Hängematte & Isolation - Bikepacking

  • Wobei ich persönlich einfach nicht 16 Stunden im Sattel in der Timetrial-Position mit Rucksack verbringen kann... Eins davon muss ich aufgeben, für mich ist das der Rucksack. Lieber habe ich ein paar mehr Taschen am Rad oder verzichte auf etwas Komfort - hier in Deutschland vor allem Kocher und Zubehör, hier findet sich notfalls immer ein Restaurant oder so, wenn's wirklich Mal eine warme Mahlzeit sein soll.

  • Wobei ich persönlich einfach nicht 16 Stunden im Sattel in der Timetrial-Position mit Rucksack verbringen kann...

    Alder Falder, 16h im Sattel und dann noch so! :thumbup: Ich komme eventuell auf 1-1,5h im Sattel, dann muß ich einfach mal runter.


    Hi zusammen,


    runter geh ich dann meist auch oft nur, weil ich was nettes sehe oder mal was futtern, trinken oder sonstwas muß.


    Zum Thema, der von Dir aufgelstet Cumulus Taiga 250 ist natürlich ne´ feine Sache und hat wohl mal eben fast nur die Hälfte im Packmaß komprimiert von meinem Schlafsack. Und das auch, obwohl mein Schlafsack auch bis 3c° gehen soll. Der Punkt macht mich also schon arg skeptisch. Könnte daran liegen, daß Du nicht so der Riese bist (wie Du es ausdrückst). Ich habe ja mit 1,88 etwas mehr.


    Eine coole Sache scheint ja dieser HammockGear Incubator 0° zu sein. Da wird wohl Daune drin stecken und von daher nur einen Bruchteil von meinem Poncholiner im Packmaß haben. Das ist für mich auf jeden Fall mal sicher. Ich schätze mal das dieser HammockGear Incubator 0° auch auf Dein Maß ausgelegt ist und ich, wenn ich dann doch da zugreife, noch mal 10cm mehr Länge bräuchte. Ob das dann aber so kommt, lass ich noch mal offen.


    Letztendlich muß ich sich mal eine BRD Shop finden, der das Teil überhaupt hat. TreeGirl hat ja zur Zeit den Shop geschlossen. Interessant wäre da auch die Frage nach dem schnöden Mammon der da über eine virtuelle Ladentheke wandern würde. :/


    Ach ja, noch einen Frage zum Incubator selbst. Ist das jetzt nur ein andrer Begriff für einen Underquilt oder ist das eine Art kleinere Version eines Underquilt. Also eine Variante wo Material gespart wird und der Underquilt zB.nicht so hoch oder so lang abschließt?

  • Letztendlich muß ich sich mal eine BRD Shop finden, der das Teil überhaupt hat. TreeGirl hat ja zur Zeit den Shop geschlossen. Interessant wäre da auch die Frage nach dem schnöden Mammon der da über eine virtuelle Ladentheke wandern würde. :/

    Moin,

    Hammock Gear ist ein Herstellers aus Ohio/USA. Denen ihre Produkte kann man nur dort bestellen. Oder mit viel Glück auf dem Gebrauchtmarkt.

    Ich habe für meinen Incubator 0F Econ plus 2oz overfill knapp 280€ insgesamt (also mit Transport, Zoll und Steuern) bezahlt.

    Hat sich aber für mich gelohnt. Ist ein Top Teil 👍👍👍

    Gruß von der Ostsee

  • wuppitom Für mich bedeutet Bikepacking das Hauptaugenmerk auf die Zeit und den Spaß im Sattel zu richten und alles dabei zu haben um möglichst viel und lange Fahrrad zu fahren. Das bedeutet:


    1. Hauptsächlich Fahrradklamotten (Bibshorts, Trikot, Regenjacke ist alles für die Zeit im Sattel geschnitten)
    zusätzlich: Komfortkleidung fürs Camp


    2. Meine Verpflegung ist auf Leistung ausgelegt. Ich habe Zucker, Elektrolyte, Nahrungsergänzungsmittel dabei und berechne anhand meiner geplanten Route & täglichen Kilometer meinen benötigten Tagesbedarf an kcal.


