Trekkingplätze im Naturpark Habichtswald

  • Hallo,


    neulich habe ich entdeckt, dass der Naturpark Habichtswald Trekkingplätze eingerichtet hat.


    Nachdem ich mir die Nutzungsordnung durchgelesen hatte, trat allerdings Ernüchterung ein, eine Nutzung außerhalb der Plattformen ist nicht möglich.


    Ich habe Kontakt zum Naturpark aufgenommen und angefragt, ob eine Nutzung der auf der Trekkingplatzfläche befindlichen Bäume mit Hängematten möglich ist. Die Art der Aufhängung und den Baumschutz habe ich dazu beschrieben.


    Ich bekam eine freundliche Antwort vom Naturpark, die allerdings bestätigt, dass nur die Nutzung der Plattformen durch die Flächenbesitzer genehmigt wurde.

    Allerdings war der Naturpark von der Idee, Hängematten auf den Plätzen zu nutzen, sehr angetan und überlegt nun Pfosten an den Plattformen anzubringen, die ein Hängen über den Plattformen ermöglichen.


    Der Naturpark fragte dazu nach einem optimalen Pfostenabstand und einer Aufhängehöhe. Ich hab mir dazu schon mal Gedanken gemacht, wollte aber mal nachfragen, wie Ihr das einschätzt. Insbesondere habe ich dazu an die Quer- und Brückenhängemattennutzer gedacht.


    Die Plattformen sind 4 x 5 m groß.


    Da der Naturpark offen für Vorschläge ist, würde ich empfehlen, Halterungen für zwei oder drei Hängematten anzubringen. Was denkt Ihr über den Platzbedarf, die Anordnung und Anzahl der Pfosten.

  • Die Fragen die sich dazu stellen:


    Lieber weniger Pfosten (weil Pfosten teuer, aufwendig) + größere Nähe, dann als "Kette" [1,4]


    Wie hoch dürfen die Pfosten sein (wie fest sind sie verankert)? bei 5m Abstand wäre man bei 180-200cm Höhe


    Will man verschiedene Abstände haben oder alle gleich? Wahrscheinlich sind ja 4-5m für die GE und 2-3m für die Quermatten interessant.


    Kann die (Quer) HM auch auf der Kante hängen, also wäre das okay zum Einsteigen? Sonst wäre [1,4] doch nicht so gut.


    Ich glaube [1,4] wäre gut weil: 3 Matten, oder 2 unabhängig, Quermatten und wären nicht so voll wie [3].


    (Da ist ein Rechenfehler bei den Querlängen, sieht ihn jemand? Ich muss gerade leider wieder los)


  • Will man verschiedene Abstände haben oder alle gleich? Wahrscheinlich sind ja 4-5m für die GE und 2-3m für die Quermatten interessant.

    Ja, dazu kommt noch das die Pfosten die Aussicht bei Zeltnutzung stören.


    Ich hatte an diese Anordnung gedacht.




    Wie hoch dürfen die Pfosten sein (wie fest sind sie verankert)? bei 5m Abstand wäre man bei 180-200cm Höhe

    Hatte ich auch ausgerechnet. Nur mit Quer- und Brückenhängematten kenne ich mich nicht so aus.


    Anbringung und Höhe der Pfosten sind derzeit noch ungeklärt und der Naturpark für Vorschläge offen. Mit den gesetzlichen Bestimmungen zur Belastbarkeit bei derartigen Bauwerken kenne ich mich nicht aus und sehe ich im Feld des Naturparks.

  • Okay, ich bin irgendwie davon ausgegangen das die Pfosten direkt an der Plattform sein müssen, aber kann man ja auch mit etwas Abstand aufstellen.


    Ich denke wenn du 4-5m Abstand und 2m Höhe nennst kann es nicht ganz so falsch sein was sie damit machen.


    Vielleicht weist du sie noch darauf hin das die Kräfte an den Pfosten relativ groß werden können, besonders bei falschen Aufhängewinkeln. Ich denke das werden sie nicht wissen und es ist davon auszugehen das auch Leute mit 5° hängen werden.

  • Ich denke auch, dass die Pfosten direkt an der Plattform sein müssen.


    Ich denke wenn du 4-5m Abstand und 2m Höhe nennst kann es nicht ganz so falsch sein was sie damit machen.

    Ja, so in etwa wollte ich es auch beschreiben. Der Abstand ist durch die Abmaße der Plattform ja fest. Die Höhe werde ich auch in dem Bereich ansetzen.


    Vielleicht weist du sie noch darauf hin das die Kräfte an den Pfosten relativ groß werden können, besonders bei falschen Aufhängewinkeln. Ich denke das werden sie nicht wissen und es ist davon auszugehen das auch Leute mit 5° hängen werden.

    Hab ich vorbereitet.


    Wenn es weiter keine Wünsche oder Anregungen gibt werde ich heute mal unseren Vorschlag übermitteln. Mal sehen, ob letzendlich eine Umsetzung stattfindet.

  • Weise vielleicht noch mal extra drauf hin das keine Haken, Ösen oder Ringe an den Pfosten angebracht werden sollen.

    Die wären eh nie auf der richtigen Höhe und sind der Lebensdauer der Pfosten eher abträglich.

    Man weiß ja nie wie gut es jemand meint.....

    Don't Panic

  • Ich hatte an diese Anordnung gedacht.


