Wildcampen in Polen

  • Es wäre ein Traum:love:

    Ich folge auf Insta der Naturvardsgruppen aus Schweden. Wenn man sieht was die alleine diesen Winter für neue Shelter, Lagerplätze, Bohlenwege usw Rund um Göteborg installiert haben, da geht einem das Outdoorherz auf. Und alles für jeden und immer "geöffnet"...ja sogar beworben zum rausgehen.


    Die Hütten, die einem hier in den Mittelgebirgen begegnen sind teilweise nicht mal als Mülleimer zu gebrauchen. Und ich bezweifle auch das neuere Anlagen lange ihren Charme behalten werden. Die Deutschen sind da irgendwie anders drauf als das europäische Umland. Die Naturverbundenheit ist über viele Jahre abhanden gekommen, der Weg nach Malle und in die Türkei einfach unkomplizierter. Und die Wälder sind größtenteils als Wirschaftsinvest, nicht Erholungsgebiet ;(


    Ebenso befürchte ich, das das Wildcampen ziemlich schnell wieder eingestampft werden würde. Mit Anmeldung und pipapo wie zB im Pfälzer Wald mag es funktionieren, nimmt mir aber persönlich schon wieder die Lust, wenn alles durchgeplant und vorprogrammiert ist.

  • Tolle Sache! Jetzt bin ich ja quasi von Biwakplätzen in Tages-Motorradschlagweite umzingelt:

    Dk hat ja Unmengen offiziell ausgewiesen, Norwegen und Schweden mit dem Jedermannsrecht sowieso und dazu massig offiziell ausgewiese Plätze; und jetzt auch Polen.

    DANKE fürs teilen!!!!!!!<3

  • hiesigen Förstern nahebringen

    😆😅🤣😂🤣😅😆😁😄😄😃😃😆😆😄😁😄😃🤣😂😅🤣


    .... Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,....


    .... als das ein deutscher Förster einen wilden Camper in seinem Wald dulded.


    Egal ob Matte oder Zelt - in einem ordentlichem deutschen Wald hat ausser einem deutschen Förster, einem (zahlendem) Jäger und einem Waldarbeiter niemand was zu suchen. Spaziergänger werden zwangsgeduldet.


    Aber es wäre so schön, wenn sie es verstehen würden......

  • .... Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr,....


    .... als das ein deutscher Förster einen wilden Camper in seinem Wald dulded.

    Das mag oft so sein, meine Erfahrungen sind aber durchweg positiv. Als ich einmal entdeckt wurde, durfte ich bleiben. Es war sogar so, dass der Förster durchaus Freude über die einfache Art des Reisens empfand. Nach einem kurzen, aber heiteren Gespräch wurden einzig die mahnenden Wörter "Aber kein Feuer" angebracht.


    Wenn ich zum Zeitpunkt der Schlafplatzsuche auf Förster oder Jäger treffe, spreche ich diese meistens an, ob sie wissen, wo ich denn am besten schlafen könnte. Nach den obligatorischen anfänglichen Verbotsbeschreibungen haben mir bis jetzt alle immer einen schönen Platz genannt. Ich bin mir aber sicher, dass ich damit auch mal Pech haben werde. Aber insbesondere bei Jägern bin ich froh, wenn ich ungefähr weiß, wo die sich aufhalten.

  • Ein Förster (amtlich bestellter "Verwalter des Waldes") hat wenig Spielraum, wenn jemand Zeltet. Dies ist nämlich explizit gesetzlich verboten.

    Das Biwakieren oder Abhängen ist dabei eine Grauzone.

    Dies kann auf jeden Fall im ersten Moment nicht belangt werden. Verweist der Jäger euch (ein Förster ist immer auch Jäger), müsst ihr folge leisten. Ansonsten passiert aber nichts, auch wenn eure Personalien festgestellt werden (dieses Recht hat der Jäger).


    Das kann jedoch auch von Bundesland zu Bundesland anders geregelt werden. Selbst die untere Waldbehörde kann örtliche Änderungen veranlassen.


    Ich würde die Burschen einfach nicht ansprechen, sondern einfach machen. Kein Müll rumliegen lassen und einfach so handeln, als würde der Jäger permanent zuschauen (ist übrigens gar nicht so unwahrscheinlich ^^).

  • Verweist der Jäger euch (ein Förster ist immer auch Jäger), müsst ihr folge leisten. Ansonsten passiert aber nichts, auch wenn eure Personalien festgestellt werden (dieses Recht hat der Jäger).

    Nicht ganz. Der Förster leistet hoheitliche Aufgaben, er ist sozusagen die Waldpolizei.

    Der Jagdpächter/Jäger hat aber keine allgemeinen hoheitlichen Befugnisse. Seine Rechte sind auf die Überwachung der Einhaltung der jagdrechtlichen Vorschriften beschränkt. Das könnte z.B. der Fall sein, wenn meine Anwesenheit das Wild stört. Geht es nicht um die Jagd, dann kann der Herr Jäger gern den Förster oder die Polizei rufen, wenn er meinen Ausweis sehen möchte. Er selbst ist dann nur eine Privatperson.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Nicht ganz. Der Förster leistet hoheitliche Aufgaben, er ist sozusagen die Waldpolizei.

