dünner (und damit auch schneller abbaubarer) als letzterer - um wieder zum Thema Vergraben zu kommen.

  • Ich hätte nicht damit gerechnet, eine größere Diskussion darüber loszutreten, aber wir sind immerhin im Internet und noch dazu in einem Forum.


    Der Hintergedanke beim Vergraben ist, dass ich es immer sympathischer finde, Müll nicht tragen zu müssen, wenn es auch anders geht. Einige der von mir genannten Feuchttücher geben an, innerhalb von 1 Monat (bei anderen bis zu 3) in milderen Umgebungen zu verrotten. Das ist natürlich so allgemein eine schwierige Aussage, hängt es schließlich auch von der Bodenbeschaffenheit, Mikroorganismen, Feuchtigkeit, etc. ab. Die Möglichkeit, ein solches abbaubares Feuchttuch dann auch ggf. nach der eigentlichen Körperhygiene (sofern sie denn stabil genug sind) auch für die Hygiene nach dem Morgenkaffee zu benutzen, finde ich da ebenfalls attraktiv - umso mehr, wenn ich es dann nicht mitnehmen muss. Hier ist sicherlich die Bidet-Variante auch eine Option.


    Bislang hatte ich auch immer klassische Baby Wipes/Feuchttücher dabei. Das "Problem" daran ist, dass man die normalerweise nur in einer recht großzügigen Packungsgröße bekommt. Einige der von mir genannten Outdoor Wipes sind aus dem Grund bewusst in kleineren Mengen verpackt (häufig 1-7Stk pro Packung).

    Ein See oder Bach ist halt auch leider nicht immer vorhanden oder nicht in einer Qualität, in die man dann hineinspringen möchte (oder die Temperaturen sagen etwas anderes) - noch dazu sollte man hier ja mit Seife (egal ob biologisch abbaubar oder nicht) auch sehr vorsichtig sein und eigentlich mehrere Meter Abstand einhalten. Auch Dr. Bronner's gehört letztlich nicht ins Wasser.

  • Baby wipes/Feuchttücher gibt's im Drogeriemarkt auch in "unterwegs" Größen in deutlich kleinerer Packungseinheit.


    Ich öffne die Packung sowieso, trockne sie und nehme dann nur die nötige Anzahl im ziplock zum bei Bedarf wieder befeuchten mit auf Tour.

  • Ein See oder Bach ist halt auch leider nicht immer vorhanden oder nicht in einer Qualität, in die man dann hineinspringen möchte (oder die Temperaturen sagen etwas anderes) - noch dazu sollte man hier ja mit Seife (egal ob biologisch abbaubar oder nicht) auch sehr vorsichtig sein und eigentlich mehrere Meter Abstand einhalten. Auch Dr. Bronner's gehört letztlich nicht ins Wasser.

    Richtig. Deshalb wasche ich mich auch in entsprechender Entfernung zu Gewässern. Ich bin jedoch ziemlich sicher, dass 2 mit Wasser verdünnte Tropfen Dr. Bronner Flüssigseife auf dem Waldboden weniger schädlich sind als ein vergrabenes Feuchtetuch.

  • ich mache bei der letzten Rast vor Camp mein Microfasertuch ganz nass (und wickel es in eine Tüte). Im Camp reibe ich mich ab, wringe da Tuch aus, reibe mich trocken, fühle mich frisch. :P


    Kein Müll, weder tragen, noch vergraben.


    Bei nächster Gelegenheit Tuch gründlich durchspülen (in der Zivilisation auch am Waschbecken mit Seife) und immer luftig halten.


    Ein paar grüne Blätter unter den Achseln zerreiben scheint auch die Duftentwicklung zu verringern. Aber besser nicht mit Brennnesseln probieren. =O

    il dolce far niente:sleeping:

  • Ich gehöre durchaus zu den Leuten, die für das "grosse Geschäft" gerne Toilettenpapier verwenden. Das ist wohl einfach eine Gewohnheit.


    Ich käme aber nicht auf die Idee, mir Tücher für die einmalige Verwendung mit auf Tour zu nehmen. Ich hatte das anderswo schon einmal geschrieben: Ein T-Shirt aus Baumwolle (rund 150 g) hält bei mir bei entsprechender Qualität bis zu zehn Jahre lang. Die Vorstellung, Baumwolle (oder ein anderes Produkt aus Zellulose) nach einmaligem Gebrauch wegzuwerfen, finde ich befremdlich. (Gerade Baumwolle ist in der Herstellung oft ziemlich unökologisch.) Nach wenigen Touren hätte ich jeweils ein weiteres "T-Shirt" irgendwo vergraben oder weggeworfen.


    Auch Seife/Duschmittel nutze ich nur, wenn ich in der Zivilisation unterwegs bin. In der Natur reicht mir ein ordentlicher nasser Lappen oder ein gut ausgespültes nasses T-Shirt, um mich zu waschen und wieder einigermassen frisch zu fühlen. Allerdings bin ich froh, wenn ich wenigstens jeden zweiten oder dritten Tag komplett ins Wasser steigen kann: In der Natur muss ich also an einem "bebadbaren" Gewässer (See, Bach, grosser Brunnen) vorbeikommen, oder sonst einen Campingplatz ansteuern oder mir ein Zimmer nehmen, sonst wird es für mich bald einmal ungemütlich.


    Ich nutze zu Hause wie auch unterwegs simples Natron (Natriumhydrogencarbonat, Natriumbicarbonat) aus dem Backbedarf, um übermässigem Gestank vorzubeugen: ein wenig Natron-Pulver mit etwas Wasser zwischen den Händen zerreiben und damit die heiklen Körperstellen einreiben. Das leicht basische Ambiente mögen die eiweissspaltenden Bakterien nicht, der Schweissgeruch bleibt bald weitgehend aus.


    Das einfach als kleiner Einblick in meine "Hygiene-Welt", wenn ich unterwegs bin. Mögen am Schluss aus unseren Beiträgen alle das für sich herauspicken, was ihnen am besten zusagt.


    PS: Thema "Müll". Interessant ist der Aspekt, dass wir uns über den immer erst beklagen, wenn er "anfällt". Davor tragen wir ihn völlig selbstverständlich mit: i.d.R. als Verpackungsmaterial. Erst wenn dieses leer ist, wird die Verpackung zum "Müll", den wir schnellstmöglich loswerden wollen. Geht mir definitiv auch so, ist aber im Grunde seltsam.

  • Ich nutze zu Hause wie auch unterwegs simples Natron (Natriumhydrogencarbonat, Natriumbicarbonat) aus dem Backbedarf, um übermässigem Gestank vorzubeugen: ein wenig Natron-Pulver mit etwas Wasser zwischen den Händen zerreiben und damit die heiklen Körperstellen einreiben. Das leicht basische Ambiente mögen die eiweissspaltenden Bakterien nicht, der Schweissgeruch bleibt bald weitgehend aus.

    Wenn man übrigens auf Deos verzichtet, fängt die Haut an ihr Mileu zu regenieren. Man riecht plötzlich ohne Deo garnicht mehr so schlimm.

    Noch stärker merkt man den Effekt, wenn man nur noch Kernseife und bei Bedarf Natron benutzt.

    Was mal so gar nichts mit dem Thema zu tun hat, sorry.

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!