    3. Das Hauptaugenmerk liegt auf dem Fahrrad fahren. Nicht etwas "spontan" anschauen, da ein Foto machen, hier mal etwas die Seele baumeln lassen sondern Fahrrad fahren und das mit einem Schnitt jenseits der 20km/h. Also sportlich, spaßig ambitioniert.


    4. Entsprechend sind alle Taschen aerodynamisch, möglichst stromlinienförmig am Fahrrad angebracht. Ich fahre auch Singletrails mit meinem Bikepacking-Setup welche mit Panier-Taschen sicherlich nicht möglich wären.


    Einen Rucksack wäre für mich hier ein generelles No-Go. Weil ich zum einen mit meinem Fahrradtrikot hinten schon Taschen habe und zum anderen es einfach klitsch nass sein würde. TT-Position mit Rucksack ist auch eher nervig. Ich habe dennoch einen 20l Tagesrucksack im Hosentaschenformat (als Einkaufstasche) für Einkäufe am Abend dabei welcher auf dem Rücken zumm Platz der Übernachtung gebracht werden kann.


    Am nächsten Morgen heißt es dann aufstehen, packen und erstmal 20-30km machen bevor es etwas auf den Magen gibt. Weil es geht ja ums Radeln :)

    Oder kurz: Echt ungemütliches, schnelles Radreisen. 😁

  • Hi RoyalHang,


    ja so hat halt jeder seine Definition von Bikepacking. Ich komme zwar auch gerne gut vorwärts, aber Bikepacking wird in erster Linie meinen Radius erweitern. Einfach ma´ sagen zu können, ich muß jetzt nicht umdrehen, sondern kann noch was dranhängen und dann wo die Nacht verbringen.


    wuppitom: aha, als die eher komplizierte Variante in Sachen potentielle Anschaffung für mich.

  • Bzgl. Underquilts: Es gibt von anderen Herstellern sehr ähnlich konstruierte Underquilts wie den HG Incubator. Mit deinen 1,88m solltest du die meisten Under- und Topquilts verwenden können.


    Was meine Art von Bikepacking betrifft bin ich ganz bei RoyalHang - schnell, effizient, leicht, gelegentlich auch technisch anspruchsvoll. Komfort ist optional, aber gute Erholung (Schlaf und Ernährung) ist Pflicht, sonst geht spätestens ab Tag 3 überhaupt nichts mehr.

  • Moin,

    Meine "ungemütlichen" Radtouren habe ich lange hinter mir RoyalHang 😁💪

    Zusammerechnet saß ich 8 Jahre Weltweit im Reiseradsattel........die kürzen Touren zuhause habe ich jetzt nicht mit gerechnet.

    Meist habe ich auf den langen Reisen im Durchschnitt 5-6 Stunden pro Tag, 5 Tage die Woche im Sattel gesessen und dabei im Schnitt , je nach Gelände und/oder Verfassung, 50-80km pro Tag zurück gelegt. 2 Tage die Woche war Pause.

    Nur wenn ich unterwegs gejobt habe konnte sich mein Drahtesel mal etwas länger ausruhen 😂

    So tolle, aerodynamische Radtäschen gab es da noch nicht. Aber immerhin schon ein paar Sachen von Ortlieb und davor von Karrimor. Aus Mangel an bezahlbarer UL Ausrüstung war der gemeine Fernradler (strampelus gegenwindikus) generell schwerer unterwegs als heutzutage. Das alles ging dann leider irgendwann auf meine Knie.......und wahrscheinlich auch die ganzen Jahre vorher, die ich nur mit dem Rucksack (15-17kg) unterwegs war.

    Aber ich bereue nichts😂

    Auf dem 1.Bild war ich z.B. UL in Asien unterwegs und auf dem 2. Bild von New York nach LA.

    Ich denke sakura, nur des günstigeren Kaufpreises wegen macht es nicht viel Sinn in den USA zu bestellen.

    Die Auswahl ist allerdings auf der anderen Seite des großen Tümpels deutlich besser. Und manche Sachen gibt es nun mal nur dort zukaufen. Aber Europa holt langsam auf..........

