Posts by mnzl

    Und der gestrige Hängeplatz war ein bisschen speziell. Das Tarp war schon aufgebaut, dann habe ich noch eine Möglichkeit unter dieser überhängenden Wand gefunden.

    Erinnert mich ein bisschen an einen Platz in der Pfalz, ich war auf einer der Burgen und habe ich nur einen ziemlich flachen Stein mit einer ganz kleinen Kante gefunden, an dem ich dann meine Hängematte befestigt habe.

    Damit die Gurte nicht scheuern habe ich eine leere Essenspackung daran befestigt. Leider habe ich kein Foto mehr wo der flache Stein links drauf ist, nur noch das hier:


    Im Ernst - hoffen wir, dass das hier nicht zum Risiken-ignorierenden Kampf um Geltungsbewusstsein in Internetz wird - das geht in Zeiten der Selfie-Kultur öfter in die Hose, als man denkt.
    https://en.wikipedia.org/wiki/…lated_injuries_and_deaths

    Es gibt ja auch Leute die hoch in Bäumen hängen (meistens mit Seil Sicherung), an sich fände ich es auch interessant wenn sich da mal jemand mit einem Rekord meldet, also höchster Hang über dem Boden. Aber aus genau dem Grund das es auch schief gehen kann wenn man unvorsichtig ist, sollte man das vielleicht hier nicht vergleichen.

    Da noch nicht genannt werfe ich noch kurz Airline-Schienen in den Raum, großer Vorteil: Man kann nach dem Anbringen an der Wand noch mit der Höhe experimentieren ohne neu Bohren zu müssen und die Last ist auf mehr Bohrlöcher verteilt:


    Am Ende brauchst du wahrscheinlich 2 Tarps wenn du alles abdecken willst und trotzdem (meistens) leicht unterwegs sein willst: Ein Sommer/ Schönwettertarp wenn es nur wenig regnet und nicht kalt ist und ein Winter/Regentarp, besonders bei Wind und wenn die Temperaturen so sind das Nässe ein Problem ist.


    Aber es geht natürlich auch ein mittleres, das musst du wissen (teuer, 190g)

    Hex Tarp with Dyneema® Composite Fabric - DutchWare
    The Hex Tarp Made with Dyneema® Composite fabric will be a go to for a your ultralight weight backpacking experience. Weighing 6.9 ounces will include the tarp…
    dutchwaregear.com


    Ich habe das hier (+UQP) für fast alles (340g):

    Minifly 20D Silpoly - Bushwack Camo

    Was den nördlichsten Hang betrifft, muss ich doch noch mal schauen, ob ich nicht Fotos aus Inari mit der Hängematte drauf finde 😉

    Falls Ihr mit Gas kocht, kann ich einen Thermacell-Aufsatz für die Gaskartusche gegen die Mücken 🦟 empfehlen

    :cursing: Der Rekord war viel Arbeit, naja Spitzbergen steht eh schon auf der Liste, damit sollte ich dann vorerst sicher sein.


    Werde ich mir merken, am Lager waren die auch das nervigste. Unterwegs war meistens okay und wäre bei etwas kälteren Temperaturen gar kein Problem gewesen da ich mehr Klamotten getragen hätte. Bei 20C und Sonnenschein ist für mich nur noch kurze Hose und Tshirt Wetter.

    # Essen


    Viel zum Essen gibt es nicht zu sagen, außer das es viel zu viel Nüsse waren. Ich habe gemerkt, dass die nichts für mich sind in diesen Mengen. Die Müsliriegel sind richtig gut, die mache ich jetzt öfters. Penaus Sauce habe ich hier geklaut: http://www.ul.recipes/. Bis auf die Knorr Tüten ist die Liste vegan:


    # Ausrüstung


    Anscheinend ist es für Finnen üblich eine gesamte häusliche Einrichtung in mehrere 100l Rucksäcke zu verpacken und diese dann durch die Wildnis zu schleppen. Ich habe selten so viel Zeug bei anderen Wanderern gesehen, und ich war schon oft genug mit Bushcraftern unterwegs. Was jeder Finne mindestens dabei hatte waren Crocs und ein komplettes Trangia-Set. Teilweise waren Leute mit Lastenkraxen unterwegs und hohen Türmen aus Zeug, Abends waren dann viele am Humpeln in ihren Crocs am Lager. Mit unseren 50l Rucksäcken und nahe einem 5kg Baseweight wurden wir wahrscheinlich für Tagestouristen gehalten.