    Halte ich auch für sehr sinnvoll. Da können drei Matten Platz finden und um die 5m empfinde ich persönlich auch als ein sehr gutes Maß. Zur Höhe evtl. 2,50m:/

    Habe bei uns auf der Terrasse unter der Überdachung Ösen angebracht, und die sind bei knapp 6m etwas über Kopfhöhe (193cm Körpergröße).

    Allgemein sind das ja super Nachrichten. Hatte den Habichtswaldsteig schon länger auf dem Plan, aber ursprünglich mit Zelt. Die schlechte Verteilung der Campingplätze hat uns aber immer etwas abgeschreckt.

    Bin wirklich Mega gespannt was daraus wird. Sonst lad die Beteiligten doch gerne mal ein, einen Blick ins Forum zu werfen. Da gibts ja etliche Infos zu allem möglichen.

    Vielen Dank für die Eigeninitiative:thumbup:

  • Über der Kante der Holzplattform würde ich nicht hängen wollen. Wenn man da abstürzen sollte, würde man mit der Wirbelsäule / dem Rücken auf der Kante landen. Ansonsten wäre diese Anordnung natürlich schon sinnvoll und platzsparend. Allenfalls die Stützen etwas weiter von der Plattform weg.


    Oder man trennt Stützen und Plattform. So kämen sich Boden- und Hängemattenschläfer auch nicht in die Quere.


    Aufhängewinkel (Belastung, Baumabstand und Aufhängehöhe):

    • Querhängematten: ca. 60° (geringste Belastung, geringster Baumabstand, höchste Aufhängepunkte)
    • Gathered-End-Hängematten: ca. 30° (mittlere Belastung, mittlerer Baumabstand, mittlere Aufhängepunkte)
    • Brückenhängematten: ca. 20-25° (stärkste Belastung, grösster Baumabstand, tiefste Aufhängepunkte)
  • 4m ist schon arg knapp, 4,5m ist auch für Brückenhängematten kein großes Problem. 5m wäre dafür optimal. Ohne den Querhängern hier in die Quere (höhö) kommen zu wollen, aber ist das nicht ohnehin ein eher exotisches System, das man hier vernachlässigen könnte? Im Zweifel gibt es ja eine topfebene Liegefläche und Isomatte ist ja ohnehin dabei.

  • Man könnte evtl auch am Platz geeignete Bäume kennzeichnen, und dann NUR diese für HM frei geben. Dann könnten dort Zelte stehen und HM hängen. Niemand kommt sich in die Quere und Kosten sowie Material wäre auch gespart. Vielleicht noch mal mit den Landbesitzern zusammen setzen:/

  • Würde ich so kommunizieren, das es ein Maß gibt was für den Standart-Hänger ganz gut passt, aber 5m auch den letzten glücklich machen würde.

    Was die Position der Pfosten und die Belastungen etc angeht, werden die Ihren Arbeitskreis dafür haben, ich würde denen erstmal das geben wonach gefragt ist - Abstand und Höhe.

    Sehr sehr coole Sache das ganze 🙂

  • Wie sieht es denn mit der Tarpabspannung aus: muss die auf der Plattform stattfinden?

    Das habe ich mich auch schon gefragt. Ich weiß es nicht.


    Ich denke, das ist aktuell eine Grauzone. Wenn man der Aussage des Naturparks folgt, dass die Flächenbesitzer nur eine Nutzung auf den Plattformen gestatten, dann muss die Abspannung auf der Plattform stattfinden. Andererseits sind es ja nur Heringe und die Bodenflächen werden eh begangen.


    Ich vermute die Intention des Naturparks oder der Flächenbesitzer im Bezug auf die Plattformen ist eine überbordende Lagerbildung in die umliegenden Flächen zu vermeiden.


    Es stellt sich zudem die Frage, ob man das überhaupt anmerken soll. Macht man es zu kompliziert, vergeht dem Naturpark vielleicht die Lust, überhaupt etwas umzusetzen.

    • Official Post

    Ja, da hast in vielen Dingen Recht. Aber ich habe von mindestens einem Zeltplatz mit Plattformen gelesen (in den USA?), dass die Abspannung komplett auf der Plattform erfolgen muss. Vielleicht will man damit verhindern, dass die Leute die Vegetation zertrampeln oder anderweitig zerstören (z.B. indem sie an Wurzeln abspannen). Wenn schon der Aufwand getrieben wird, extra Pfosten für Hängematten zu installieren, wäre es doof, wenn man am Ende nur bei schönem Wetter hängen kann, weil nicht an die Tarpabspannung gedacht wurde.


    Aus dem Grund würde ich zu 4 Pfosten in der Seitenmitte der Plattformen tendieren:


    ┌──────o──────

    ─────────────

    o─────────────o

    ─────────────

    └──────o──────┘


    Das würde zwar die Anzahl der Hängematten pro Plattform auf maximal 2 Stück (mit Spreizstab zwischen den Kopfenden) beschränken - aber ich denke, auf 4 m x 5 m will man ohnehin nicht mit mehr als 2 Leuten hängen. Und normalerweise braucht ja auch jeder ein Tarp, was den Platzbedarf erhöht.


    Mit einem Abstand von wahlweise 5 m, 4 m oder 3,20 m sollte sich jede Hängematte aufhängen lassen.

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