    In diesem Sinne..........Gruß von der Ostsee

  • Ich war letztens ein paar Tage unterwegs, vom Harz aus Richtung Süden und ein Teil vom Rennsteig gemacht (war noch recht viel Schnee dort, musste viel schieben :D)

    Setup: NeoAir Xtherm Large, Tyvek plane, Dutchware Half-Wit (cloud79), Khibu Tarp => das alles zusammen hab ich an die Gabel vorne bekommen, Isomatte dabei von Tyvek ummantelt als Schutz bei fahren vor Dornen/Stürzen

    Tatsächlich muss ich sagen nicht super bequem aber machbar (GE Hängematte mit Isomatte).

    Da die Xtherm wirklich sehr warm ist reicht auch recht wenig Luft und das macht es schon bedeutend bequemer, mein Problem ist dabei nicht der Rücken sondern die Knie, wenn die zu lange "überstreckt" sind merk ich das, auf der Seite geht's aber ganz gut. Habe 3 von 6 Nächten so genächtigt, 3 mal einfach in einer Schutzhütte auf dem Boden (daher die Tyvek Unterlage).

    Ich war übrigens erstaunt, mit 400g Daune (Cumulus Comforter) und einer (aber relativ dünnen) Daunenjacke hab ich selbst bei Minusgraden nicht gefroren, weder am Boden noch in der HM und das ganz ohne irgendwelche Befestigungen des Quilts an der Isomatte, ich hab einfach das original mitgelieferte elastische Band im Zick Zack durch die schleifen gefädelt und zieh es bei Bedarf etwas enger. Das Tarp hab ich die erste Nacht noch komplett aufgebaut (war aber auch etwas windig), danach nur halb (bei Bedarf umklappen) und die letzte Nacht ganz ohne.


    Mein Fazit, funktioniert wenn man will, ich nachhinein würde ich ggf. einen 11 oder 11,5'' Version bevorzugen/testen wollen. Außerdem wäre vermutlich eine (leider nicht existente) Regular Wide Xtherm besser für die kurze HM, meine rutscht gern mal übern Rand am Fußende. Ich überlege ggf. mit Klett die Isomatte an die HM zu fixieren, gibts dazu Erfahrungen?


    Ich hänge mal ein paar Bilder an, bei fragen, fragen ;)

  • kann mir nicht vorstellen, dass Klett hilft.

    Eventuell eine Gummizug Raffung im Mattensaum an der Stelle, die einen Rand formt.

    Die xlite gibt es neuerdings in RW, die Gewichtsersparnis ist selbst für meine Verhältnisse erschreckend nichtig.

    Aufblasbare Matten lassen sich aber Recht einfach kürzen, wenn man sich traut. Die Lifetime warranty bei tar wäre mir da allerdings im Weg.

    Gegen Überstrecke Knie hilft überschüssige Kleidung oder ein kleiner Packsack unter den Kniekehlen.


    Gehen tut vieles, ohne Frage. Aber ob es sein muss ist vielmehr der Punkt. Wenn absehbar ist, dass das Setup der Wahl eine hm mit Isomatte wird, dann macht der Schritt zu einer passenden hm, bridge, 90° einfach Sinn, anstelle sich ewig mit einer GE rum zu schlagen.

  • Hi,

    Bzgl. Underquilts: Es gibt von anderen Herstellern sehr ähnlich konstruierte Underquilts wie den HG Incubator. Mit deinen 1,88m solltest du die meisten Under- und Topquilts verwenden können.

    ... jetzt müsste man einen Ansatzpunkt haben, wie fas Teil konstruiert ist.


    Beim Thema Topquilt sollte das ja kein Problem sein. Außer das ich beim Pennen gerne was um den Kopp habe.


    Ich lass das alles mal sacken. Auch gerade wegen das ich doch mit einer Isomatte gedanklich spiele. Aber das nur nebenbei bemerkt (denn die Art der Isolation soll von meiner Warte aus ja nicht diskutiert werden, es ging mir ja mehr ums Packmaß).

  • Ja dann kauf dir doch ne Isomatte, berichte und gut. Packmass ist bei denen doch eh super. Kann dir keiner eine empfehlen, weils ja keiner Nutzt ! Nemo Tenso Insulated, nimm ich für Zelttouren, die ist viel kleiner verpackbar als mein Uderquilt, leicht und die passt auch in eine Hängematte..