    Insgesamt war ich mit meiner Ausrüstungswahl jedoch sehr zurfrieden. Aber wir hatten so viel Glück mit dem Wetter das man nicht wirklich sagen kann, ob es im Durschnitt die beste Wahl war. Im Prinzip haben wir die Regensachen (Jacke, Hose, Tarp, Handschuhe, Socken, UQP) nie gebraucht.


    Vor einigen Jahren habe ich sehr schlechte Erfahrungen mit Wanderstiefeln in Norwegischen Sümpfen gemacht. Nach 2 Tagen war damals das Gore-Tex durch und so viel Wasser in den Stiefeln das mir nur noch das auskippen alle paar km übrig blieb. Da ich mittlerweile auf Trailrunner umgestiegen bin, aber hier noch kein Erfahrung in Sümpfen hatte, war ich sehr gespannt wie das zusammenpasst. Daher auch die 3 Paar Socken um gegen alle Eventualitäten gesichert zu sein. Gebraucht habe ich davon nichts wirklich: Der Trail war die ersten 3 Tage komplett trocken oder mit Planken versehen. Fast schon langweilig. Interessanter wurde es dann später, das 2. Paar normale Socken war aber unnötig.


    Im Gegensatz zu Wanderstiefeln sind die Socken natürlich direkt nass in den Trailrunnern. Aber das hat einen großen Vorteil: Man geht einfach durch und hat nicht die ganze Zeit Bedenken ob die Membran hält. Außerdem trocknet es so schnell das auch die wasserdichten Socken unnötig waren. Ich habe sie lediglich einen Morgen verwendet, da die Schuhe noch klamm waren und ich zumindest beim Frühstück keine nassen Füße haben wollte. Fazit zu Trailrunnern in Lappland: Würde ich genau so wieder machen, außer es wäre deutlich kälter, dann vielleicht Neoprensocken.


    Kurze Hose war im Prinzip gut, wir hatten aber Glück mit Mücken. Entweder muss ich eine stichfeste Leggins finden (Regenhose wäre mir zu schwitzig auf Dauer) oder eine lange Hose nehmen.




    Was ich beim nächsten Mal weglassen würde:

    - Ersatz Socken

    - Ersatz Tshirt

    - Drybag schwarz (Hier war das Essen drinn, da nicht alles in den Liner gepasst hat. Aber da hätte ich einfach Gewicht sparen können)


    Was dazu kommt:

    - Mückenzeug

    - stichfeste Leggins?



    Mein Ausrüstungstipp nach der Tour: SwissPiranha Heringe. Die sind leicht, stabil, günstig, (angeblich) umweldfreundlicher und halten super fest. Ich bin verwundert warum die nicht von mehr Leuten benutzt werden.

    Hallo, hier ein kleiner Reisebericht der letzten Woche von mir den ich gerne teilen möchte. Wir waren zu zweit mit Hängematten in Finnland unterwegs.