    Der Jagdpächter/Jäger hat aber keine allgemeinen hoheitlichen Befugnisse. Seine Rechte sind auf die Überwachung der Einhaltung der jagdrechtlichen Vorschriften beschränkt. Das könnte z.B. der Fall sein, wenn meine Anwesenheit das Wild stört. Geht es nicht um die Jagd, dann kann der Herr Jäger gern den Förster oder die Polizei rufen, wenn er meinen Ausweis sehen möchte. Er selbst ist dann nur eine Privatperson.

    Nein das stimmt nicht.

    Du schickst doch sogar den richtigen Link.


    (2) Die bestätigten Jagdaufseher haben innerhalb ihres Dienstbezirkes in Angelegenheiten des Jagdschutzes die Rechte und Pflichten der Polizeibeamten und sind Ermittlungspersonen der Staatsanwaltschaft, sofern sie Berufsjäger oder forstlich ausgebildet sind. Sie haben bei der Anwendung unmittelbaren Zwanges die ihnen durch Landesrecht eingeräumten Befugnisse.

  • In Angelegenheiten des Jagdschutzes. In anderen Angelegenheiten also nicht.

    Im Wald schlafen ist nebst Fahren mit Motorfahrzeugen die Angelegenheit schlechthin. Es gibt dutzende Gerichtliche Verfahren, bei denen jemand Wiederstand geleistet hat, in Bezug auf diese oder ähnliche Themen, die alle abgeschmettert wurden.


    Kommst du dem falschen Jäger mit deiner Argumentation hast du aber nen Zappen.

  • Merke: Der Jäger ist, wenn er in seinem Revier unterwegs ist, nie eine Privatperson und wird vor Gericht oder Polizei auch niemals als diese angesehen werden.

    Und da der Jäger auch mal entspannt Zwang anwenden darf, freuen sich manche auf solche Konfrontationen.


    Es hilft nur mein eingangs geschriebenes, freundlich Verhalten und so "im Wald leben", dass möglichst niemand etwas auszusetzen hat. Leave no Trace!

  • Merke: Der Jäger ist, wenn er in seinem Revier unterwegs ist, nie eine Privatperson und wird vor Gericht oder Polizei auch niemals als diese angesehen werden.

    Nein, das stimmt nicht. Siehe z.B. https://www.wildtierschuetzer-bw.de/fileadmin/Medien/Jagd-Natur-Wildtierschützer/Downloads/Service_Formulare/Befugnisse_Jäger_Förster.pdf

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Ich kann dazu nur noch sagen das ich mehrere Jahre, mehre Hektar Wald besitze, demnach immer wieder mit besagten Leuten zutun habe und auch regelmäßig beim Forstamt nen Kaffee trinke.


    Ich werde mir daher jetzt nicht dieses Paper durchlesen, auf dem direkt steht, dass es keine verbindliche Rechtsauskunft ist.


    Sry, aber ich gebe hiermit nach.

  • Sehr interessant hier. Auch die Wortwahlen...

    auch mal entspannt Zwang anwenden



    Aber das führt zu einem Thema, über das ich schon öfters in meiner Angst vor schlechten Förstern, Jägern und anderen die "mal entspannt Zwang anwenden" möchten weil sie denken der Wald gehöre ihnen allein, nachgedacht habe:

    Es ist ja so, das sich jeder, der hoheitliche Aufgaben wahrnimmt, gegenüber einer Privatperson zuerst einmal in seiner Funktion und Person auszuweisen hat. Person ist schnell abgehakt, wenn der Jäger seinen Personalausweiß zeigt. Funktion wird da schon schwieriger für mich zu beurteilen. Ein bestätigter Jagdaufseher wird einen amtliches Ausweißdokument vorzeigen können - oder? Weiß jemand, wie so etwas aussieht?


    Ist er aber nicht amtlicher Jagdaufseher und Berufsjäger/forstlich ausgebildet gem. Paragraf 25 Abs. 2, so muss es sich um einen Jagdpächter handeln, der nicht offiziell als Jagdaufseher bestellt ist.

    Er muss sich also als Jagdausübungsberechtigter gem Paragraf 25 Abs. 1 ausweisen können um in Angelegenheiten des Jagdschutzes aufzutreten. (Die Befugnisse gem Paragraf 25 Abs 2 hat er dann aber nicht) Wie weist sich denn dabei aus? Jagdschein muß er lt Abs 1 haben, also zeigen. Aber ist er auch zur Jagd in diesem Gebiet berechtigt? Da muss er dann seine Jagdpacht zeigen? Oder gibt es da auch einen Ausweiß? Oder ist auf dem Jagdschein vermerkt, wo der Jäger gepachtet hat?


    Denn wenn sich jemand nicht als die Person legitimieren kann, für die und deren Befugnisse er sich ausgibt, so kann er nur als Privatperson auftreten. So weit die rechtliche Lage. Wäre also interessant zu wissen, wie die amtlichen Dokumente aussehen.

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