    Zum Cumulus Taiga 250 gibts auch einige Threads, wo gerade für 2 Meter Leute gefragt wird, und ja der M past bis 2 Meter, was die so sagen. Also, du bist nicht speziell gross und brauchst auch darum nix anderes, wie die meisten hier. Du kannst schon die grosse Version in L nehmen und 100 Gramm Daune mehr mitschleppen, damit dein Kopf warm ist, aber vom Packmass und besonders vom Geldbeutel ist ne Mütze echt besser. Und die kannst auch noch am Tag aufsetzen ,wenn der Wind am Radel pfeifft.


    Aber mal blöd gefragt. Hast du schon mal eine ganze Nacht in einer Gathered End Hängematte verbracht, und weist, das es was für dich ist.

    Was ich immer von dir lese, glaube ich, das du das noch nicht gemacht hast oder ? Weil du solltest echt erst mal testen, ob du damit überhaupt klar kommst, bevor du 1000 mal nach Irgendwelcher Ausrüstung frägst, die doch einfach nicht ganz billig ist, diese dann kaufst, und am Ende nicht drin schlafen kannst;) Und da reicht ja erst mal nei 10 Euro Schaummate auch für den Test. Die Aufblasbare ist dann noch mal ungemütlicher, aber darum wollen wir ja nicht reden 8)


    Mal meine 2 Cent dazu...

  • Zum Cumulus Taiga 250 gibts auch einige Threads, wo gerade für 2 Meter Leute gefragt wird, und ja der M past bis 2 Meter, was die so sagen. Also, du bist nicht speziell gross und brauchst auch darum nix anderes, wie die meisten hier. Du kannst schon die grosse Version in L nehmen und 100 Gramm Daune mehr mitschleppen, damit dein Kopf warm ist, aber vom Packmass und besonders vom Geldbeutel ist ne Mütze echt besser. Und die kannst auch noch am Tag aufsetzen ,wenn der Wind am Radel pfeifft.

    Kann ich nicht bestätigen.

    Mit 1,97m bin ich froh über die L Version. Kürzer sollte es für mich nicht sein. Ich möchte mich einkuscheln können und nicht auf Spannung bis zur Nasenspitze kommen. Und eine Mütze brauche ich trotzdem.

  • Kann ich nicht bestätigen.

    Mit 1,97m bin ich froh über die L Version. Kürzer sollte es für mich nicht sein. Ich möchte mich einkuscheln können und nicht auf Spannung bis zur Nasenspitze kommen. Und eine Mütze brauche ich trotzdem.

    ok danke, hatte ich dann anders gelesen. Aber bis 190 geht der M noch ?

  • Falls du eine GE mit Isomatte probieren willst, denk nimm ne längere wie ich (10.5) also 11+ und als Isomatte Xlite oder Xtherm oder ähnlich, ich denke wichtig wäre das es mit Reflektionsschicht innen ist (also keine Uberlite) da zweitere nur durch die Luft isoliert, daher ist es dann blöd wenn man mit weit weniger Luft in der Matte arbeiten will, die xtherm wärmt zu nem gewissen Grad auch ohne Luft, xlite ist zwar leichter aber Packmaß ist das selbe, daher hab ich die xtherm genommen, wenn schon denn schon. Für den Sommer schau ich noch nach einer Option da die Xtherm large etwas Overkill ist, kommt aber am Ende auf die Tour an, ist m.e. aber fast egal da sie sehr gut mit Tyvek Groundsheet und auch ncoh mehr Kleinkram gut in den Anything Cage vorn an der Gabel passt und leichter ist als eine Wasserflasche.


    Bedenke aber Isomatte in GE Hängematte wird man von allen Seiten doof angeschaut, aber es funktioniert, auf jeden Fall das kleinste Packmaß inklusive Bodenschlafmöglichkeit. Ich finde es in der HM mit halb aufgepumpter Matte jedenfalls nicht wesentlich unbequemer als ohne es ist nur etwas fummelig, manchmal verrutscht Nachts alles, man sollte also eher einen ruhigen Schlaf haben.

    Bridge Hammock wäre wieder größer vom Packmaß (Stangen), dann ggf halt noch nen 90° hammock, aber in den Apfel beiß ich erstmal nicht so lange ich klar komme, da ich dann auch wieder nen neues Tarp bräuchte.

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