    Ich gehe auch auf Übernachtsplätze, Ausrüstung und Essen ein. Vielleicht kann es jemand für eigene Planungen gut gebrauchen. Aber zuerst zur Route. Auf der Suche nach einer Hängematte-geeigneten Region, möglichst im Norden fiel die Wahl schnell auf Finnland. Da es dort mehr Nationalparke gibt als Städte war die Wahl nicht so einfach. Entschieden haben wir uns dann für den Oulanka Nationalpark nahe Kuusamo. Hier gibt es einen sehr beliebten Trail, den Karhunkierros, oder auch Bärenrunde. Dieser lies sich gut durch weitere Km im Norden erweitern um eine Woche füllen zu können. Unser endgültiges Ziel war Sallatunturi.(während unserer Zeit dort wurde gerade in neuer Nationalpark eröffnet, gleich neben Sallatunturi, scheint ein guter Startpunkt für weitere Abenteuer zu sein).


    Die genaue Route findet ihr hier:

    https://en.mapy.cz/s/mecurehuzu


    Unsere Übernachtungsspots sind hier aufgelistet:


    66.2170144N, 29.3218989E

    66.3033278N, 29.5195856E

    66.4320822N, 29.1582389E

    66.5637986N, 28.9302619E

    66.6779533N, 28.7616497E

    66.7425797N, 28.7665742E


    Mittagsfrost Sieht nach einem neuen Eintrag im Hängebuch der Rekorde für den nördlichsten Hang aus, hier das Foto der Locations mit HM:



    Die Route lässt sich sehr gut in zwei Abschnitte einteilen, die Bärenrunde bis Hautajärvi und der Teil nördlich davon. Der erste Teil ist wohl einer der am meisten gegangenen Trails in Finnland, wir haben gehört das an manchen Tagen bis zu 200 Wanderer starten. Davon haben wir zum Glück so früh im Jahr nichts mitbekommen und sind nur selten Leuten begegnet, das maximum waren so 10-15 Leute an einem sehr beliebten Campingspot. Der war sehr weitläufig, deshalb hat man davon wenig gesehen, außer an der Toilette (der gesamte Weg hat Biotoiletten).

    Der Trail ist perfekt ausgeschildert, Markierungen alle 10 Meter, ein Schild jeder km und auch durch die Spuren auf dem Boden sehr einfach zu erkennen. Alles sumpfige ist mit Holzwegen überbrückt. Teilweise war der Weg geschottert, das habe ich so auch noch nicht gesehen, geschotterter Singletrail mitten im Wald. War sehr angenehm zu gehen. Der Weg war schon fast zu einfach, zumindest nicht so wie ich es aus Skandinavien gewohnt bin. Wer eine entspannte Wanderung über Wege mit Stadtparkqualität sucht und dazu die Finnische Wildnis um sich haben will, ist hier genau richtig. Der Weg führt zum großen Teil an einem Fluss entlang, was immer wieder zu tollen Aussichten führt. Ich kann verstehen warum der Weg so beliebt ist. Hier einige Bilder aus diesem Teil:











    Nachts um halb 1:




    Willkommen am Polarkreis:


    Der Wechsel in den nördlicheren Teil, der gleichzeitig den Übergang über den Polarkreis markiert hat, war dann deutlich zu spüren. Uns kam niemand mehr entgegen, Abends waren nur sehr wenig Leute an den auch eher spärlichen Hütten. Direkt nach einem kurzen Stück Straße kamen wir in ein Sumpfgebiet bei dem wir ordentlich nass geworden sind. Holzplanken gab es mal, sind aber verottet. Beschilderung war dürftig und man musste sich deutlich mehr Mühe geben vorran zu kommen. Bisher hatten wir vielleicht mal ein, zwei Mücken gesehen, jetzt kamen dutzende auf einmal (ist natürlich noch nichts gegen den Sommer). Der Weg wurde steiler und war nur noch ein leicht ausgelaufener Pfad war zu sehen. Hier fühlte man sich wie es klingt wenn man Wandern in Lappland sagt. Auch hier gab es wieder tolle Plätze und Aussichten und Hütten mit Feuerstellen. Ich kann diese Erweiterung nur deutlich empfehlen wer sich etwas mehr Abenteuer wünscht. Hier ein paar Bilder dazu:





    Interessante Quelle, das Wasser wurde von unten hochgedrückt:






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    Insgesamt eine sehr empfehlenswerte Tour mit der Hängematte, wir waren nicht die einzigen, die gemerkt haben wie viele Vorteile eine HM gegenüber einem Zelt dort hat. Mit dem Wetter hatten wir nur Glück, bis auf ein paar Tropfen an Tag 3 habe ich die Regenjacke lediglich für Mückenabwehr getragen. Das kann natürlich so früh im Jahr auch ganz anders aussehen. Der Schnee war bis auf einige schattige Ecken komplett weg. Interessant war natürlich auch die Sonne, die zwar um 1 Uhr ihren Tiefstand erreicht hat, aber nie unterging. Schlafen konnte ich zum Glück sehr gut, eine Uhr in der HM ist praktisch um ein Gefühl dafür zu haben wann man aufstehen kann. Vielleicht geht es ja irgendwann noch weiter in den Norden, aber es wird auch immer schwieriger die Hängematte einzupacken.

    mnzl, wie kommst du mit dem Wooki und der 12 feet 170 breiten Matte von mir zurecht? Du bist doch 2 Meter groß.

    Wuenscht du dir den Wooki etwas breiter oder passt das für dich gut?

    Sry für die späte Antwort, war ein bisschen mit der HM und Wooki unterwegs. Bald mehr dazu an anderer Stelle.


    Ich bin so mittel zufrieden mit dem Wooki, der ist ja sowieso zu kurz für mich. Das hat, was die Länge angeht, die Konsequenz, dass ich sehr genau aufbauen muss, damit nicht die Schultern oder Füße kalt werden. Ein bisschen Toleranz wäre gut.


    Die Breite ist in Ordnung Schulter und Füße sind warm wenn der Winkel passt, aber der Wooki verhindert dass ich noch mehr diagonal liege. Ich vermute, dass ich mit einem breiteren UQ diagonaler liegen würde. Da fehlt mir ein Vergleich. Ich würde zu etwas mehr Breite (und Länge) tendieren wenn möglich.

    Neulich neu entdeckt: Malzkaffee, ist löslich und da es eh anders als "richtiger" Kaffee schmeckt habe ich da auch andere Ansprüche und bin vollkommen zufrieden damit (Bisher kenne ich den aus dem DM, der gefällt mir auch ganz gut). Hat halt kein Koffein, aber das sehe ich eher als Vorteil.

    Okay, ich bin irgendwie davon ausgegangen das die Pfosten direkt an der Plattform sein müssen, aber kann man ja auch mit etwas Abstand aufstellen.


    Ich denke wenn du 4-5m Abstand und 2m Höhe nennst kann es nicht ganz so falsch sein was sie damit machen.


    Vielleicht weist du sie noch darauf hin das die Kräfte an den Pfosten relativ groß werden können, besonders bei falschen Aufhängewinkeln. Ich denke das werden sie nicht wissen und es ist davon auszugehen das auch Leute mit 5° hängen werden.

    Die Fragen die sich dazu stellen:


    Lieber weniger Pfosten (weil Pfosten teuer, aufwendig) + größere Nähe, dann als "Kette" [1,4]


    Wie hoch dürfen die Pfosten sein (wie fest sind sie verankert)? bei 5m Abstand wäre man bei 180-200cm Höhe


    Will man verschiedene Abstände haben oder alle gleich? Wahrscheinlich sind ja 4-5m für die GE und 2-3m für die Quermatten interessant.


    Kann die (Quer) HM auch auf der Kante hängen, also wäre das okay zum Einsteigen? Sonst wäre [1,4] doch nicht so gut.


    Ich glaube [1,4] wäre gut weil: 3 Matten, oder 2 unabhängig, Quermatten und wären nicht so voll wie [3].


    (Da ist ein Rechenfehler bei den Querlängen, sieht ihn jemand? Ich muss gerade leider wieder los)